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  Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  Libby12345
schrieb am 13.12.2018 23:14
Soweit ich das verstehe, dient das Ersttrimesterscreening der Risikoabschätzung für chromosomale Anomalien beim Baby. Diese sind ja nicht heilbar. Der gemessene PAPP-A-Wert kann außerdem, soweit ich das verstehe, darauf hinweisen, ob das Baby ausreichend versorgt ist.

Gibt es beim Ersttrimesterscreening denn irgendeinen Aspekt, der
- nicht durch gewöhnliche Ultraschalluntersuchungen oder Blutabnahmen feststellbar ist und außerdem
- therapierbar ist?

Ich habe zwar schon einen Termin zum Ersttrimesterscreening, aber ich überlege, ihn abzusagen...

Viele Grüße
Libby


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  VerenaS88
Status:
schrieb am 14.12.2018 04:09
Huhu,

zu den chromosomenstörungen hast du ja bereits was gesagt. Zumal es eine Abschätzung ist, die Zahlen sind massiv durch das Alter und einzelne Werte beeinflusst und verunsichern ganz viele, obwohl gar nicht ist. In vielen Prädiagnostik Diskussionen wird deswegen, bei Wunsch der Absicherung, direkt der praenatest o.ä. empfohlen.

Da ich ersteres nicht wissen wollte, wurde mir keins angeboten. Also allein zur Testung der Versorgung wird’s dann wohl nicht gemacht. Auch hier ist es ja ein kann passieren.
Meiner Meinung nach sollte ein Arzt eine fehlende Versorgung erkennen, wenn sie anläuft. Also auch ohne diesen Wert.
Ob man was machen könnte, weiß ich nicht, aber mir fällt nichts ein. Da gibt es aber sicher noch fachlichere meinungen zu.

Mir war eine ordentliche Feindiagnostik zum Organscreening wichtiger.

Lg Verena


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 14.12.2018 10:21
Ich kenne zwei Frauen, deren Babies beim Ersttrimesterscreening (bzw. hier beim Feinultraschall) auffällig waren. Das eine Baby hatte (bestätigt durch anschließende Fruchtwasserpunktion) Trisomie 13, es waren bereits 12+ Organfehlbildungen sichtbar. Die Mutter beendete die Schwangerschaft bei 16+ oder 17+, was ohne das Ersttrimesterscreening später hätte stattfinden müssen. Das zweite Baby, das ich kenne hatte einen Organfehler, den es nicht überlebt hätte, wäre es nicht schon während der Schwangerschaft operiert worden. Dies ist aber ein so spezieller Fall, dass ich allein dafür das Screening wohl nicht machen würde.
Alles Gute!


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  Milia149
Status:
schrieb am 14.12.2018 11:39
Hallo,

Das Screening ist ja sowieso nur eine Risikoberechnung. Im Prinzip kommt da eine Zahl raus die stimmen kann oder auch nicht. Bzw wie beim Lotto spielen eben. Es gibt eine Wahrscheinlichkeit ob man gewinnt. Im Prinzip sehr unwahrscheinlich zu gewinnen, trotzdem gewinnt immer jemand zwinker


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  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  jumptheysay
schrieb am 14.12.2018 23:32
Ich habe im Pränatalforum von eltern.de schon gelesen, dass bestimmte Werte auch darauf hindeuten können, dass die Plazenta nicht richtig arbeitet. Die Gefahr einer Mangelversorgung konnte in dem Fall dann durch die Gabe von Aspirin (ohne Gewähr, nur aus meiner Erinnerung) minimiert werden.

Sicher sind auch das Einzelfälle und ich denke auch, dass nur Ärzte, die sich sehr gut mit den entsprechenden Werten auskennen, so etwas richtig deuten würden.


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  Libby12345
schrieb am 15.12.2018 06:30
Danke schon mal!
Dass das Screening nur eine Risikoabschätzung ist, weiß ich.
Das mit der pränatalen OP ist für mich ein Argument für das Screening. Allerdings ist so etwas vermutlich, wie Juna ja auch schon schrieb, sehr selten...
@jumptheysay: Ich glaube, bei dieser Sache mit der Plazenta geht es unter Anderem um das PAPP-A. Ich hatte nämlich letztes Mal da einen niedrigen Wert und die Schwangerschaft wurde daraufhin in kurzen Abständen beobachtet (es wurde alle 1-2 Wochen geschallt, um zu sehen, ob mein Kind gut gewachsen war). Allerdings bräuchte man zur Feststellung einer Mangelversorgung ja nicht das gesamte Screening. Vielleicht kann ich auch darum bitten, dass nur die Versorgung überprüft wird?


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 15.12.2018 10:34
Hallo Libby,

erstmal noch herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

Ich persönlich würde auf gar keinen Fall ein Ersttrimeaterscreening machen. Die Zahlen, die man als Ergebnis bekommt, verunsichern viel öfter, als dass sie eine beruhigen. Und mehr über die Gesundheit seines Kindes weiß man dadurch auch nicht.

Damals beim M-chen war die Nackentransparenz auch beim normalen US schon auffällig und meine Ärztin war entsetzt, weshalb ich kein ETS mache. Wir haben uns für einen Feinultraschall bei einem Spezialisten entschieden.
Da sieht man in SSW 14 bzw. dann ca. 20 bereits alles relevante (bzgl. OP während / nach der Geburt). Irgendwelche Zahlen habe ich mir bewusst nicht sagen lassen.
Da nur die NT auffällig war, haben wir uns überraschen lassen, ob unser Sohn gesund ist oder doch eine Trisomie 21 hat.
Erst letzt hab ich mal in ner Tabelle nachgeschaut und gesehen, dass wir vermutlich eine Wahrscheinlichkeit um 1:18 für eine T21 ausgespuckt bekommen hätten. Das Ergebnis wäre ja das gleiche gewesen, aber ganz so entspannt wäre ich vermutlich während der Schwangerschaft nicht gewesen.

Mein Tipp: Feinultraschall beim Degum 2 /3 Arzt, der mögliche (Organ-)Fehlbildungen erkennen kann und auf die Versorgung achten.
Hattest du in der letzten Schwangerschaft nur einem niedrigen PAPP-A Wert oder gleichzeitig auch Probleme mit der Versorgung?
Es gibt wohl Frauen, die zu niedrigen Werten neigen, sodass du vielleicht auch jetzt wieder einen niedrigen Wert hast. Wenn du beim letzten Mal aber trotz niedrigem Wert keine Probleme hattest, muss man auch jetzt nicht in Panik verfallen. Die berechnete Wahrscheinlichkeit für ein gesundes Kind würde es aber trotzdem negativ beeinflussen.
Du kannst ihn dir ja trotzdem abnehmen lassen, aber du darfst auch jederzeit (auch noch nach der Untersuchung) verweigern dir die Wahrscheinlichkeiten sagen zu lassen.

Die Garantie auf ein gesundes Kind gibt es leider nie, aber meiner Meinung nach ist eine Schwangerschaft viel zu kostbar, als dass man sich die Zeit zwecks irgendwelcher Zahlen vermiesen lassen sollte.

Alles Gute weiterhin!


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  Libby12345
schrieb am 15.12.2018 21:42
Hallo Amy,

vielen Dank für Deinen Bericht. Ich finde es wirklich bewundernswert, dass Ihr Euch trotz der Nackenfalte nicht beirren lassen habt und bewusst ohne Abklärung durch die ganze Schwangerschaft gegangen seid! Ich wünschte, ich hätte das bei der ersten Schwangerschaft auch gekonnt. Damals wollte ich aber noch alles wissen, was es zu wissen gab. Das hat mich aber im Grunde nur verunsichert.

Zu der Sache mit der Versorgung: Neben dem niedrigen PAPP-A hatte ich auch erhöhten Blutdruck in der Arteria Uterina. Die Ärztin sagte mir beim Ersttrimesterscreening, dass es eventuell sein könnte, dass man mein Baby früher holen müsste, weil es nicht so gut versorgt sei. Insofern war das Ersttrimesterscreening da schon nützlich, aber man hätte die Versorgung ja auch gesondert untersuchen können. Tatsächlich ist der kleine Mann während der Schwangerschaft immer auf den untersten Perzentilen unterwegs gewesen und war bei der Geburt (in der 40. Woche) schon ziemlich zart, aber es war nicht dramatisch (2800 Gramm auf 50cm). Außer häufigen Kontrollen waren auch keine Maßnahmen ergriffen worden.

Es wäre mir deshalb ganz lieb, wenn man die Versorgung dieses Mal auch überprüfen könnte. Ich werde das aber wahrscheinlich gesondert machen lassen.


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  mariechen74
schrieb am 17.12.2018 09:31
Hallo,
man kann auch nur den US zur Messung der Nackentransparenz machen lassen. Das ist dann eben schon frühzeitig ein genauerer US von einem erfahrenen Arzt und der misst nicht nur die NT, sondern schaut auch auf andere Softmarker. Wir haben das so gemacht und auf den Bluttest verzichtet. Hätten sich Auffälligkeiten ergeben, hätte man evtl schon früher nochmal einen US gemacht, statt erst 20.-22. Woche den Organultraschall.

LG, Mariechen


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  Sternchen1981
Status:
schrieb am 30.12.2018 23:39
Hallo,

ja es gibt Dinge die beeinflussbar sind. Beim Ersttrimesterscreening kann die Neigung zur Gestose und Präklampsie berechnet werden. Das kann eine engere Überwachung und auch das Hinauszögern der Geburt um ein paar Tage oder Wochen zur Folge haben, was je nach Länge der Schwangerschaft vorher und Gabe von Cortison zur Lungenreife auch über die Überlebenschancen des Kindes entscheiden kann. Auch eine Minderdurchblutung der A.uterina kann per Sono festgestellt werden und mit Gabe von ASS therapiert werden.
Es geht bim ETS nicht nur um Fehlbildungen. Gehruhig hin und besprech vorab was wie abgeklärt werden soll.

Alles Gute für die Schwangerschaft

lg
sternchen


  Re: Existiert eigentlich für irgendeine Diagnose aus dem Ersttrimesterscreening eine Therapie?
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  xX-Spirit-Xx
Status:
schrieb am 07.01.2019 20:05
Zitat
mariechen74
Hallo,
man kann auch nur den US zur Messung der Nackentransparenz machen lassen. Das ist dann eben schon frühzeitig ein genauerer US von einem erfahrenen Arzt und der misst nicht nur die NT, sondern schaut auch auf andere Softmarker. Wir haben das so gemacht und auf den Bluttest verzichtet. Hätten sich Auffälligkeiten ergeben, hätte man evtl schon früher nochmal einen US gemacht, statt erst 20.-22. Woche den Organultraschall.

LG, Mariechen

Wir haben es auch so gemacht. Die Wahrscheinlichkeit für eine Behinderung war bei uns aufgrund einer Chromosomenanomalie bei mir 50/50.
Ich war nach diesen Ultraschalls super beruhigt, was ich bei einer ETS sicher nicht gewesen wäre.




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