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  beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  gelöschter User
schrieb am 10.02.2008 08:18
hallo mädels,

wollte mal so hören ob ihr damit erfahrungrn habt?
braucht man da irgendwie ein psychologisches gutachten, oder so?
oder verständigt der arzt die berufsgenossenschaft,
bzw. den der dafür zuständig ist?
kommt jemand in den betrieb und schaut sich das ganze an?
hat der chef wirklich keine finanziellen einbußen dabei?
muß immer schwer heben,
meine kollegen interessiert das alles nicht,
im gegenteil,
seid ich gesagt habe das ich schwanger bin werde ich gemieden und zu extra stressigen und schweren aufgaben verdonnert,
mit meinem chef kann ich nicht reden,
denn der ist nebenbei noch mein schwiegervater,
der mich aber nicht leiden kann und immer zu den angestellten hält,
er war von anfang an gegen die schwangerschaft.

ich habe so eine angst mein kind zu verlieren, bitte helft mir?


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  Jenny76
schrieb am 10.02.2008 09:24
Boah, das ist aber harter Tobak. Wenn der Arbeitgeber auch noch zur Familie gehört, ist es ja besonders schwierig.
Ich krieg momentan auch voll viel Arbeit aufgebrummt, aber zumindest weiß es bei mir noch niemand und ich bin familiär nicht gebunden. Wenn es da hart auf hart kommt, bin ich eben krank.
Hast Du mal mit Deinem Mann/Freund geredet? Was sagt der denn dazu. Der zumindest müsste doch zu Dir halten und mit seinem Vater reden können.
Ich würde das zumindest von meinem Angetrauten erwarten in so einer Situation.

Ich Drück Dir die Daumen, dass bei Dir bald Ruhe einkehrt.


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
avatar  Aurian
schrieb am 10.02.2008 09:31
Sehr gute Frage.
Ich stehe da momentan auch zwischen zwei Stühlen.
Bin auch nur noch am schufen wie weis ich nicht was.
Mein Chef ruft mich ständig an und putzt mich runter.
Ist sein neues Hobby geworden , ein nörgler war er schon immer.
Jetzt kommt immer nur der Spruch ..."wenn sie das in der schwangerschaft nicht schaffen..".
Dann erklär ich ihm das die Probleme am hohen Arbeitsaufkommen liegen sowie an der Tatsache das Personal abgezogen wurde und nicht an der Schwangerschaft.
Könnte momentan nur kotzen auf der Arbeit. Dann hat man aber ne super nette Kollegin, die man nicht hängen lassen will (sonst wäre die ganz alleine) und läßt sich nicht krank schreiben. Bin auch nur noch hin und her gerissen. Allerdings lehne ich konsequent arbeit mit heben oder so ab was auf jeden Fall dem Baby schaden könnte...das würde ich an Deiner Stelle auch machen. Dann kommt halt wieder nen doofer Spruch egal. Aber ansonsten kann ich dich sehr, sehr gut verstehen. Als ob schwangerschaft blöd macht. Und mein Chef sollte eigentlich verständniss haben ... er ist nämlich nen Gynäkologe. So kann man sich täuschen .

Lg Aurian


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
avatar  nomira
schrieb am 10.02.2008 10:05
Hallo,
daß ist wirklich eine schlimme Situation! Ich hatte selbst ein BV aus ähnlichen Gründen erhalten. Wenn Du einen netten FA hast, wird er die Situation für Dich sehr einfach retten können.
Grundsätzlich übernimmt die KH die Zahlung deines Gehaltes bei BV ( sie bekommt es selber vom Land wieder und stellt sich sicher nicht quer- da also schon mal kein Fallstrick), deinem Chef/ Schwiva entstehen keine Kosten und er kann also einen Ersatz für Dich zahlen. So können auch die Kollegen nicht sauer sein, weil sie meinen Deine Arbeiten mit übernehmen zu müssen. Der Arzt muß ein Attest vormulieren, aus dem hervorgeht, daß durch die Arbeit ein unmittelbares Risiko für Dich und / oder Dein Kind besteht. Es gibt Gründe für ein BV , da gibt es Vordrucke- bei Arbeitsschutzrechtlichen Sachen...wäre dem FA bestimmt lieber, als etwas frei zu verfassen. Aber bei dem was Du hier schreibst, wird doch wohl verstehen, daß das nicht geht.
Es kommt auch keiner kontrolieren- keine Sorge! Wäre ja sonst nur im Interesse der KH, wenn die die Kosten nicht übernehmen wollten.
Hoffe, ich konnte Dir helfen- willste mal Teilauszüge aus meinem BV , dann PN an mich!

Alles Gute! Mila


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  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
avatar  Collimaus
schrieb am 10.02.2008 10:09
Hallo!

Ein Beschäftigungsverbot kann Dein Frauenarzt ausstellen. Geh sofort morgen hin und erklär ihm die Situation!Ja
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das nicht weiter ertragen mußt.


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  Mysore
schrieb am 10.02.2008 10:15
Hi,

erstmal ganz tief durchatmen und dann ein Termin beim Doc machen, der kann (übrigens auch jeder Ixbeliebiger Arzt) aufgrund von psychischer Belastung aufgrund von Problemen mit dem Chef ein Beschäftigungsverbot aussprechen.

Ich habe genau sowas! Geh also zu ihm , sag was los ist und er sollte eigentlich dementsprechend reagieren, Du bekommst dann weiterhin dein vollen Lohn vom Arbeitgeber.

Der Arzt schreibt ein Attest: z.B. ... wegen Belastungsreaktion, .... für Mutter und Kind ein Risiko, ... daher erteile ich Beschäftigungsverbot...

Das gibst Du beim AG ab.

Die Firma zahlt dann dein Gehalt weiter ja, es gibt also keine Lohnfortzahlung. Anschauen
kommt sich das keiner, wie gesagt, Attest vom Doc reicht aus.

LG
Mysore

P.S. Habe oben gelesen, dass die Krankenkasse zahlt, das ist nicht richtig. Der Arbeitgeber muss weiter zahlen. Weil bei einem Beschäftigungsverbot bist Du nicht krank, das ist der große Unterschied, Du giltst als Gesund, nur das Risiko ist zu groß, dass Du Krank wirst, deshalb gibt es das BV. Damit Frauen nicht finanziell benachteiligt sind, können ja nichts für das Risiko, stehen sie weiterhin im Arbeitsverhältnis, dürfen alles (ausgehen, shoppen, Urlaub machen) nur nicht arbeiten! Daher muss auch der Arbeitgeber den Lohn weiter zahlen, er kann es sich aber von der Krankenkasse wieder holen, passiert aber selten.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.08 10:22 von Mysore.


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  ***Steffi***
Status:
schrieb am 10.02.2008 10:28
Hallo,

sobald Dein Arbeitgeber von der Schwangerschaft weiß, musst Du gemäß MuSchu-Gesetz behandelt werden - d.h. keine schweren körperlichen Arebiten etc.
Wenn das niemanden interesiert, wird Dir Dein FA oder Hausarzt ein BV ausstellen. Darin steht nur, dass aufgrund der gesundh. Gefährdung von Mutter und Kind ein BV ausgestellt wird. Nicht der genaue Grund, es kommt auch niemand und überprüft Deinen Arbeitsplatz. Ich habe ein partielles BV, d.h. ich darf 4 Std. täglich arbeiten. Mein Arbeitgeber zahlt das volle Gehalt (KK hat bei mir nix damit zu tun), bekommt für die fehlenden 4 Stunden das Geld aber wieder vom Land.

Alles Gute

LG
Steffi


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
avatar  *Charly
Status:
schrieb am 10.02.2008 13:24
Hallo

Wenn es Dein Schwiegervater ist, dann wundert es mich, dass Dein Mann mit seinen Eltern nicht mal spricht. Aber manchmal sind die Beziehungen so eingefahren, da hilft ein Gespräch leider nicht mehr.

dein Gyn zum Beispiel kann ein BV aussprechen. Mein Gyn hat mir sofort eines ausgestellt, als er meinen Blutdruck sah und dazu die Geschichten aus der Schule hörte. Auf dem schein steht lediglich "Gefahr für Mutter und Kind". Mir persönlich war es auch wurst, ob dass nun dem Arbeitgeber Probleme macht.

Wenn Du Deinem Schwiegervater keine Probleme machen willst, wegen Lohnfortzahlung, Personalausfall etc, dann wirst Du weiter arbeiten müssen.

Ich wünsche dir eine für Dich annehmbare Lösung.

Gruß,
Charly


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  Mondschatten
schrieb am 10.02.2008 15:24
Es gibt ein Mutterschutzgesetz - da steht drin, wie viel man heben darf, wie lange und wann man arbeiten darf etc. Das ist ein GESETZ, d.h. es ist für den Arbeitgeber zwingend, sich daran zu halten. Du hast dieses Gesetz nicht gemacht. Da hilft es auch nicht, dass "früher alles anders war". Du lebst heute, es gibt Gesetze, und an die muss man sich halten.
Rede mit Deinem Mann und Deinem Schwiegervater. Ich erwarte vom Vater des Kindes, dass er Stellung bezieht und sich für Euch beide einsetzt - auch wenn das gegen die eigenen Eltern oft schwierig ist. Ansonsten bleibt Dir nicht viel mehr übrig, als ein BV zu beantragen. Frag mal Deinen Schwiegervater, ob ihm das lieber wäre.

LG,

Andrea


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  KleeneHummel
schrieb am 01.09.2008 20:26
Ich bin in der 12. SSW und mir geht es ähnlich. Ich habe sehr viel Streß bei der Arbeit und werde ständig rund gemacht. Mir werden Sachen angehängt von der Chefin und die Kollegen sagen nix dazu. Sie hat schon gesagt zu mir: "Das kann nicht sein das in letzter Zeit so viel Mist passiert und alles hast du verzapft, steh doch wenigstens dazu, oder willst Du das es auf eine Kündigung rausläuft?" Voll die Drohung. Ich weiß nicht was ich machen soll. Diese Woche bin ich krankgeschrieben weil ich Magenschmerzen habe und mein Immunsystem voll im Keller ist. Der Arzt mein ich soll mich schonen.
Was meint ihr was ich machen soll?


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  Saraphin
schrieb am 04.05.2009 15:25
Hallo,

der Threat ist zwar schon was her, aber ich wollte mich trotzdem mal dazu äußern. Ich bin jetzt in der 22. Ssw und werde von meinem Arbeitgeber ebenfalls nur gemobbt. Ich arbeite in einem Filialbetrieb und meine Kollegen werden ebenfalls gemobbt. Uns wird unterstellt, dass wir klauen würden, dass wir die Videoüberwachung manipuliert hätten, unser Chef droht uns mit Kündigung usw... Ich habe durch den ganzen Mist Migräne bekommen, kann nachts nicht mehr richtig schlafen, weil ich ich nur an die Firma denken muss. Sogar im Krankenschein (wegen starker Rückenschmerzen) wurde ich jeden Tag angerufen und schikaniert. Dann muss ich mir anhören, dass die Kollegin kein frei machen kann, weil ich ja krank bin und das ich ja niemanden hängen lassen soll. Meine FÄ sagte daraufhin nur, sie könnte mich nur krank schreiben, der AG hat sich ans MuSchG zu halten. Sie könnte mir kein BV ausstellen, weil ich so körperlich ja gesund bin und es dem Baby auch gut geht. Sie könnte mich nicht von vorher gesund auf plötzlich arbeitsunfähig schreiben. Und wenn der AG vorhat uns zu kündigen, würde er das sowieso tun. Nur ich halte diesen ganzen Stress einfach nicht mehr aus, bin nur noch am heulen und völlig neben der Spur.
Kann mir jemand evtl einen Rat geben??? Habe große Angst um mein Kind, da es doch den ganzen psychischen Stress sicher auch mitbekommt.

LG
Saraphin


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  Mobbing-Opfer
schrieb am 11.05.2009 19:36
@Saraphin
Also ich empfehle Dir, entweder mit Deinem Hausarzt zu sprechen oder Dir einen neuen Frauenarzt zu suchen.
Psychische Belastungen können genauso schwerwiegend sein wie körperliche. Ich habe ständig mit Bauchschmerzen und Übelkeit zu kämpfen, sobald ich daran denke, dass ich am nächsten Tag wieder zur Arbeit muss. Mobbing ist generell eine grosse Belastung für den Körper, aber in der Schwangerschaft kann diese psychische Belastung auch zur Fehlgeburt führen. Und wenn Dein Arzt das nicht erkennt, würde ich wechseln.
Meine hat es zum Glück erkannt und wird mir ein BV ausstellen. Allerdings traue ich meinem AG überhaupt nicht mehr und habe nun Angst, dass er das nicht akzeptiert. Mal abwarten.
Ich muss dazu sagen, dass es meine 2. Schwangerschaft ist. In der 1. war ich in einer anderen Abteilung und habe bis zum Ende gearbeitet.
Aber mein jetziger Teamleiter schikkaniert mich schon seit bald einem Jahr und ich halte es nicht mehr aus. Ich habe schon ein kleines Kind und so bleibt auch nicht viel Zeit sich auszuruhen - wobei Ruhe bei Mobbing ja auch nicht hilft.
Denk an Dich und Dein Kind. Bei einer Fehlgeburt gibt Dir niemand die Zeit wieder.


  Re: beschäftigungsverbot bei mobbing?
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  gelöschter User
schrieb am 11.05.2009 20:33
also bei mir war es auch eine schwierige arbeitssituation, man wollte mich nach meiner krankschreibung nicht mehr haben, lief sehr unnett, mir wurde gesagt, ich sei nicht mehr erwünscht, dürfe mir keine arbeit nehmen, nichts abrechnen usw., zumindest bei mir hat das zu stark erhöhtem puls, höherem blutdruck, herzrasen (habe ohnehin herzrhythmusstörungen) , durchfall usw. geführt. meine ärztin hat mich sofort dort rausgeholt, ach ja, ich hab auch ständig geheult. sie sah darin auch eine akute gefährdung für mich und das baby. im BV steht nur, dass gefahr für das leben des babys und mein leben bestünde. bei mir kommt noch der diabetes hinzu, bei stress steigt der adrenalinpegel und davon steigt dann der blutzucker unkontrollierbar usw.

ich würde dringend empfehlen zum arzt zu gehen, das genau zu thematisieren, wie es dir mit der situation geht, welche auswirkungen das auf dich hat und darum bitten, dir ein BV zu geben, weil du nicht mehr kannst. ich meine, wir machen das doch alle nicht aus spaß. ich WOLLTE arbeiten und habe niemals damit gerechnet, dass man so mit mir umgeht. wenn ich das BV nicht bekommen hätte, hätte ich im endeffekt gekündigt, weil mir die gefahr für mein baby zu hoch war, da waren mir die finanziellen einbußen echt egal. mir war klar, dass ich dort sowieso nie mehr arbeiten würde. denn sobald ich nicht mehr schwanger gewesen wäre, weiss ich, welches schreiben ich bekommen hätte...




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