Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    ICSI bei normalem Spermiogramm: Nicht sinnvoll neues Thema
   Niedriger AMH: lohnt sich eine Insemination?
   Warum muss eine Mutter ihr Kind adoptieren?

  Wie lange Metformin?
avatar    Varis
schrieb am 25.06.2010 19:06
Guten Abend,
laut Embryotox sollte man Metformin nach dem 1. Trimsester absetzen und ggf. durch Insulinspritzen ersetzen. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Wie lange habt Ihr Metformin genommen/ Wie lange sollt Ihr es nehmen?
traurig Ich habe überhaupt keine Lust auf Insulinspritzen, weil ich ein wahnsinnig impulsiver Mensch bin. Nur noch nach Plan und nicht mehr nach Gefühl essen zu können, würde mich verrückt machen (bzw. kann ich das gar nicht einhalten traurig ) Ich komme mit Metformin+Bauchgefühl super klar und nehme Stück für Stück ab.


  Re: Wie lange Metformin?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 25.06.2010 19:55
Hallo Varis,

ich kann dir da nur raten, dich an eine Fachabteilung Endokrinologie zu wenden. Diese Abteilungen gibt es meist bei größeren Krankenhäusern und Unikliniken. Die Ärzte dort sind richtige Spezialisten was Diabetes, Schwangerschaft, Stoffwechsel etc... angeht. Sie werden dort dein Blut viel intensiver untersuchen und du bekommst dort dann eine genau für dich festgelegte Medikation.
Das Problem ist, viele Praxis-Ärzte "dürfen" einfach nicht Metformin verschrieben, da es rechtlich für die Schwangerschaft kontraindiziert ist. Es ist nicht für Schwangerschaft zugelassen, so dass bei evtl. Nebenwirkungen immer die Haftungsfrage bleibt. Die Unikliniken haben da viel mehr Möglichkeiten ein Medikament zu verschreiben.

Lg


  Re: Wie lange Metformin?
avatar    Cherryflower
Status:
schrieb am 25.06.2010 20:04
Äh, mal eine Frage: Warum nimmst du denn Metformin? Wenn du es wegen PCOS nimmst, brauchst du doch kein Insulinspritzen wenn du es absetzt Ich hab ne Frage

Metformin ist in der Schwangerschaft nicht zugelassen, einige KIWUs sind aber so kulant es der Patientin zu verschreiben, wenn sie es auf eigenen Wunsch nehmen will. Man muss in der Regel trotzdem unterschreiben, dass man es auf keinen Fall nimmt in der Schwangerschaft (machen die Kliniken so, um sich abzusichern).
Ich habe mich nach dem lesen mehrerer Untersuchungen (Studien ist bei den meisten etwas zu hoch gegriffen, sind ja größtenteils Beobachtungen) dafür entschieden, es auf eigenen Wunsch zu nehmen. Habe es in der 12. und 13. Woche ausgeschlichen. Es gibt einige, die es sogar noch länger (bis fast zur Geburt nehmen), um einen SS-Diabetes vorzubeugen.
Ich habe PCOS mit leichter Insulinresistenz, eine Bekannte hat PCOS mit ausgeprägter Isulinresistenz. Wir sind beide schmal-normalgewichtig. Sie hat ein metforminähnliches Präparat genommen und keinen SS-Diabetes bekommen und ist jetzt in der 27. Woche. Ich habe Metformin genommen und SS-Diabetes bekommen. Spritzen muss ich bisher trotzdem nicht, nur Diät essen.

Hoffe, das hilft dir weiter.
LG
Cherry

PS: Wenn du Metformin wegen Diabetes nimmst, solltest du unbedingt mit deinem Diabetologen darüber reden! Und wenn du eine Insulinresistenz hast, egal ob du Met nimmst oder nicht: Mach relativ früh den OGTT um SS-Diabetes auszuschließen oder vorzubeugen!


  Re: Wie lange Metformin?
avatar    warmaleinmuppet
Status:
schrieb am 25.06.2010 20:53
ich würd mit einem facharzt reden, der wirklich erfahrung mit metformin etc. hat. ich sollte bis zur 36. woche durch nehmen, damals sagte embryotox noch absetzen ab positivem test, bis zu denen war das noch nicht vorgedrungen, meine ärztin hat aber einen prof. für endokrinologie aus einer kiwu-klinik gefragt, der eindeutig zur weitereinnahme riet. es sind keine erhöhten fehlbildungen unter metformin bekannt, aber trotzdem ist es auf eigenes risiko. meine ärztin war aber sehr deutlich, dass ich es nicht absetzen sollte.
trotzdem, bitte solch komplexe medizinische fragen immer mit erfahrenen fachärzten klären ggf. den auch nochmal informieren lassen!


  Werbung
  Re: Wie lange Metformin?
avatar    Everlasting_Fantasy
Status:
schrieb am 25.06.2010 21:56
Habe es damals schon wärend der kiwu Behandlung durch Langzeitinsulin ersätzen lassen, da die Einstellung etwas dauert. Hatte auch PCO aber Metformin hat da nichts gebracht, hab das wegen meinen Diabetes2 genommen. Würde zum Diabetologen gehen und dich auf Insulin umstellen lassen. Die Umstellung auf Langzeitinsulin ist am schonensten, mit normalen Insulin gibt es häufiger Probleme mit Unterzuckerung etc. aber lass dich da mal beraten was für Dich am besten ist.

@Cherryflower: Metformin ist (zumindest in Deutschland) nicht zugelassen für die reine Behandlung von PCO und darf nur verschrieben werden bei Diabetes... aber schwarze Schafe gibts sicherlich...

Liebe Grüsse


  Re: Wie lange Metformin?
avatar    warmaleinmuppet
Status:
schrieb am 25.06.2010 22:00
naja, es ist ein off-label-use, aber nicht verboten. es zahlt nur keine kasse, außer man hat diabetes. ich musste übrigens nichts unterschreiben und habe weiter meine rezepte bekommen. inzwischen ist aber laut www.pco-syndrom.de metformin das erste mittel der wahl bei PCOS. die fehlgeburtsrate soll unter metformin auch sehr stark vermindert sein (ich meine 67% ohne behandlung, 26% mit behandlung, also fast auf normalem niveau).


  Re: Wie lange Metformin?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 25.06.2010 23:08
Ich habs bis zur 20. Woche ausgeschlichen in der ersten Schwangerschaft - danach hatte ich dann quasi sofort die Diagnose "SS Diabetes" - obs jetzt nur Schwangerschaft bedingt war ist nicht so klar - ich würde mir schnell einen guten Diabetologen suchen und mich beraten lassen ....


  Re: Wie lange Metformin?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 26.06.2010 08:08
Ich habe es gerade erst ausgeschlichen.

Bin teilweise auch echt überrascht, was ich hier lese.
Ich musste nichts unterschreiben, habe bis auf die Rezeptgebühr keine Kosten tragen müssen und habe keine Diabetes.

Aber Metformin in der schwanger und auch davor bei PCOlerinnen scheint noch ein sehr "gespaltenes Thema" zumindest in Deutschland zu sein.
Die einen sagen so, die andren so und ein Dritter rät wieder zu etwas ganz anderem.


  Re: Wie lange Metformin?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 26.06.2010 10:06
@ iceblue: diesmal habe ich es ja nicht genommen aber bei meiner Großen hatte wirklich JEDER Arzt dazu eine eigene Meinung - ich habe dann schlußendlich gemacht was cih wollte weil mir keiner sagen konnte was denn jetzt richtig sei und was nicht....


  Re: Wie lange Metformin?
avatar    marsala**
Status:
schrieb am 26.06.2010 11:24
mir wurde auch gesagt, daß ich es in der schwangerschaft sofort absetzen soll. der endo meinte das und ich hab in der uni essen nachgefragt, die hat längere zeit die pco-studie durchgeführt. da müssen die schwangeren auch sofort aufhören.


  Re: Wie lange Metformin?
no avatar
   schnaeckchen
Status:
schrieb am 26.06.2010 20:47
Hallo ihr Lieben,

ich habe mein Metformin auch sofort abgesetzt nach ärztlicher Rücksprache mit der Endo! Meine Übelkeit wurde dann auch erst etwas besser! Ich glaube, dass es hier geteilte Meinungen gibt und es wird nichts richtig oder falsch sein, da es hier in Deutschland keine einschlägigen Erfahrungen bzw. Beobachtungen gibt! Leider!!!


  Re: Wie lange Metformin?
avatar    Varis
schrieb am 26.06.2010 21:43
Danke für Hilfe und Erfahrungsberichte, Ihr Lieben! Auch wenn es so vielschichtig war, wie befürchtet zwinker

Wir haben in Braunschweig leider keine Unikinik, nichtmal irgendeinen (gynäkologischen) Endokrinologen. Dafür müsste ich nach Hannover fahren :/ Mal schauen, was die Frauenärztin (die selber sagt, sie habe keine Ahnung von gyn. Endokrinologie traurig ) sagt.

@Cherryflower: Ich nehme das Metformin wegen einer nachgewiesenen Insulinresistenz (bei vmtl. PCOS). Mir ist klar, dass ich (zum Glück!) nicht zwingend Schwangerschaftsdiabetes bekommen werde und ich habe mir auch schon überlegt, dass ich auf jeden Fall einen oGTT machen lassen will smile

@ex_fee: Bei dem gynäkologischen Endokrinologen (einem Frauenarzt), bei dem ich vor meinem Umzug jahrelang in Behandlung war, habe ich das Metformin wegen Insulinresistenz auf Kassenrezept bekommen. Es hängt meines Wissens von der Einzelfallbegründung ab, die der Arzt liefert und es ist für den Arzt umständlicher/riskanter. Ich vermute, dass es deswegen die meisten Ärzte gar nicht erst versuchen. Nach meinem Umzug bin ich gleich in die KiWu-Klinik, dort muss ich es privat bezahlen.

smile




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2020