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  An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   xxx3
schrieb am 03.07.2013 09:35
Hallo,

bei mir steht zwar jetzt kein KS ins Haus, aber ich hab da mal eine Interessensfrage. Man hat ja nach einer natürlichen Entbindung diesen Wochenbettausfluss, das kenn ich ja von meinem Großen. Das sind ja dann Blut und Schleimhautreste usw. Wie ist das wenn ein KS gemacht wurde? Nehmen die da des Zeug gleich mit raus oder hat man danach trotzdem diese Blutschmiergeschichte? Wie gesagt nur Interesse soll keine Entscheidungshilfe sein.

In der Uni wurde ich zudem gefragt ob ich lieber normal Entbinden oder nen KS haben möchte.
Ich wusste gar nicht das das so eine Art "Wunschkonzert" ist. Dachte wenn alles normal ist kommen die Kleinen auch normal und KS wäre ja nur bei Notfällen oder wenn mit Kind was wäre oder falsch liegt oder so.
Seht ihr irgendwelche Vor und Nachteile zu den beiden Methoden?

Ich hab eigentlich vor den Kleinen normal zu "pressen" wenn die Natur es zulässt aber seit die mich gefragt haben beschäftigt mich des Thema halt. Wäre schön wenn ihr bisschen berichten würdet über eure Meinungen/Erfahrungen.

Lg


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
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   Ms Ungeduld
schrieb am 03.07.2013 09:54
Hallo,

beim KS wird GMH auch geöffnet, damit die Blut- und Schleimhautreste rausfließen können. Bezüglich Vorteile und Nachteile - im allgemein ist KS sicherer für das Baby und gefährlicher für die Mutter.


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   emililly
Status:
schrieb am 03.07.2013 09:56
Also beim KS wurde alles "ausgeräumt". Hatte kaum Wochenfluss.

Ich wollte bei der letzten Schwangerschaft einen KS und in Endeffekt war er auch nötig. Auch diesmal wird es wieder ein KS. Hatte keinerlei Schmerzen, war am Nachmittag bereits Duschen und konnte mich sofort ums Kind kümmern.

Aber das muss jede Frau für sich entscheiden. Für mich ist das die richtige Art der Entbindung. War nur 2Nächte in Krankenhaus und damit schneller wieder fit als viele die normal entbinden. Aber ich glaube, das liegt an der Einstellung....

Lg


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.07.13 09:57 von emililly.


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
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   19Anna86
Status:
schrieb am 03.07.2013 09:57
Hi xxx3,

Ich habe meinen Großen normal entbunden und bei den beiden Kleinen habe ich den ersten normal entbunden und beim zweiten musste ein Notkaiserschnitt bemacht werden, weil die Nabelschnur vorgefallen war und die Plazenta sich zum Teil abgelöst hatte... ist zum Glück noch alles gut gegangen.

Bei dem Kaiserschnitt machen die auch direkt eine "Ausschabung" mit, so dass die Blutung danach nicht so dolle sein soll. War sie auch nicht, in den ersten Tagen trotzdem noch viel, aber dann ganz schnell nur noch eine Schmierblutung. Diese hat aber auf den Tag genau, trotzdem noch, sechs Wochen angehalten!

Zum Thema Wunschkaiserschnitt kann ich nur sagen, ich würde Ihn nie haben wollen! Habe meinen ersten ja spontan entbunden mit 56cm, 4320g und 38cm Kopfumfang. Also alles sehr viel. Bin auch gerissen, nicht nur den Damm sonder auch noch einen Muskelanriss! Der tat sehr weh, aber es ist nichts im Vergleich mit dem blöden Kaiserschnitt... zumindest fühle ich das so. Meine Narbe tut heute noch weh wenn ich drauf drücke oder zieht einfach nur mal so, vielleicht Wetter Umschwung oder so.
Die Narbe am Damm tat nach ca. einer Woche nicht mehr weh, habe sie noch nicht mal mehr gespürt.

Bei mir war es so, dass ich nach dem Schnitt erst am nächsten Abend wieder aufgestanden bin, weil ich es vorher nicht konnte (lag aber bestimmt auch am hohen Blutverlust). Aber es tat sau weh! Dachte mein Bauch reißt auf. Es tat mir auch leid, dass ich mich nicht sofort um die beiden kleinen kümmern konnte so wie ich es mir gewünscht hatte (und die beiden bestimmt auch). Wickeln und solche Sachen habe ich erst drei Tage später machen können und das auch unter schmerzen.

Vielleicht haben Andere, andere Erfahrungen gemacht. Jeder empfindet schmerzen ja auch anders...aber ich dachte ich teile mal meine Erfahrungen hier mit euch.

Lg


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  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
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   philippina
schrieb am 03.07.2013 09:58
ich hatte 3 normale Entbindungen und einen KS. Wochenfluss ist beim KS viel weniger, weil die das alles gleich rausräumen. Allerdings blute ich jetzt trotzdem schon seit 4 Wochentraurig, wenn auch nur leicht.
Ich würde eine normale Entbindung trotz allem vorziehen, wenngleich ich den KS insgesamt als viel schmerzärmer empfunden habe. Würde ich vor der Wahl stehen, dann würde ich eine normale Entbindung mit einer gut dosierten PDA wählen. Alles Gute Phi


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
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   vcnjkehfwefnc
Status:
schrieb am 03.07.2013 10:13
2 Geburten, 1x KS, 1xspontan
beide Male 6 Wochen lang Wochenfluss... auch nach dem KS hatte ich knapp eine Woche richtige Blutungen, genauso wie bei der normalen Geburt, danach war es nur noch Geschmiere aber wie gesagt jeweils 6 Wochen lang


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
avatar    emilysophie
Status:
schrieb am 03.07.2013 10:15
Vor - und Nachteile der Methoden... ich finde gar nicht, daß man das vergleichen kann als würde man zwischen nem Kleid und nem Rock wählen...

Ein KS ist eine Möglichkeit, Mutter und Kind zu retten, wenn Umstände, entweder schon vor der Geburt oder unter der Geburt entstehen, die das Leben von einem oder beidem gefährden könnten.
Es ist eine OP, mit Risiken und Wundheilungsprozessen.
Natürlich ist der Schnitt heute sehr klein, die OP gut erprobt, die Versorgung super und so gibt es sehr wenig Komplikationen. Aber es bleibt eine OP.
Eine natürliche Geburt hat zB den Vorteil, daß auf dem Weg durch den Geburtskanal die Flüssigkeit aus den Atemwegen des Kindes gepresst wird - KS-Kinder haben anfangs häufig Flüssigkeit in den Lungen und müssen manchmal beobachtet werden. Außerdem soll der abrupte Übergang beim KS einen größeren Streß beim Kind auslösen.

Ich hatte einen KS bei meinem Sohn, sekundär, also eine Notkaiserschnitt, da seine Herztöne abgeschmiert sind unter den Wehen. Da hast Du dann keine Wahl, das wird entschieden und eh Du richtig weißt, wie's geschieht, ist das Kind da.
Ich bin sehr, sehr dankbar, daß es diese Möglichkeit gab und unser Kind auf diese Weise mit dem geringst möglichen Risiko auf die Welt geholt wurde. Vorher mit einem KS beschäftigt hatte ich mich nicht und freiwillig ausgesucht hätte ich ihn mir auch nicht.
Unser Sohn hatte Flüssigkeit in den Atemwegen die ersten Tage und hätte die erste Nacht sogar fast auf der Intensiv zur Überwachung verbracht, aber es ging alles gut.

In meinem Umfeld gibt es mehrere KS-Mamis, von denen keine solche Probleme im Anschluß hatte wie ich. Das sage ich nicht, um etwas gegen KS zu sagen, aber es kann halt passieren, daß die Schmerzen hinterher erheblich sind. Ich konnte drei Wochen lang nur auf dem Rücken liegen, mich nicht auf die Seite drehen, das fand ich sehr anstrengend. Als ich endlich das erste Mal auf der Seite schlafen konnte, habe ich vor Erleichterung geheult...

nun bin ich wieder Schwangerschaft und wenn ich die Möglichkeit bekomme, möchte ich dieses Baby natürlich bekommen - wenn es wieder ein KS werden muß, dann ist es so.

Zusammengefasst: für mich ist ein KS eine OP, die im Bedarfsfall nicht hoch genug bewertet werden kann, denn sie kann Leben retten.
Aber niemals eine Kleinigkeit, für die man sich aus Bequemlichkeit entscheidet.

Hoffe, meine Erfahrung hilft Dir weiter.


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   xxx3
schrieb am 03.07.2013 10:39
Danke euch allen für die vielen Antworten!

Ich denke auch das so ein KS Notfall bleiben sollte auch wenn es vielleicht angenehmer wird als Std lang Wehen. Aber wie man hier ließt ist das ja nicht immer so. Die ein oder andere hatte ja richtig Probleme mit KS während andere es so gut vertragen das sie natürlich sagen, mach ich wieder.

Ich war nur eben sehr erstaunt das die mir das so angeboten haben. So nach dem Motto "wie hätten sie es denn gern". Ich wusste eben nicht das man da tatsächlich wählen kann. Aber klar für jemand mit ner guten KS Erfahrung ist das super. Wäre meiner KS gewesen und es wäre mir gut gegangen würde ich es wahrscheinlich auch wieder machen. Ich hab halt "nur" die Standarderfahrung wehen -pressen smile

ich bleib beim abwarten glaub ich. Aber super lieben dank für die ganzen Infos und falls der Fall der Fälle eintritt und man doch schnibbeln muss bei mir hab ich nicht mehr so viel Angst bzw. kann mir zumindest ein wenig vorstellen was so passiert.

Aber das mit den Blutungen scheint ja sehr unterschiedlich zu sein, vielleicht macht ja auch nicht jede Klinik gleich das Räumkommando? Weil ist schon komisch bei einer ein paar Tage, dann lese ich hier 6 Wochen ( das hatte ich nicht mal nach normal Entbindung)
Aber da sieht man wieder wie unterschiedlich wir sind und dann wird es wahrscheinlich auch noch mit dem jeweiligen Arzt zusammenhängen wie was läuft. Aber schon Interessant wie ein und die selbe OP aufgenommen und empfunden wird.


Nochmals vielen lieben Dank glaub mein Neugiermännchen auf meiner Schulter gibt nun erstmal ruhe :-D


Lg


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
avatar    ChocolateChipCookie
Status:
schrieb am 03.07.2013 10:50
Zitat
xxx3
Ich war nur eben sehr erstaunt das die mir das so angeboten haben. So nach dem Motto "wie hätten sie es denn gern". Ich wusste eben nicht das man da tatsächlich wählen kann.

Das kommt sehr aufs KH an. Manche Ärzte haben nichts gegen den Wunsch-KS, weil er natürlich praktisch für die Klinik ist: Man legt den Termin fest und kann planen. Eine natürliche Geburt kann man eben nicht planen zwinker

Ich würde mich niemals für einen Wunsch-KS entscheiden, wenn es keine Risiken gibt, die ihn notwendig machen. Es hat schon seinen Sinn, warum eine Geburt so abläuft, wie sie es natürlicherweise tut. Wie weiter oben schon erwähnt, sind die Wehen und der Druck bei der Geburt auch wichtig für das Kind und erleichtern ihm die Umstellung.

Die meisten Frauen aus meinem Bekanntenkreis, die sowohl KS als auch spontane Geburt erlebt haben, würden sich immer wieder für die spontane Geburt entscheiden. Klar, während des KS hast du keine Schmerzen, aber dafür in den Tagen danach, wo du aber schon dein Kind versorgen musst und nach einer spontanen Geburt längst wieder fit bist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber die gibt es sowohl im positiven als auch im negativen. Bei einer Freundin von mir ist die KS-Naht immer wieder aufgegangen, weil ihre Wundheilung schlecht war. Andere haben gar keine Probleme... aber das kann man eben nicht vorhersehen smile


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   Schokofreak
schrieb am 03.07.2013 11:41
Zitat
emilysophie
Vor - und Nachteile der Methoden... ich finde gar nicht, daß man das vergleichen kann als würde man zwischen nem Kleid und nem Rock wählen...

Ein KS ist eine Möglichkeit, Mutter und Kind zu retten, wenn Umstände, entweder schon vor der Geburt oder unter der Geburt entstehen, die das Leben von einem oder beidem gefährden könnten.
Es ist eine OP, mit Risiken und Wundheilungsprozessen.
Natürlich ist der Schnitt heute sehr klein, die OP gut erprobt, die Versorgung super und so gibt es sehr wenig Komplikationen. Aber es bleibt eine OP.
Eine natürliche Geburt hat zB den Vorteil, daß auf dem Weg durch den Geburtskanal die Flüssigkeit aus den Atemwegen des Kindes gepresst wird - KS-Kinder haben anfangs häufig Flüssigkeit in den Lungen und müssen manchmal beobachtet werden. Außerdem soll der abrupte Übergang beim KS einen größeren Streß beim Kind auslösen.

Ich hatte einen KS bei meinem Sohn, sekundär, also eine Notkaiserschnitt, da seine Herztöne abgeschmiert sind unter den Wehen. Da hast Du dann keine Wahl, das wird entschieden und eh Du richtig weißt, wie's geschieht, ist das Kind da.
Ich bin sehr, sehr dankbar, daß es diese Möglichkeit gab und unser Kind auf diese Weise mit dem geringst möglichen Risiko auf die Welt geholt wurde. Vorher mit einem KS beschäftigt hatte ich mich nicht und freiwillig ausgesucht hätte ich ihn mir auch nicht.
Unser Sohn hatte Flüssigkeit in den Atemwegen die ersten Tage und hätte die erste Nacht sogar fast auf der Intensiv zur Überwachung verbracht, aber es ging alles gut.

In meinem Umfeld gibt es mehrere KS-Mamis, von denen keine solche Probleme im Anschluß hatte wie ich. Das sage ich nicht, um etwas gegen KS zu sagen, aber es kann halt passieren, daß die Schmerzen hinterher erheblich sind. Ich konnte drei Wochen lang nur auf dem Rücken liegen, mich nicht auf die Seite drehen, das fand ich sehr anstrengend. Als ich endlich das erste Mal auf der Seite schlafen konnte, habe ich vor Erleichterung geheult...

nun bin ich wieder Schwangerschaft und wenn ich die Möglichkeit bekomme, möchte ich dieses Baby natürlich bekommen - wenn es wieder ein KS werden muß, dann ist es so.

Zusammengefasst: für mich ist ein KS eine OP, die im Bedarfsfall nicht hoch genug bewertet werden kann, denn sie kann Leben retten.
Aber niemals eine Kleinigkeit, für die man sich aus Bequemlichkeit entscheidet.

Hoffe, meine Erfahrung hilft Dir weiter.

Toll geschrieben! Die Erfahrung hätte von mir sein können! Ich finde es erschreckend, wieviele Mütter und auch Ärzte den Ks verharmlosen und als risikoärmer bezeichnen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass der KS ohne nötige Indikation wesentlich höhere Risiken und Komplikationen für Mutter und Kind beherbergt als eine Spontangeburt. Es gibt sogar Untersuchungen, die belegen, dass das Entwickeln des Kindes aus dem Bauchraum während eines KS höhere Druckkräfte ausübt als der gleichmäßige Druck im Geburtskanal. Daher versuchen immer mehr Kliniken die Spontangeburt auch bei Frühchen, wenn keine zeitliche Not dahinter steckt.
Der Ks ist und bleibt eine große Bauchoperation, die nicht nur die Bauchdecke sondern die ganzen Faszien, inneren Muskelschichten und das Organ Gebärmutter eröffnet. Ein Dammriss während einer Spontangeburt ist, egal wie schmerzhaft das sein kann, nur eine äußere Verletzung und nicht vergleichbar mit einer Bauchoperation.

Falls aber eine Spontangeburt nicht möglich ist (Plazenta previa, Beckenengstand, Hellp..) oder diese mit großen Komplikationen verbunden ist (vorzeitige Plazentalösung, pathologisches CTG...), so ist der KS das Mittel der Wahl das Leben von Mutter und Kind zu retten. Und nur dann sollte er auch indiziert sein!

Übrigens handeln Entbindungskliniken entgegen der ärztlichen Richtlinien, die bei einer völlig gesunden Schwangeren ohne mögliche Sectioindikation über die Möglichkeit einer Sectio als Alternative aufklären.


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   xxx3
schrieb am 03.07.2013 11:49
Zitat
Schokofreak
Zitat
emilysophie
Vor - und Nachteile der Methoden... ich finde gar nicht, daß man das vergleichen kann als würde man zwischen nem Kleid und nem Rock wählen...

Ein KS ist eine Möglichkeit, Mutter und Kind zu retten, wenn Umstände, entweder schon vor der Geburt oder unter der Geburt entstehen, die das Leben von einem oder beidem gefährden könnten.
Es ist eine OP, mit Risiken und Wundheilungsprozessen.
Natürlich ist der Schnitt heute sehr klein, die OP gut erprobt, die Versorgung super und so gibt es sehr wenig Komplikationen. Aber es bleibt eine OP.
Eine natürliche Geburt hat zB den Vorteil, daß auf dem Weg durch den Geburtskanal die Flüssigkeit aus den Atemwegen des Kindes gepresst wird - KS-Kinder haben anfangs häufig Flüssigkeit in den Lungen und müssen manchmal beobachtet werden. Außerdem soll der abrupte Übergang beim KS einen größeren Streß beim Kind auslösen.

Ich hatte einen KS bei meinem Sohn, sekundär, also eine Notkaiserschnitt, da seine Herztöne abgeschmiert sind unter den Wehen. Da hast Du dann keine Wahl, das wird entschieden und eh Du richtig weißt, wie's geschieht, ist das Kind da.
Ich bin sehr, sehr dankbar, daß es diese Möglichkeit gab und unser Kind auf diese Weise mit dem geringst möglichen Risiko auf die Welt geholt wurde. Vorher mit einem KS beschäftigt hatte ich mich nicht und freiwillig ausgesucht hätte ich ihn mir auch nicht.
Unser Sohn hatte Flüssigkeit in den Atemwegen die ersten Tage und hätte die erste Nacht sogar fast auf der Intensiv zur Überwachung verbracht, aber es ging alles gut.

In meinem Umfeld gibt es mehrere KS-Mamis, von denen keine solche Probleme im Anschluß hatte wie ich. Das sage ich nicht, um etwas gegen KS zu sagen, aber es kann halt passieren, daß die Schmerzen hinterher erheblich sind. Ich konnte drei Wochen lang nur auf dem Rücken liegen, mich nicht auf die Seite drehen, das fand ich sehr anstrengend. Als ich endlich das erste Mal auf der Seite schlafen konnte, habe ich vor Erleichterung geheult...

nun bin ich wieder Schwangerschaft und wenn ich die Möglichkeit bekomme, möchte ich dieses Baby natürlich bekommen - wenn es wieder ein KS werden muß, dann ist es so.

Zusammengefasst: für mich ist ein KS eine OP, die im Bedarfsfall nicht hoch genug bewertet werden kann, denn sie kann Leben retten.
Aber niemals eine Kleinigkeit, für die man sich aus Bequemlichkeit entscheidet.

Hoffe, meine Erfahrung hilft Dir weiter.

Toll geschrieben! Die Erfahrung hätte von mir sein können! Ich finde es erschreckend, wieviele Mütter und auch Ärzte den Ks verharmlosen und als risikoärmer bezeichnen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass der KS ohne nötige Indikation wesentlich höhere Risiken und Komplikationen für Mutter und Kind beherbergt als eine Spontangeburt. Es gibt sogar Untersuchungen, die belegen, dass das Entwickeln des Kindes aus dem Bauchraum während eines KS höhere Druckkräfte ausübt als der gleichmäßige Druck im Geburtskanal. Daher versuchen immer mehr Kliniken die Spontangeburt auch bei Frühchen, wenn keine zeitliche Not dahinter steckt.
Der Ks ist und bleibt eine große Bauchoperation, die nicht nur die Bauchdecke sondern die ganzen Faszien, inneren Muskelschichten und das Organ Gebärmutter eröffnet. Ein Dammriss während einer Spontangeburt ist, egal wie schmerzhaft das sein kann, nur eine äußere Verletzung und nicht vergleichbar mit einer Bauchoperation.

Falls aber eine Spontangeburt nicht möglich ist (Plazenta previa, Beckenengstand, Hellp..) oder diese mit großen Komplikationen verbunden ist (vorzeitige Plazentalösung, pathologisches CTG...), so ist der KS das Mittel der Wahl das Leben von Mutter und Kind zu retten. Und nur dann sollte er auch indiziert sein!

Übrigens handeln Entbindungskliniken entgegen der ärztlichen Richtlinien, die bei einer völlig gesunden Schwangeren ohne mögliche Sectioindikation über die Möglichkeit einer Sectio als Alternative aufklären.


Wenn ich das recht verstehe macht sich die Klinik die mir das Angeboten hat sogar strafbar wenn sie mir das anbieten?
Wow das ist ja heftig. Warum tun die das dann? Wie gesagt hatte es mal nicht vor aber wenn ich jetzt gesagt hätte "ok machen wir nen Termin" hätten die es gemacht. Richtige Indikation gäbs bei mir ja nicht, der Kleine läuft zwar unter SGA aber so lang er richtig liegt und das CTG in Ordnung ist spricht erstmal nichts gegen natürliche Geburt. Aber wie gesagt angeboten wurde es mir. Ich fand das ja auch krass durm hab ich das Fenster hier ja aufgemacht weil ich eben nicht wusste ob das überhaupt so läuft. Aber das es gegen Richtlinien verstößt wusste ich nicht. Wie auch wenn die es so anbieten als ob das ganz normal wäre...
Hmmm alles komisch...


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
avatar    ChocolateChipCookie
Status:
schrieb am 03.07.2013 12:02
Wie gesagt, für die Klinik ist ein Wunsch-KS besser planbar als eine spontane Geburt, deren Zeitpunkt man nicht vorhersehen kann. Das ist für viele Ärzte wohl schon Grund genug, es anzubieten.
Vielleicht kriegen sie auch mehr Geld dafür als für eine normale Geburt, weil es eine OP ist. Das weiß ich aber nicht genau.


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 03.07.2013 13:26
Zitat
emilysophie
Vor - und Nachteile der Methoden... ich finde gar nicht, daß man das vergleichen kann als würde man zwischen nem Kleid und nem Rock wählen...

Ein KS ist eine Möglichkeit, Mutter und Kind zu retten, wenn Umstände, entweder schon vor der Geburt oder unter der Geburt entstehen, die das Leben von einem oder beidem gefährden könnten.
Es ist eine OP, mit Risiken und Wundheilungsprozessen.
Natürlich ist der Schnitt heute sehr klein, die OP gut erprobt, die Versorgung super und so gibt es sehr wenig Komplikationen. Aber es bleibt eine OP.
Eine natürliche Geburt hat zB den Vorteil, daß auf dem Weg durch den Geburtskanal die Flüssigkeit aus den Atemwegen des Kindes gepresst wird - KS-Kinder haben anfangs häufig Flüssigkeit in den Lungen und müssen manchmal beobachtet werden. Außerdem soll der abrupte Übergang beim KS einen größeren Streß beim Kind auslösen.

Ich hatte einen KS bei meinem Sohn, sekundär, also eine Notkaiserschnitt, da seine Herztöne abgeschmiert sind unter den Wehen. Da hast Du dann keine Wahl, das wird entschieden und eh Du richtig weißt, wie's geschieht, ist das Kind da.
Ich bin sehr, sehr dankbar, daß es diese Möglichkeit gab und unser Kind auf diese Weise mit dem geringst möglichen Risiko auf die Welt geholt wurde. Vorher mit einem KS beschäftigt hatte ich mich nicht und freiwillig ausgesucht hätte ich ihn mir auch nicht.
Unser Sohn hatte Flüssigkeit in den Atemwegen die ersten Tage und hätte die erste Nacht sogar fast auf der Intensiv zur Überwachung verbracht, aber es ging alles gut.

In meinem Umfeld gibt es mehrere KS-Mamis, von denen keine solche Probleme im Anschluß hatte wie ich. Das sage ich nicht, um etwas gegen KS zu sagen, aber es kann halt passieren, daß die Schmerzen hinterher erheblich sind. Ich konnte drei Wochen lang nur auf dem Rücken liegen, mich nicht auf die Seite drehen, das fand ich sehr anstrengend. Als ich endlich das erste Mal auf der Seite schlafen konnte, habe ich vor Erleichterung geheult...

nun bin ich wieder Schwangerschaft und wenn ich die Möglichkeit bekomme, möchte ich dieses Baby natürlich bekommen - wenn es wieder ein KS werden muß, dann ist es so.

Zusammengefasst: für mich ist ein KS eine OP, die im Bedarfsfall nicht hoch genug bewertet werden kann, denn sie kann Leben retten.
Aber niemals eine Kleinigkeit, für die man sich aus Bequemlichkeit entscheidet.

Hoffe, meine Erfahrung hilft Dir weiter.

Das nenne ich mal einen objektiven KS- Bericht! Vielen Dank dafuer!
LG
Simone


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   Hippe31
schrieb am 03.07.2013 13:30
für einen ks gibts mehr geld zwinker.


ich hatte bei meiner ersten tochter einen ks nach 5 tagen einleitung. dann war ich mit meinen kräften am ende. ich hatte mittags den schnitt, habe abendsvorm bett gestanden und morgens bin ich bereits über den flur. klar tats weh. dewochenfluß war recht wenig, da gleich ne ausscharbung vorgenommen wurde.

jetzt steht übermorgen der zweite ks an. wir haben usn dafür entschieden, da ich wiede rienen insulinpflichtigen ssdiabetes habe, mein mumu noch völlig zu ist und ich dieses einleiten nicht mehr möchte. ich habe ja auf gar nichts regaiert (11 tbl und 3x gel). dazu kommt, das ich bei meiner tochter eine anomalie der nabelschnur hatte, die nicht erkannt worden ist vorher. mein kind hätte entweder tot oder behindert sein können während der normalen geburt. da ist jetzt einfach die angst, es wieder haben zu können, obwohl neues spiel neues glück.
aber da ziehe ich n ks eher vor, als nochmal ne hormontherapie wenn ich noch ein kind haben wollen würde.

meine keine hatte übrigens keinerlei anpassungsschwierigkeiten oä.


  Re: An die KS Damen mal so aus Interesse
no avatar
   Schokofreak
schrieb am 03.07.2013 13:42
Zitat
xxx3
Zitat
Schokofreak
Zitat
emilysophie
Vor - und Nachteile der Methoden... ich finde gar nicht, daß man das vergleichen kann als würde man zwischen nem Kleid und nem Rock wählen...

Ein KS ist eine Möglichkeit, Mutter und Kind zu retten, wenn Umstände, entweder schon vor der Geburt oder unter der Geburt entstehen, die das Leben von einem oder beidem gefährden könnten.
Es ist eine OP, mit Risiken und Wundheilungsprozessen.
Natürlich ist der Schnitt heute sehr klein, die OP gut erprobt, die Versorgung super und so gibt es sehr wenig Komplikationen. Aber es bleibt eine OP.
Eine natürliche Geburt hat zB den Vorteil, daß auf dem Weg durch den Geburtskanal die Flüssigkeit aus den Atemwegen des Kindes gepresst wird - KS-Kinder haben anfangs häufig Flüssigkeit in den Lungen und müssen manchmal beobachtet werden. Außerdem soll der abrupte Übergang beim KS einen größeren Streß beim Kind auslösen.

Ich hatte einen KS bei meinem Sohn, sekundär, also eine Notkaiserschnitt, da seine Herztöne abgeschmiert sind unter den Wehen. Da hast Du dann keine Wahl, das wird entschieden und eh Du richtig weißt, wie's geschieht, ist das Kind da.
Ich bin sehr, sehr dankbar, daß es diese Möglichkeit gab und unser Kind auf diese Weise mit dem geringst möglichen Risiko auf die Welt geholt wurde. Vorher mit einem KS beschäftigt hatte ich mich nicht und freiwillig ausgesucht hätte ich ihn mir auch nicht.
Unser Sohn hatte Flüssigkeit in den Atemwegen die ersten Tage und hätte die erste Nacht sogar fast auf der Intensiv zur Überwachung verbracht, aber es ging alles gut.

In meinem Umfeld gibt es mehrere KS-Mamis, von denen keine solche Probleme im Anschluß hatte wie ich. Das sage ich nicht, um etwas gegen KS zu sagen, aber es kann halt passieren, daß die Schmerzen hinterher erheblich sind. Ich konnte drei Wochen lang nur auf dem Rücken liegen, mich nicht auf die Seite drehen, das fand ich sehr anstrengend. Als ich endlich das erste Mal auf der Seite schlafen konnte, habe ich vor Erleichterung geheult...

nun bin ich wieder Schwangerschaft und wenn ich die Möglichkeit bekomme, möchte ich dieses Baby natürlich bekommen - wenn es wieder ein KS werden muß, dann ist es so.

Zusammengefasst: für mich ist ein KS eine OP, die im Bedarfsfall nicht hoch genug bewertet werden kann, denn sie kann Leben retten.
Aber niemals eine Kleinigkeit, für die man sich aus Bequemlichkeit entscheidet.

Hoffe, meine Erfahrung hilft Dir weiter.

Toll geschrieben! Die Erfahrung hätte von mir sein können! Ich finde es erschreckend, wieviele Mütter und auch Ärzte den Ks verharmlosen und als risikoärmer bezeichnen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass der KS ohne nötige Indikation wesentlich höhere Risiken und Komplikationen für Mutter und Kind beherbergt als eine Spontangeburt. Es gibt sogar Untersuchungen, die belegen, dass das Entwickeln des Kindes aus dem Bauchraum während eines KS höhere Druckkräfte ausübt als der gleichmäßige Druck im Geburtskanal. Daher versuchen immer mehr Kliniken die Spontangeburt auch bei Frühchen, wenn keine zeitliche Not dahinter steckt.
Der Ks ist und bleibt eine große Bauchoperation, die nicht nur die Bauchdecke sondern die ganzen Faszien, inneren Muskelschichten und das Organ Gebärmutter eröffnet. Ein Dammriss während einer Spontangeburt ist, egal wie schmerzhaft das sein kann, nur eine äußere Verletzung und nicht vergleichbar mit einer Bauchoperation.

Falls aber eine Spontangeburt nicht möglich ist (Plazenta previa, Beckenengstand, Hellp..) oder diese mit großen Komplikationen verbunden ist (vorzeitige Plazentalösung, pathologisches CTG...), so ist der KS das Mittel der Wahl das Leben von Mutter und Kind zu retten. Und nur dann sollte er auch indiziert sein!

Übrigens handeln Entbindungskliniken entgegen der ärztlichen Richtlinien, die bei einer völlig gesunden Schwangeren ohne mögliche Sectioindikation über die Möglichkeit einer Sectio als Alternative aufklären.


Wenn ich das recht verstehe macht sich die Klinik die mir das Angeboten hat sogar strafbar wenn sie mir das anbieten?
Wow das ist ja heftig. Warum tun die das dann? Wie gesagt hatte es mal nicht vor aber wenn ich jetzt gesagt hätte "ok machen wir nen Termin" hätten die es gemacht. Richtige Indikation gäbs bei mir ja nicht, der Kleine läuft zwar unter SGA aber so lang er richtig liegt und das CTG in Ordnung ist spricht erstmal nichts gegen natürliche Geburt. Aber wie gesagt angeboten wurde es mir. Ich fand das ja auch krass durm hab ich das Fenster hier ja aufgemacht weil ich eben nicht wusste ob das überhaupt so läuft. Aber das es gegen Richtlinien verstößt wusste ich nicht. Wie auch wenn die es so anbieten als ob das ganz normal wäre...
Hmmm alles komisch...

Die Leitlinien (sorry hatte Richtlinien geschrieben) sind nur eine Empfehlung für Ärzte und nicht rechtlich bindend. Dennoch urteilen Gerichte immer nach den aktuellen Empfehlungen der Gesellschaften, wenn ein Arzt mal was ganz anderes macht oder empfiehlt.

Hier ein Auszug aus folgendem Link:

Zitat
awmf
3.4 Abwägungsprozess und Mitsprache der Schwangeren
In einer normalen Entbindungssituation braucht der Geburtshelfer, wie der Bundesgerichtshof in seinem Urteil
vom 6.12.1988 (5) ausgeführt hat, ohne besondere Veranlassung nicht von sich aus die Möglichkeit einer
Schnittentbindung zur Sprache zu bringen. Jeder Geburtshelfer muss aber dort, wo er bei relativer Indikation
zu einer Sectio der natürlichen Geburt den Vorzug geben will, die Schwangere in den Abwägungsprozess
einbeziehen. Er muss das insbesondere in Anerkennung ihres Selbstbestimmungsrechts tun, wenn es die
Schwangere wünscht oder wenn bei vaginaler Geburt dem Kind ernst zu nehmende Gefahren drohen, die
Sectio also eine medizinisch verantwortbare Alternative ist. Richtungweisend heißt es in dem soeben
erwähnten Urteil des Bundesgerichtshofs:
"Allerdings ist die Entscheidung über das ärztliche Vorgehen primär Sache des Arztes selbst. Der
geburtsleitende Arzt braucht daher in einer normalen Entbindungssituation ohne besondere Veranlassung
nicht etwa von sich aus die Möglichkeit einer Schnittentbindung zur Sprache zu bringen. Vielmehr kann er,
wenn er in einer solchen Lage das Kind auf vaginalem Wege zur Welt kommen lässt und dabei keine Fehler
macht, auch von Seiten des Kindes schadensersatzrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden.

Aus der aktuellen Leitlinie:
[www.awmf.org]




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