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  Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   la miga
schrieb am 06.12.2014 12:38
Ich hatte meine Ärztin beim zweiten US nochmal gefragt, wieso wir nicht den ja wesentlich günstigeren Harmony-Test durchführen könnten. Sie hatte mir vorher gesagt, hier käme nur der Praena-Test infrage.

Sie hat mir es so erklärt: Der Test wird zwar in den USA ausgewertet, aber es ändert ja nichts daran, dass er in der EUnicht zugelassen ist. Sollte es bei dem Test zu irgendwelchen Problemen kommen, zum Beispiel falsches Ergebnis, und die Eltern würden hinterher klagen, würde sie als Ärztin ohne Haftpflichtversicherung dastehen, weil die Haftpflichtversicherung nichts im Zusammenhang mit dem Harmony-Test übernehmen würde, da eben nicht EU-zugelassen.

So habe ich das verstanden und für den ersten Moment erschien es mir auch logisch.

Aber so ganz logisch irgendwie doch nicht, vielleicht habe ich die Frau auch missverstanden: Die Ärztin selbst macht ja nix außer Blutabnehmen, oder? Sie hat doch mit dem Ergebnis überhaupt nichts zu tun? Okay, die Blutabnahme ist natürlich die Grundlage für den ganzen Test, aber mit der Auswertung und damit ja auch mit der Ergebnisdarstellung hat die Praxis ja nix zu tun, oder? Wegen was sollte sie denn da verklagt werden?


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
avatar    Chichi
Status:
schrieb am 06.12.2014 12:46
Eben WEIL sie einen Test durchführt, das nicht zugelassen ist. Solange etwas nicht zugelassen ist, kann man bei falschem Ergebnis verklagen... und der Doktor, der einen nicht zugelassenen Test empfohlen hat, ebenfalls. Für so etwas, haftet eben niemand.
Es gibt nun mal andere Verfahren, invasiv und nicht invasiv, für die gehaftet wird.

lg Chichi


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   la miga
schrieb am 06.12.2014 12:51
Und einen Arzt schriftlich von allen Ansprüchen freistellen geht nicht? Zu unsicher?

Wie machen die das denn hier alle, die den Harmony-Test haben durchführen lassen?


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   wolke1313
schrieb am 06.12.2014 12:52
Also ich kann mir das nicht so ganz vorstellen. Bei uns hat der Arzt zwar das Blut abgenommen, aber das Ergebnis wurde uns direkt von dem Test-Anbieter in Belgien per Mail mitgeteilt. Wofür sollte die gute Frau haften? Bezahlt haben wir ja auch direkt in Belgien und der Doc hat nur die Blutabnahme berechnet.


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  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
avatar    Chichi
Status:
schrieb am 06.12.2014 13:18
Zitat
la miga
Und einen Arzt schriftlich von allen Ansprüchen freistellen geht nicht? Zu unsicher?

Wie machen die das denn hier alle, die den Harmony-Test haben durchführen lassen?

Wie das die Anderen machen, kann ich dir nicht sagen, jedoch sollte etwas schriftliches von euch, das man den Arzt von jegliche Ansprüche befreit, durchaus möglich sein. Aber wie gesagt: ich kenne mich bei der Gesetzeslage nicht richtig aus. Bisher haben wir es nie angeboten (da noch nicht zulässig) und es kam auch nie eine Nachfrage dafür.

lg Chichi


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   -sprudelwasser-
schrieb am 06.12.2014 13:21
Mich würde zudem interessieren, ob der Kostenträger dann erst recht (also keine
"Kulanz" wegen medizinischer Indikation) die Übernahme der Kosten ablehnen
kann, weil eben nicht zugelassen/Haftungsrisiko pp., da bin ich bei meinen
Kostenträgern noch nicht weiter gekommen.

Den Arzt kann man doch von der Haftung - so es sie gäbe - freizeichnen. So a la Patientin
xy wünscht trotz Aufklärung (auszuführen) Blutabnahme und Weiterleitung der Blutprobe an
Harmony Anbieter.


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   märchenfee
Status:
schrieb am 06.12.2014 13:50
Ich finde die Argumentation echt merkwürdig, weil die meisten Pränatalkliniken halt alle drei Tests anbieten. Und ich müsste definitiv nichts unterschreiben. Außerdem steht eh bei den Tests dabei, dass es kein 100% Ergebnis ist und seeeehr selten falsch sein kann.

Ich denke eher, dass die Ärzte ne Provision von Praena kriegen, anders kann ich mir das nicht erklären. Ruf doch mal direkt beim Labor Enders in Stuttgart an und frag nach. Da wird der Test ja auch hingeschickt, die übernehmen die Deutschland Koordination...

Also ich würde nicht einsehen, für die gleiche Leistung mehr zu bezahlen...


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
avatar    Chichi
Status:
schrieb am 06.12.2014 14:42
Zitat
märchenfee
Ich finde die Argumentation echt merkwürdig, weil die meisten Pränatalkliniken halt alle drei Tests anbieten. Und ich müsste definitiv nichts unterschreiben. Außerdem steht eh bei den Tests dabei, dass es kein 100% Ergebnis ist und seeeehr selten falsch sein kann.

Ich denke eher, dass die Ärzte ne Provision von Praena kriegen, anders kann ich mir das nicht erklären. Ruf doch mal direkt beim Labor Enders in Stuttgart an und frag nach. Da wird der Test ja auch hingeschickt, die übernehmen die Deutschland Koordination...

Also ich würde nicht einsehen, für die gleiche Leistung mehr zu bezahlen...

Nein, tun sie nicht. Man bekommt von keiner Firma einer Provision, weil man dessen Produkt benutzt. Mag vielleicht in anderen Branchen so sein, aber bei Ärzten nicht (es gibt durchaus käufliche schwarze Schafe, aber das sollte es nicht geben).
Ich bekomme leider von Jenapharm auch kein Geld dafür, dass ich die Mirena in den Himmel lobe und alle Frauen anbietegrins... schade eigentlichLOL

Es kann ja durchaus sein, dass die Pränatalkliniken alle 3 Tests anbieten. In der "normalen", niedergelassene Praxen, ist es aber bei weitem noch nicht eine gängige Methode. Daher kann die Herangehensweise anders sein, bzw. die Ärztin damit noch unerfahren und daher die zusätzliche Absicherung ihrerseits.

lg Chichi


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   märchenfee
Status:
schrieb am 06.12.2014 22:17
Okay Chichi, das wusste ich nicht. Ich hab nur mal ne Case Study für roche diagnostics gemacht und die Zahlen gesehen, wieviel Geld für die Arztbesuche, Lobbying und Co ausgegeben wird. Nur um die Ärzte zu überzeugen, dieses statt das Konkurrenzprodukt zu empfehlen/verschreiben. Vllt ist das bei Pränataltestverfahren anders. Weiß auch nur noch, dass die Summe für Pharmavertreter echt enorm war, aber vllt waren's echt nur Personalkosten...
Trotzdem finde ich die Argumentation merkwürdig, weil in allen drei Pränatalzentren, die ich kenne, wirklich alle drei Tests zur Wahl hat und alle sagen, dass der einzige Grund für Praena teilweise die KK-Vorgabe ist, ansonsten wird eher Harmony für Selbstzahler empfohlen, eben weils der günstigste Test für die gleiche Leistung ist.


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   kekskeks
schrieb am 06.12.2014 22:37
.


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.15 01:13 von kekskeks.


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   Pluvil
schrieb am 08.12.2014 14:17
Ich war bei meinem Arzt heute. Er macht den Test. Er sagt 700 Dollar kostet dieser.
Ich habe gesagt beim Labor Enders kostet es 485 €. Er hat gemeint dann sol ich es dort machen. Er gibt mir nächste Woche einen Überweisungsschein!


  Re: Harmony-Test als nicht EU-zugelassener Test: Haftpflichtversicherung?
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   la miga
schrieb am 08.12.2014 15:23
Vielleicht interessiert es einige hier: Ich habe gerade mit dem Labor Enders gesprochen. Der Mann am Telefon sagte mir folgendes: Die Ärztin würde im Falle einer möglichen Klage für nichts selbst finanziell gerade stehen müssen, die Firma Ariosa selbst würde für alles haften; entsprechend würde die Ärztin das im Falle eines Falles von Ariosa ersetzt bekommen.

Ich habe nach Informationen zum Nachlesen gebeten und mir wurde zugesagt, man werde mir das zusenden. Das warte ich jetzt mal ab und werde das dann nochmal mit meiner Gyn besprechen...




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