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  Geburtsbericht zur Verarbeitung
no avatar
   blackmoon
Status:
schrieb am 19.09.2018 21:50
Hallo zusammen,

ich habe selbst immer gerne Geburtsberichte hier gelesen, da ja im Normalfall alle ein positives Ende haben. Jeder Schwangeren ist klar, dass immer etwas schief gehen kann. Ich bin seit gefühlt 100 Jahren Krankenschwester und natürlich habe ich leider schon oft negative Beispiele erlebt. Nach 11 Jahren KiWu endlich durch IVF schwanger, konnte ich anfänglich nicht daran glauben, dass alles gut verläuft. Meine Schwangerschaft war aber sehr schön und völlig komplikationslos - bis zum Ende.

Zwei Tage vor dem eigentlichen ET wachte ich morgens auf und merkte sofort: da läuft was... schnell auf Toilette, blutig - hm ok, ich hab ja nicht so die Ahnung, wie es wohl sein sollte, wenn die Fruchtblase geplatzt ist. Also zackig Mann geweckt, unter die Dusche und dann festgestellt, dass da nichts mehr läuft. Also etwas zackiger ins Krankenhaus. CTG unauffällig, keine Wehen, bei der vaginalen Untersuchung konnte dann das Gefäß am Gebärmutterhals ausgemacht werden, das wohl geblutet hatte. Ich wurde stationär aufgenommen. Es ging mir sehr gut und auch meinem Mini schien es gut zu gehen. Ganz entgegen meiner ursprünglichen Einstellung, wollte immer in ein Klinikum mit Kinderarzt vor Ort, war ich nun in "meinem" Krankenhaus, ohne Kinderärzte. Meinen Kollegen vertraue ich natürlich...Am nächsten Morgen war noch immer alles bestens. Wir begannen mit der Einleitung, die eh für diesen Tag geplant war, da ich einen fraglichen Schwangerschaftsdiabetes hatte und mein Sohn recht groß geschätzt wurde. Die Plazenta war auch zu diesem Zeitpunkt noch kaum verkalkt und daher erwarteten die Ärzte evtl. noch ordentliches Wachstum des kleinen Mannes. Ich bekam also ein Bändchen mit Prostaglandinen eingelegt und dann gings ans Laufen.
Um dies abzukürzen: Bis zum Abend MuMu bei 3 cm, alles ohne Wehen - ich flachse noch rum von wegen "ohne Wehen bis 10cm und dann 2 Presswehen bis Kind da und ich bekomme noch 10". Ich besuchte meine Kollegen im Aufwachraum, immer wieder betonte ich, dass ich alles mitmache, mein Horror aber wäre eine Sectio in Vollnarkose, wenn ich den ersten Schrei meines Kindes nicht hören könnte. Viel zu oft habe ich das auf der anderen Seite schon erlebt (ich bin Anästhesieschwester) und es tut mir immer so leid für die Eltern, denn ich empfinde diesen Moment immer als besonders schön und wichtig.
20 Uhr: ich sitze noch bei meinen Kollegen im Aufwachraum, soll 21 Uhr wieder zum CTG, da habe ich wieder dieses Gefühl, dass da "etwas" aus mir läuft. Ich verabschiede mich, gehe in mein Zimmer, mein Mann wartet schon auf mich. Auf der Toilette sehe ich: wieder Blut. Auf in den Kreißsaal, die Hebamme möchte einmal tasten. Ich sehe ihren Handschuh und dass es mehr braun als rot ist. Beruhigt beschließen wir abzuwarten.
21 Uhr: Ich wackel wieder in den Kreißsaal zum geplanten CTG, ich blute noch, aber mäßig. Die Hebamme telefoniert gerade, also setze ich meinen Mann ab und gehe noch kurz zur Toilette. Da komme ich aber nicht mehr so leicht weg. Es blutet mehr, tropft fast dauernd... Die Hebamme wirkt etwas verunsichert und ruft den diensthabenden Gynäkologen. Natürlich kenne ich auch diesen, gebe zu ich bin nicht sein größter Fan, aber er reagiert sofort. Im US sieht alles gut aus. Kind bewegt sich, Plazenta sieht gut aus, keine Besonderheiten. Er möchte aber nochmal vaginal schauen - klar, man ist es ja langsam gewohnt.
Die Verunsicherung wird größer, denn er kann nichts sehen - zu viel Blut. Langsam macht sich auch in mir ein ungutes Gefühl breit. Körperlich habe ich keinerlei Beschwerden, ich spüre den Kleinen gut, was geschieht da nur. Nochmal US - die Verunsicherung wird immer klarer. Ich werde ans CTG angeschlossen. Die Frequenz meines Sohnes hält sich bei 170 bzw. sogar höher... Ich weiß was das bedeutet - er hat Stress - muss raus. Der Oberarzt ist kurz angebunden "das Kind hat Stress, wir machen eine Sectio - JETZT in Vollnarkose"

Wie in Trance greife ich zum Telefon, das neben mir steht und rufe meinen Kollegen an. Ich weiss, dass eine der fähigsten Anästhesistinnen die ich kenne, mit der ich zufällig auch befreundet bin, auf der Intensiv Dienst hat. Ich "befehle" meinem Kollegen mit ihr zusammen schnellstens in den Kreißsaal zu kommen. Er hört, dass ich weine. 2 Minuten später stehen sie in OP-Kleidung vor mir. Ich werde im Eiltempo für den OP vorbereitet. Davon weiß ich kaum noch etwas. Das alles geschah einfach mit mir... Ich habe mich auf meine Anästhesie-Kollegen verlassen. Ich bekam tatsächlich eine Spinale, innerhalb von 2 Minuten mit allem Drum und Dran - eigentlich unmöglich, aber ich wußte SIE kann das. Ich spürte wie meine Beine taub wurden, wurde hingelegt. Dann ging alles unfassbar schnell. Sie deckten mich ab, ich spürte das aber alles noch und mein Mann war auch noch nicht da. Auf einmal schnitt der Oberarzt einfach los. Ich mußte schreien, ich konnte nicht anders. Es tat noch so sehr weh, die Spinale wirkte noch nicht so weit oben.
Die Erklärung dafür bekam ich hinterher von meiner Kollegin der OP-Pflege: als sie mich hinlegten, lief fast ein Liter Blut aus mir heraus und sie konnten nicht mehr warten, sonst wäre mein Kind wohl verblutet, denn die Plazenta hatte sich zu diesem Zeitpunkt komplett gelöst.
So furchtbar es klingt, dass ich die Schnitte spürte, so kann ich sagen, dass es "einfach" nur Schmerz war. Es fühlte sich nicht an, wie aufgeschnitten werden, es war einfach Schmerz. Und jetzt weiß ich genau, das war es wert. Punkt 22 Uhr holten sie meinen kleinen J. aus meinem Bauch und er schrie direkt. Mein größtes Glück war, dass ich dies hören durfte. Leider verschwanden immer mehr Kollegen um sich um meinen Sohn zu kümmern, keiner sagte mir was los ist. Ich sah wie blass er war, als sie ihn mir kurz zeigten. Ich wurde hysterisch, dafür schäme ich mich heute noch, aber es ging doch um MEIN Baby...
Letztendlich hatte er "nur" eine kleine Anpassungsstörung und brauchte ein wenig Sauerstoff über die Maske. Das habe ich selbst schon unzählige Male mitgemacht, aber eben nicht mit dem eigenen Kind. Meine Spinale wirkte schon direkt nachdem er da war und sie versorgten alles schnellstens, damit ich noch zu meinem Kind konnte. Mir war klar, dass er nun in das nächstgelegene KH verlegt wurde, in dem eine Kinderklinik ist.
Ich durfte aber bei der Versorgung noch zusehen, durfte sehen wie wach er schon war und dass er etwa 15 Minuten nachdem er auf der Welt war schon keinen zusätzlichen Sauerstoff mehr brauchte. Ich durfte sehen, wie unfassbar hübsch und perfekt er vom ersten Moment an war... Ich durfte ihn noch in den Armen halten, bevor er verlegt wurde. Ich war so dankbar für die Spinale, auch wenn dies wahnsinnige Schmerzen bedeutete. Aber ich glaube eine Spontangeburt ist auch nicht gerade schmerzarm zwinker
Den Rest kürze ich nun ab: Ich wurde am nächsten Tag, nachdem ich erneut meine Beziehungen spielen lassen musste, zu ihm ins KH verlegt und einen Tag später wurde er als kerngesund, aber mit etwas zu niedrigem Hämoglobinwert, von der Säuglingsintensiv entlassen.
Am Donnerstag den 09.08. wurden wir beide schon entlassen.

Ich hatte nun sehr lange zu kämpfen, es ging mir psychisch am Anfang extrem schlecht. Das Erlebnis war schrecklich, ich hatte mir soooo sehr eine "normale" Geburt gewünscht. Und doch muß ich einfach sagen: es lief perfekt !
Man bedenke: 21 Uhr begann ich erst deutlicher zu bluten und 22 Uhr war er da. Alle haben genau untersucht, um einen unnötigen Kaiserschnitt zu vermeiden und als klar war, dass es nicht gut aussieht, wurde sofort eine Not-Sectio durchgeführt. Dass dies in Spinal-Narkose geschah, war MEINE alleinige Schuld und ich bin doch froh, dass es möglich war - mir ist bewußt, dass es nur aufgrund meiner Beziehungen so lief und natürlich, weil meine Freundin diese Spinale in Rekordzeit setzte.
Ich brauchte die Zeit bis jetzt, um dies zu verarbeiten. Ich gestehe auch, dass ich die ersten Wochen mit Baby emotional und körperlich überfordert war, manchmal fühle ich mich auch jetzt noch so... Meine Freundin erklärte dies so simpel und so logisch:
In 11 Jahren Kinderwunsch habe ich absolut alles verdrängt, was mit Babies und Kleinkindern zu tun hat. Habe mich auch in der Schwangerschaft nicht getraut darüber nachzudenken, da ich immer nur Angst hatte, es würde mir noch genommen werden.

Nun kann ich sagen, ich bin am Ziel. Mein Weg was den Kinderwunsch angeht ist hier zuende. Immer wollte ich 3 Kinder, jetzt mit 39 Jahren bin ich unsagbar glücklich mit meinem starken und mich endlos liebenden Mann und unserem kleinen Kämpfer, der sich prächtig entwickelt. Wir sind komplett. Ich danke Euch fürs Lesen, auch dieser Bericht hat ein positives Ende zwinker Uns geht es gut und wir genießen unser Leben als kleine Familie ! Liebe

Ich wünsche allen Mädels schöne und komplikationslose Schwangerschaften und Geburten ! Genießt jeden Moment !

Ganz liebe Grüße bm winken


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
avatar    zebra123
Status:
schrieb am 19.09.2018 22:40
Wow, was für ein Krimi. Herzlichen Glückwunsch, zum Nachwuchs und auch zum positiven Ende. Das hätte unter Umständen ja auch anders ausgehen können.


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
avatar    La esperanza**
Status:
schrieb am 19.09.2018 22:44
Was ein emotionaler Bericht.
Ich hab mich schon ganz am Anfang in meine zweite Geburt zurück versetzt gefühlt.
Er ist jetzt 5 Monate alt und mir schmerzt diese Geburt immer noch weil ich weiß wie es anders sein kann und zum Schluss nochmal eine Geburt - eine richtige Geburt - erleben wollte.
Letztlich ist es bei dir und bei mir aber der einzige Weg gewesen um ein lebendiges Kind im Arm zu halten.
Auch das nach der Geburt kann ich dir sehr sehr gut nachfühlen. Es ist schlichtweg die Hölle sein Kind nicht direkt auf der Brust und nicht mal in Sichtweite zu haben.

Alles Gute! Kuschelt viel, holt das Bonding nach (Baden, nackt kuscheln und weinen), stillen und tragen und die Liebe wächst und das schlechte Gefühl/Gewissen verblasst etwas.


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
no avatar
   Solani
Status:
schrieb am 20.09.2018 10:20
Hallo blackmoon,

sehr spannender Geburtsbericht. Alle haben einen kühlen Kopf bewahrt und das Schlimmste verhindert. Das du noch deine Kollegin anrufen konntest ... aber da sieht man, dass du auch genau wusstest, was du nicht willst.
Das was deine Freundin schreibt, dass du dich mit Babys und Kleinkindern nicht auseindandergesetzt hast ist meiner Meinung nach nur ein kleiner Faktor. Du musstest dich ja körperlich erholen, sich rund um die Uhr um ein Baby zu kümmern ist anstrengend und mit einer traumatischen Geburt im Hintergrund ist es nochmal schwieriger. Ich glaube, dass es völlig normal ist, sich in der Situation emotional und körperlich auch mal überfordert zu fühlen. smile

Viel Glück und genieße deine Familie!


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  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
no avatar
   Bootsy
schrieb am 20.09.2018 10:32
Liebe Blackmoon,

vielen Dank für diesen Bericht! So viel auf und ab - und am Ende natürlich so ein Glück, dass es euch gut geht!
Dass man nach langer KiWu-Zeit auch "Anpassungsschwierigkeiten" hat, wenn das Baby dann wirklich da ist, kann ich so gut verstehen! Mir ging es genau so. Wir waren zwar organisatorisch vorbereitet, emotional aber überhaupt nicht. Nach so viel Ungewissheit, ob man überhaupt je ein Baby haben wird, hört man auf, sich schöne Namen auszudenken oder von der Familienzeit zu träumen usw. Zumindest war es bei mir so. Und es ist einfach unfassbar, wenn der lange Kampf "einfach" zu Ende ist. Ganz abgesehen davon, dass Babys einen ganz schön umkrempeln. Bitte lasst euch ganz viel Zeit, anzukommen! Ich habe mich immer mit "normalen" Müttern verglichen, das war ein Fehler. Ich hatte das Gefühl, auch nach der Geburt prägt einen die vergangene Zeit sehr. Es ist nicht auf einmal alles "normal". Aber die Wunden heilen mit der Zeit! Und nichts hilft da besser als so ein kleiner Wurm!
Ich wünsche Euch eine wunderschöne Zeit -ohne Druck! Die Zeit jetzt gehört nur euch! Alles Liebe!


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
no avatar
   lila_laune
Status:
schrieb am 20.09.2018 23:06
Liebe Blackmoon,

vielen Dank für deinen Geburtsbericht! Ich habe deine liebe Art im Positiv Piep immer sehr geschätzt und mir schon ein bisschen Sorgen gemacht, wie es dir wohl geht. Danke auch, dass du trotz deiner so dramatischen Erfahrungen so viel Positives in deiner Geschichte siehst bzw schreibst! Das gibt mir Mut, dass es auch, wenn es nicht so läuft wie man es sich erwünscht, man es irgendwie verarbeiten kann - auch wenn es natürlich länger dauert und seine Zeit braucht Ich wünsche dir alles alles Gute für dich und deinen Kleinen .


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
no avatar
   Itchybee
schrieb am 21.09.2018 07:20
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Sohnes!
Mir kamen fast die Tränen beim Lesen deines Berichts. Ich weiß wie es ist, Auch unser Sohn hatte Stress bei der Geburt und hatte dann Mekonium eingeatmet
Er würde mir sofort weggenommen und ich wusste nicht was los ist. Er würde dann auch in die Kinderklinik auf die Intensivstation verlegt. Ich sage nur dass jetzt alles gut ist, zu unserem sehr großen Glück!
Ich würde nicht mehr in eine Klinik ohne Kinderklinik gehen, trotz dass ich mich in der Entbindungsklinik echt wohlgefühlt habe und zum Glück alle schnell und richtig reagiert haben.
Das dauert alles seine Zeit, Ich war auch lange überfordert mit der neuen Situation


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
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   blackmoon
Status:
schrieb am 22.09.2018 17:57
Ihr Lieben,

ich danke Euch von Herzen für Eure lieben Worte !!! Auch wenn ich mich schon deutlich besser fühle, so bin ich doch sehr froh, nicht alleine mit dem Erlebten zu sein. Und ich bin auch sehr froh, dass es anderen emotional ebenso geht. Ich liebe dieses kleine Wesen wirklich wahnsinnig, aber wie Bootsy so passend schrieb: nach gefühlt endlos langem Kampf, bin ich "einfach" am Ziel angekommen und das überfordert mich noch immer manchmal. Aber Dank Euch verstehe ich nun, dass auch das dazugehört und ich mich dafür nicht schämen muss. 39 Jahre lang war ich eigentlich immer mein eigener "Herr" und nun bestimmt der Zwerg meinen Alltag. Das fühlt sich manches Mal fast schon beklemmend an... Dann lächelt mich mein kleines Wunder an und ich bin überwältigt vor lauter Liebe !

Vielen, vielen Dank für Eure aufbauenden Antworten !!! Es hat mir sehr geholfen dies alles zu lesen !!! knuddel

Ganz liebe Grüße bm winken


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
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   JuleN43
Status:
schrieb am 24.09.2018 18:51
Liebe Liebe Blackmonn
Mir laufend die Tränen, kann gar nicht aufhören .
Augen wischen das Ich was sehe.
Es ist so schön das am Ende alles gut ausgegangen ist, du warst so tapfer und stark Wahnsinn was Frau so aushalten kann, Liebe Grüsse unbekannter weise an deiner Freundin ich finde das so toll das sie da war sofort an Ort und Stelle und du den ersten schrei deines Sohnes hören durfstes, ganz tolle Freundin wirklich.
Alles gute euch 3 ich freu mich so sehr für euch so sehr .

Ich antworte dir hier , ich werde weiter kämpfen auch wenn andere mich für beklobbt halten und meinen mit meinen Alter das wird nichts, der Chat hat mich bisschen verletzt wo ich da geschrieben habe, weil da immer wieder auf das Alter geschoben wurde ,wenn mein Arzt mir sagt das doch meine und mein Mannes Werte gut sind IUI zu machen und für mich am besten ist, dann machen wir das so egal wie lange es dauert, ich halte fest dran so lange es mir dabei gut geht.

Ganz liebe Grüsse Jule und lieben dank liebes Blackmonn für die lieben Worte in den anderen Chart baut mich sehr auf daaanke


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
no avatar
   Hope12345
schrieb am 27.09.2018 08:37
Meine liebe Blackmoon .

Es tut mir sehr leid, was du erleben musstet.
Ich glaub man kann es nicht in Worte fassen, welche Ängste und Sorgen zu der Zeit in deinem Kopf gewesen sind. Ich freu mich riesig das es dir und dem kleinen Wunder trotzdem den Umständen entsprechend gut geht.

Nehm dir viel Zeit und Rede über das erlebte, und hoffentlich kannst du es da durch besser verarbeiten.

Ansonsten kann ich dich gut verstehen, habe auch einen langen Kinderwunsch gehabt und eine unkomplizierte Schwangerschaft und dann so eine traumatische Geburt.
Mir ging es die ersten Wochen wie dir, war oft mit der Situation überfordert und dachte nur, Hey du bist doch ne Krankenschwester , dass musst du besser machen.
Aber so langsam ist es in meinem Kopf drin, nein ich bin zur Zeit keine Schwester, ich bin Mama. eine Mama die dich Sorgen macht, eine Mama die manchmal überfordert ist, eine Mama die immer noch nicht begreifen kann, dass dieses kleine Wunder, dass eigene ist .

Ich wünsche dir von Herzen alles gute, und hoffentlich kannst du die Zeit restlos genießen.

Liebe Grüße Hope


  Re: Geburtsbericht zur Verarbeitung
no avatar
   Minime2501
schrieb am 27.09.2018 12:34
Erstmal Herzlichen Glückwunsch zur Geburt.

Ich kann die Angst, die Entscheidung und auch den Schmerz so gut nachvollziehen. Mein Sohn kam damals - wegen Komplikationen in der Schwangerschaft - durch einen geplanten Kaiserschnitt zur Welt, denn ich wollte um jeden Preis einen Not-KS unter Vollnarkose vermeiden und man sagte mir die Wahrscheinlichkeit wäre sehr hoch, wenn ich es auf normalem Weg versuchen würde.

Ich hatte sowieso schon fürchterliche Angst vor dem KS und Angst, dass etwas schief gehen könnte (man bekommt ja so viele Papiere vorher was alles schief gehen könnte, damit die Ärzte abgesichert sind) und als es dann soweit war, habe ich trotz Spinalanästhesie noch alles gespürt. Es wurde noch etwas gewartet, dann nochmal nachgespritzt und als ich nach dem Nachspritzen immer noch Gefühl in der Gegend hatte und mir die Tränen kamen, hieß es sie würden noch einmal nachspritzen, wenn ich dann immer noch etwas spüren würde, müssten ich in Vollnarkose. Mein schlimmster Horror. Ich wollte mein Baby doch nach der Geburt wenigstens sehen, hören und riechen können, wenn ich es schon nicht spüren konnte. Ich wollte nicht aufwachen und dann ein Baby haben, bei dem ich überhaupt nichts von der Geburt mitbekommen haben. Das wäre für mich gewesen als hätte man einfach irgendein Kind gegeben (ich weiß das klingt hart). Also musste ich die Zähne zusammen beißen ganz egal wie schmerzhaft es eventuell werden würde. Und auch ich habe gespürt wie sie geschnitten und gerissen haben und das einzige, was mich davon abhielt ohnmächtig zu werden, war dass ich mich in dem Moment als ich dachte jetzt wäre es vorbei und ich klapp weg, vor Schmerzen übergeben musste. Aber ich hätte es mir nie verzeihen können, hätte ich seine Geburt und seinen ersten Schrei nicht mitbekommen. Du bist also definitiv nicht allein damit.




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