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  Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
avatar    Kerstin73
Status:
schrieb am 22.07.2013 16:32
So die Maus ist gerade gefüttert und daher habe ich mal Zeit für unseren Bericht. Vorsicht er ist etwas länger geworden.

Geburtsbericht Leni

Nach einer Schwangerschaft mit allen möglichen mitgenommenen Komplikationen, angefangen bei vorzeitigen Wehen bis hin zum Gestationsdiabetes, hatte ich doch auch immer im Gefühl, dass wir den errechneten ET nicht mehr schaffen werden. Allerdings wäre ein Termin Ende Juli nicht mehr ganz so zeitig gewesen und daher hofften wir immer noch auf die vorletzte Ferienwoche (also diese Woche), in der alle Kinder nicht zu Hause sein würden.

Am Donnerstag (11.07.) waren wir mit Neo noch in seinem neuen Kindergarten, den er ab August besuchen soll und dort wurde ich mal wieder gefragt wann denn das Baby nun endlich kommt *nerv* - meine Antwort – „sagen sie es mir doch, dann kann ich mich drauf einstellen“. Zu Hause angekommen nervte unsere Große weiter und wollte unbedingt den Schrank mit den Babysachen sortieren, die bis dato zwar alle gewaschen waren, aber größenmäßig noch nicht wirklich geordnet. Nervlich etwas angespannt machte ich mich dann mit ihr an die Arbeit den Wäscheberg zu sortieren und dabei haben wir winzig kleine Teile, von denen niemand gedacht hätte das wir sie je bräuchten, aussortiert.

Nichts deutete aber an diesem Tag auf einen baldigen Geburtsbeginn. Spätabends ging ich ins Bett und habe noch lange gelesen. Als ich gegen 1 Uhr auf die Toilette musste, tat mir nur ganz fürchterlich mein Ischias weh und ich beschloss am nächsten Morgen endlich meinen Osteopathen anzurufen, denn so konnte es nun nicht mehr weitergehen. Die Schmerzen wurden von Tag zu Tag schlimmer und ich konnte in der Nacht kaum noch auf meinem re. Bein auftreten. Also schleppte ich mich ein letztes Mal zum WC und legte dann schließlich gegen 1:30 Uhr mein Buch aus der Hand und schlief recht zügig ein.
Um 2:30 Uhr wurde ich wach weil ich etwas feuchtes verspürte und dachte erst ich hätte jetzt ins Bett gemacht. Kurz darauf der zweite kleine Schwall und mir schwante böses. Ich bin also aufgestanden und wollte auf´s WC und da lief es nur so an den Beinen hinunter. Nun war mir klar – Blasensprung bei 35+6 – also viel zu früh.

Auf dem WC ließ ich es erst einmal laufen und habe meine Gedanken gesammelt. Was mache ich nun zuerst? Also erst einmal meinen Mann geweckt – der war ruck zuck aus dem Bett, damit hätte ich ja nicht gerechnet.
Dann bin ich erst einmal duschen und danach habe ich meinen Koffer gepackt. Da ich keine Wehen merkte, war ich mir gar nicht so sicher, ob ich schon in die Klinik wollte bzw. sollte oder nicht. Auf Grund der Frühgeburt haben wir uns dann doch entschieden zu fahren. Die Kids ließen wir schlafen und legten einen großen Zettel auf den Esstisch.

Wir waren gegen 4 Uhr in der Klinik, zeitgleich kam ein anderes Pärchen mit uns an und im Kreißsaal war schon gut zu tun, was an diesem Tag so bleiben sollte und später auch der Grund war, warum Leni nicht in einem Kreißsaal geboren wurde.
Als erstes wurde ich untersucht, ein völlig unreifer Befund, keine Wehen, also ran ans CTG und liegen und warten. Die Maus im Bauch war dann allen viel zu ruhig, ich habe eben ein Kind welches nachts schläft und das ist sogar jetzt noch so. Daher bekam ich dann allerdings einen Zugang und den ersten Tropf für den Tag und sollte viel trinken.

Gegen 7 Uhr durften wir dann erst einmal auf Station einchecken und Frühstücken, mit der Auflage gegen 9 Uhr wieder im Kreißsaal zu erscheinen. Wir haben also gefrühstückt und sind dann wandern gegangen. Nun kennen wir fast alle Ecken der Klinikflure und zumindest den Park.
Als wir wieder im Kreißsaal ankamen, mussten wir dieses Mal recht lange warten bis jemand Zeit hatte, denn eine Geburt war direkt zu Gange und es kamen noch Aufnahmen dazu und die Sektios liefen auch schon voll. Ca. 45 min. Wartezeit – und wir durften den 2. Kreißsaal beziehen für diesen Tag. Wieder wurde lange CTG geschrieben, Kind immer noch zu ruhig also Tropf Nummer 2 und noch mehr trinken. Leider kommt das was oben reinkommt auch irgendwann unten wieder und ich musste nur noch auf´s WC. Es war soo leidlich, denn da hätte ich auch bleiben können. Für mich war diese Situation einfach fürchterlich, mein Mann konnte es noch mit Humor nehmen. Jetzt bekam ich schon das erste Mal eine Antibiose um das Kind nicht zu gefährden. Mir war nicht wohl bei dem Gedanken, da ich sehr viele Allergien hatte (auch einige Antibiotika), aber ich ließ mich überreden.

Leider zeigten sich nach wie vor keine Wehen, ich merkte sie auch nur minimal wenn ich Treppensteigen ging, ansonsten war es totenstill in meinem Bauch. Es sollte dann beratschlagt werden wie wir weiter machen, da wir eben immer den Frühchenstatus über uns hatten und niemand etwas riskieren wollte.
Der OA und eine Ärztin klärten mich dann über die unterschiedlichen Einleitungsmöglichkeiten auf. Man vermutete, sobald ich eigene Wehen bekommen würde, würde alles ganz schnell gehen beim 4. Kind und daher wollte man nichts riskieren. Wie Recht die beiden doch behalten sollten, zeigte sich dann ja später. Wir entschieden uns dann es vorsichtig mit einer ½ Dosis Gel zu versuchen, nur damit der Mumu-Befund etwas reifer wird, alles andere sollte sich von selbst regeln. Die Hebamme legte das Gel also, wieder eine Stunde CTG, die ich dann auch mal nutzte um etwas zu schlafen, denn ich war schon völlig fertig und erschöpft. Mein Mann war unterdessen etwas essen, wie gut das das goldene M genau auf der anderen Straßenseite ist…

Gegen kurz vor 13 Uhr durften wir immer noch ohne jegliche Wehen auf´s Zimmer, ich sollte auch etwas essen und um 14 Uhr sollten wir wieder zum CTG schreiben im Kreißsaal erscheinen und dann sollte es schon die 2. Antibiose geben.

Im Zimmer merkte ich recht schnell das erste leichte ziehen, das sich schnell steigerte und so waren wir innerhalb von 15 Minuten bei Wehen im Abstand von 1 Minute, die auch schon 1 Minute dauerte. Ich bat meinen Mann unsere Sachen aus dem Auto zu holen, da es auf Station mit dem Essen nicht klappte und ich zumindest mal einen Keks für etwas Zucker essen wollte. Er war nicht lang weg, mir kam es ewig vor und als er wiederkam, sind wir sofort wieder Richtung Kreißsaal, wo wir pünktlich um 14 Uhr ankamen.

Nun ging alles recht zügig, denn die Wehen taten schon ordentlich weh und ich fragte mich „warum tut man sich das eigentlich freiwillig an“. Als die Hebamme uns sah, kam ich sofort in eines der Aufnahmezimmer und ans CTG. Die Wehen taten nun wirklich schon arg weh, ich konnte sie nur noch im Stehen ertragen. Leider ging das mit dem Schreiber aber nicht, denn der schrieb nur meine Herztöne auf, also musste ich mich hinlegen.
Dies nutzte die Hebamme um mich zu untersuchen – und der niederschmetternde Befund Muttermund 1 höchstens 2 cm, GMH aber verstrichen. Es war jetzt 14:15 Uhr (das schauten wir dann aber viel später an dem Nachmittag nach, denn hier hatte ich kein Zeitgefühl mehr). Ich dachte nur – um Gottes Willen, diese Schmerzen ertrage ich nicht noch über Stunden.

Die nächsten Wehen wurden noch schmerzhafter und ich brauchte immer die Hand meines Mannes. Noch nicht mal die Atmung habe ich mehr hinbekommen und auch die Hebamme verließ den Raum nur noch einmal ganz kurz. Als sie wiederkam sagte sie irgendetwas von mitgebracht, keine Ahnung ich war mit meinen Wehen total beschäftigt. Dann konnte ich nur noch sagen „jetzt kommt das Kind“, was natürlich niemand glauben wollte. Ich wiederholte den Satz nochmals und da schien mir die Hebamme zu glauben. Sie riss sofort die Netzhose auf und untersuchte mich und dabei kam sie schon an den Kopf. Dann ging alles ganz schnell, 2 Presswehen und die Maus war da.

Das war um 14:31 Uhr mit einer Größe von 48 cm, einem Gewicht von 2890gr und einem KU von 34 cm war unsere Leni Jill auf der Welt.

Sofort wurde die Kleine zum KiA gebracht, denn immerhin kam nun zum Frühchen auch noch die rasante Entbindung. Dieser konnte aber Entwarnung geben und sie bekam sogar Apgar-Werte von 9/10/10 – also völlig problemlos.
Ich musste mich jetzt erst einmal sammeln und war völlig überrumpelt, wie alle anderen aber auch. Die Ärztin meinte dann später am Nachmittag zu mir, das Gel sollte doch den Mumu nur etwas reifer machen, aber nicht zu einer Sturzgeburt führen.
Die Hebamme war meinem Mann später dankbar das er sie auf die schnellen Entbindungen der anderen Kids hingewiesen hatte, so konnte sie zumindest noch rechtzeitig alles Notwendige aus dem Kreißsaal holen, wenn wir es denn nicht mehr schaffen sollten – das war das „mitgebracht“ von vorher.
Gute 2 Stunden später durften wir dann auf Station, mein Mann fuhr erst einmal nach Hause zu den Kids, meine Freundin die den Tag über da war, musste nämlich dringend weg zu einem Termin. Leider durften wir natürlich nicht ambulant entbinden, ich bin dann 3 Tage in der Klinik geblieben und nun genießen wir die erste Zeit zu Hause.

An unserem Entbindungstag haben 8 Frauen entbunden in nur 4 Kreißsälen und es war eine logistische Meisterleistung für die Hebammen. Leider hat uns auf Grund dessen zur eigentlichen Entbindung auch der Kreißsaal gefehlt, aber das ist auch egal gewesen in dem Moment.

Unsere kleine Maus ist hier einen Tag alt



Und der Storch im Klinikeingang, der die Geburten des vorherigen Tages verkündet




  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
avatar    Flora33
Status:
schrieb am 22.07.2013 16:46
Herzlichen Glückwunsch zur süßen Maus!


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
no avatar
   Nummerdrei
schrieb am 22.07.2013 16:47
....puh, und Du hast wahrscheinlich gedacht beim 4. Kind könnte Dich nicht mehr so viel überraschen!? Ich wars nicht

Liebe Kerstin, Gratuliere noch einmal zu Deiner süßen Maus und genießt die erste verzauberte Zeit...

Liebe Grüße
Katharina


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
no avatar
   Wunderbauch2013
Status:
schrieb am 22.07.2013 16:59
Herzlichen Glückwunschsmile

Süße kleine Maus


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  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
avatar    JessiChris
Status:
schrieb am 22.07.2013 17:39
Puh.. Das ging flott..
Süße Maus habt ihr da..

Glückwünsche auch noch mal hier..


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
avatar    Maria81
schrieb am 22.07.2013 18:30
Hallo,

wahnsinn!Ich gratuliere von Herzen zur zuckersüßen Maus!
LG


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
avatar    clydesbonnie
schrieb am 22.07.2013 20:57
Herzlichen Glückwunsch!


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 22.07.2013 22:24
  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
avatar    Loni76
Status:
schrieb am 22.07.2013 23:38
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt.
Toller Bericht. Danke dafür


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
no avatar
   Britta78
Status:
schrieb am 23.07.2013 06:18
Herzlichen Glückwunsch zur süßen Maus.


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
avatar    blackrose79
Status:
schrieb am 23.07.2013 06:51
Herzlichen Glückwunsch zur kleinen Jill.
Eine schöne Kuschelzeit wünschen.wir euch.


  Re: Geburtsbericht eines Augusties (5 Wochen zu früh) - vorsicht lang
no avatar
   mjuka
schrieb am 23.07.2013 11:58
GLÜCKWUNSCH!!!!!!! Ich habe mal hier reingeschaut, nur so üro Forma, um nach dir zu sehen, und da war ein Geburtsbericht!

Du hast dich tapfer geschlagen Kerstin, Hut ab! Viel freude mit Nummer 4!!

Herzlichst grüßt Ute!




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