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  Screening oder Punktion???
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  annedeman
schrieb am 30.11.2009 08:13
Hallo Ihr Lieben,

bin ziemlich neu hier, nach 2.ICSI 8.Woche schwanger und glaube es noch nicht ganz...(bin 41)
Nun habe ich eine Frage, die Ihr sicher schon mehrmals hattet - vielleicht könnt Ihr mich auf die Antworten verweisen.

Meine Gyn möchte in 2 Wochen von mir wissen, welche Methode zur Diagnostik eines möglichen Risikos des Down-Syndroms ich anwenden will -
das ziemlich teure 11-14-Wochen-Screening (100 Euro) oder gleich die Fruchtwasserpunktion?
Laut ihres recht dürftigen Merkblattes hat das erstgenannte Screening wohl wesentliche besserer Erkennungsraten als der Triple-Test in der 15./16.SSW...
Und wenn das Ergebnis ungünstig ausfällt, kann man die Punktion (die wohl hoffentlich von der Kasse bezahlt wird) anschließen.
Die 100 € nerven mich ziemlich, zumal ich gerade arbeitslos geworden bin und wir uns für die ICSI schon verschuldet haben, aber die Punktion hört sich auch nicht toll an. Und sichere Aussagen gibt es wohl sowieso keine...

Das viele Für und Wider ist recht verwirrend und ich würde sehr gern Eure Meinung hören.

Herzlichen Dank und eine schöne Adventszeit an alle!!


  Re: Screening oder Punktion???
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  mella79
schrieb am 30.11.2009 08:25
Hallo, wir haben erst die NFT gemacht, mein Wert war nicht zu niedrig aber auch nicht optimal für mein Alter, wir machen am 07.12. die FU welche von der Kasse bezahlt wird, bei der NFM gibt es keine Risiken für dich und dein Kind aber bei der FU gibt es eine geringes Risiko einer FG, die FU ist aber das sicherste um das Down-Syndrom auszuschließen. Es kommt auch drauf an ob du auch ein behindertes Kind willst oder nicht. Viele hier würden auch ein behindertes Kind nehmen und machen deswegen überhaupt keine Untersuchungen in dieser Richtung. Der Triple Test ist überholt und macht man heut eigentlich nicht mehr weil er sehr ungenau ist.


  Re: Screening oder Punktion???
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  motte09
schrieb am 30.11.2009 08:27
Guten Morgen,

ich kann deinen finanziellen Aspekt gut verstehen. Ich selbst bin bei den 300€ fürs Screening auch hinten übergeschlagen (Zwillinge - zahlste das doppelte).

Dennoch solltest du die Risiken für dein Kind abwägen. Das Screening ist völlig ungefährlich, die Amniozentese hat ein nicht unerhebliches Fehlgeburtsrisiko soweit ich weiss.

Auch wenn es teuer ist, fang lieber mit dem Screening an und sollte es Auffälligkeiten geben, kannst du dich immernoch für die Punktion entscheiden (ab 35 Kassenleistung). Was wir nicht vorher wussten: Der Bluttest zum Screening kostet nochmal ca 45€ extra.

Das kannst du dir natürlich alles sparen, wenn für euch klar ist, dass ihr auch ein behindertes Kind bekommen würdet.

Jetzt aber von Herzen erstmal Glückwünsche zur Schwangerschaft und das alles gut geht.

Motte


  Re: Screening oder Punktion???
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  mella79
schrieb am 30.11.2009 08:45
Das FU Risiko liegt lt meiner Ärztin bei 0,5-1% bei einem guten Arzt bei 0,3% aber es gibt halt dieses Risiko dessen muss man sich bewusst sein.


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  Re: Screening oder Punktion???
avatar  Chinagirl
Status:
schrieb am 30.11.2009 08:48
Ja, überleg Dir erstmal, ob Du mit einem behinderten Kind leben könntest oder ob das für Dich überhaupt nicht in Frage kommt.

Wenn Du sagst, das ist mir egal, spar Dir das Geld und genieße Deine Schwangerschaft. Wenn Du einen freundlichen FA hast, kann der die Nackenfalte auch beim normalen US abmessen und Dir zumindest sagen, ob der Wert in der Norm liegt oder nicht, dafür brauchst Du nicht unbedingt zur Feindiagnostik.

Wenn Du sagst, nein, ein behindertes Kind will ich auf keinen Fall, dann solltest Du erstmal das Geld für die NFM etc. ausgeben, da diese Methode für Mutter und Kind völlig harmlos ist und keine Risiken bestehen. Kommt dann kein erhöhtes Risiko heraus, als es Deinem Alter entsprechend ist, dann würde ich mir die FU schenken.

Bei der FU ist das Risiko, daß etwas schief geht, sprich: Du Dein Kind verlierst, bei etwa 1:100. Das ist ein invasiver Eingriff. Der Rest ist einfache Mathematik: Sagt Dir Dein Doc, daß das Risiko für ein behindertes Kind bei 1:1000 (oder wie auch immer) liegt, dann ist in diesem Beispiel das Risiko für eine Fehlgeburt 10x höher, als daß Du ein behindertes Kind bekommst. Sagt Dir Dein Doc, das Risiko für eine Behinderung liegt bei 1:10, ist es genau andersrum.

Laß Dich auf jeden Fall noch mal richtig beraten und nicht mit einem Merkblatt abspeisen! Die Entscheidung liegt letztendlich bei Dir!

Ich war mit Zwillis schwanger, beim Mädchen war von Anfang an zu sehen, daß die NF zu groß ist, bei der Feindiagnostik kam raus, Risiko für Behinderung bei 1:7! Für den Jungen lag es bei 1:habsvergessen, vielen Tausend. Ich hätte also mit einer FU für das Mädchen das Leben meines Jungen unnötig aufs Spiel gesetzt. Das Mädchen hat es leider nicht geschafft, aber der Junge ist putzmunter und mittlerweile vier Jahre alt! Ja


  Re: Screening oder Punktion???
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  kati1312
schrieb am 30.11.2009 08:52
Hallo Du,
ich bin auch fast 39 und mittlerweile in der 15. Woche nach ICSI schwanger. Ich habe für mich entschieden nur die NFM machen zu lassen. Die ist zum Glück positiv für uns ausgefallen. Mir war aber schon vorher klar, dass eine FU für uns nicht in Frage kommt. Denn in der Tat ist das FG-Risiko recht hoch und wir haben zudem entschieden, dass wir ein Trisonomie-Kind genauso lieben würden. Zudem habe ich das sichere Gefühl, dass unser Kind schon gegangen wäre, hätte es eine schwerwiegendere Behinderung. Du musst also wirklich für Dich entscheiden, was Du willst.
Ich habe auch gestern das erste mal mit meiner Hebamme gesprochen, die auch meinte, dass oft nach FU erst Schwierigkeiten auftreten und man vielleicht wirklich die ganze Schwangerschaft liegen muss und dann doch das Kind verliert.
Ich verstehe natürlich auch nicht, dass die NFM nicht von der KK bezahlt wird, aber die FU. Ist schon echt komisch.


  Re: Screening oder Punktion???
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  annedeman
schrieb am 30.11.2009 09:53
Hallo
und ganz ganz herzlichen Dank für die schnellen und ausführlichen Antworten!
Ich hatte inzwischen auch noch alte Beiträge gefunden und denke auch, daß ich erst die ungefährliche teure Methode wählen werde (so oder so pleite...- obwohl mir auch die fehlende Kassenübernahme sehr schleierhaft ist).
Danach werde ich sehen, aber da ich mir seit 20 Jahren ein Kind wünsche und dies u.U. meine letzte Chance ist, habe ich auch etwas gegen die FU, und wenn das Risiko noch so klein scheint. Werde mit meinem Mann heute abend mal über das DS reden...
Viele liebe Grüße!


  Nachtrag: Screening oder Punktion???
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  annedeman
schrieb am 01.12.2009 08:03
Interessanterweise ist meine sehr engagierte Internistin (die mich wegen der Schilddrüse betreut) gegen jeglichen Test, ihr ist das Screening zu fehlerbehaftet und zeigt sehr häufig Probleme, wo keine sind, und sie meint, wenn ich dann wegen einer Punktion ein evtl. gesundes Kind verliere, werde ich mein Leben lang mit dem Schicksal hadern.
Allerdings fand ich dann in dem sehr empfehlenswerten Buch „Ein Kind mit 40?“ (Biermann/Raben) die Statistiktabelle des Downrisikos und bei mir (ich wäre dann 42) steht es 1:65!! Da kommt man – Aussagekraft der Statistik hin und her – doch ins Grübeln und wir haben beide gestern festgestellt, dass wir kein behindertes Kind möchten.
Ein echtes Dilemma!
Wahrscheinlich werde ich das Screening machen…




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