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  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   Lieblingsliebling
schrieb am 06.11.2011 18:12
Hey Gwenie,

Sorry an alle, aber ich seh das bisschen anders.....
Ich bin auch mit eineiigen Zwillingen schwanger und meine Gyn wollte mir am liebsten sofort volles BV
erteilen wegen der Risiko-SS....ich bin dann ne Weile auf 50% BV gefahren, bis mir die Belastung einfach zu hoch war...
Also ganz ehrlich...ne Zwillings-Schwangerschaft ist schon noch eine höhere Belastung für den Körper...das sagt einem doch jeder Gyn und jegliche Literatur...
Hör bitte auf Dich und die Signale Deines Körpers und wechsel den Frauenarzt, wenn Du kein Vertrauen zu ihm hast...denn kein Job der Welt ist wichtiger als Deine beiden Mäuse im Bauch und gedankt kriegt man es wohl von den wenigsten Arbeitgebern...
Alles Gute für Dich!


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
avatar    Danielle
schrieb am 06.11.2011 18:27
Ein BV dient zum Schutz von Leben der Mutter und des Babys - sind beide nicht in Gefahr, gibt es keinen Grund, eins auszustellen. Eine Risikoschwangerschaft rechtfertigt das auch nicht - hier wird nur mehr Wert auf eine engere Überwachung gelegt.

Sorry - ich finde das Ansinnen aus diesen Gründen fast unverschämt - ich bin aber auch eine der wenigen (offensichtlich nur zu "blöden" oder ehrlichen), die tatsächlich bis 34+0 arbeiten gegangen ist. Spaß hat es mir auch nicht gerade gemacht zwinker.


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 06.11.2011 18:40
Zitat
Lieblingsliebling
Hey Gwenie,

Sorry an alle, aber ich seh das bisschen anders.....
Ich bin auch mit eineiigen Zwillingen schwanger und meine Gyn wollte mir am liebsten sofort volles BV
erteilen wegen der Risiko-SS....ich bin dann ne Weile auf 50% BV gefahren, bis mir die Belastung einfach zu hoch war...
Also ganz ehrlich...ne Zwillings-Schwangerschaft ist schon noch eine höhere Belastung für den Körper...das sagt einem doch jeder Gyn und jegliche Literatur...
Hör bitte auf Dich und die Signale Deines Körpers und wechsel den Frauenarzt, wenn Du kein Vertrauen zu ihm hast...denn kein Job der Welt ist wichtiger als Deine beiden Mäuse im Bauch und gedankt kriegt man es wohl von den wenigsten Arbeitgebern...
Alles Gute für Dich!

Wenn der Arbeitsplatz wirklich konkrete Gefahren beinhaltet (Altenpflege, Arbeiten mit giftigen Dämpfen) ist das ja auch etwas anderes - und dann ist es ja auch egal, ob das Zwillinge sind oder nicht. Ich glaube durchaus, dass eine Zwilli-SS auch eine Mehrbelastung sein kann, nur hat sie ja offenbar rein gesundheitlich bisher überhaupt keine Probleme.

Hier geht es ja weniger um konkrete Gefahren für die SS, sondern eher um die eigene Befindlichkeit. Nicht, dass man ihre Situation nicht verstehen könnte, das meine ich nicht! Ich kenns ja selbst und finde es auch von ihrem Arbeitgeber absolut unverschämt! - Aber das sind Probleme, die man meiner Meinung nach auf einer anderen Ebene lösen muss.


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   Lieblingsliebling
schrieb am 06.11.2011 18:55
...tja sorry, aber wenn Du meinst, Du solltest stolz darauf sein, bis zur 34.Woche gearbeitet zu haben, dann sei es bitte....
Ich rücke von meiner Meinung keineswegs ab....eine Zwillings-SS ist definitiv mit einer höheren Belastung verbunden,auch psychisch....und sich zur Arbeit zu quälen, rechtfertigt meiner Meinung nach kein Job der Welt!!
Denn wenn was schlimmes passiert, muss man sich ewig vor sich selbst rechtfertigen, ob man sich vielleicht doch zuviel zugemutet hat!!!
Ich bin auch immer gern zur Arbeit gegangen, war in leitender Position tätig und werde nach der Elternzeit auch wieder in den Job zurückkehren...aber wenn einer für eine Risiko-SS kein Verständnis hat, dann ist ist mir das gelinde gesagt, auch egal....denn schliesslich geht's doch um die Gesundheit von Mutter und Kindern!!!!


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  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 06.11.2011 19:47
Zitat
Lieblingsliebling
...tja sorry, aber wenn Du meinst, Du solltest stolz darauf sein, bis zur 34.Woche gearbeitet zu haben, dann sei es bitte....
Ich rücke von meiner Meinung keineswegs ab....eine Zwillings-SS ist definitiv mit einer höheren Belastung verbunden,auch psychisch....und sich zur Arbeit zu quälen, rechtfertigt meiner Meinung nach kein Job der Welt!!
Denn wenn was schlimmes passiert, muss man sich ewig vor sich selbst rechtfertigen, ob man sich vielleicht doch zuviel zugemutet hat!!!
Ich bin auch immer gern zur Arbeit gegangen, war in leitender Position tätig und werde nach der Elternzeit auch wieder in den Job zurückkehren...aber wenn einer für eine Risiko-SS kein Verständnis hat, dann ist ist mir das gelinde gesagt, auch egal....denn schliesslich geht's doch um die Gesundheit von Mutter und Kindern!!!!


Ich glaube, du missverstehst etwas: Wenn es konkrete gesundheitliche Gefahren gibt, wird niemand sagen, dass das BV Unsinn sei. Ich hatte ja wie gesagt selbst eines, aber da gabs auch schwere Komplikationen, die das medizinisch wohl mehr als gerechtfertigt haben.

Die Threaderstellerin hat aber eine komplikationslose SS, und alleine die Tatsache, dass Zwillis unterwegs sind, macht einen ja nicht arbeitsunfähig.

Natürlich ist es eine blöde Situation, wenn der Chef signalisiert, dass die Schwangerschaft ungelegen kommt. das ist keine Frage. Aber das ist etwas, was geschätzte 75% aller Schwangeren kennen, was aber kein Beschäftigungsverbot rechtfertigt. Bitte bedenkt doch auch mal, dass es früher sowas gar nicht gab. Und die Tatsache, dass es heute sowas in einem Sozialstaat gibt, sollte nicht dazu führen, dass man das ausnutzt, ohne dass es Gründe gibt, die das rechtfertigen würden. Ich finde wie gesagt: jeder, der das grundlos ausnutzt, trägt massiv dazu bei, dass es das über kurz oder lang nicht mehr geben wird, das sollte man sich auch mal vor Augen halten.

Es gibt hier doch keine medizinische Indikation, sondern sie will der Situation aus dem Weg gehen. Das ist menschlich natürlich verständlich, das ist keine Frage, aber das ist medizinisch und rechtlich eine ziemlich dünne Sache. Hier sind sehr viele Frauen, die nach jahreölanger Therapie endlich ss sind. Und die sind größtenteils alle unsicher und haben Angst vor Komplikationen. Das kann aber natürlich nicht dazu führen, dass man einfach aufggrrund der Sorgen arbeitsunfähig ist.


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   Lieblingsliebling
schrieb am 06.11.2011 20:20
Eine Zwillings-Schwangerschaft alleine stellt schon eine medizinische Indikation da, oder warum stuft der Gesetzgeber dies als Risiko-Schwangerschaft ein?
Ich trage jetzt in der 30SSW. schon soviel "Kind" in meinem Bauch rum, wie Einlings-Mamas kurz vor der Entbindung....das ist schon bissle anstrengender, wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst....
Und im Übrigen sollte doch jede werdende Mama auf sich selbst hören und sich schonen, wenn sie das Gefühl hat, es ist einfach zuviel....
Ich finde es einfach nicht richtig, es einfach abzutun so als wär man zu faul zum arbeiten und als würde man sich auf dem Sozial-Staat ausruhen.....
...und ich finde es noch merkwürdiger, sowas von ehemaligen KIWU- Patientinnen zu lesen...die soviel durchgemacht haben ohne Hilfe vom Sozialstaat....da fehlt mir dann echt auch das Verständnis!
Trotzdem auch alles Gute für Dich und Dein Baby!


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 06.11.2011 20:55
50% aller Schwangerschaft fallen unter Risiko-SS (z.B. Frauen über 35 Jr, Frauen die bereits Kaiserschnitt hatten, Frauen die schon mehrere Kinder geboren haben etc.). Sollten somit diese 50% (lt. Statistik, eben gegoogelt) grundsätzlich BV erhalten?

Ich sehe es ganz so wie Krümel, selbstverständlich dann BV wenn medizinische Indikation vorliegt, das ist ja völlig klar. Ich kann mir irgendwie kaum vorstellen dass FA der TE ein Risiko eingehen würde. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe vor jeder Frau höchsten Respekt die Mehrlinge austrägt... "witzigerweise" saß bei meiner letzten VU am Freitag eine Frau im Wartezimmer, die in der 30. SSW mit Zwillingen war. Da sie selbständig ist, ist sie arbeitsmäßig noch voll im Einsatz, so etwas wie BV gibt es bei Selbständigen erst mal gar nicht!


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
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   gelöschter User
schrieb am 06.11.2011 21:27
Zitat
Lieblingsliebling
Eine Zwillings-Schwangerschaft alleine stellt schon eine medizinische Indikation da, oder warum stuft der Gesetzgeber dies als Risiko-Schwangerschaft ein?
Ich trage jetzt in der 30SSW. schon soviel "Kind" in meinem Bauch rum, wie Einlings-Mamas kurz vor der Entbindung....das ist schon bissle anstrengender, wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst....
Und im Übrigen sollte doch jede werdende Mama auf sich selbst hören und sich schonen, wenn sie das Gefühl hat, es ist einfach zuviel....
Ich finde es einfach nicht richtig, es einfach abzutun so als wär man zu faul zum arbeiten und als würde man sich auf dem Sozial-Staat ausruhen.....
...und ich finde es noch merkwürdiger, sowas von ehemaligen KIWU- Patientinnen zu lesen...die soviel durchgemacht haben ohne Hilfe vom Sozialstaat....da fehlt mir dann echt auch das Verständnis!
Trotzdem auch alles Gute für Dich und Dein Baby!

Eine Risikoschwangerschaft bedeutet nicht, dass man nicht arbeiten kann. Ich bin auch risikoschwanger, das sind praktisch alle, die via ICSI schwanger geworden sind, die älter als 35 sind oder die irgendein Zipperlein haben. Ich finde es sehr gut, dass man engmaschig überwacht wird, aber das heißt ja eben nicht, dass man nichts mehr machen kann oder grundsätzlich nicht mehr arbeiten kann.

Ich habe auch nicht gesagt, dass sie zu faul ist - wo bitte habe ich das gesagt?

Ich sage nur, dass es meiner Meinung nach nicht angeht, dass ein BV ausgenutzt wird, weil man Ärger mit dem AG aus dem Weg gehen willl.


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   Steinchen*
Status:
schrieb am 06.11.2011 21:38
Zitat
Lieblingsliebling
Eine Zwillings-Schwangerschaft alleine stellt schon eine medizinische Indikation da, oder warum stuft der Gesetzgeber dies als Risiko-Schwangerschaft ein?

Und das steht wo?


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
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   Lisa-Marie-85
schrieb am 06.11.2011 22:07
Ich finde auch, ein BV sollte man nur dann in Anspruch nehmen, wenn es gesundheitlich notwendig ist. Nur um dann dem Stress mit den Kollegen/Chef aus dem Weg zu gehen ist kein Grund. Wäre schlimm, wenn sowas schon eine Schwangerschaft gefährden würde. Wie viele Schwangere haben denn Stress?? Eigentlich jede! Sei es in der Arbeit, mit den Kindern, ... Mir kommt es auch eher so vor, als ob die Threadstellerin auch gerne ein BV hätte, um nicht mehr pendeln zu müssen und auch unter der Woche zu Hause sein zu können. Für so einen Grund kann ich aber kein Verständnis aufbringen. Wie schon gesagt, wenn gesundheitlich notwendig, natürlich okay, sonst aber nicht.


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
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   gwenie
Status:
schrieb am 06.11.2011 22:55
Hätte ich gewußt was hier für ne Diskussion ausbricht, hätte ich hier nie was rein gestellt! Bin echt entsetzt!

Ich bin keinesfalls jemand die keine Lust zum arbeiten hat, gehe seit 17 Jahren arbeiten u. war weder arbeitslos noch groß krank!

Pendeln tue ich schon seit 17 Jahren, das mir die zwei Stunden Autofahrt aufgrund meines Zustandes zu schaffen machen, da ich ziemlich müde bin brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Mein Zuhause ist im Moment noch hier, da mein Partner u. ich erst ab Januar eine neue Whg. haben, soviel dazu.
Was ist so verwerflich daran Angst zu haben in der SS, wenn man alleine ist? Zumal nach allem was man die letzen Jahre durchgemacht hat!


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 07.11.2011 00:24
Hallo Gwenie,

keiner hier hat behauptet dass es verwerflich ist, in der Schwangerschaft Angst zu haben. Ich denke, sehr viele von uns verspüren Ängste. Aber eine Fernbeziehung oder Ängste allein rechtfertigen meiner Meinung nach kein BV. Bzw. was würde ein BV an der Wohnsituation mit Deinem Partner ändern? Wahrscheinlich würdest Du Dich ja dann noch einsamer fühlen, wenn Dein Partner auf Arbeit ist und Du zuhause allein. Die Frage ist einfach, wie fühlst Du Dich körperlich? Hast Du Beschwerden, Schmerzen, Blutungen? Wenn ja, und Dein FA erteilt Dir kein BV, dann würde ich einen anderen FA aufsuchen, völlig klar! Vielleicht kam das in Deinem Thread nicht so eindeutig hervor, welche Beschwerden Du hast.

Das mit der Müdigkeit kenn ich natürlich auch, ich bin täglich 12 Stunden außer Haus, pendle ebenfalls fast zwei Stunden, hatte seit drei Jahren keinen Urlaub mehr (damit meine ich nicht, keine Urlaubsreise, sondern grds.keinen Urlaub) und bin an manchen (bzw. sehr vielen) Tagen so müde dass ich meine, ich schlaf über dem Schreibtisch ein, obwohl ich nur mit einem Krümel schwanger bin. In der Arbeit findet es natürlich auch keiner toll, dass ich ss bin, und somit kann ich mich auch ständig mit bescheuerten Kommentaren rumschlagen.


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   Schokofreak
schrieb am 07.11.2011 00:35
Eine psychische Indikation rechtfertigt übrigens auch ein Bv. Ich kann Gweni verstehen, dass sie nach so einer harten Kiwu Karriere und einer Zwillings Ss definitiv nicht bis zur 34. Ssw arbeiten kann und wird. Solche Ehepaare aus Praxen können AN wirklich das Arbeiten zur Hölle machen. Geh zu einem anderen Arzt und lass dir das Bv ausstellen.

Ich habe selber nach Rücksprache mit mehreren Fä und dem Arbeitsschutz Nrw ein Bv vom Fa erhalten. Eigentlich hätte mir der AG eines ausstellen müssen, nur wollte er, dass ich weiterhin im hochinfektiösen Bereich arbeite, bis er einen neuen Kollegen findet, den ich noch einarbeiten kann. Ich arbeite in einem spezialisierten Bereich, wo man meist Monate braucht, um einen Ersatz zu finden. Mein Ag war aber so dumm und hat mir vor der Ss mehrfach gedroht "wehe du wirst ss". Da wusste ich worauf ich mich einlasse.


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
avatar    luckyfrieda
schrieb am 07.11.2011 01:12
Wieso ist ein BV eigentlich erst dann gerechtfertigt, wenn es der werdenden Mutter und dem Baby schon richtig schlecht geht oder zB schon Blutungen auftreten? Es geht doch darum dies im Vorfeld zu verhindern?

Manchmal finde ich dieses "Nur die Harten kommen in den Garten" Denken unangebracht.

Muss zwar nicht sein, aber wenn es aufgrund von Belastung dann zu einer Frühgeburt kommt sitzen die frischgebackenen Eltern vor den evt. Problemen, nicht der Chef.

lg luckyfrieda


  Re: Wie habt ihr euer Beschäftigungsverbot bekommen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 07.11.2011 12:56
Zitat
gwenie
Hätte ich gewußt was hier für ne Diskussion ausbricht, hätte ich hier nie was rein gestellt! Bin echt entsetzt!

Ich bin keinesfalls jemand die keine Lust zum arbeiten hat, gehe seit 17 Jahren arbeiten u. war weder arbeitslos noch groß krank!

Pendeln tue ich schon seit 17 Jahren, das mir die zwei Stunden Autofahrt aufgrund meines Zustandes zu schaffen machen, da ich ziemlich müde bin brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Mein Zuhause ist im Moment noch hier, da mein Partner u. ich erst ab Januar eine neue Whg. haben, soviel dazu.
Was ist so verwerflich daran Angst zu haben in der SS, wenn man alleine ist? Zumal nach allem was man die letzen Jahre durchgemacht hat!

Gwenie, ich denke, es besteht hier absolut kein Grund "entsetzt" zu sein, denn niemand ist dir gegenüber verbal oder auch rein inhaltlich ausfallen geworden. Dass dir vielleicht die ein oder andere Antwort nicht schmeckt, tut mir Leid, aber dann erinnere ich auch daran, dass das ein Forum ist, indem nunmal unterschiedliche Ansichten vertreten werden. Wen das entsetzt oder wer grundsätzlich nur Zustimmung haben will, sollte vielleicht besser nicht hier posten oder sofort dazuschreiben, dass nur zustimmende Antworten erwünscht sind. Ist nicht böse gemeint, wirklich nicht, aber mich wundert, dass man hier postet, wenn man dann mit kontroversen Antworten nicht umgehen kann.


Nochmals: Niemand sagt, er würde nicht verstehen, dass du Ängste hast. Also jeder kann ja nur für sich sprechen, aber ich verstehe das sehr gut. Mein Mann und ich haben auch eine Kinderwunschkarriere hinter uns, ich habe die ersten Wochen wahnsinnig um das Baby gebangt und ich bin heute noch ganz leicht zu verunsichern, wenn irgendwas nicht ganz ok ist, bin ich die erste die am Rad dreht. Das halte ich aber, gerade nach einer Kinderwunschbehandlung mit einigen Versuchen, alles für ganz normal, das ist für mich nichts Krankhaftes, und deswegen sind das eben auch Dinge, die für mich kein BV rechtfertigen.

Man bedenke doch auch bitte, dass ein BV eine ganz tolle Erfindung unseres Sozialstaates ist, was die Krankenkassen ordentlich Geld kostet und ein BV bzw dass es so etwas gibt, das ist keine Selbstverständlichkeit. Sehr viele Staaten kennen so etwas überhaupt nicht. Wir sind da in Deutschland schon sehr verwöhnt. Von KK und Arbeitgeberseiten wird natürlich mittlerweile nicht selten kritisiert, dass ein BV heute doch von vielen Ärzten ganz flott geschrieben wird und dass sehr viele Frauen das natürlich auch nutzen wollen, um bei voller Lohnfortzahlung nicht mehr arbeiten zu müssen, ohne dass es da wirkliche Gründe für gibt. Wenn ich zB lese, dass hier einige GS-Lehrerinnen sind, die sich haben sofort zu Beginn der Schwangerschaft ein BV aussprechen lassen, kann ich irgendwo nur noch den Kopf schütteln. Sowas und solche Ärzte werden es schuld sein, wenn so eine Erfindung wie das BV irgendwann nicht mehr existiert, weil es nicht mehr bezahlbar ist. Solche extrem wertvollen Erfindungen des Sozialstaates sind hohe Privilegien, die diejenigen schützen sollen, die das wirklich dringend brauchen. Dementsprechend sind meiner Meinung nach auch sehr hohe Anforderungen an ein BV zu stellen, damit es eben nicht ausgenutzt wird, wenn es auch anders geht. Deswegen finde ich es sehr begrüßenswert, wenn Ärzte da eben nicht vorschnell ein BV aussprechen, sondern wenn durchaus auch einmal daran erinnert wird, dass man schwanger, aber nicht krank ist und dass es nicht geht, wegen verhältnismäßig harmlosen Dingen ein BV zu bekommen.


Nochmals, ich verstehe wirklich, dass du dich in einer blöden Situation befindest, du hast ja hier nun auch gehört, dass sehr viele Frauen dumme Sprüche vom AG kennen und trotzdem arbeiten gehen müssen. Ich wette, wenn es so eine Erfindung wie das BV nicht gäbe, würden sich sehr viele Frauen diese Frage "bin ich noch belastbar, kann ich noch arbeiten gehen?" gar nicht stellen, denn dann müssten sie und dann wäre das auch so.

Mir ist jetzt auch nicht ganz klar, was ein BV an deiner räumlichen Situation ändern würde, du wärst doch dann trotzdem meistens ohne Partner? Bzw wird dann hier logisch weitergedacht, dass alle Frauen, deren Partner unter der Woche wonanders arbeiten müssen usw, direkt ein BV bekommen sollten?


Nee, Stress in der Schwangerschaft ist sicher etwas, was man wo es geht vermeiden soll. Aber bitte sag mir: Wer hat denn heute keinen Stress? Es soll hier auch Leute geben, die haben schon 2,3 Kinder zuhause, die auch auf eine Schwangerschaft keine Rücksicht nehmen, die haben auch Stress, aber denen hilft auch kein BV smile Und ich bin wirklich nicht der Meinung, dass man erst auf dem Zahnfleisch kriechen muss, bis man besser zuhause bleiben sollte, aber ich finde, man sollte diese Stress-Theorien auch nicht überschätzen. Es gibt ja zB sehr seriöse Studien, die klar aufzeigen, dass es eben keinen wissenschaftlich herstellbaren Zusammenhang zwischen Erfolg einer KiWuBehandlung und der Gestresstheit der Mutter gibt. Wie gesagt, wer schon 2 kleine Kinder zuhause hat, der wird nochmal ein ganz anderes Stress-Level kennen, und es wäre sicher sehr weit hergeholt, wenn man sagt, das würde dann zu einer FG führen.




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