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  Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
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   Kubi
schrieb am 13.06.2010 20:22
Erst mal der "Ausgangsbeitrag"

So, dann um mal nicht den Beitrag der Fu zuzumüllen.

Also. Ich hab mich auch nicht angegriffen gefhlt.
Jeder seine Meinung... (auch mir meine zwinker)

So, WENN bei der Geburt irgendetwas passiert oder wenn das Kind eine Behinderung hat, die bei einer FWU nicht erkannt hat, dann kann ich nichts machen.
Und ja, ich würde das Kind behalten.
ABER wenn von vornherein (und ich plädiere so früh wie möglich alles zu untersuchen) feststeht, es ist behindert.... dann....

Selbst wenn das Kind gesund auf die Welt kommt, dann kann es durch einen Unfall schwer behindert werden.
Dann dürfte ich mein Kind nicht schwimmen lassen gehen, ich dürfte es nicht in die Nähe von Treppen lassen, ich müsste alle Schränke/Regale und co an die Wand schrauben.
Ich dürfte nicht mit dem Auto fahren......

Wenn ich soooooooo besorgt bin, dann darf ich keine Kinder bekommen, richtig. Aber dann kann ich mich auch gleich umbringen, denn wie gefährlich ist das Leben??
Urlaub? zu gefährlich.
Spazieren gehen? zu gefährlich, man bedenke die Zecken und die ganzen KRankheitserreger die in der Luft sind.
Einkaufen. um gottes Willen. Was da an Bakterien lauern.
Impfen. Hilfe, wehe, da wird man noch kranker von....


Man kann nicht jedes Risiko ausschließen. Aber man kann sich schützen. Man schnallt sich im Auto ja auch an....
Weil man nicht will, dass was passiert.
Man kauft doch einen guten Kindersitz um sein Kind zu schützen. Oder?

Aber wenn man von vornherrein und das auch noch recht früh ( also ich finde 12/13 SSW rech früh, da gehen noch viele Schwangerschaften von alleine ab) weiß, dass das Kind alleine nicht überleben würde............

Ich hab auch beim ersten gesagt: egal obs behindert ist oder nicht, das bekommen wir hin.... aber jetzt hab ich noch die Verantwortung für ein großes Geschwisterchen. Und ich möchte das "Risiko" so gering wie möglich halten. Mit den Mitteln, aber auch, dass ich z.B nie daheim entbinden wollte oder im Geburtsthaus, einfach um unter der Geburt alles tun zu können...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.10 20:27 von Kubi.


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
avatar    Mrs.Z
Status:
schrieb am 13.06.2010 20:33
Öhm..gab es da schonmal einen Beitrag der geschlossen wurde ?
Dann muss man natürlich einen neuen aufmachen ?

Ich denke jeder hat seine Meinung dazu und jeder eine andere .. interessiert keinen Mensch .. man hofft das man nie ernsthaft darüber nachdenken muss.


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
no avatar
   Kubi
schrieb am 13.06.2010 20:36
dann les bitte den Ausgangsbeitrag.
Wenn dieser geschlossen wird ok, aber es wurde eine ersthaft interessierte Frage gestellt ( hatte ich zumindest den Eindruck) und ich wollte die Antwort nicht schuldig bleiben.
Niemand MUSS hier schreiben....


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
avatar    milka2266
schrieb am 13.06.2010 20:46
Zitat
Kubi
dann les bitte den Ausgangsbeitrag.
Wenn dieser geschlossen wird ok, aber es wurde eine ersthaft interessierte Frage gestellt ( hatte ich zumindest den Eindruck) und ich wollte die Antwort nicht schuldig bleiben.
Niemand MUSS hier schreiben....

das würden wir ja gerne ... also sarahz und ich .... aber wir kennen den ausgangsbeitrag nicht .....

musste dich ja nicht gleich angegriffen fühlen .... sondern einen link hier rein setzen ....

würde einiges erleichtern


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  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
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   dianas35
schrieb am 13.06.2010 20:55
Kubi

da gebe ich dir vollkommen recht wenn man von vorherrein weiss das man es nicht schaffen würde mit einem behinderten kind umzu gehenn und auch noch weiss das es vieleicht nur sehr geringe lebenschancen hat würde ich auch sagen dann lieber gleich abtreinben lassen davor solche kinder leiden müssen und in heimen aufwachsen müssen ,behinderte kinder brauchenb aehr viel lebe und zuwendung und dis ein leben lang diese kinder ziehen nicht einfach von zu hause aus sie brauchen dich meist ein leben lang und ja es muss auch an vorhandene geschwister gedacht werden .habe selber ein autistisches kind daheim der nun endlich gut in der schule betreut wird und 2 behindertte schwestern

ich selber lasse keine untersuchungen machen da es bei und nicht genetisch bedingt ist .und ich auch damit umgehen kann wenn es wirklich passieren würde was man ja nie hofft


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
avatar    gwendoline249
Status:
schrieb am 13.06.2010 20:56
hui, da haste dich aber auf dünnes eis gewagt zwinker
solche themen arten immer gerne aus boxen


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
no avatar
   Kubi
schrieb am 13.06.2010 20:56
Sorry, da habt ihr recht. den hat er nicht genommen.....

[www.wunschkinder.net]
Also versuch 2.


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
avatar    Chichi
Status:
schrieb am 13.06.2010 20:57
@Kubi: Das ist super. Ganz genau so sehe ich das auch und so habe ich es auch in dem Beitrag geschrieben. Es passieren im Leben so viele Schicksalschläge, unerwartet, mit dem man klar kommen MUSS, aber ansonsten hat man die Möglichkeit zu entscheiden wie man leben möchte. Dafür verurteile ich niemandem. Weder die, die ein krankes Kind von vornerein behalten würden (habe eher Hochachtung vor solche Menschen), noch für die, die es nicht bekommen würden.

Bei meinem 1. Kind habe ich eine FU machen lassen und hätte diese Kind nicht bekommen wenn es eine Behinderung gehabt hätte... Bei ihrer Geburt hatte sie einen Sauerstoffmangel und musste 4 Minuten lang reanimiert werden... Gottseidank ist alles gut gegangen und sie hat sich super entwickelt. Wäre das Nicht der Fall gewesen, hätte ich sie selbstverständlich nicht einfach abgegeben, denn da habe ich sie schon geliebt... Natürlich liebt man sie vorher schon, aber danach hist es einfach ein unbeschreibliches Gefühl und man würde sie für NICHTS auf der Welt wieder hergeben, egal wie krank oder gesund sie sind.

Nun haben wir vor 2 Wochen bei meiner Tochter, nachdem sie über 6 Monate lang immer wieder Schmerzen in den Gelenken hatte, die Diagnose chronische juvenile arthritis bekommen... die Arme wird immer Tabletten nehmen müssen, physiotherapie machen und eingeschränkt in einigen Sachen wird sie auch noch sein...
Hätte ich DIESE Diagnose vor ihrer Geburt gewußt, hätte ich sie trotzdem bekommen, genauso wenn ich wüßte einer meiner Kinder würde ein Bein oder einen Arm fehlen, aber Down-Syndrom oder offener Rücken würde ich keins meiner Kinder zumuten wollen.

P.S.: soviel ich mitbekommen habe würde sogar darum gebeten einen neuen Thread dafür zu eröffnen, oder täusche ich mich?

lg und einen schönen Abend noch

Chichi


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
no avatar
   Verani
schrieb am 13.06.2010 21:16
Oh ja, da ist er ja der Threadwinkewinke

Danke für die Eröffnerin.

lg
V.


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
avatar    Looney
Status:
schrieb am 13.06.2010 21:32
Manchmal muss man erst selber in eine bestimmte Situation gesteckt haben um wirklich mitreden zu können.
Bei meiner 1. Schwangerschaft habe ich einen kleinen Vorgeschmack bekommen was ist wenn plötzlich nicht mehr alles in Ordnung ist. Bin einige Wochen durch die Hölle gegangen bis man mir sagen konnte, dass das Kind zur größten Wahrscheinlichkeit doch gesund ist und keine Behinderung hat. Diese Zeit hat mein Denken und Meinung ganz schön verändert muss ich sagen...


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
no avatar
   Verani
schrieb am 13.06.2010 21:42
Ich habe meine Hochachtung für die Frauen/Paare, die auch ein behindertes Kind annehmen! Ihr habt meinen vollsten Respekt.
Ich hatte einen Exfreund, der noch verheiratet war, mit der Frau hatte er ein spastisch gelähmtes Kind. Seine Frau kann niemals mehr ein "normales" Leben führen, niemals mehr arbeiten gehen und mein Ex konnte bzw. kann sich aus moralischen Gründen nicht trennen. da sie seine volle Unterstützung braucht. Sie alleine würde eingehen. Damals zerbrach unsere Beziehung letztendlich daran. Er ist nachdem es 15 Jahre mit uns Schluss ist immer noch mit ihr zusammen. Damals war das Kind erst 2 Jahre alt und jetzt ist mittlerweile 17 Jahre, sitzt im Rollstuhl, hat 5 Anwendungen in der Woche, viele Krankenhausaufenthalte hinter sich und das bleibt so das Leben lang. Die Ursache ist wohl eine Hirnblutung im Mutterleib gewesen oder sowas.
Dies ist nun eine Behinderung welche vorkommen kann ohne dass man sie in einer pränatalen Untersuchung feststellen kann. Also auch mir kann das passieren. Oder ähnliches, auch ein Unfall, oder ich stürze mit dem Baby die Treppe runter oder sonst was; möchte mir nicht alles Ausmahlen. Und ehrlich gesagt, ich mache mir darüber erst Gedanken, wenn dies der Fall sein sollte. Das kann man nicht vorhersehen, aber man kann durch pränatale Diagnostik schon so einige schon im Mutterleib vorhandene Diagnosen feststellen und dann danach handeln. Frauen die ein behindertes Kind annehmen, brauchen so eine Untersuchung nicht.

lg
V.


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
no avatar
   blahblah
Status:
schrieb am 13.06.2010 21:42
Inwieweit, Looney? Es ist ja wahr, dass man wohl die Entscheidung erst treffen kann, wenn man akut davon bedroht ist.


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
avatar    Looney
Status:
schrieb am 13.06.2010 21:54
Zitat
blahblah
Inwieweit, Looney? Es ist ja wahr, dass man wohl die Entscheidung erst treffen kann, wenn man akut davon bedroht ist.

Ich habe festgestellt, das ein Kind mit Downsyndrom doch nicht soo schlimm wäre wie ich vorher immer dachte, ich fing an zu verstehen warum Eltern trotzdem glücklich werden können.
Und ich habe gemerkt, das ich niemals einen Abbruch hätte vornehmen lassen können, hätte mein Kind entscheiden lassen wie lang es bleiben kann auch wenn ich selber dran kaputt gegangen wäre.
Und vorallem bin ich bei diesen sensiblen Thema toleranter geworden und kann niemand für seine Empfindungen, Erfahrungen oder Gedanken verurteilen.


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 13.06.2010 21:59
meine tante und mein onkel haben ihren sohn zurückgelassen, als sie starben, mit über 70. er ist über 50. er kann "nur" nicht lesen und rechnen, er ist "nur" ein bisschen dümmer als die anderen schweigen aber es ist ein drama traurig denn er hat keine geschwister, niemanden mehr. er ist im heim.

was wäre, wenn ein kind - zumal einer alleinerziehenden mutter - noch viel schwerer behindert wäre??

das will alles gut GEPLANT sein. überlegt. bedacht. vorbereitet.

nicht jede schwangerschaft endet GLÜCKLICH. nein, ein hoher prozentsatz der kinder hat IRGENDWAS. und einige haben auch was schlimmes.

hier, im forum der glückseeligkeit, will das keiner lesen, hören, sehen, einkalkulieren.

wer nicht ein behindertes kind hat oder in der verwandtschaft eines hat, der wird das nicht wirklich verstehen - bis zu dem moment, wo er/sie selber in diese situation kommt.

ich wünsche allen eine glückliche schwangerschaft - und problemlose geburt - und dann auch noch ein bis an euer lebensende gesundes kind.

winken


  Re: Zum Thema: "Abtreiben bei Behinderung"
avatar    Chinagirl
Status:
schrieb am 14.06.2010 09:07
Zitat
Looney
Ich habe festgestellt, das ein Kind mit Downsyndrom doch nicht soo schlimm wäre wie ich vorher immer dachte, ich fing an zu verstehen warum Eltern trotzdem glücklich werden können.
Und ich habe gemerkt, das ich niemals einen Abbruch hätte vornehmen lassen können, hätte mein Kind entscheiden lassen wie lang es bleiben kann auch wenn ich selber dran kaputt gegangen wäre.
Und vorallem bin ich bei diesen sensiblen Thema toleranter geworden und kann niemand für seine Empfindungen, Erfahrungen oder Gedanken verurteilen.

Das sehe ich ganz genauso!

Wir sind in der ersten Schwangerschaft auch wochenlang durch die Hölle gegangen, weil wir schon ziemlich früh wußten, daß mit einem unserer Zwillinge was nicht stimmt. Wir haben gehofft und gebangt, und mußten zusehen, wie das Wasser in dem kleinen Körper jede Woche mehr wurde. Wir haben mit Ärzten gesprochen, ob man die beiden nicht schon in der 24. SSW holen könnte, um dem Zwilling zu helfen, wir haben alles durchgekaut, aber eine Abtreibung wäre niemals in Frage gekommen, auch nicht, wenn es nur ein Baby gewesen wäre.

Ich habe das Internet umgekrempelt und für alle möglichen Behinderungen das Krankheitsbild rausgesucht, womit muß man rechnen, was kann alles auf einen zukommen, für uns war von Anfang an klar, wenn dieses Kind lebend auf die Welt kommt, dann WILL es leben, und wir werden es annehmen, so wie es ist.

Wir haben jahrelang um dieses Baby gekämpft, haben Tränen vergossen bei jedem "negativ", haben in der Schwangerschaft nach jedem US gewußt, es kann für dieses Baby nicht gut ausgehen, es war die schlimmste Zeit meines Lebens nach meiner Kindheit, sowas prägt. Unser Mädchen wäre schwerstbehindert gewesen, das ist sicher, leider wissen wir bis heute nicht, was sie hatte, die Natur hat das in der 20. SSW selbst geregelt, nach der Geburt wurde sie zwar untersucht, aber es wurde nichts gefunden. Ich habe die Kleine gespürt, sie hat mich getreten, sie hat gelebt, so lange sie konnte, länger als alle Ärzte vorausgesagt hatten. Und ich habe nur noch geheult, als sie gestorben war, auch wenn ich wußte, daß das Leben mit ihr nicht einfach geworden wäre.

Auch beim jetzigen Kind wäre eine Abtreibung niemals in Frage gekommen, zum Glück sieht es so aus, als ist alles in Ordnung, sicher wissen wir es ja erst in ein paar Wochen.

Niemand sollte dafür verurteilt werden, wenn er sagt, ich kann nicht mit einem behinderten Kind leben. Die Belastungen können verdammt groß sein, bis man daran zerbricht. Die Situation ist bei jedem anders, es gibt kein schwarz und kein weiß, sowas kann nur jeder allein für sich entscheiden, in jedem Fall neu, und man muß sein ganzes restliches Leben mit der Entscheidung leben, egal wie sie ausfällt, das kann schon schwer genug sein!




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