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  Wart ihr euch einig bzgl. Pränataldiagnostik?
no avatar
   Ne:ea
Status:
schrieb am 07.02.2008 21:54
Mein Mann und ich waren am DI bei meiner Gyn, welche uns eine Dreiviertelstunde über Möglichkeiten, Chancen, Risiken und ethische Überlegungen informiert hat. Sie hat uns sehr ausführlich beraten und uns vor allem sehr ans Herz gelegt, uns im Vorfeld zu überlegen, was wir genau wissen wollen, was wir mit allfälligen schlechten Resultaten anfangen würden und wie wir mit dem Gedanken an einen Abbruch oder aber ein behindertes Kind umgehen würden.

Ihr war besonders wichtig, dass wir nicht einfach in eine Diagnostik startet und dann nicht genau besprochen hat, wie es weitergehen sollte, wenn die Resultate problematisch sind. Sie meinte, es müsse klar sein, wie entschieden werden soll, wenn die Ergebnisse schlecht aussehen - macht man weiter? Wieviel riskiert man? Wäre man zu einem Abbruch bereit? Hätte ein behindertes Kind im Herzen und im Lebenskonzept Platz? Reicht vielleicht einfach das Urvertrauen, dass es kommt, wie es kommen muss? Lässt man die Diagnostik vielleicht ganz weg und verlässt sich auf das Vertrauen ins Schicksal?

Uff!

Nun ist es so, dass ich da ziemlich anders denke als mein Liebster - obwohl ich seine Gedanken und Argumente durchaus verstehe und nachvollziehen kann. Mein Mann denkt eher mit dem Kopf, ich eher mit dem Herzen und dem Bauch.


Wie kann man da einen Konsens finden, damit es für beide stimmt und auf keinem eine untragbare Verantwortung für jegliche Eventualitäten und Risiken lastet?



Ne:ea


  Re: Wart ihr euch einig bzgl. Pränataldiagnostik?
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   Mondschatten
schrieb am 08.02.2008 12:06
Ich würde mir über die Konsequenzen Gedanken machen und nur die Untersuchungen machen, die eine Konsequenz hätten. D.h. sind wir uns einig, ein behindertes Kind zu bekommen? Oder auch nicht?
Bei meinem Mann und mir war das klar: Wir hätten niemals eine Schwangerschaft abgebrochen, also haben wir auf NFM, Ersttrimesterscreening, FU und dergleichen verzichtet und sind damit gut gefahren. Ich habe keine Unruhe oder Ängste, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte. Wir nehmen das Kind so, wie es uns geschenkt wird. Selbst wenn alle diese Untersuchungen in Ordnung wären: eine Garantie für ein gesundes Kind gibt uns das auch nicht. Das einzige, das ich wirklich wichtig finde, ist der Glucosetoleranztest, weil durch eine frühzeitige Diagnose Folgeschäden vermieden werden können.

LG,

Andrea


  Re: Wart ihr euch einig bzgl. Pränataldiagnostik?
avatar    raise
Status:
schrieb am 08.02.2008 16:27
Ich sehe es genauso wie Mondschatten.

Außerdem habe ich gehört, dass prozentual nur wenige Kinder schon im Mutterleib behindert sind. Die meisten werden es durch Probleme bei der Geburt und durch Unfälle wie - offenbar sehr häufig (!) - Fallen vom Wickeltisch und dergleichen. Gegen so etwas hilft Pränataldiagnostik nichts.


  Re: Wart ihr euch einig bzgl. Pränataldiagnostik?
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   Ne:ea
Status:
schrieb am 08.02.2008 19:24
Liebe Mondschatten, ich teile deine Meinung total! Ich finde auch, dass man sich vorher Gedanken machen soll, wie weit man gehen würde, wenn das Resultat schlecht ausfallen würde. Natürlich wird man im Fall eines schlechten Ergebnisses auf den Boden geworfen und muss sich vielleicht noch einmal fragen, ob die vorher gemachten Gedanken immer noch passen - aber sich das NICHT zu überlegen, finde ich einfach nicht gut.

Ich habe viele Jahre mit schwerst Mehrfachbehinderten Kindern gearbeitet und muss sagen, in den Krankengeschichten waren dies wirklich meist Gendefekte, welche pränatal nicht hätten vorausgesehen werden können (ich meine mit Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie), sondern viele Komplikationen während der Geburt, Ertrinkungsunfälle oder Mehrlinge, wobei einer in der intrauterinen Versorgung zu kurz gekommen ist. Einige Frühgeburten.

Ich komme mehr und mehr zu der Meinung, dass ich keine Untersuchungen machen möchte. Ich werde aber heute mit meinem Mann auswärts essen gehen und die ganze Sache mal in Ruhe durchbesprechen. Bin gespannt.


Ne:ea




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