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  Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    Red Cherry
schrieb am 23.07.2013 15:36
Hallo zusammen,

heute komme ich auch mal dazu, den Geburtsbericht zu schreiben. So, dann fange ich mal an...

Der errechnete Entbindungstermin war der 04.07.2013, doch unserem Baby gefiel es im Bauch so gut, dass es sich dazu entschieden hat, länger zu verweilen. Das fand zwar das Baby toll aber Mami umso weniger.
Nachdem sich nichts getan hat und der Befund als geburtsunreif eingestuft wurde, wurde die Zwangsräumung veranschlagt.

So fing alles an:

05.07.2013
um 8:00 Uhr hatten wir einen Termin bei meiner Gynäkologin zur VU. Das CTG war streckenweise zu monoton, was meiner Gynäkologin nicht gefiel und wollte dies in der Klinik ambulant abklären lassen. Wir sind dann also direkt nach dem Termin bei der Gynäkologin in die Klinik gefahren, da wurde dann nochmal ein CTG gemacht, was besser ausfiel, die Gynäkologen waren zufrieden damit. Jedoch sollte ich am Sonntag zum Kontroll-CTG in die Klinik kommen.

06.07.2013
Wir hoffen, dass es doch von alleine losgeht, aber dem war leider nicht so.


07.07.2013
Um 10:00 Uhr hatten wir einen Termin zum Kontroll-CTG in der Klinik, das CTG war soweit ok, doch mein Blutdruck war trotz medikamentöser Einstellung viel zu hoch an diesem Morgen. Er war 160/110 mmHg. Es wurde dann noch Blut abgenommen, bis das Ergebnis da ist, würde es eine Stunde dauern. Die Ärztin meinte dann, dass sie mich stationär wegen dem Blutdruck aufnehmen will und dass wir doch in der Zeit, bis die Blutergebnisse da sind, nach Hause fahren sollen und ein paar Sachen für mich einpacken für den stationären Aufenthalt. So haben wir es dann auch gemacht.
Eventuell wird dann heute Abend auch eingeleitet, aber dies war noch nicht sicher.
Als wird dann wieder zurück in der Klinik waren, wurden uns die Blutergebnisse mitgeteilt, diese waren super, aber der Blutdruck war sehr bescheiden. Allerdings nur ein Wert, alle anderen Blutdruckmessergebnisse waren ok, zwar grenzwertig, aber ok. Trotzdem wollten sie mich da behalten, was dann auch so geschah. Ich wurde auf die Schwangeren-Station gelegt.
Es war ein hin und her wegen der Einleitung, dass war echt nervig. Erst haben uns alle überrumpelt wegen der Einleitung und dann hieß es auf einmal, dass für morgen so viele Einleitungen geplant sind, dass dann die Versorgung in den Kreißsaal nicht gewährleistet ist.
Oh man, ich kann Euch sagen, was soll man denn da noch denken?
Irgendwann kam dann eine Hebamme und meinte, wir sollten diese Nacht da bleiben und morgen wird dann vom Befund abhängig gemacht, ob nun eingeleitet wird oder nicht.

08.07.2013
Gleich am Morgen war dann Visite und die Ärztin meinte, dass der Befund noch nicht so weit ist, dass sie einleiten möchten. Wir wurden dann nach Hause geschickt, mit der Option, dass wenn bis Donnerstag die Geburt nicht selbst in Gange gekommen ist, dass dann endgültig eingeleitet wird, da ist dann ET+7, also sind wir nach Hause, in der Hoffnung, dass es von selbst losgeht.

09.07.2013 & 10.07.2013
Leider hat sich zuhause nichts getan, trotz viel versuchten „Hausmitttelchen“ aber es sollte nichts so sein, also müssen wir wohl morgen in die Klinik zur Einleitung.

11.07.2013
Heute ist der Tag der Tage.
Als ich morgens aufgewacht bin, schossen mir gleich die Tränen ins Gesicht und ich sagte zu meinem Mann, ich habe Angst.
Nach dem Frühstück haben wir uns dann auf den Weg in die Klinik gemacht. Ich wurde wieder auf der Schwangeren-Station aufgenommen, mit meinem Mann, also als Familienzimmer.
Die Ärztin kam und wir haben besprochen ob wir mit einem Wehencocktail starten oder gleich mit dem Prostaglandin-Gel. Ich habe mich dann für das Gel entschieden, da ich wollte, dass endlich was passierte und die Ärztin stimmte dem zu. Also habe ich um 9:00 Uhr die erste Dosis Gel an den Muttermund gelegt bekommen, 1mg Prostaglandin. Jetzt heisst es warten. Aber es hat sich überhaupt nichts getan. Um 17:00 Uhr habe ich dann die zweite Dosis Gel bekommen, diesmal 2mg Prostaglandin. Wir sind dann in den Park spazieren gegangen, schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass sich da was anderst anfühlt wie sonst, das Ziehen im Bauch war absolut anderst. – Um ca. 18:30 Uhr sind wir dann wieder auf Station, ich wurde ans CTG gehängt, dies zeigte jedoch keine Wehen. Ich dachte, dass kann doch gar nichts sein. Jetzt wusste ich DASS sind Wehen! Ich habe mir die Abstände aufgeschrieben und es war sehr unterschiedlich. Zwischen 1-6 Minuten, manchmal wirklich im Minutentakt, aber es war zu veratmen, auch wenn ich es schon als stark empfand. Um ca. 21:45 Uhr bin ich dann zum Schwesternzimmer, welches gerade neben meinem Zimmer lag und habe der Hebamme meine Aufzeichnungen wegen den Wehen gezeigt. Sie hat dann im Kreißsaal angerufen und ich habe mich mit meinem Mann auf den Weg gemacht. Heute weiß ich, warum im Krankenhaus im Flur überall diese Handläufe sind, auch die Wände waren meine besten Freunde auf dem Weg dorthin.
Als wir dann endlich angekommen sind, wurden wir in einen der Kreißsäle begleitet und die Hebamme hat sich kurz in einem Gespräch einen Überblick verschafft. Die Wehen waren mittlerweile so stark, dass ich um ein Schmerzmittel gebeten habe, man war dies ne Diskussion. Letztendlich hat mir die Hebamme eine Infusion mit Schmerzmittel fertig gemacht, aber in einem anderen Raum, ich hing im Kreißsaal auf der Ablagefläche und wusste nicht mehr, wie ich diese Wehen veratmen soll, ich konnte nicht mehr. Die Hebamme kam und kam nicht mehr, ich habe dann meinen Mann gebeten, dass er doch mal nachschauen solle, wo denn die Hebamme bleibt. Dies ging echt ne gefühlte Ewigkeit, bis die Hebamme wieder zu uns kam. Mittlerweile sagte ich, dass ich ne PDA brauche, ich habe jetzt schon keine Kraft mehr (und ich bin der Meinung, dass ich was aushalten kann) und ich brauche doch noch Kraft später für den Endspurt. Sie hat eingewilligt und dem Anästhesisten Bescheid gesagt. ABER bis ich dann endlich ne PDA hatte sind 1,5 Stunden vergangen! 1,5 Stunden ohne Schmerzmittel.

12.07.2013
Mittlerweile war ja schon Freitag, die PDA saß dann gleich und die Wehen waren super zu veratmen, es war mehr ein Druck wie ein Schmerz.
Ich lag mit meinem Mann auf dem Kreißbett und die Hebamme meinte, wir sollen versuchen etwas zu schlafen um Kräfte zu sammeln, da der Muttermund auch noch zu wenig auf war, zu diesem Zeitpunkt bei 4cm. – Ich konnte dann etwas dösen, was mir sehr gut getan hat. Ich hing die ganze Zeit am CTG und die Hebamme konnte dies im Hebammenzimmer alles verfolgen, falls was wäre, dass sie eingreifen könnte.
Um ca. 3 Uhr wurden die Wehen dann wieder stärker und ich habe um eine erneute Aufspritzung der PDA gebeten, was ich dann auch bekommen habe und bald wurde es wieder ertragbar.
Der Muttermund war bei 6cm, allerdings war das Köpfchen immer noch verschiebbar, die Fruchtblase war ganz prall vor dem Muttermund. Nach den Wehen, fielen immer wieder die Herztöne des Baby´s ab. Die Hebamme und die Ärztin entschieden sich dann, die Fruchtblase zu öffen und dem Kleinen an die Kopfschwarte eine Sonde einzudrehen, welche die Herztöne besser aufzeichnen, gesagt, getan. Das Fruchtwasser war bereits grün, der Kleine hat wohl Stress gehabt, nicht verwunderlich nach diesem Wehensturm, den ich zuvor hatte.
Das CTG wurde dann streng überwacht, die Herztöne sackten immer wieder ab. Ich bekam prophylaktisch einen Urinkatether, falls ne Sectio gemacht wird, dass dies dann schon soweit vorbereitet ist.
Es ging nicht lange, dann stürmten auf einmal die Hebamme und die Ärztin in das Zimmer mit einem OP-Bett, sie wollen sofort eine Not-Sectio machen, es ist zu gefährlich für das Baby, dies war um 4:50 Uhr. – Mein Mann stand da und wusste nicht mehr was mit ihm geschieht, er tat mir so leid. Und da ich eine Vollnarkose bekam, durfte er auch nicht mit in den OP, sondern musste alleine im Kreißsaal warten, der Arme!

Ich wurde in den OP geschoben, es wimmelte von Blau- und Grünkittel um mich herum. Um 5:00 Uhr hat unser Sohn Henry dann das Licht der Welt erblick. Mein Mann bekam dann unseren Sohn in den Arm, ich war noch im OP und wurde zugenäht. Leider hatte der Kleine einen nicht so guten APGAR am Anfang, nämlich 4/9/10.

Nach 1,5 Stunden kam ich dann aus dem OP zu meiner kleinen Familie, wir waren glücklich.

Seine Maße:
Gewicht: 3290 g
Größe: 54 cm, habe es gestern in der Praxis nachgemessen, es sind 51,5 cm
Kopfumfang: 36 cm

Trotz langem Kampf ist die Geburt dann doch in einer Sectio geendet. Ich muss sagen, alles in allem war es echt nicht schön, aber als wir dann unseren Sonnenschein in den Armen halten konnten, dass ging es uns gleich besser.

Vergangenen Mittwoch sind wir dann nach Hause gegangen, jetzt muss sich erst noch alles einspielen.

Puh, dass ist jetzt doch ein langer Bericht geworden, ich hoffe es ist nicht zu verwirrend geschrieben, jetzt wo ich dies alles nochmal in Erinnerung gerufen habe, war es doch sehr emotional und ich musste einige Tränen weg wischen. Wenn ich nur daran denke, dass unserem Baby was passiert wäre.... Letztendlich bin ich überglücklich, dass wir alles es überstanden haben und zu Hause sind!

LG
Red Cherry


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
no avatar
   nina1988
schrieb am 23.07.2013 15:57
Nun habt ihr es endlich geschafft! Ich musste auch Tränen weg wischen.
Es ist einfach alles noch so frisch und ich konnte mich gut in die Situation reinversetzen.
Hoffe ihr lebt euch gut ein. Bei uns ist es ganz schön stressig.


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
no avatar
   emililly
Status:
schrieb am 23.07.2013 15:59
Herzlichen Glückwunsch!!!

Was haben die denn 1,5h mit die im OP gemacht?? Ist ja furchtbar! Du arme!

Wünsch euch eine schöne Kugelzeit!

Lisa


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    lolo7
Status:
schrieb am 23.07.2013 16:03
Mensch eine geschichte die du da hast knuddel

Aber cool HENRY is da und ihr seit daheim LOL
Alles gute nochmals
Glg lolo


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  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    blackrose79
Status:
schrieb am 23.07.2013 16:37
Herzlichen Glückwunsch zum Söhnchen. War ja wirklich spannend bei euch.

Eine tolle Kuschelzeit.


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
no avatar
   schmetterfly
schrieb am 23.07.2013 17:15
Herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen wunder! !


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    maus8888
Status:
schrieb am 23.07.2013 17:53
Herzlichen Glückwunsch smile Party


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    auraya
schrieb am 23.07.2013 22:31
Du hast es geschafft, dein Kleiner Sohn ist da.
Herzliche Glückwünsche und eine kuschelige Zeit für Eich.


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    Lilly1985
Status:
schrieb am 24.07.2013 09:34
Party Herzlichen Glückwunsch. Na da war deine Geburt ja so ähnlich wie meine. Übrigens sehr schöner Name. Liebe


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
no avatar
   Erbsle36
Status:
schrieb am 24.07.2013 09:39
Spannender Bericht.
Herzlichen Glückwunsch


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    Dandy
Status:
schrieb am 24.07.2013 10:27
Mein liebes Kirschlein,

ich wünsche euch eine tolle Kennenlern und Kuschelzeit Bussi

Lg Dandy


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    antares21
schrieb am 24.07.2013 13:30
Liebes Kirschlein,

auch wenn es nicht die Traumengbindung war, freue ich sehr das ihr euren Prinzen endlich im Arm halten könnt.

Wünsche Euch eine schöne Kennenlernzeit.

Alles Liebe
Antares


  Re: Geburtsbericht von Julili RED CHERRY - Achtung, nur lesen, wer gute Nerven hat!
avatar    stoffhasi
Status:
schrieb am 26.07.2013 22:10
Oi, das war ja wirlich brenzlich. Der Apgar sagt ja alles und das es nötig war, wie es war. Du hast hart gekämpft für eine natürlich Geburt und es sollte nicht sein.

Alles Gute für die Zeit jetzt, da Euer Kleiner endlich da ist.

Ich war echt gespannt auf den Bericht. Danke für die Ausführlichkeit.




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