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  Fruchtwasser austausch?
avatar    Para1982
schrieb am 28.08.2006 15:44
Hallo ihr..

Hoffe ihr könnt mir mal eben helfen.. mein Männe wollt grad wissen, wo das Fruchtwasser hinkommt was ja ausgetauscht wird alle paar std.?

Allerdings steh ich da selber grad vor nem Rätsel...
Scheidet man es einfach über den Urin aus und muss vielleicht auch deshalb so oft auf die Toi?


Danke




  Re: Fruchtwasser austausch?
avatar    Lina+3
Status:
schrieb am 28.08.2006 16:05
Soviel ich weiß wird das Fruchtwasser ca. alle 3 h vollkommen erneuert. Gereinigt und regeneriert wird es über die Nieren der Mutter. Mit Ausscheiden ist da nicht so viel, da es ja erneuert wird, d.h. die Menge bleibt immer gleich. Die NIeren der Mutter haben daher in der Schwangerschaft mehr zu leisten, weshlab man darauf achten sollte, genug zu trinken.


Zitat

Fruchtwasser nennt man die vom Amnion (Fruchtblase) gebildete klare, wässrige Körperflüssigkeit, mit der die Amnionhöhle gefüllt ist.

In der 4. Schwangerschaftswoche umgibt sie den menschlichen Embryo bereits vollständig und verhindert damit Verwachsungen desselben mit dem Amnion. Später dient sie auch als "Schutzkissen", das Stöße abzufangen hilft, und es ermöglicht dem wachsenden Fetus Bewegungen. Eine vierte Funktion übernimmt sie in der Eröffnungsphase der Geburt, indem sie - bei intakter Fruchtblase - die Weitung des Zervixkanals gleichsam als ein hydrostatischer Keil unterstützt.

Die Fruchtwassermenge wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung der Schwangeren überprüft: In der 10. Schwangerschaftswoche sind üblicherweise etwa 30 Milliliter (ml) Fruchtwasser vorhanden, in der 20. an die 350 ml, in der 30. bis 34. Woche etwa 1000 ml, zur Geburt etwa 800 ml. Eine Vermehrung des Fruchtwassers auf 1500 - 2000 ml wird als Polyhydramnion bezeichnet (Therapie: Amniondrainage), eine Verminderung auf weniger als 200 - 500 ml als Oligoamnion oder Oligohydramnion (Therapie: Amnioninfusion).

Die Amnionflüssigkeit wird alle drei Stunden vollständig erneuert, wobei der Fetus am Ende der Schwangerschaft davon ca. die Hälfte, also 400 ml trinkt. Dieser Anteil wird großteils vom fetalen Darm resorbiert und zum Teil über den plazentaren Kreislauf in die mütterliche Blutbahn abgegeben. Der Urin, den der Fetus in das Fruchtwasser entleert, ist aufgrund eben dieser Ausscheidungsfunktion der Plazenta nur wenig konzentriert, für die Entwicklung des Feten aber von entscheidender Bedeutung, da er mengenmäßig den größten Anteil an der Produktion des Fruchtwassers hat: Wird aufgrund z.B. einer Fehlbildung im fetalen Urogenitaltrakt zu wenig Urin produziert, stellt dies den Beginn der sogenannten Oligohydramnion-Sequenz (früher: Potter-Sequenz) dar: die Fruchtblase enthält zu wenig Fruchtwasser, was zu Fehlbildungen des Schädels und Gesichts, verschobenen Hüften, Fehlbildungen der Füße (z. B. Bildung von Klumpfüßen) und einer Hypoplasie (Unterentwicklung) der Lungen führt.

Umgekehrt kommt es zur Ausbildung eines Polyhydramnions, wenn infolge einer Behinderung der fetalen Magen-Darm-Passage wie z.B. einer Ösophagusatresie der Fetus unzureichend trinkt, die Urinproduktion aber aufgrund der ungestörten plazentaren Versorgung nicht vermindert ist.

Verschiedene Erbkrankheiten und chromosomal bedingte Besonderheiten lassen sich durch Pränataldiagnostik, z.B. mittels einer Amniozentese und einer nachfolgende Fruchtwasseruntersuchung, nachweisen. Eine unübliche Menge an Fruchtwasser kann als sonografischer Softmarker für bestimmte Besonderheiten gelten.

Quelle: Wikipedia
LG



Beitrag geändert am : (Mo, 28.08.06 16:22)


  Re: Fruchtwasser austausch?
no avatar
   michael333
schrieb am 22.03.2008 19:37
hallo,

ich kann mir das absolut gar nicht vorstellen wie das fruchtwasser über die nieren ausgeschieden werden soll. stimmt denn die aussage überhaupt?


  Re: Fruchtwasser austausch?
avatar    LeFey
schrieb am 23.03.2008 10:21
ich hab das nicht so verstanden dass es darüber ausgeschieden wird, sondern eher so, dass die Nieren sozusagen ein "Klärwerk" sind.




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