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  Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   alsina
schrieb am 08.09.2006 10:41
Nachdem ich insgesamt 2 Jahre in der Kinderwunschbehandlung war bin ich durch IVF nun endlich schwanger geworden. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen keine FU (Fruchtwasseruntersuchung) vornehmen zu lassen und auch sonst nichts zu unternehmen, was das Leben des so sehnlich erwarteten Kindes zu gefährden könnte. Da ich in 5 Monaten 35 Jahre alt werde und nun 8 + 3 bin hat mich meine Ärztin kurz angesprochen welche Untersuchungen möglich sind. Da sagte sie dann einfach:"und das mit der FU boxen wir dann auch noch bei der Krankenkasse durch". Keine Frage ob ich das machen möchte oder wie ich dazu stehe. Sie meinte dann nur noch dass sie mir ein paar Unterlagen mitgibt und ich mir das durchlesen und überlegen soll. Sonst nichts. Das wars. Ich finde das reichlich dürftig wenn man aufgrund solcher Aussagen eine Entscheidung treffen soll. Wie schmerzhaft ist diese FU eigentlich. Hab bisher 2 sehr gegenteilige Auskünfte erhalten. Von "ist wie ne Spritze" bis "ultraschmerzhaft und kaum auszuhalten". Auf der anderen Seite möchten wir kein behindertes Kind, wenn es sich vermeiden lässt. Weiss jemand ob man nach der Entscheidung eine Abtreibung vorzunehmen das Kind auf normalem Wege zur Welt bringen muss oder ob eine Ausschabung erfolgt? Vielleicht hat ja auch noch jemand einen Vorschlag zur Alternative einer Fruchtwasseruntersuchung. Vielen lieben Dank an alle.


  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   Felis
schrieb am 08.09.2006 10:51
Hey du,

ich würd dir raten: wenn ihr euch von Anfang an gegen eine FU entschieden hattet, dann bleibt doch einfach dabei. Nur weil eure Ärztin es anbietet, heißt das noch lange nicht, dass sie auch notwendig ist. Und es klingt auch nicht so, als hätte sie euch explizit dazu geraten, sondern einfach nur die Möglichkeit in den Raum gestellt. Also warum lasst ihr euch da so sehr verunsichern?

Als Alternative würde ich ein Fein-Ultraschall um die 20.SSW herum vorschlagen, da besteht kein FG-Risiko und man bekommt handfeste Aussagen (im Gegensatz zur Nackenfaltenmessung).

Ich glaube, Ausschabungen werden nur bis zum 4.Monat vorgenommen, das weiß ich aber nicht mit Gewissheit.




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   similian
schrieb am 08.09.2006 10:51
hallo alsina

hast du denn die NtMESSUNG UND DEN TRIPPLETEST schon gemacht?

Da wird das statistische RISIKO berechnet für ein behindertes Kind.

Wir werden erst mal das machen und je nachdem wie gross oder besser klein das RISIKO ist , entscheiden ob wir eine FU machen werden.

Es gibt ja noch die Chondriozottenpiobsie, die geht schon früher und das Resultat liegt nach 2-3 Tagen vor. Da wird eine AS vorgenommen, falls es gewünscht wird. FG Risiko ist jedoch bei 0.5-1,5 %.

Die FU ..... wird erst später gemacht, eine AS ist wohl nicht mehr möglich, es wird eine Geburt eingeleitet. Das FG Risiko dabei ist bei etwa 0,5%.

Die Entscheidung kann Dir leider niemand abnehmen. Wichitg ist dass Du weisst ob Ihr ein Risiko eingehen wollt was ein Behindertes Kind angeht oder auf keinen Fall.

Wie gesagt, wir entscheiden nachdem wir die Risikozahl bestimmt haben.
Sprich die FA mal auf die NT messung und den Trippletest an! Vielleicht hilft Dir das dann um abzuwägen wie Du weiter vorgehen möchtest.

Alles gute und liebe Grüsse




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   LeeLee
schrieb am 08.09.2006 10:53
Meine FÄ wollte auch unbedingt, dass ich eine FU machen lasse. (ich war zu der Zeit 35, bin jetzt 36)
Erst wollte ich das auch, ich hab dann aber soviel Schiß bekommen, das bei der FU was passiert, das ich sie abgeblasen habe.

Ich hatte davor ein Ersttrimesterscreening machen lassen (11.- 14. SSW, Messung der fetalen Nackentransparenz + Blutentnahme) Dabei wird das Risiko für eine Trisomie 21 und 13/18 abgeschätzt. Das ist aber nur eine Risikoberechnung keine Diagnose.
Da das Ergebnis gut ausgefallen ist, (mein Altersrisiko betrug in der SSW 1:226, das adjustierte Risiko 1:1605 für Trisomie 21)hab ich mich gegen eine FU entschieden.

Solltest du dir vielleicht auch überlegen, es so zu machen.

Nach einer FU mußt du das Kind bei einem Schwangerschaftsabbruch auf natürlichem Weg bekommen, eine Ausschabung ist nicht mehr möglich, dafür die die Schwangerschaft schon zu weit fortgeschritten.




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  das ist kein Schock sondern ihre Pflicht
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   lucky*3
schrieb am 08.09.2006 10:54
deine Ärztin ist verpflichtet dich auf diese Untersuchung hinzuweisen, Wenn du Fragen dazu hast, dann mußt du sie fragen, nicht darauf warten, daß sie was sagt. Sie weiss ja nicht, was du alles schon weisst.

Also bis zum nächsten man überlegen was du wissen willst und fragen fragen fragen. Oder du gibts vorab bei google alles ein was dich interessiert, da bekommst du so viele Infos, da brauchst du nicht mehr zu fragen.

Die FU wird zu einem Zeitpunkt gemacht wo keine AS mehr möglich ist.

Ich habe eine Chorionzottenbiopsie machen lassen, da wir uns einig waren, daß wir kein behindertes Kind wollen. Die CB kann man zu einem früheren Zeitpunkt als die FU machen lassen, im schlimmsten Fall aller Fälle könnte man da noch eine AS machen lassen.

Die Schmerzen sollten wirklich nicht den Ausschlag für die Entscheidung geben. Bei der CB wird eine dickere Nadel genommen als bei der FU, deswegen ist sie tendenziell etwas schmerzhafter. Aber der Piks, der wirklich nicht schlimm ist, dauert ca 30 Sekunden und dann ist es wieder vorbei, da kommen gegen Ende der Schwangerschaft ganz andere Schmerzen und Unanehmlichkeiten auf dich zu, da ist diese Untersuchung wirklich harmlos.

Nütze die nächsten Wochen um dich zu informieren und dann müßt ihr zusammen eine Entscheidung treffen.




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   kleine Blume
schrieb am 08.09.2006 10:57
Hallo alsina,

also ich hab das für mich so abgehandelt, da ich bereits 40 bin:

ich hab den Triple-Test machen lassen und meine FÄ hat mich zur Feindiagnostik geschickt.

Beides ist ohne Befund bzw. unauffällig verlaufen. Die Ärztin bei der Feindiagnostik hat mich auch darauf hingewiesen, das ich eine FU machen könnte (aber sie sagte, das ist ihre Pflicht,sie muß mir das sagen, ich muss das nicht tun...)
Ich lass es nicht machen.
Ich hab 2 gesunde Kinder. Und eine Abtreibung hinter mir, an der ich fast zerbrochen bin. Eine Abtreibung kann man bis zur 12. Woche per "Ausschabung" machen lassen. Größere (also "ältere" )Kinder bringt man wahrscheinlich irgendwie auf normalem Weg "zur Welt", soweit ich das weiß.


Liebe Grüße




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   nursteph
schrieb am 08.09.2006 11:15
ich bin 37 und meine fä hat mir die fu NICHT empfohlen. sie meinte, ich solle erstmal die nfm und blutuntersuchung machen und wenn das risiko dann sehr hoch sei, die fu. ich wollte sie ja auf grund meines alters ursprünglich machen, meine fä, eine sehr ruhige und besonnene frau, meinte, wenn die nfm nicht auffällig ist, würde sie es nicht machen. ich sei gesund, meine familie auch. bei der nfm selbst wurden wir nochmal von einer anderen medizinierin beraten und auch sie meinte auf grund des ergebnisses, sie würde eigentlich nicht zur fu raten.
ein restrisiko kannst du nie ausschließen und bei der geburt selbst kann auch noch viel passieren. letztlich müsst ihr euch im klaren sein, was ihr machen würdet, wenn man eine behinderung diagnostizieren würde.
lass dich nicht zu sehr verunsichern!




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
avatar    mariejona
Status:
schrieb am 08.09.2006 11:18
Hallo Alsina,

ich finde die Aussage Deiner Ärztin nicht in Ordnung. Gibt es bei Euch eine familiäre Vorbelastung, dass hier eine Untersuchung notwendig sein sollte? Habt ihr eventuell eine humangenetische Untersuchung machen lassen vor der Therapie?

Du kannst gerne mal mein Profil durchlesen, bei uns standen auch so einige Fragen im Raum - vor allem wg. der Erkrankung meines Mannes und dem bekannten Herzfehler in seiner Familie.

Letztendlich liegt die Entscheidung, ob Du eine Untersuchung machen lassen möchtest bei Dir, denn DU musst mir dem Ergebnis den weiteren Weg bestimmen.
Für uns gab es da keine Diskussionfläche. Wir haben die humangenetische Unterschung gemacht und uns entschieden, dass wir nichts weiteres machen lassen werden - auch keine Nackenfaltenmessung - da ich das Kind nehme wie es mir geschenkt wird. ABER diese Entscheidung kannst nur DU mit deinem Mann treffen.

Alles Liebe und Gute
mariejona




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   gelöschter User
schrieb am 08.09.2006 11:35
Hallo...
also die Beratung Deiner Ärtzin ist ja klasse!?! *kopfschüttel*

Ich selbst bin 43 und habe Ende Juli eine FU machen lassen, weil ich mir und auch dem Baby zuliebe Sicherheit verschaffen wollte. Ich kann Dir nur sagen, das ich es nicht als schlimm empfand. Sicher....sie pieksen durch die Bauchdecke, aber auch nicht mit sooooo einer langen Nadel, wie immer erzählt wird. Nach meinem Empfinden war es so wie bei der Blutabnahme, nur das da halt etwas Druck auf den Bauch ausgeübt wurde. Dieser Eingriff dauert so 3 Min und dann war alles vorbei. Vorher wurden wir noch über alles aufgeklärt, ganz ausführlich und mit einem ausgiebigen Ultraschall. Danach kam ich noch 30 Min an den CTG, um zu sehen, ob und wie die Gebärmutter auf den Eingriff reagiert. Aber da tat sich nix und ich konnte nach Hause gehen. Mußte noch den Tag über viel liegen und die Tage danach Anstrengungen vermeiden. Heute gehts mir nach wie vor gut und ich bin froh es gemacht haben zu lassen.

Letztendlich ist es aber natürlich Deine Entscheidung und auch Deine Ärztin wird Dir weder zu noch abraten. Aber aufklären sollte sie Dich schon umfassend.

Lass mal hören, wie Ihr Euch entscheidet...




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   Tyldak
schrieb am 08.09.2006 11:54
Hallo Alsina,

ich würde dir auch empfehlen, mal bei Google reinzuschauen und Dich ausführlich zu informieren. Ich persönlich habe mich gegen die FU entschieden, weil es ja auch ein Risiko für eine Fehlgeburt mitbringt. Es kommt darauf an, wie Du auch mit dem Ergebnis umgehen würdest - wenn z.B. eine Behinderung diagnostiziert wird. Eine Ausschabung wird wohl nur bis zur 12. Woche gemacht, wenn Du später abtreiben möchtest, wird eine Geburt eingeleitet. Dabei wird entweder das Baby per Spritze schon im Mutterleib getötet, oder es kommt lebend zur Welt und wird dann zum sterben weggelegt. Wie gesagt, es ist eine sehr persönliche Entscheidung (und mit Sicherheit keine leichte). Der Schmerz bei der FU wurde übrigens von jeder Frau anders empfunden, ich habe viel gelesen, von "ein winziger Piks" bis zu "unerträglich" war alles dabei, die Frage kann Dir wahrscheinlich vorher keiner beantworten, wie Du es empfinden würdest.

Liebe Grüße
Tyldak


  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   DasdoppelteLottchen
schrieb am 08.09.2006 12:29
Oje, da ist ja jemand mit der Holzhammer-Methode vorgegangen streichel...
Überleg dir gut, ob DU die FU möchtest. Würdest du daraus Konsequenzen ziehen oder möchtest du dich ggf. auf den Fall der Fälle vorbereiten? Das entscheidest ganz allein du!




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   Jinili
schrieb am 08.09.2006 12:45
ich habs nicht gemacht.. ok ich bin etwas jünger..aber habe letztens erst etwas von einer Frau gelesen die auch von der Gyn mehr oder weniger gedrängt wurde FU zu machen..und hat dann durch die FU ihr wie sich dann rausstellte gesundes Kind verloren....




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   alsina
schrieb am 08.09.2006 15:20
Leider kann ich nicht viel sagen zu Erkrankungen in der Familie. Da ich adoptiert bin weiss ich nichts oder nicht viel von meinen leiblichen Verwandten. Mein Vater ist ausserdem unbekannt. Von Seiten meines Mannes gibt es keine familiären Belastungen. Eine humangenetische Untersuchung vor der IVF-Behandlung wurde nicht durchgeführt, da unser Arzt dies nicht als notwendig einschätzte. Liebe Grüsse alsina


  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   sandr_969
schrieb am 08.09.2006 16:51
Also ich habe auch eine FU machen lassen.
Werde 37Jahre . Hatte Anfangs auch Angst, daß was passieren könnte. Aber ich wollte mir dann doch sicher sein,daß mein Kind nicht vielleicht schwerstbehindert ist.
Ich war mir auch sicher,daß wenn das Kind arg krank sein sollte,ich es nicht! bekommen werden würde.
Der Ultraschall war super....über eine halbe Stunde Baby gucken!
Und der Eingriff selbst,war unangenehm aber es tat nicht weh!
Am nächsten Tag bekam ich schon telefonisch Bescheid da ich ein Fish-Test hab machen lassen...kostet extra,aber dafür muß man nicht 3Wochen warten.
Ich war dann sehr froh,daß alles o.k war. Und ich konnte mich auch dann auf die Schwangerschaft konzentrieren....
Ich wünsche Dir,daß Du die richtige Enscheidung für Dich triffst!

LG und alles Gute weiterhin




  Re: Schock - Ärztin hat FU empfohlen - lang-
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   k+v
schrieb am 09.09.2006 00:37
Hi! Als betroffener Ehemann einer 35/36jährigen werdenen Mama geb ich auch mal meinen Senf dazu (mit männlichem Pragmatismus):

1. Wir haben schon eine Menge Ärzte durch, da bei uns leider alles auch nicht so geklappt hat wie man sich das so vorstellt: jeder Arzt erzählt was anderes......und zwar zu jedem Thema

2. Kein Arzt wird Dir eine Sicherheit geben - egal wie das Ergebnis ausfällt. Das sind reine Statistiken. Auch bei "schlechten" Prognosen kann durchaus alles ok sein.

3. Ich kenne viele Paare die sich bewusst gegen alle Voruntersuchen entschieden haben, sondern es so nehmen wollten wie es kommt (und es war immer alles ok - denn die Natur sorgt da auch für ihren Teil).

4. Das Risiko einer solchen Untersuchung soll man nicht unterschätzen! Ein (aus meiner Sicht) sehr guter Arzt hat uns beraten und gesagt: "Das Risiko einer Fehlgeburt durch die Untersuchung (generell >1%) ist größer, als die Sicherheit, die man aus der Untersuchung erhielte, dass alles ok sei". Mit anderen Worten: Bei der Untersuchung kommt eh nix raus.

Wenn Dir eine Arzt sagen würde: "Wenn Sie diese Untersuchung machen, dann können wir mit 50% Sicherheit sagen, das Sie das gleiche Riskio haben wie eine 20jährige - aber das Kind zu 1% bei der Untersuchung abgeht". Würdest Du das machen?

Also aus meiner Sicht lohnt das nicht. Das Riskio wäre mit zu hoch.






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