Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    Gleitgel bei Kinderwunsch: Machen Preseed, Ritex und Prefert schwanger? neues Thema
   Schwangerschaftsraten und Follikelgröße bei Clomifen
   Pimp my eggs ? Eizellqualität verbessern: Was kann man selbst tun?

  Beschäftigungsverbot???
avatar    kleinhexli
schrieb am 01.09.2008 11:50
Hallo,

vor einigen Tagen hatte ich schon einmal geschrieben...hier die Zusammenfassung:

Bin jetzt in der 15. SSW. Während der Früh-SS hatte ich häufig SB, so dass ich lange krank geschrieben war. Nachdem ich meine erste Krankmeldung auf Arbeit eingereicht hatte, erhielt ich prompt per Einschreiben meine Kündigung...habe daraufhin meinen AG über die Schwangerschaft informiert...dieser hat die Kündigung mündlich zurück gezogen. In einem persönlichen Gespräch mit dem AG legte dieser mir sehr nahe, "zum Wohle des Kindes" mir gleich ein BV geben zu lassen, bevor ich immer wieder durch Kranktage ausfalle...

Tja, jetzt war ich gerade einmal 2 Tage (letzten Do und Fr.) wieder arbeiten...und gleich am WE hatte ich wieder ein Blutung (hat jetzt aufgehört), starke Kopfschmerzen und Unterleibschmerzen.
Die FÄ meinte, sie könne mich längerfristig krank schreiben, aber ein BV könne sie erst ausstellen, wenn ich auf Arbeit "gemobbt" würde.

Was kann/soll ich jetzt tun?
Auf Arbeit die sind verständlicherweise echt sauer...

Bitte um Rat.

Danke
Kleinhexli


  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   Räubermama
Status:
schrieb am 01.09.2008 12:04
Denn sagt doch einfach das du gemoppt wirst und dir dein Chef das leben schwer macht und dich los werden will, ist ja auch durch die Kündigung nachweisbar. Und das du das nervlich nicht aushälst und schon mit Angst auf Arbeit geht, ist ja denke ich mal nicht gelogen. Wobei ich die Argumente deiner FÄ nicht nachvollzeihen kann, den Mobbing ist eigentlich kein Grund und wenn du nach zwei Tagen Arbeit gleich wieder SB bekommst, tut dir die Arbeit nicht gut. Hast du schon mal einen andren Arzt aufgesucht???

Bei einer Krankschreibung muss dein AG 6 Wochen zahlen und dann bekommst du Krankengeld, für ihn macht es dann keinen Unterschied mehr, nur du hats weniger Geld.

LG romy


  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   kleinehexe1806
schrieb am 01.09.2008 12:35
Also ich würde an Deiner Stelle vielleicht auch zu einem anderen FA gehen und es da noch mal versuchen, wenn Deine FÄ Dir kein BV ausstellt. Wenn sie es tut, sollte es auch direkt bis zum MuSchu ausgestellt werden.

Was Romy schreibt ist nur bedingt richtig. Richtig ist, dass Du nach 6 Wochen Krankschreibung keine Lohnfortzahlung mehr erhältst, sonder Krankengeld, wodurch Du einerseits weniger in der Tasche hast und andererseits auch Dein Elterngeld (falls Du in Elternzeit gehen willst) nachher schmaler ausfällt.

Dass es für Deinen AG nach Ablauf der 6 Wochen keinen Unterschied mehr macht ist so nicht richtig. Warum der scharf drauf ist, dass Du ein BV bekommst ist ganz einfach.

Er muss Dir dann zwar Dein volles Gehalt weiterzahlen bis zum MuSchu, bekommt es aber in voller Höhe (und nicht nur teilweise, wie bei Krankheit), einschließlich seines Anteils zu den Sozialversicherungsbeiträgen, von der KK zurück. D.H. er bezahlt Dich zwar voll, aber genau genommen kostest Du ihn gar nichts. Wenn das BV dann ab sofort bis zum Beginn des MuSchu gilt, kann er direkt eine Ersatzkraft einstellen, ohne dass er befürchten muss, dass Du noch mal wiederkommst und er dann zwei Kräfte bezahlen muss. Dagegen muss er Dich, wenn Du nur krankgeschrieben bist, ja wieder beschäftigen und Dir wieder Lohn zahlen, solltest Du wieder arbeiten dürfen.

Was arbeitest Du eigentlich? Lässt sich aus den Arbeitsbedingungen nicht evtl. ein Grund konstruieren, warum Dein Chef ein BV aussprechen kann? Das könnte er z.B. wenn Du mit Giftstoffen, Blut, etc. in Berührung kommen würdest, oder zu schwer heben müsstest und eine Umsetzung auf eine andere Position innerhalb des Betriebes nicht möglich wäre.

Übrigens: Schätz Dich glücklich, dass Deine FÄ bereit wäre, Dir ein BV auszusprechen, falls Du gemobbt wirst. Ich habe es mit diesem Argument bei meinem FA versucht und auf Granit gebissen. Ich arbeite immer noch (jedenfalls sitze ich hier meine Stunden ab) und werde es wohl die nächsten drei Wochen auch noch tun (vielleicht lasse ich mich noch mal ein paar Tage krankschreiben).

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

LG Anke


  Re: Beschäftigungsverbot???
avatar    kleinhexli
schrieb am 01.09.2008 12:45
Danke für eure lieben Antworten,

an sich muss ich sagen, bin ich mit der FÄ sehr zufrieden...sie nimmt sich immer sehr viel Zeit, geht auf alle Fragen und Probleme an...sogar bei Rechtsfragen bzgl. des AG hat sie mir zur Seite gestanden.

Naja, ich arbeite in einem Büro, Schreibtischtätigkeit...da geht nix wg. BV von Seite des AG. Ich glaub, ich warte jetzt ab...wenn ich nach der Krankenzeit wieder arbeiten geh und es sollte wieder etwas sein (Blutung, etc.) dann werde ich hoffentlich mit meiner FÄ zusammen eine Lösung finden, ich fänd es nämlich schade, die FÄ zu wechseln.

Ihr meint also, die Blutung kam von Psychischer Belastung wegen der Arbeit? Meine FÄ konnte nämlich keine Ursache finden und meinte, jetzt warten wir erst mal ab...

Danke nochmal.

Bis bald

kleinhexli


  Werbung
  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   linchen1001
schrieb am 01.09.2008 12:49
Also das Du erst gemobbt werden musst halte ich für ein Gerücht
ich bekam bei Jonathan bereits on der 6. Woche ein BV da mein Arbeitgeber es wünschte
liebe grüsse


  Re: Beschäftigungsverbot???
avatar    kleinhexli
schrieb am 01.09.2008 13:01
Hallo linchen 1001,

hat dir dein AG das schriftlich gegeben? Mein AG hat mir das in einem persönlichen Gespräch gesagt und er möchte mir dies nicht schriftlich geben...

kleinhexli


  Re: Beschäftigungsverbot???
avatar    Britta76
schrieb am 01.09.2008 13:02
Hallo Kleinhexli,
ich hatte auch Blutungen, war dann auch erst krank geschrieben, solange ich noch beim Kiwu-Doc war und meine FÄ hat mich dann weiter zu Hause gelassen. Ich kannte das gar nicht mit dem BV, sie erzählte mir dann davon und meinte es wäre das Beste für mich und meinem Kind, denn Streß und Hecktig ist Gift für die Ss. Ich würde nochmal mit dem FA an Deiner Stelle sprechen, denn wenn die Blutungen immer wieder auftreten, hat es ja mit dem Streß bei der Arbeit zu tun und dann muss Dein FA Mutter und Kind schützen. Es ist das Beste wenn Du zu Hause bleiben würdest, denn keine Arbeit ist es wert ein Kind zu gefährden.
Liebe Grüße
Britta


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.08 13:18 von Britta76.


  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 01.09.2008 13:11
Wenn du nicht arbeiten kannst kann dein Chef dir ein BV aussprechen, sprich wenn die Arbeit dich oder dein kind gefährdet und er dir keine alternative bieten kann. Deine Ärztin kann eins beantragen wenn du schwere gesundheitliche Einschränkungen physisch oder psychisch bekommst.
Nur weil du deinem Chef unbequem bist wirst du wohl keins kriegen und SB reichen da meist auch nicht.
Schlag ihm doch vor das du daheim bleibst während er weiterzahlt, dann kann er auch ohne dich planen zwinker
Ich verstehe diesen BV Hipe echt nicht mehr. schweigen


  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   Räubermama
Status:
schrieb am 01.09.2008 13:40
@kleinehexe1806

Ihr Elterngeld fällt nicht geringer aus, weil zeiten in dennen sie schwangerschaftsbedingt krank war nicht mit berücksichtigt werden, dafür werden einfach dann zurückliegende monate genommen, bis 12 monate voll sind. was du meinst bezieht sich auf sonstige krankheiten, ich z.b. hab 5 wochen krankengeld bezogen wegen einer knie-op, ich werde in dieser zeit mit 0 € einkommen berechnet, mir fehlt also ein kompletter monatslohn, denn krankengeld zählt gar nicht.
hab deshalb auch schon bei der elterngeldstelle angerufen, weil ich es einfach nicht glauben wollte, macht für mich 60 € weniger elterngeld.

Beispiel: 12 Monate Nettolohn von August2007 bis August 2008. Im Mai wegen schwangerschaftsbedingter krankheit über die 6 Wochen hinaus krank. Dann wird einfach noch der Juli 2007 für die berechnung hinzugenommen und der Mai einfach übergangen.

So wurde es mir erklärt.

LG romy


  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   kleinehexe1806
schrieb am 01.09.2008 13:47
@Romy86

Das ist ja nice to know. Und ich dachte immer, ich würde mich auskennen. Aber ich weiß offenbar doch nur, was auf der AG-Seite passiert, weil ich beruflich damit zu tun habe. Dabei ist die AN-Seite für uns als Betroffene doch die viel intererssantere.

Gut, dass Du Dich schon informiert hast. Man lernt nie aus.

LG Anke


  Re: Beschäftigungsverbot???
avatar    Immerwiederanders
schrieb am 01.09.2008 13:47
Wie Chris sagt..... wenn dein AG das möchte - dann soll er das BV aussprechen - ist überhaupt kein Thema Ja


  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   Mondschatten
schrieb am 01.09.2008 15:13
Da Schwangerschaft keine Krankheit ist, bekommt man nur ein Beschäftigungsverbot, wenn die Bedingungen der Arbeit die Sicherheit von Mutter und/oder Kind in der Schwangerschaft gefährden. Das ist z.B. der Fall, wenn Du Cytomegalie-negativ bist und engen Menschenkontakt hast oder der Beruf es erfordert, schwere Lasten zu heben oder wenn Du Umgang mit radioaktiven oder chemisch aggressiven Stoffen hast. Auch extreme psychische Belastungen, Akkordarbeit etc. gehören dazu.
Eine Plazenta praevia wäre ein Grund, weil es keine Jobs gibt, die man liegend ausführen kann. Ein SS-Diabetes gehört leider nicht dazu, es sei denn, die Arbeitsstelle verhindert das regelmäßige Essen und Blutzuckermessen. Schmierblutungen etc. sind krankheitsbedingte und nicht arbeitsplatzbedingte Probleme. Dementsprechend wäre eine dauerhafte Krankschreibung und der Verzicht auf ein BV rechtlich in Ordnung. Ich hab wegen meines SS-Diabetes ab der 21. SSW eine Krankschreibung gehabt - und musste dann mit Krankengeld auskommen. Da das aber ss-spezifisch war, ging das nicht in die Berechnung des Elterngeldes mit ein.

Einigen Arbeitgebern ist allerdings ein BV ganz recht, da sie dann von der Verantwortung, das Mutterschutzgesetz einzuhalten, befreit sind. Du arbeitest in der Zeit ja nicht. Und der Arbeitgeber bekommt sein Geld von der Krankenkasse zurück, und die, wenn ich recht informiert bin, von der Rentenkasse. Erkundige Dich beim Amt für Arbeitsschutz und, falls ihr einen habt, beim Betriebsarzt.

LG,

Andrea


  Re: Beschäftigungsverbot???
avatar    nadera
schrieb am 01.09.2008 15:36
Aha mehrere Krankschreibungen wegen Blutungen reichen nicht für BV, aber Mobbing? So ein Quark von der Ärztin!

Und nicht jeder AG bekommt sein Geld komplett von der KK ersetzt. das liegt an der Größe der Firma. zwinker Mein KKH bekommt nix zurück. zwinker


Liebe Grüße Michaela


  Re: Beschäftigungsverbot???
no avatar
   Mondscheinfee78
Status:
schrieb am 01.09.2008 15:49
Hallo,

auch Blutungen sind ein Grund für ein BV. Ja Vor allem wenn sie im Zusammenhang mit deiner beruflichen Tätigkeit stehen. Ich habe auch eine sitzende Tätigkeit, aber muß auch hin und wieder schwer heben und da dies unter anderem zu den Blutungen geführt hat, wurde ich von meinem Gyn krank geschrieben. Und wäre es nach ihm gegangen hätte er mich wohl die ganze Schwangerschaft über krank geschrieben. Und da ich mich damit nicht zufrieden gegeben habe, habe ich bei meiner KK nachgefragt.

Die haben mich dann in meiner Meinung bestätigt und haben sich die Mühe gemacht, sich mit meinem Gyn in Verbindung zu setzen und ihn nochmal darüber aufzuklären wann und wie ein BV ausgestellt werden darf/muß. Und danach sah mein Gyn kein Problem mehr darin mir ein BV auszustellen.




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2021