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  Elterngeld - zum 1000sten
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  Guria
Status:
schrieb am 07.11.2011 08:30
Hier leider nochmal eine Elterngeldfrage, vielleicht weiß es jemand von euch:
Mein Arbeitgeber möchte, dass ich meinen Resturlaub im Anschluß an den Mutterschutz nehme. Ich habe 22 Tage Resturlaub, also eigentlich einen ganzen Monat.
Ist es möglich, die Elterngeldzahlung dann 1 Monat später zu starten und dann trotzdem 10 Monate Elterngeld zu erhalten?
Oder verfällt dann dadurch quasi der 1. Monat der Elterngeldzahlung, weil ich ja in dem Monat dann mein volles normales Gehalt bekommen würde?
Vielen Dank für eure Antworten


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
avatar  Das Gaensebluemchen
Status:
schrieb am 07.11.2011 08:33
Hallöchen,

also bei mir war es so dass ich den Urlaub und die Überstunden VOR dem Mutterschutz genommen habe. Danach gehst Du in Elternzeit, da wird nix genommen smile Das wird alles vorher abgeurlaubt smile Kannst also länger zu Hause bleiben smile Schöne Zeit smile


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  nikkie1977
schrieb am 07.11.2011 08:37
Hallo,

soviel ich weiss funktioniert dass,,,bin mir aber auch nicht hunderprozent sicher,,,vielleicht ruf ich mal nach,,,
Ich bin im moment auch im Berufsverbot und hab noch 29 Resturlaubstage,,,,die ich gerne nach den Mutterschutz nehmen würde,,,,Bin ja dann 3 Jahre in Elternzeit,,und dann weiss ich noch ob ich wieder anfange,,,

Bin mal auf die Antworten gespannt,,,ansonsten müssen wir mal in der Elterngeldstelle nachfragen,,

l.g

Nicki


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  gelöschter User
schrieb am 07.11.2011 08:44
Soviel ich weiß, kannst Elterngeld nur bis zum 12. Lebensmonat des Kindes beziehen (außer Alleinerziehende), das würde bedeuten, Du kannst es nicht nach hinten verschieben.


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  Re: Elterngeld - zum 1000sten
avatar  Danielle
schrieb am 07.11.2011 09:21
Das sollte man auf gar keinen Fall tun, da man so definitiv einen ganzen Monat Elterngeld verschenkt. Denn Elterngeld gibt es immer nur für 12 oder 24 aufeinander folgende Monate unmittelbar nach der Geburt.

Was für Dich sinnvoll wäre ist, den Urlaub nach der Elternzeit zu nehmen und das steht Dir auch zu - keiner darf Dich zwingen, Deinen Urlaub zu verbrauchen, Du hast definitiv das Recht, den Urlaub zu übertragen.


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  gelöschter User
schrieb am 07.11.2011 10:42
Ich würde es schon deswegen nicht tun, weil der Urlaub (so wie die Mutterschutzzeit) auf die Elternzeit angerechnet wird.
Heißt bei 3 Jahren Elternzeit:
Geb-Datum: 07.11.2011 + Mutterschutz + Urlaub + Elternzeit = 1. Arbeitstag: 07.11.2014

Weiter kommst du mit:
Geb-Datum: 07.11.2011 + Mutterschutz + Elternzeit + Urlaub = 1. Arbeitstag: Nach dem Urlaub!

Ich würde mir den Urlaub aufheben und ihn nach der Elternzeit flexibel einsetzen, um damit zB Weihnachten abzudecken!
Du kannst den Urlaub übrigens in dem Jahr nach der Elternzeit oder in dem Jahr danach nehmen, die üblichen Verfallsgrenzen gelten da nicht.
Bei Elternzeit bis 2014 also bis Ende 2015!!!

Gruß
Sabine


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  Ani1975
Status:
schrieb am 07.11.2011 11:55
Was man auch bedenken muß, ist, wenn man nach der Elternzeit bzw. während der Elternzeit wieder Teilzeit arbeiten möchte.
Ich habe meinen Resturlaub genommen, bevor ich nach einem guten Jahr wieder Teilzeit arbeiten ging. Allerdings wurde mir mein in Vollzeit erworbener Urlaubsanspruch einfach auf die Hälfte gekürzt, da ich nun Teilzeit arbeite. Ich konnte zwar damit die gleich Zeit mit Urlaub zuhause bleiben, wie wenn ich wieder Vollzeit gearbeitet hätte - aber das ganze war ziemlich ärgerlich, da man ja auch nur das halbe Geld bekommt.
Mir ging dadurch ein ganzes Monatsgehalt flöten... Die Rechtslage ist nicht wirklich eindeutig, wird nur meistens so gehandhabt. Ist meiner Meinung nach aber nicht richtig und gerecht.
Besser ist es dann, wenn man es sich vorher auszahlen läßt. Macht meine Firma nur leider nicht.

LG
Ani


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  Guria
Status:
schrieb am 07.11.2011 13:56
Ah, vielen Dank schon mal, da bin ich schon ein Stück schlauer.
Resturlaub vor dem Mutterschutz nehmen geht nicht mehr, da ich schon im Mutterschutz bin und die letzte Zeit Beschäftigungsverbot bei vorzeitigen Wehen hatte.
Bei der Variante Resturlaub nach dem Mutterschutz dachte ich, dass der Urlaub zwar nicht zu einem bestimmten Datum des Folgejahres verfällt, wie normal, aber dass man trotzdem nicht weiter als bis ins übernächste Jahr verschieben darf. Sprich, dass das nur praktikabel wäre, wenn man 1 Jahr Elternzeit nehmen würde.
Seid ihr sicher, dass ich den Urlaub auch bei 2jähriger Elternzeit bis danach verschieben kann?
Leider gibt unsere Elterngeldstelle telefonisch keine Auskunft und zu den Beratungsterminen schaffe ich es nicht, da ich noch immer liegen muss und mein Mann zu den Zeiten arbeitet. Sonst hätte ich mich auch dort erkundigt und würde nicht hier im Forum damit nerven.


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
avatar  Danielle
schrieb am 07.11.2011 14:44
Hallo Guria,

Du kannst Deinen Urlaub immer mitnehmen (auch 3 Jahre) - er muss im Jahr der Arbeitsaufnahme nach der Elternzeit oder im Jahr danach genommen werden.

Wird das Kind bspw. am 15.03.2012 geboren und Du nimmst Elternzeit bis 14.03.2014, verfällt der Urlaub erst zum 01.01.2016 - Du kannst ihn entweder in 2014 als auch noch in 2015 nehmen.


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  gelöschter User
schrieb am 08.11.2011 01:16
Mit Teilzeit und Urlaubskürzung/Lohnkürzung:
Was spricht denn dagegen, die Teilzeit erst nach dem Urlaub los gehen zu lassen?

Gruß
Sabine


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  Ani1975
Status:
schrieb am 08.11.2011 11:21
@sumsum:
Du meinst: 1 Jahr Elterngeld und zuhause bleiben, dann ca. 1 Monat Vollzeitarbeit, den aber mit Resturlaub zuhause verbringen, aber Vollzeitgehalt beziehen und dann erst Teilzeit?
Ist bei mir alles schon eine Weile her, daher bin ich nicht mehr ganz firm was die Details angeht, aber soweit ich mich erinnern kann, kann ich ja während der Elternzeit keine Vollzeit arbeiten.
Ich denke, dann müßte man die Elternzeit unter- bzw. abbrechen. Und ohne Elternzeit hat man ja dann später keinen Anspruch mehr auf Teilzeit.
Ich hatte damals auch mit diversen Fachleuten (Personaler, Rechtsanwalt etc.) diesbezüglich gesprochen, aber leider gab es keine andere Möglichkeit.

LG
Ani


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
avatar  Danielle
schrieb am 08.11.2011 11:38
Das stimmt - in der Elternzeit kann man max. 30 Stunden arbeiten. Der Urlaub würde dann anteilig gekürzt werden. Hat man beispielsweise bei Vollzeit (40 h) 20 Tage Urlaub übrig, würde der bei einer 30-Stunden-Woche auf 15 Tage runtergerechnet.

Man kann auch die Elternzeit unterbrechen und dann fortsetzen - wenn das der Arbeitgeber mitmacht.


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  gelöschter User
schrieb am 08.11.2011 13:46
Ne, nicht Urlaub IN der Elternzeit, sondern danach!
Der Teilzeitanspruch ergibt sich ja nicht aus der Elternzeit!
Also:
die ganze Elternzeit nehmen, die man so nehmen will,
dann (nach der Elternzeit) auf die Vollzeitstelle zurück und Urlaub nehmen
und dann auf Teilzeit gehen.

Es geht natürlich auch:
1 Jahr Elternzeit + Urlaub + Rest Elternzeit,
denn § 16 Abs 1 "Die Elternzeit kann auf zwei Zeitabschnitte verteilt werden".
(erst weitere Unterteilungen sind zustimmungspflichtig)
Allerdings kommt man dann über den dritten Geburtstag hinaus und eine Übertragung wäre wieder zustimmungspflichtig.

Und wenn ich richtig informiert bin, darf der vor der Elternzeit erworbene Urlaub nicht gekürzt werden, wenn er nicht genommen werden konnte!
EuGH vom 22.04.2010, Az.: C-486/08

Gruß
Sabine


  Re: Elterngeld - zum 1000sten
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  Ani1975
Status:
schrieb am 08.11.2011 14:42
Laut Personalbüro (sowie einiger anderer Fachleute) wäre der Urlaub verfallen, da ich ja während der Elternzeit Teilzeit arbeiten wollte. Nur wenn man während der Elternzeit nicht arbeitet, bleibt der Urlaubsanspruch bis danach bestehen.

Wenn man es wörtlich nimmt -und das ist auch das Argument der Personaler - wird der Urlaubsanspruch ja nicht gekürzt. Ich habe die selbe Zeitdauer frei. Also 20 Tage Urlaub bei Vollzeit sind ja 4 Wochen frei, dh. bei einer Teilzeitstelle (halbe Stelle) wären das dann zB. 20 halbe Tage. Also genauso lang frei. Ich bekomme allerdings ja auch nur die Hälfte des Geldes. (Aber das war dem Personalbüro nicht klarzumachen...Ich bin sauer)

Im Übrigen ergibt sich sehr wohl der Teilzeitanspruch aus der Elternzeit. (Mit bestimmten Einschränkungen)
Natürlich kann ich auch ohne Elternzeit oder danach versuchen eine Teilzeit zu bekommen. Dann verfällt nur mein Anspruch auf meine ursprüngliche Vollzeitstelle.
Und für ca. 1 Monat die Elternzeit unterbrechen - nur um den Vollzeiturlaubsanspruch abzufeiern bei vollem Gehalt- war ohne Zustimmung des AG nicht möglich.
Da ich bei meinem AG auch noch weiterhin arbeiten möchte, habe ich es auch letztendlich nicht auf einen Rechtsstreit ankommen lassen.
Dafür habe ich dort viele andere Vorteile...Blume

LG
Ani




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