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  Ein Wunder ist geschehen!
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  Anja1984
schrieb am 21.11.2009 17:42
Hallo Ihr Lieben,

ein Wunder ist geschehen und weil ich Eure Foren Beiträge schon lange gern verfolge, möchte ich mit meinem Bericht ein wenig Mut machen.
Im letzten Jahr Nevember 2008 hatte ich gerade erfahren, das ich Schwanger sei und bekam nur 3 Tage Später Blutungen. So kurz das Glück auch war, umso länger blieb der Schmerz. Zeitgleich erfuhren wir, das mein Mann seine Spermienqualität nicht ausreicht um auf normalem Weg Schwanger zu werden. Der Arzt erklärte uns, die schnellen Spermien seien nur zu 1 % Vorhanden und die Chance das es nochmal auf natürlichem Wege klappen sollte, wäre so gering, das wir die nächsten 20 Jahre im Bett verbringen könnten. Nun solange wollten wir nicht warten. Wir begaben uns in die KiWu Klinik Berlin Spandauer Damm. Sehr zu empfehlen. Die Ärtze und Schwestern sind sehr behutsam und vorallem aber Kompetent. Wir fühlten uns vom ersten Augenblick gut beraten und aufgehoben. Leider fehlte uns das Geld um die Behandlung zu 100% zahlen zu können. Aus Liebe traten wir im Sommer diesen Jahres vor den Altar und ich wurde 25 Jahre alt. Nun hatten wir die Kostenzusage von unseren Krankenkassen. Im Oktober fuhren wir für eine Woche an die Nordsee und eine Woche später hatte ich dann den ersten Termin in der KiWu Klinik um den Ablauf einer ICSI zu besprechen. Am 03.11.09 begann ich mit dem Nasenspray um den Eisprung zu unterdrücken um am 17.11.09 musste ich mit meinem Mann zum US und um mir zeigen zu lassen, wie ich mir täglich die Hormonspritzen setzten soll. Beim US passierte dann das unglaubliche. Die Ärztin sagte uns das eine weitere Behandlung nicht mehr nötig sei, da wir in der 5 Woche Schwanger sind. Andere kaufen sich im Urlaub Staubfänger. Wir machen Babys. Für mich ist das noch so unglaublich, ich hatte völlig damit abgeschlossen, das sich auf den normalen Weg noch ein Baby zu uns verirrt und nun solch eine Nachricht, Am 24.11.09 muss ich zur nächsten US und ich bin so auf unser Pünktchen gespannt. Nun streicheln wir jeden Abend den Bauch das es auch diesmal bei uns bleibt. Ein schöneres Weihnachtsgeschenk konnte uns nicht wiederfahren.

Zum Abschluss hab ich noch eine Frage:
Da ich im letzten Jahr leider Blutungen bekam, was ich auch auf meine körperlich schwere Arbeit zum Teil zurück führe, würde ich gern wissen, wie ich mich jetzt verhalten soll. Ich würde mich gern Vorsichtshalber krank schreiben lassen, aus Angst mir später wieder Vorwürfe zu machen, ich sei Schuld am Abgang des Babys. Das hat mich letztes Jahr wirklich keine Ruhe gelassen. Wie kann ich meinem Arzt davon überzeugen das es vielleicht besser wäre, zu Hause zu bleiben.
Bitte denkt nicht, ich wäre faul oder so. Ich muss täglich schwer heben und ich seh keinen anderen Ausweg.

Vielen Dank und seid lieb gegrüßt von Anja


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  bibi2774
schrieb am 21.11.2009 17:52
Hallo Anja,

sobald du ss bist, gilt Schutz für dich und du darfst z.B. nur bis zu einem bestimmten Gewicht heben. Also eigentlich müsstest du sofort deinem Arbeitsgeber sagen, dass du ss bist und dieser muss überprüfen, ob du an deinem Arbeitsplatz bleiben darfst oder eben "versetzst" wirst. Finde ich eine bessere Lösung als "krank zu machen". Nein Für solche Fälle wie dich hat ja der Gesetzgeber gerade solche Grenzen festgelegt. Wenn du mit deinem Job unter eine solche Grenze fällst, dann würde ich sagen macht es nichts aus. Man muss ja nicht nur liegen und sich schonen, damit der Krümel bleibt. Ich kann deine Angst verstehen, aber ich denke, es ist schwer, sich nun 8 Monate oder so (bis zum normalen Muschu) krankschreiben zu lassen, dann spiel lieber mit offenen Karten bei deinem Arbeitgeber! Ja

LG

BIBI


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  amausle
Status:
schrieb am 21.11.2009 18:00
Wenn Du wirklich schwer heben mußt usw, dann bekommst Du von der Berufgenossenschaft ein Berufsverbot! Sobald du deinem Ag die ss mitgeteilt hast, muß er sie der Genossenschaft melden!
Bei mir war das bei meinem Großen auch so. Ich hab als Pferdewitin gearbeitet und mußte täglich 30 Boxen mit der Hand ausmisten!
Es kam dann einer von der Berufsgenossenschaft, hat sich meinen Arbeitsplatz angeschaut und sogar Stroh und Heuballen gewogen. Mein Arbeitgeber konnte mir keine leichtere Arbeit geben und somit hatte ich im Februar ein Berufverbot bekommen und Mitte September wurde Joschi geboren!
Sag deinem Doc, das Du körperlich arbeiten musst und dann wird er Dir da sicher helfen können!


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  sandrusia
Status:
schrieb am 21.11.2009 18:00
Wooow das nenn ich mal eine tolle überaschungsmile
Dann jetzt ganz offiziell herzlichen glückwunsch zur schwanger


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  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  Anja1984
schrieb am 21.11.2009 18:06
Lieben Dank für deine Antwort. Ich hab nur solche Angst das meine Chefin da keine Rücksicht drauf nimmt. Sie ist sehr streng. Arschtritt
Das Problem ist, das ich letztes Jahr noch bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt war, ich sagte ihm gleich meine Vermutung und dieser meinte, er könne erst Rücksicht nehmen wenn ich den Ausweis vorlegen würde. So eine Reaktion befürchte ich jetzt wieder. Eine Kollegin ist im 5 Monat Schwanger und sie hat mir erzählt, das sie im Normal Fall nur noch Büro Tätigkeiten machen dürfte aber da wir keine solche Tätigkeiten haben muss sie eben weiter schufften. Ich finds unter aller Sau. Nun weiß ich nicht was ich machen soll. Ist echt schwierig. Ich will nicht nichts tun aber ich will das große Wunder auch nicht riskieren. Wer weiß ob wir jemals nochmal diese Chance haben.
Ohnmacht


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
avatar  meggy121277
schrieb am 21.11.2009 18:07
Hallo Anja,

Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! knuddel

Dein Beitrag ist ganz toll geschrieben und ich habe beim Lesen Gänsehaut bekommen! Liebe

Je nachdem, ob dein Chef der Typ "verständnisvoll" oder eher der Typ "soll sich nicht anstellen" ist, würde ich ihm entweder direkt bescheid sagen, damit du nicht schwer heben musst oder mich eben erstmal krank schreiben lassen.

Den Arzt davon zu überzeugen, dürfte letztendlich nicht das Problem sein, wenn du ihm deine Situation schilderst.

Weiterhin zu arbeiten kann nämlich auch Vorteile haben: du bist abgelenkt und denkst nicht 24 Stunden am Tag an die Schwangerschaft und was alles passieren könnte...


Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für die Schwangerschaf und dass euer Krümel sich ganz doll festbeißt! schwanger

Liebe Grüße,


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
avatar  Ketanest
schrieb am 21.11.2009 18:18
Liebe Anja,

erstmal Glückwunsch zur schwanger.

Zu Deinem Chef. Er muß, ob er will, oder nicht, das MuSchu Gesetz befolgen. Das heißt nicht schwer heben, ect.
Sollte er dies unterlassen kann Dein FA dir ein vollständiges BV ausstellen.

Also rede mit Deinem Arbeitgeber und vorallem mit Deinem FA.

Wünsch Dir weiterhin alles Gute und eine schöne Kugelzeit.

Lg Ketanest


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
avatar  meggy121277
schrieb am 21.11.2009 18:31
"muss einfach weiterschuften" Ich bin sehr sauer
Das kann ja wohl nicht wahr sein!!!!

So etwas musst du dir auf keinen Fall gefallen lassen!
Sobald deine Chefin von der Schwangerschaft weiß, stehst du unter dem Schutz des Mutterschutz-Gesetzes!

Und das ist für jeden Chef verbindlich!

...es enthält übrigens auch einen Abschnitt mit den Bußgeldvorschriften, falls der Arbeitgeber gegen das Gesetz handelt!

Wenn du dermaßen verunsichert bist, würde ich mich an deiner Stelle schnellstmöglich entscheiden a) Chef bescheid sagen oder b) vom Arzt krank schreiben lassen.

Bei mir selbst habe ich gemerkt, dass ich unheimlich erleichtert war, als ich es endlich gesagt hatte und auch Rücksicht "verlangen" durfte.
Tage- und Wochenlang hatte ich schlecht geschlafen und ab dem Tag, als meine Chefin bescheid wusste, ging es mir besser.

LG,


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  Anja1984
schrieb am 21.11.2009 18:45
Also erstmal vielen lieben Dank für die vielen lieben Nachrichten die ich erhalten durfte. Ich freue mich sehr darüber. Und nun zu meinem Typ Chef. Sie ist der Typ "Wird schon nicht so schlimm sein und nun an die Arbeit". Über Krankschreibungen wird grundsätzlich erstmal geschmollt und gelästert und anschließend die Krankheit in Frage gestellt. Man traut sich gar nicht zum Arzt zu gehen. Ich hatte dieses Jahr nen Arbeitsunfall, da war sie mir ziemlich lange Nachtragend obwohl ich sie mehrmals darauf hinwies, das es ein ARBEITSUNFALL war. Und letzten Monat hatte ich 3 Wochen Bronchitis und bin eine Woche mit Fieber zur Arbeit gewackelt weil schon soviele Kollegen krank waren. Nicht ein liebes Wort des Dankes dafür bekommen. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich das Glück haben sollte und mein Arzt schreibt mich wenigstens die ersten Krisen Wochen krank, da wäre ich nicht traurig wegen meiner Chefin. Zumal sie eine Frau ist und für sowas Verständnis haben sollte. Ich bin sehr sauer


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
avatar  meggy121277
schrieb am 21.11.2009 18:56
Hallo Anja,

also wenn das SO eine Art von Chefin ist, würde ich mich an deiner Stelle krank schreiben lassen.

So, wie du ihr Verhalten beschreibst, wärst du ständig dabei dich rechtfertigen zu müssen, weil du bestimmte Arbeiten nicht ausführen willst / darfst.

Und den Stress kannst du dir wirklich sparen!


Als ich den Kollegen gesagt habe, dass ich keinen Außendienst mehr machen darf, bekam ich auch einen Spruch: "jo, meine Frau hat bis zum neunten Monat im Wirtshaus bedient".
Klasse... Wenn es ihr so gut ging- Glückwunsch.

Aber es gibt nun mal Frauen, die nicht so ein Glück haben.


Also tu das, was dir gut tut.
Rücksicht auf andere kannst du ein anderes Mal nehmen.

Jetzt zählst nur du und dein Krümel.


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  Anja1984
schrieb am 21.11.2009 19:11
Ja deine Nachrichten bauen mich sehr auf. Vielen Dank Meggy. Ich denke auch, das ich mich krank schreiben lassen sollte. Und wenn ich Zuspruch bekomme, bestärkt mich das in meinem Denken. Ich denke auch das meine Chefin mich sehr ungerecht behandeln würde. Nach meinem Arbeitsunfall (geprellte Wirbelsäule, geprellte rechte Schulter und Ellenbogen) musste ich einen Tag nach Dienstantritt gleich wieder schwer heben und tragen und das bis in den 4 Stock eines Hauses. Dabei hatte ich ihr gesagt, das es mir noch nicht prima geht und ich die erste Woche bitte leichte Arbeiten machen möchte. Tja das Ende vom Lied war, das ich nochmals 1,5 Wochen krank war weil ich nicht laufen konnte (Wirbelsäule). Aber ich werde am Dienstag den nächsten US abwarten in der Hoffnung das ich dann den Ausweis bekomme und dann werde ich mit meiner Ärztin sprechen und ihr meine Situation erklären. Ich hoffe sie wird auch so Verständnisvoll sein wie Ihr hier. Vielen Dank. knuddel


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  Anja1984
schrieb am 21.11.2009 19:19
Achso, und liebe Meggy, solche Kollegen habe ich auch die sagen, ja eine Schwangerschaft ist keine Krankheit und wir mussten früher auf dem Acker arbeiten usw. Ich denke das früher auch eine ganz andere Zeit war. Früher ernährten sich die Menschen viel vom eigenen Anbau, heute muss man für Bio Produkte sehr viel bezahlen und da kann man sich auch nicht wirklich sicher sein ob es denn gut ist was man isst. Hinzu kommt das die Menschen führer auch weniger über Fehlgeburten sprachen, das Thema wurde nicht so sensibel behandelt wie es heute Gott sei Dank ist. Früher gabs auch kaum die Möglichkeit sich auf künstlichem Weg unterstützen zu lassen. Sein wir mal ehrlich, wären wir 20 Jahre früher in der Situation gewesen, hätte uns sicher niemand so leicht helfen können. Umso schöner unser kleines Wunder jetzt. Ich möchte damit nur sagen, das man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Da gebe ich dir vollkommen Recht Meggy. Und solche allgemeinen geplenkel "Die hat es doch auch geschafft" können sich die Menschen, die nicht in unserer Lage sind, einfach mal an den Hut stecken. Arschtritt


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
avatar  meggy121277
schrieb am 21.11.2009 19:23
Gern´ geschehen!

Ich kann mich in deine Situation gut hinein versetzen, weil es mir ähnlich ging / geht.

Meine Chefin hat jetzt als Ersatz- weil ich keinen Außendienst mehr machen darf- eine andere Arbeit für mich kreiert... Arschtritt
(ich muss dazu sagen, dass der Außendienst vielleicht fünf Prozent meiner gesamten Arbeit ausmacht und ich zur Zeit an einem "Projekt" arbeite, mit dem ich im reinen Innendienst mehr als ausgelastet bin)

Aber nein... als "Ersatz" darf ich jetzt zusätzlich einen kompletten Bereich übernehmen, der bislang auf alle Mitarbeiter im Wechsel (jeder war durchschnittlich einmal pro Monat dran) aufgeteilt war.
Der Plan stand schon und hat auch völllig reibungslos funktioniert.

Ich empfinde es richtiggehend als Bestrafung dafür, dass ich jetzt schwanger bin und kann mich nur schwer damit abfinden. boxen
Selbst meine unmittelbaren Kollegen finden es nicht in Ordnung, was die Chefin da mit mir macht.

Ich lasse es jetzt erstmal auf mich zukommen und wenn es mir zu viel wird.... Krankenschwester


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.09 19:28 von meggy*.


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
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  Anja1984
schrieb am 21.11.2009 19:36
Das tut mir leid für dich. Darf ich fragen was du beruflich machst. Ich bin in der ambulanten Pflege tätig. Ich finde es auch nicht richtig was deine Chefin da macht. Ganz ehrlich da würde ich mich auch "bestraft" fühlen. Und dabei sollte unsere Situation doch allen Grund zur Freude sein. Vielleicht denken wir einfach zu sozial, das wir uns zu sehr um unseren Job sorgen statt um unsere Gesundheit. Und das sollte jetzt oberste Priorität haben. Findest du nicht auch?


  Re: Ein Wunder ist geschehen!
avatar  kuschelmaus0583
Status:
schrieb am 21.11.2009 19:42
hallöchen,

bzgl. des mu-schu gesetzes hier noch ein paar links dazu

Mutterschutz-was heißt das?

und genaueres zum gesetzt findest du HIER

lg bea




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