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  Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  ottosmops
schrieb am 25.11.2014 20:43
Hallo alle,

hab hier immer mal wieder still mitgelesen, aber jetzt habe ich doch eine Frage..
Ich bin 36, nach der ersten ICSI wunderbarerweise (Spermiogramm sah sehr nach HI aus) schwanger geworden, jetzt knapp in der 37 ssw, wir bekommen einen Jungen, und bisher war alles (Kindesentwicklung, bei mir Blutdruck, Urin etc., Doppler, CTG, Feindiagnostik..) völlig in Ordnung. Einzige "Baustellen" waren ein etwas niedriger Eisenwert und um die 27 ssw Fruchtwasser in der unteren Norm, und jetzt ist die Plazenta leicht - Grad I - verkalkt. Die Maus bewegt sich regelmässig, und nachdem die ersten 14 Wochen überstanden waren, hatte / hab ich auch grundsätzlich ein gutes Gefühl.
Nur macht meine FA irgendwie Panik - hatte mich wegen des Fruchtwassers nochmal zur Feindiagnostik (alles prima) und dann etwas später ins Krankenhaus (alles gut, Fruchtwasser genau in der Norm) geschickt, heute war ich zur (mittlerweile wöchentlichen) Kontrolle, CTG gut, Fruchtwasser auch laut ihrer Messung in der Norm - und sie schickt mich wieder zum Doppler ins Krankenhaus, "zur Not muss man dann eben einleiten"..Sowas sagt sie häufig.
Ich verstehs nicht. Frage ich, zum Beispiel wegen der Plazenta nach, ob das nun schlimm oder sonst irgendwas auffällig ist, antwortet sie, dass da erstmal kein Problem sei. Jetzt nach langer Rede meine Frage: Ist das üblich, bzw. das übliche Vorgehen bei ICSI-Schwangeren / Schwangeren über 35? Und ist das Risiko wirklich viel höher? Wie sind da Eure Erfahrungen? Und würdet Ihr ihr sagen, dass ihr Vorgehen mich beunruhigt? Erstmal danke fürs Lesen, und eine schöne Schwangerschaft! smile


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  summertime70
schrieb am 25.11.2014 20:54
Hallo,
nachdem die ersten Wochen überstanden waren, hat sich bei meinen ersten Schwangerschaft (mit 39/41) irgendwie keiner dafür mehr interessiert, wie das Baby entstanden ist. Ich glaube auch nicht, dass das für die Geburt irgendwie relevant ist. Das Alter sorgt zwar für ein erhöhtes Risiko für alles mögliche (Diabetes, Präeklamsie), aber wenn das eben nicht auftritt, ist allein das Alter es kein Grund zur Panik.
Vielleicht ist Dein FA da grundsätzlich etwas aufmerksamer oder macht die Kontrollen wegen der Plazenta.
Wöchentliche CTGs sind zum Ende der Schwangerschaft normal und bei mir hat der FA auch immer sehr genau auf die Durchblutung geschaut. Falls jemand eine Einleitung vorm Termin vorschlägt, würde ich mir schon sehr genau erklären lassen, wieso das nötig ist.
Alles Gute


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
avatar  integral78
Status:
schrieb am 25.11.2014 21:16
Hi,

wir sind gleich alt und wohl auch gleich weit. Bekommen auch beide einen Jungen und bei mir verlief die Schwangerschaft auch komplikationslos. Meine FA hat mich noch nie irgendwohin überwiesen und sagt immer nur, es läuft alles prima. Bin auch froh darüber, stress mich selbst schon genug, da brauch ich nicht auch noch einen Arzt der mir unnötig Angst macht. Du warst ja anscheinend gerade erst im KH und da war alles ok, dann würde ich es auch erstmal dabei belassen.

Noch eine schöne Restschwangerschaft und glg


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  gelöschter User
schrieb am 25.11.2014 21:21
Hallo Summertime,

danke für Deine Antwort! Das mit der Plazenta ist noch relativ neu, und an sich ist wohl eine vorsichtige Frauenärztin besser als eine nachlässige. Nervös machts mich trotzdem. Muss auch gestehen, dass ich vor der KiWu-Zeit über 10 Jahre lang gar nicht beim FA war. Und Du hast Recht, so etwas wie eine Einleitung vor ET wird ja nicht von einer einzigen Person über meinen Kopf hin entschieden...
Dir auch alles Gute, lg!


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  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  gelöschter User
schrieb am 25.11.2014 21:28
Hallo integral,

Dir auch Dankeschön für die Antwort! Wie gesagt, vermutlich ist bei einer FÄ zu vorsichtig besser als zu sorglos, aber in dem Fall wär mir Deine lieber, ich brauch dann doch immer ein, zwei Tage, um zum positiven Grundgefühl zurückzukommen..Na, ist ja nicht mehr lang.
Alles Gute für die letzten Wochen, schöne Geburt und Kennenlernzeit! smile


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  Marula35
Status:
schrieb am 26.11.2014 08:32
hallo du,
bist du zufällig privatversichert? da legt so mancher arzt ofteinen erstaunlichen enthusiasmus an den tag.. und warum, wissen wir alle.

alles gute!
marula


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  Miri42
Status:
schrieb am 26.11.2014 09:34
Hallo,

ich habe gerade ein ähnliches gespräch im Krankenhaus gehabt. Die Oberärztin meinte, dass bei Frauen über 35 ( Ich bin 42) in derv 39 SSW eingeleitet wird, da das Risiko erhöhter ist ( um 2,5 %), dass der kleine danach im Mutterleib verstirbt, soll mit dem Alter zusammenhängen.
Mein Mann und ich habe deshalb eine ziemliche Horrornacht hinter uns, weil wir Angst hatten das jetzt noch was passiert, aber eigentlich will man ja nur das Beste. Also wird halt eingeleitet, wenn er nicht kommen will.

Miriam


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  Berghutze_Fredda
Status:
schrieb am 26.11.2014 11:17
Hallo,

So viel ich weiß, ist eine Verkalkung vom Grad I in der Woche eher selten und positiv. Ich meine, in der 37. Woche geht man eher vom Grad II aus.

LG

Fredda


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
avatar  OATCookie
Status:
schrieb am 26.11.2014 11:21
Hallo,

ich war 34 (also knapp an der magischen 35-er Grenze) als ich mit Madame schwanger war. Mich hat NIE jemand auf mein Alter angesprochen bzw. es als höheres Risiko für die Schwangerschaft betrachtet. Die Tatsache, dass ich nach ICSI schwanger war, wurde zwar immer wieder abgefragt (FÄ, Hebamme, Feindiagnostik und letztendlich bei dem Gespräch in der Klinik vor der Geburt) aber daraus wurden nie Konsequenzen für die Geburt an sich gezogen.

Auch bei mir stellte meine FÄ zum Ende der Schwangerschaft eine beginnende Verkalkung der Plazenta fest. Das ist allerdings nicht ungewöhnlich und nicht auf Ü35-jährige ICSI-Kandidatinnen beschränkt. Auch meine FÄ sprach dann von einer potentiellen Einleitung. Als ich jedoch zum Doppler in der Klinik war, interessierte die Ärztin die wie auch immer geartete Verkalkung nicht, solange - wie sie sagte - die Versorgung des Kindes top ist.

Letztendlich wurde 1 Woche NACH ET eingeleitet (auch wegen leichtem SS-Diabetes).

Also, 1. lass Dich von Deiner FÄ nicht stressen und 2. fühle Dich in guten Händen weil sie lieber ein Doppler zu viel als zu wenig verordnet. Es gibt auch gegenteilige Beispiele.

LG
Cookie


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  gelöschter User
schrieb am 26.11.2014 11:21
tatsächlich gibt und gab es in diesem forum schon fälle, eben bei älteren müttern, wo diese annahme stimmt und das kind einen tag vor termin verstarb oder in der übertragung. ich würde tatsächlich höchst engmaschig kontrollieren lassen, ich selber hatte einen geplanten KS, ansonsten, wenn es nirgendwo "klemmt", würde ich über einleiten nachdenken.

ich ahnte das übrigens zuvor auch nicht, über die jahre aber sieht man schon einige fälle, die sehr traurig sind traurig

ich wünsche natürlich allen oldies eine schöne geburt und dass alles so läuft, wie ihr es euch vorgestellt habt!


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  summertime70
schrieb am 26.11.2014 16:30
@ Mira: dass bei Frauen über 35 grundsätzlich in der 39.Woche eingeleitet wird, kann ich so nicht bestätigen. Meine Kinder kamen (spontan bzw. nach vorzeitigem Blasensprung) bei 40+1 (ich 39) und in der 41+1 (ich 41). Auch in meinem Freundeskreis, in dem die Mehrheit der ihre Kinder Ü 35 bekam, ist eher die Minderheit eingeleitet worden, und wenn, dann weil die 42. Woche zuende ging.

Dabei sollte aber CTG und Doppler (genau das macht mein FA ja auch immer) engmaschig überwacht werden, eben weil die Versorgung des Kindes irgendwann sehr plötzlich nicht mehr ausreichend sein kann, wie Greta schreibt. Daher würde ich dass mit einer verkalkten Plazenta nicht risikieren (also über 40+0 gehen).
Andererseits sind Geburten, die spontan beginnen, ja häufig komplikationsloser. Von daher werde ich wieder eine Spontangeburt anstreben und rechne jetzt beim dritten Mal nicht damit, dass es auf einmal schon bei 38+0 losgeht.
Gruß


  Re: Macht meine FA routinemässig (Icsi! Ü 35!) Panik, oder ist das berechtigt?
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  gelöschter User
schrieb am 26.11.2014 18:57
Vielen Dank allen, Ihr habt mir geholfen! smile Wusste zum Beispiel noch nicht, dass eine an sich gute Versorgung auch sehr plötzlich "kippen" kann. Na, der schmale Grat zwischen guter Vorsorge und angstmachender Übervorsichtigkeit bleibt...Alles Gute für Euch und die Mäuse.




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