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  Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   gelöschter User
schrieb am 07.04.2009 13:24
Hallo,

heute habe ich meinem Arbeitgeber mit geteilt dass ich schwanger bin, Er ist total ausgetickt weil auf der Bescheinigung nicht drauf steht wann die Schwangerschaft fest gestellt wurde. Er hat mich wirklich den ganzen Morgen rund gemacht und sogar zwei mal in meiner Praxis angerufen und die Arzthelferinnen zusammen geschrien dass sie ihm das sofort sagen sollen es wäre sein Recht als Arbeitgeber.

Ich weiß dass er mir rechtlich nichts kann aber den Psychoterror halte ich nicht aus. Ich bin jetzt für eine Woche von meiner Gyn krank geschrieben. Aber ehrlich gesagt möchte ich nicht wieder zurück in die Firma gehen und mich weiter fertig machen lassen.

Ich weiß dass er 6 Wochen zahlen muss und dass dann die Krankeenkasse Krankengeld bezahlt. Dann hat er doch keine Zahlungen an mich zu leisten, oder dann immer noch anteilig?

Ich will da nur noch raus.

Hat jemand Erfahrung mit krank geschrieben sein über einen längeren Zeitraum?

danke euch


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
avatar    MajoMaus
Status:
schrieb am 07.04.2009 13:32
Hallo!

Schau mal hier: Link www.eltern.de

Soweit ich weiß, muss dein AG bei einem Beschäftigungsverbot keinen Lohn bezahlen, bzw. er bekommt es von der Krankenkasse wieder (Umlageverfahren).Bei einer Krankschreibung muss er 6 Wochen zahlen, danach übernimmt die KK deinen Lohn. Aber: die Krankschreibung muss ja dann immer wieder verlängert werden. Machen das die Ärzte?????

Der Link ist auch sehr gut (Seite 2): Besch.verbot

Lass dich nicht unterkriegen!!! Alles Gute!!!


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   Mallory1909
schrieb am 07.04.2009 13:33
Hm... eine blöde Situation.

Krankschreiben über einen längeren Zeitraum würde ich nicht machen, wenn dann eher ein Berufsverbot, da bekommst Du Dein volles Gehalt weiter.


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   jana05
schrieb am 07.04.2009 13:46
Hallo paracelsa,

ich würde jetzt erst mal einen Gang runterfahren. Dein Ag hat kein Recht zu erfahren, wann die Schwangerschaft festgestellt wurde. Auf der Bescheinigung steht lediglich die SSWoche, die muss der Ag natürlich wissen, da ja der Mutterschutz berechnet werden muss

Es stimmt zwar, dass Du beim Berufsverbot Deinen Lohn weiterbekommst. Die Regelungen für ein Berufsverbot sind jedoch relativ strikt (hatte weiter unten im Thread Arbeitsalltag schon mal was dazu geschrieben und wundere mich immer wieder, wie schnell hier von einem BV gesprochen wird). Bei einem normalen Bürojob käme das allgemeine BV nach §3 MuSchG in Betracht, aber die Anforderungen sind streng. Es muss eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Mutter und Kind vorliegen. In § 4 MuSchG gibt es Sonderregelungen für Schwangere, die mit gefährlichen Stoffen hantieren oder schwere körperliche Arbeit verrichten.
Bei einer Krankschreibung bekommst Du nach sechs Wochen Lohnfortzahlung die dann von der KK übernommen wird. Ich selbst war bei der ersten Schwangerschaft ab der 26.Woche wegen vorzeitiger Wehen krankgeschrieben und habe Lohnersatzleistungen erhalten. Die Krankschreibung war immer für zwei Wochen und musste dann erneuert werden. Ging aber nicht anders, da ich wirklich nur liegen durfte. Das böse ERwachen kam mit der Steuererklärung (Lohnersatzleistungen sind nicht versteuert) und es macht sich bei der Berechnung des Elterngeldes bemerkbar.

Du bist ungefähr so weit wie ich und erst in der neunten Woche. Was willst Du die nächsten sieben Monate zu Hause? Ich an Deiner Stelle würde etwas Ruhe in die Sache kommen lassen, jetzt sind ja auch die Osterfeiertage und dann in der Arbeit die Ohren auf Durchzug stellen. In meiner ersten Schwangerschaft hat der Chef auch zwei Tage lang in seinem Büro getobt, da ich gerade erst eingestellt worden war. ER hat sich aber wieder abgeregt und wir konnten nach meiner Elternzeit auch wieder über einen Wiedereinstig normal verhandeln.

LG und alles Gute Jana


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  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   Fischgrete
Status:
schrieb am 07.04.2009 13:58
Hallo Paracelsa,
schlaft erstmal alle ein paar Nächte drüber.
Dein AG kann sich ja nicht für die nächsten 7 Monate aufregen, weil Du schwanger bist.
Wenn Du nach Ostern wieder hingehst, sieht sicher alles etwas besser aus.
Und Dein AG hat nun wirklich gar kein Recht darauf, bei Deinem Arzt anzurufen oder zu erfahren, wann Deine Schwangerschaft festgestellt wurde.

Versuche, Dich erwachsen zu benehmen, vielleicht macht Dein AG das dann auch...

viel Glück und alles Gute, FGrete Blume


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   gelöschter User
schrieb am 07.04.2009 14:02
also, es macht sich nicht bei der berechnung des elterngelds bemerkbar, steht ausdrücklich auf der bundesseite, wer aus gesundheitlichen gründen nicht den vollen lohn bekommen hat, bekommt diese monate rausgerechnet und monate vor den 12 monaten werden ersatzberechnet.

ich finde es ermessenssache des arztes, wenn eine schwangere von ihrem chef zusammengeschrien wird, vermutlich geht der blutdruck hoch und der psychoterror kann auch weitere folgen haben. wir kennen nicht den ganzen fall. aber ich würde mit dem arzt darüber sprechen. der entscheidet eben, ob es angemessen und rechtmäßig ist.
ich bin im BV und auf meiner abrechnung wird sehr wohl die lohnsteuer abgezogen. also stimmt auch diese info nicht. und mir ist nicht langweilig, was soll die argumentation? besser zuhause als psychostress, der körperliche auswirkungen hat. meine ärztin hat solche fälle schon mehrfach erlebt, es ist unschön, aber warum soll man sich schwanger fertig machen lassen? falls es einen betriebsrat gibt, würde ich aber zunächst diesen einschalten und sich erstmal krank schreiben zu lassen, ist auch keine schlechte idee. meine krankschreibungen liefen aus und ich bin dann direkt ins BV.

wann die schwangerschaft festgestellt worden ist, geht den arbeitgeber garnichts an, es geht nur darum, wann der ET ist. ich finds unglaublich, dass auch manche arbeitgeber fordern, den mutterpass zu sehen, das geht alles keinen was an.


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   jana05
schrieb am 07.04.2009 14:17
@felicitas

Ich hatte kein BV, wie bereits geschrieben, und das Krankengeld ist eben kein Lohn sondern eine Lohnersatzleistung und die macht sich steuerlich sehr wohl bemerkbar wegen des Progressionsvrbehaltes (Blick ins EStG genügt).

Schön für Dich, wenn Du einen Arzt hast, der Dir ein BV erteilt hat. Ich war in drei verschiedenen Kliniken u.a. weil ich neben den Wehen tatsächlich auch festgestellten erhöhten RR und auch eine Gestose hatte und habe kein BV bekommen.
§ 3 MuSchG ist ein ärztliches Bv und damit natürlich im Ermessen des Arztes. Allerdings gibt es auch dazu höchstrichterliche Rechtsprechung (ich bin übrigens Juristin).

VG Jana

und hier noch eine kleine Erläuterung zum Progressionsvorbehalt:

Der Progressionsvorbehalt kommt unter anderem bei den steuerfrei ausgezahlten Lohnersatzleistungen (z.B. Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Übergrückungsgeld, Elterngeld sowie die Eingliederungshilfe) zum tragen. Der Progressionsvorbehalt bewirkt, das die steuerfrei bezahlten Lohnersatzleistungen zwar steuerfrei bleiben, aber eine Berücksichtigung auf die Steuer der übrigen Einkünfte erfolgt.

Hierbei wird im Einkommensteuergesetz (EStG) klar geregelt, wie mit diesen Lohnersatzleistungen verfahren werden muss. Der Steuerpflichtige muss diese Einnahmen zwar in der Einkommensteuererklärung angeben, diese werden aber nicht so behandelt wie die normalen steuerpflichtigen Einkünfte. Der Progressionsvorbehalt erhöht bei dem Steuerpflichtigen den persönlichen Steuersatz. Somit werden die Lohnersatzleistungen indirekt auch der Einkommensteuer unterworfen. Gesetzlich ist der Steuerpflichtige verpflichtet die Lohnersatzleistungen in der Einkommensteuererklärung anzugeben. Falls der Steuerpflichtige die Lohnersatzleistungen wissentlich nicht in der Steuererklärung angibt, kann Ihm evtl. Steuerhinterziehung unterstellt werden.

Grundsätzlich wird bei Erklärung von Lohnersatzleistungen der persönliche Steuersatz erhöht, und dieser dann auf den steuerpflichtigen "normalen" Einkünfte angesetzt.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.09 14:20 von jana05.


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   gelöschter User
schrieb am 07.04.2009 14:24
ich finde es schwierig über andere und ihre situation zu urteilen, ohne alle fakten zu kennen. ich bin auch sicher, dass kein arzt auf der basis von "keine lust" ein BV erteilt. ich kann nur von mir reden, ich habe typ 1 diabetes und stress schüttet adrenalin aus, das grade jetzt in der schwangerschaft stark blutzuckererhöhend wirkt, bei mir haben dann die heulkrämpfe zu hohem blutdruck geführt und sehr gefährlichen blutzuckerwerten, so dass meine ärztin sagte, dass ich dort nicht wieder hin gehe. man wollte mich nicht mehr, hat dies sehr deutlich gemacht und ja, mich hat der psychoterror wirklich fertig gemacht. sie sieht dabei ein eindeutiges risiko für meine gesundheit und die des kindes, da hohe blutzuckerwerte zu fehlbildungen, makrosomie etc. führen und ich per tagebuch nachweisen kann, wann mein blutzucker hoch ging. dazu kamen meine blutungen.
ich kann eben bei diesem thread nicht einschätzen, wie sehr die TE durch den stress eingeschränkt ist und was das bei ihr für konsequenzen hat, daher würde ich dazu raten, zum arzt zu gehen, die situation zu schilder, die rechtslage abzuklären usw., viele arbeitgeber haben keine ahnung, was so im MuSchuGesetz steht oder ignorieren es.

sicher, was nach 6 wochen krankschreibung kommt, ist anders berechnet, aber hier gings doch um die 6 wochen und was im BV passiert. und das wird definitiv NICHT auf das elterngeld angerechnet. jedenfalls nicht laut der seite des bundesministeriums.
ich zitiere: schnelle Berechnung:

"Wie hoch war Ihr durchschnittliches Nettoeinkommen pro Monat in den letzten 12 Monaten vor der Geburt?
Geben Sie für die Schnellberechnung bitte den monatlichen Durchschnitt Ihres Netto-Erwerbseinkommens (nach Abzug von Steuern und Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung) aus den 12 Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt Ihres Kindes an. Beachten Sie bitte die Ausnahmeregelung für Monate mit Bezug von Mutterschaftsgeld, Elterngeld oder aufgrund schwangerschaftsbedingter Krankheit reduziertem Einkommen.
Ein Beispiel hierzu: Angenommen, Ihr Kind wird im Februar 2007 geboren. In den drei Monaten vor der Geburt, also von November 2006 bis Januar 2007 waren Sie schwangerschaftsbedingt erkrankt und daher beurlaubt. Übergehen Sie nun bitte diese drei Monate und verwenden stattdessen drei Monate vor dem 12-Monats Zeitraum, also November 2005 bis Januar 2006.
€ Netto / Monat
Hinweis: Wenn Sie in dieser Zeit:

* Mutterschafts- oder Elterngeld bezogen
* oder wegen schwangerschaftsbedingter Krankheit weniger verdient haben,

ersetzen Sie die davon betroffenen Kalendermonate bitte durch solche aus der Zeit vor den 12 Monaten.
"

ich gehe mal davon aus, dass die berechnungsangaben der offiziellen ministeriumsseiten stimmen.


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   jana05
schrieb am 07.04.2009 14:32
@ felicitas

wie gesagt: es liegt bis zu einem gewissen Umfang im Ermessen des Arztes.

Wollte Dir auch definitiv nicht unterstellen, dass Du keine Lust hattest oder weniger krank bist als ich damals gewesen war. Ich meinte nur, Du hast Glück mit Deinem Arzt.

Dir dennoch weiterhin alles Gute für Deine SS

LG Jana


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   gelöschter User
schrieb am 07.04.2009 14:47
danke! ich finde es eben immer schwierig zu beurteilen, so auch bei diesem thread, daher rate ich, mit dem eigenen arzt zu sprechen, der den fall, die anamnese und auch die rechtslage kennt. klar, hier waren auch schon fälle von mädels, die arbeiten "zu anstrengend" oder doof fanden, da sage ich auch, dass ich ein BV nicht unbedingt angemessen finde. bei psychostress kann man das von aussen schlecht beurteilen.

manchmal wächst schnell gras drüber und der chef kriegt sich wieder ein, in meiner persönlichen erfahrung, die leider von meiner ärztin bestätigt wurde, leider oft nicht. und da muss man dann kindswohl und arbeitssituation abwägen.

in meinem fall wollte ich nach dem ersten BV wieder arbeiten gehen, da die blutungen abgeklungen sind. was danach über mich hereingebrochen ist, habe ich nicht erwartet. meine ärztin hat es vorrausgesehen und hatte ohnehin gesagt, dass sie mir sofort wieder ein BV ausstellen könne, wenn es nicht ginge. aber klar, ich bin auch offiziell hochrisikoschwangere mit diabetes und zwei weiteren erkrankungen.

und ja, ich habe glück mit meiner ärztin, sie ist unheimlich kompetent und engagiert, dass meine anderen behandelnden ärzte auch schon staunen.


  Re: Probleme mit AG wegen der SS -Kostenfrage-
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   quiestchi
schrieb am 07.04.2009 17:49
Hallo,

alles mal in Ruhe angehen. Dein Chef war sicherlich verärgert, weil er wohl zuerst an Ausfall und Nachfolge gedacht hat, d.h. erstmal Lösung finden. Er wird sich wohl abreagieren, wenn er die Nachricht verdaut hat. Trotzdem dass er sich bei deiner Ärtzin meldet und nachfragt ist eine Unverschämheit.

Du hast auf alle Fälle Dir nicts vorzuwerfen. Du hast rechtzeitig die Scwangerschaft angezeigt (viele machen es erst nach der 12. Woche) und rechtlich gibt es keine Deadline,wann man es mitteilen muss. Es steht nur "sobald es bekannt ist", aber selbst wenn man nichts sagt, kann der AG nichts tun. Das würde ihm deutlich mitteilen, dass Du eigentlich früh dran bist. Versuch sachlich mit ihm darüber zu reden, wenn er sich abreagiert hat.

Wenn er allerdings immernoch auf Psychoterror usw macht, dann sprich mit Deiner Ärtzin darüber. Es ist in der tat nicht förderlich für die Schwangerschaft und sie muss entscheiden, was sie daraus machen kann hinsichtlich krankschreibung bzw. BV.

Wünsche Dir alles Gute und gute Nerven.
Quietschi




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