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  Vorbereitung aufs Stillen
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   simona71
schrieb am 02.12.2009 11:37
Hallo!

Ich schreibe Euch mal ein paar Dinge rund ums Stillen auf. Vielleicht könnte man das ja anpinnen? Was meint Ihr?

Haut mich bitte nicht, wenn Ihr nicht stillen wollt (oder könnt, z.B. bei Einnahme bestimmter Medikamente). Jede muss das für sich entscheiden. Mir geht es nur darum, denen ein paar Tips (und Argumente) zu geben, die stillen möchten und/oder unsicher sind.
Warum ich das hier poste? Weil man sich schon in der Schwangerschaft aufs Stillen vorbereiten sollte.

Erst mal die Tips:

1. Wir laufen mit BH und weichen Klamotten rum, ganz anders als unsere Vorfahren. Da sind die Brustwarzen nicht gerade abgehärtet. Das kann die Brustwarzen vorbereiten: Öfter mal den BH weglassen, vor allem gegen Ende der Schwangerschaft. Und die Brustwarzen nicht eincremen.

2. Nach Möglichkeit in einem stillfreundlichen Krankenhaus entbinden und eine gute Hebamme oder Stillberaterin haben, die berät und ermutigt.

3. Cool bleiben und stur weiterstillen, wenn das Baby nach der Geburt erst mal etwas abnimmt. Das ist in gewissem Rahmen normal. Die Ärzte wissen das auch, Angehörige nicht immer... Naürlich soll man nicht gegen ärztlichen Rat handeln, sondern sich einfach nicht verrückt machen, wenn z.B. die Schwiegermutter rumkritisiert.

4. Wer zufüttert, fängt an abzustillen.

5. Genug trinken, wenn man stillt (Wasser). Das heißt, trinken, wenn man durstig ist.

6. Gerade zu Beginn des Stillens, wenn die Milch einschießt oder bei Stress, kann es zum Milchstau kommen. Das ist zumindest unangenehm, kann aber auch richtig schlimm werden. Auflagen mit Quark helfen: Feuchtes Tuch auf die Brust legen. Quark drauf. Mit trockenem Tuch abdecken. Außerdem ist es bei einem Milchstau wichtig, das Baby so trinken zu lassen, dass sein Kinn auf die schmerzende Stelle weist. Vor dem Stillen kann die Brust angewärmt werden, um den Milchfluss zu fördern: warm Duschen oder warmes Kirschkernkissen auflegen.

7. Sollten die Brustwarzen doch mal wund sein: Nach dem Stillen etwas Muttermilch darauf verreiben und trocknen lassen. Alternativ: Lanolin (Wollfett) nach dem Stillen auftragen.

8. Ruhe und eine bequeme Position beim Stillen, besonders am Anfang.

9. Literaturtip: "Das Stillbuch" von Hannah Lohtrop. Das Buch ist allerdings in einigen Punkten veraltet. Es gibt auch neuere Literatur zum Thema.

10. Selbstbewusst sein und auf den eigenen Instinkt hören! Es laufen ganz viele Bedenkenträger rum. Man selbst ist natürlich auch unsicher, wenn man das erste Kind erwartet. Es ist aber normal und nicht die Ausnahme, dass das Stillen klappt (sonst wäre die Menscheit wohl schon ausgestorben...). Ach ja, die Größe der Brust hat rein gar nichts mit der von ihr produzierbaren Milchmenge zu tun smile

Zitate:
"Das Beste ist, wenn das Kind immer wieder angelegt wird, auf keinerlei Zeiten oder ähnliches achten. Wenn man häufig anlegt und nach Bedarf füttert dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Milchstaus geringer. Zudem fällt der Milcheinschuss nicht so schmerzhaft aus. Wenn es anfangs nicht klappt, nicht aufregen oder aufregen lassen. Viele Kinder sind nach der Geburt erst einmal fertig. Deshalb bringen sie ja Fettdepots mit! Sie dürfen also ein wenig abnehmen, das ist nicht weiter schlimm. Wird es zu viel, muss man zufüttern. Auch da würde ich mich an erfahrene Stillberater wenden, die wissen am Besten wie man das macht. Man kann beispielsweise abpumpen und mit einem Löffelchen zufüttern. So entsteht keine Saugverwirrung. Und trotzdem viel anlegen natürlich." kjoi

"Das wichtigste ist, auf seinen Instinkt zu hören. Jeder will einem da reinreden und da muss man einfach mal auf stur schalten." Regenwetter

"und wenn die brust mal gar zu sehr voll war hab ich zur vorbeugung einer entzündung beim stillen bh aufgemacht, handtuch zur 2. seite gehalten, da wird ganz ordentlich der überdruck abgebaut und man hälts bis zur nächsten mahlzeit auch auf der 2. seite aus.....
viel erfolg an alle die Stillen möchten und an alle die mutlos sind: sucht euch eine sehr gute hebamme, die auch zur nachbetreuung zu euch nach hause kommt. das leider behinderte mädchen meiner schwester war wegen herzfehler am anfang zu schwach, und die extrem geduldige hebamme hat meine schwester stundenlang geholfen und ermutigt, bis es letztendlich geklappt hat. diese hebamme meinte auch, daß es mit genug geduld immer klappen würde...... " aiti





In unserer Gesellschaft war das Stillen lange aus der Mode und daher gibt es auch keine richtige "Still-Tradition" mehr. Zum Füttern mit Fertignahrung gibt es deshalb noch immer mehr Erfahrungsberichte als zum Stillen. Unseren Müttern wurde noch oft vom Stillen abgeraten - aus "medizinischen" Gründen. Eine Mode-Sache....

Daher hier die Argumente fürs Stillen:

1. Die WHO empfiehlt, Kinder 2 Jahre lang zu stillen, davon 6 Monate voll. Davon sind wir in Mitteleuropa üblicherweise sehr weit entfernt...

2. Es ist für das Kind das Gesündeste (gut für die Imunabwehr, gut gegen Allergien usw.). Die Zusammensetzung ist immer auf der Entwicklung des Kindes angepasst.

3. Gestillte Babys lutschen weniger am Daumen und haben weniger Kieferfehlstellungen.

4. Die Milchmenge passt sich den Bedürfnissen des Kindes automatisch an. Wird das Kind nicht satt, legt man öfter an. Nach ca. 2 Tagen passt die Menge dann wieder.

5. Stillen ist gut für die Rückbildung. Beim Stillen wird ein Hormon ausgeschüttet, dass die Gebährmutter veranlasst, sich zusammenzuziehen.

6. Stillen ist gut für die Figur. Beim Stillen wird viel Energie verbraucht. Die Fettpolster, die der Körper in der Schwangerschaft (oder davor) angelegt hat sind zumindest zum Teil Depots fürs Stillen. Sie verschwinden durchs Stillen. Dafür muss man aber länger stillen als nur 4 oder 6 Wochen.

7. Die Brust verändert sich durch die Schwangerschaft. Das ist so, egal ob man stillt oder nicht. Wenn man lange stillt, wird man das der Brust nach dem Abstillen auch ansehen. Die Brust erholt sich aber meist wieder.

8. Stillen ist praktisch. Man hat immer alles dabei. Richtig temperiert, gut verpackt und keimfrei. Das macht unabhängig.

9. Stillen macht die Nächte ungestörter. Wenn man das Baby bei sich im Bett hat (klar, mag nicht jeder), dann muss man nachts gar nicht mehr richtig wach werden: Man dreht sich nur im Halbschlaf um und das Baby bedient sich.

10. Stillen gibt dem Baby viel Körperkontakt und stärkt die Bindung zwischen Mutter und Kind.

11. Stillen reduziert das Brustkrebsrisiko.




Vielen Dank an Erdnkubbel, Regenwetter, aiti, Kerstin73, kjoi!!! Eure tollen Tips und Hinweise habe ich oben eingepflegt bzw. habe ich mir erlaubt, Euch zu zitieren.


9 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.12.09 18:11 von simona71.


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
no avatar
   beginner
schrieb am 02.12.2009 11:41
Super!! Vielen Dank!
Das wär toll, wenn es oben angepinnt werden könnte!!


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
avatar    leocat78
Status:
schrieb am 02.12.2009 11:56
Danke, das ist alles gut zu wissen. Ich hab mir noch nie die Brustwarzen eingekremt. Macht man das gewöhnlich? Bodylotion kommt bei allenfalls auf den obenen Teil des Dekoltees... *grins*
Ich hoffe ja, dass das bei mir klappt - leider hab ich in der Verwandtshaft nicht eine Frau, bei der das Stillen geklappt hat (immer aus medizinischen Gründen, nicht wegen "nicht wollen". Die letzte ist meine 90jährige Oma - und die kann sich nicht wirklich erinnern, wie sie sagt. Also zumindest nicht in dem Maße in dem es informativ wäre...


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
avatar    Bunny28
Status:
schrieb am 02.12.2009 12:23
Hätte da noch einen Punkt.

Wenn die Brustwarzen etwas mitgenommen sind, dann mit Lanolin eincremen.
Lanolin ist Wollfett und super dafür.
Muss nicht abgewaschen werden, nur ein bisschen wegwischen vorm Stillen, da
sonst das Baby die Warze nicht richtig ansaugen kann.

Zum abhärten,
BH ausziehen!!! Zumindest zuhause.

Muttermilch ist gut als Badezusatz und für Baby´s Haut


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  Re: Vorbereitung aufs Stillen
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   Regenwetter
Status:
schrieb am 02.12.2009 12:30
Super Beitrag!

Nur vom Brustwarzen abhärten halte ich persönlich nichts. Habe ich auch nicht gemacht. Gut, ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, meine BW einzucremen...
Ich hatte kaum wunde Brustwarzen ohne Abhärtung und wehgetan hat es auch nicht. Ist natürlich ungewohnt, wenn da auf einmal jemand mit vollem Einsatz dran saugt, aber Schmerzen sind m.E. etwas anderes.

Ich finde, das wichtigste ist, auf seinen Instinkt zu hören. Jeder will einem da reinreden und da muss man einfach mal auf stur schalten.


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
avatar    Bunny28
Status:
schrieb am 02.12.2009 12:35
Vorher würd ich sie auch nicht eincremen.

Meine Hebi hat mir das Wollfett mitgebracht, weil sie schon ganz rot waren und echt weh taten.
Aber vorher nicht, da werden sie nur weich und anfällig.


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
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   aiti
schrieb am 02.12.2009 12:39
ein weiterer tipp gegen wunde brustwarzen in der stillzeit: die letzten reste muttermilch verstreichen und trocknen lassen ist immer noh die beste medizin!

und wenn die brust mal gar zu sehr voll war hab ich zur vorbeugung einer entzündung beim stillen bh aufgemacht, handtuch zur 2. seite gehalten, da wird ganz ordentlich der überdruck abgebaut und man hälts bis zur nächsten mahlzeit auch auf der 2. seite aus.....

viel erfolg an alle die Stillen möchten und an alle die mutlos sind: sucht euch eine sehr gute hebamme, die auch zur nachbetreuung zu euch nach hause kommt. das leider behinderte mädchen meiner schwester war wegen herzfeehler am anfang zu schwach, und die extrem geduldige hebamme hat meine schwester stundenlang geholfen und ermutigt, bis es letztendlich geklappt hat. diese hebamme meinte auch, daß es mit genug geduld immer klappen würde......

viel glück und freude in der stillzeit!


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
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   Funnydani
schrieb am 02.12.2009 13:02
Mittlerweile wird von dem "Abhärten" im Vorhinein schon abgeraten. Schließlich hat man das früher auch nicht gemacht (zb. vor dem 2. Weltkrieg, wo die Frauen durchaus schon BHs trugen, aber sie hätten dich ausgelacht wenn du mit "abhärten" gekommen wärst).

Ich denk mir, die Reibung im BH härtet viell schon genug ab - die hatten unsere Urahnen zb. nicht - alles andere ist wohl überflüssig. Schließe mich da Regenwetter an.

Habe die Brustwarzen, da extrem trocken, jetzt öfter mal mit eingeölt (Frei Öl für Schwangere), lasse das jetzt aber, schließlich kann ich das in der Stillzeit ja auch nicht mehr machen, spätestens da müssen die Brustwarzen das ohne abkönnen. Ich hoffe, die Drüsen kommen endlich mal in Gang dass die Warzen dadurch "geschmeidig" gehalten werden. viell hat das einölen das bis jetzt auch verhindert.

LG

Funny


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
avatar    Kerstin73
Status:
schrieb am 02.12.2009 13:22
dein Beitrag ist zwar toll aber in einigen Dingen nicht richtig.

zu 1. Ein abhärten der Brustwarzen erfolgt heute in der Regel nicht mehr. Es ist ausreichend zum Ende der Schwangerschaft mal ohne BH zu laufen, mehr sollte man nicht tun. Eine zu starke Reibung der Brustwarzen kann bei empfindlichen Frauen Wehen auslösen und es sollte keine Frühgeburt gefördert werden. Alle die falsch gelesen haben - VOR der Entbindung auf keinen Fall die Brustwarzen eincremen, die werden nach der Entbindung zu schnell wund.

zu 3. Diesen Punkt kannst du wirklich nicht so stehen lassen. Eine Gewichtsabnahme von bis zu 7% ist ok alles was drüber ist fordert ein Handeln und man muss sich zumindest das Stillmanagement der Mutter ansehen. In einigen Fällen ist bereits ein Zufüttern notwendig um das Kind nicht zu gefährden.

5. Trinken nach Durstgefühl reicht aus, mehr muss es nicht sein. Eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr schwemmt unter Umständen aus und hat somit einen negativen Effekt auf die Milchbildung. Die Wirkung von Stilltees ist im übrigen nicht erwiesen. Es gibt Frauen da hilft der kein bischen. Eizig Bockshornkleesamen hat eine nachgewiesene positive Wirkung.

6. Vor dem Anlegen ist in diesem Fall ein anwärmen der Brust sehr hilfreich. Dies kann über ein Körnerkissen erfolgen oder mittels warmer Dusche.

7. Das Buch enthält mitlerweile einige "zu alte" Hinweise bei Problemen. Es gibt wirklich bessere Bücher auf dem Markt. Wer aber hilfreiche Tipss zu Homöopathie sucht, wird hier natürlich gut fündig.


Du siehst es gibt einiges an Fehlern - sorry ich hoffe du fühlst dich dadurch nicht angegriffen. Empfehlenswert ist es evtl. auch schon in der Schwangerschaft zu suchen wo man im Notfall Hilfe bekommt. Ob nun Stillberatung per Telefon oder Mail, man sollte wissen wo es ist, denn mit Kind und im Notfall hat man nicht mehr lange Zeit zum suchen.


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
no avatar
   kjoi
schrieb am 02.12.2009 15:59
Meiner Meinung nach das Wichtigste wenn man stillen möchte:

Ruhe und Zeit mit dem Baby nach der Entbindung! Und eine Beratung, die Ahnung vom Stillen hat.

Dann klappt das schon! Brustwarzen abhärten macht man heute nicht mehr. Bringt nichts, außer eventuell schon entzündete Brustwarzen VOR dem stillen. zwinker

Das Beste ist, wenn das Kind immer wieder angelegt wird, auf keinerlei Zeiten oder ähnliches achten. Wenn man häufig anlegt und nach Bedarf füttert dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Milchstaus geringer. Zudem fällt der Milcheinschuss nicht so schmerzhaft aus. Wenn es anfangs nicht klappt, nicht aufregen oder aufregen lassen. Viele Kinder sind nach der Geburt erst einmal fertig. Deshalb bringen sie ja Fettdepots mit! Sie dürfen also ein wenig abnehmen, das ist nicht weiter schlimm. Wird es zu viel, muss man zufüttern. Auch da würde ich mich an erfahrene Stillberater wenden, die wissen am Besten wie man das macht. Man kann beispielsweise abpumpen und mit einem Löffelchen zufüttern. So entsteht keine Saugverwirrung. Und trotzdem viel anlegen natürlich.

So lange das mit dem Stillen nicht klappt einfach keinen oder nur wenig Besuch empfangen, ganz viel Ruhe für Mama und Kind und dann wird es schon!


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
no avatar
   simona71
schrieb am 02.12.2009 17:36
Danke Dir, ich bearbeite den Beitrag noch mal entsprechend.
LG
Simona


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
no avatar
   simona71
schrieb am 02.12.2009 17:38
@ all: Vielen Dank für die Tips und Hinweise, Korrekturen. Ich bearbeite den Beitrag dann jetzt noch mal entsprechend. Weitere Ergänzungen etc. sind sehr willkommen.


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
no avatar
   loevetann
schrieb am 02.12.2009 19:25
Hallo liebe Simona,

ich finde Deinen Einsatz sehr gut! Ja
Zu Punkt 4 muss ich allerdings sagen, dass das so nicht immer stimmt zwinker
Manche Frauen haben sehr viel Milch und manche eben sehr wenig. Da hilft dann auch
superoft anlegen und die Einnahme von milchbildenden Getränken/Mitteln nichts.
Ich zum Beispiel, habe nicht genug Milch für meine Zwillinge, die ich seit
knapp 6 Monaten pumpstille (am Anfang direkt gestillt).
Ich habe mich monatelang gequält und mir Vorwürfe gemacht, weil ich immer dachte,
das muss doch gehen, dass die Milchmenge ausreicht. Tut sie aber eben nicht.
Diese Qualen hätte ich mir ersparen können, wenn ich nicht immer gebetsmühlenartig
den Satz gehört hätte, "viel anlegen, dann wird das schon".
Der Normalbereich ist sehr breit, da ist nach oben und unten viel Spielraum.
Ich muss zufüttern, an Abstillen denke ich aber deswegen noch lange nicht zwinker

LG


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.10 20:46 von loevetann.


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
no avatar
   simona71
schrieb am 03.12.2009 08:32
Hallo liebe Lorelia,

ja, natürlich gibt es auch viele Gründe, warum es mit dem Stillen nicht klappen kann. Wir sind ja alle Menschen und unterschiedlich. Auch äußere störende Faktoren lassen sich nicht immer auf Wunsch ausschalten. Manches läßt sich einfach nicht steuern. Mir ging es nur darum, denen Mut zu machen, die stillen möchten aber unsicher sind. Leider kursieren viele Geschichten über wahnsinnige Schmerzen, hängende Brüste usw. (kann es auch alles geben, ist aber eben nicht die Regel). Ich finde das schade. Ich denke, wenn man nicht mit Selbstvertrauen und einer gewissen Sturheit in die erste Phase geht, in der sich alles erst mal einspielen muss, dann läßt man sich zu leicht verunsichern. Ich denke, man muss sich und dem Kind Zeit geben und es wollen. Eine Garantie gibt es dennoch nicht, wie immer im Leben.
Ich glaube, wenn mehr Frauen mit so viel Engagement und Überzeugung an die Sache herangehen würden wie Du, dann würden viel mehr Kinder erfolgreich länger gestillt. Zwillinge zu stillen ist natürlich eine besondere Sache. Und klar, wenn Du an Deiner Kapazitätsgrenze stillst, stillst Du auch nicht ab, wenn Du zufütterst. Ich habe aber schon oft mit Frauen gesprochen, die ein paar Tage nach der Geburt schon zugefüttert haben (aus Unsicherheit, nicht aus Notwendigkeit), sich aber nicht eigestanden haben, dass sie damit das Abstillen begonnen haben. An solche Fälle wendet sich mein Satz oben.

Liebe Grüße
Simona


  Re: Vorbereitung aufs Stillen
no avatar
   Regenwetter
Status:
schrieb am 03.12.2009 11:31
Liebe Lorelia!

Darum geht es ja auch gar nicht, natürlich reicht die Milch manchmal nicht, aber wie oft habe ich gehört, dass eine Frausagte, dass sie nicht genug Milch hatte und wenn man nachfragte, dann kam immer: "Naja, der/die Kleine hat 1/2 Stunde nach dem trinken schon wieder gewollt" oder ähnliches. Das ist phasenweise total normal und wenn man das Kind dann auch immer anlegt (ich habe phasenweise im 10-Minuten-Takt angelegt), dann kommt die Milch schon. Ganz oft -gerade am Anfang- habe ich auch so gestillt: 1. Brust, 2.Brust und dann nochmal die erste Brust, erst dann war er mit etwas Glück für die nächste Stunde satt. Dann gings wieder von vorne los.

Wenn man dann aber hört, wie viele Frauen immer noch von ihrer Hebamme zu hören bekommen: "Der MIndeststillabstand zwischen zwei Stillmahlzeiten muss 2 Stunden betragen", da ärgere ich mich, da ist es dann auch kein Wunder, wenn viele Frauen meinen, zu wenig Milch zu haben. Da kann sich Angebot und Nachfrage oft nicht regeln.
...und das ist schade, weil viele Frauen sich dann auch noch schlecht fühlen und dass nur, weil sie falsch beraten sind.




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