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  Kind trinkt Fruchtwasser - aber macht's auch Pipi?
avatar    sturzpueppi
schrieb am 15.08.2006 16:03
hallo,
an die Profis lesen unter Euch mit der Bitte um Klärung!

Wir hatten letztens eine heiße Diskussion Ich bin sauer einer 4-fachen Mutter und einer Säuglingsschwester wg. des Fruchtwassers, aus der ich mich mangels wirklichem Wissen lieber rausgehalten habe. schweigen

Die eine behauptete, das Kind trinkt nicht nur Fruchtwasser, sondern pinkelt auch in da hinein und würde auch das "größere Geschäft" da hinein machen.
Wurde von der anderen vehement bestritten. Hammer

Also ich hab bisher nur gelesen, dass das Kind erst nach der Geburt das erste Mal Stuhlgang hat, und wenn es vor der Geburt doch bereits was "Festes" absetzt (Kindspech, Mekonium), dann verfärbt sich das Fruchtwasser grün und die Geburt muss dringend herbeigeführt werden.
Pinkelt das Baby nun ins Fruchtwasser oder nicht? Wenn ja - wie wird das Fruchtwasser dann wieder sauber, über den Blutkreislauf der Mama, oder über Nabelschnur/Plazenta, oder wie werden die Ausscheidungen des Babys "entsorgt"?

Ich fühle mich gerade mega-unwissend Ich hab ne Frage

Danke für Eure Antworten.




  Re: Kind trinkt Fruchtwasser - aber macht's auch Pipi?
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   Jade04
schrieb am 15.08.2006 16:08
Ja, das Ungeborene scheidet das Fruchtwasser wieder aus. Schau mal hier:

Das Fruchtwasser

Ihr Baby fühlt sich im Fruchtwasser sehr wohl. Es ist geschützt vor Druck und Stössen von aussen und kann sich darin relativ frei bewegen, bis es so gross geworden ist, dass es eng wird. Die wachsartige weisse Käseschmiere (Vernix caseosa), von der bei der Geburt häufig noch Reste zu sehen sind, sorgt dafür, dass die Haut im Fruchtwasser nicht zu sehr aufweicht.

Gleich nach der Einnistung der befruchteten Eizelle beginnen die winzigen Häute der Fruchtblasemit der Produktion von Fruchtwasser. Ab der 14. Lebenswoche trinkt das Ungeborene Fruchtwasser in kleinen Schlucken und scheidet es über seine Nieren und Harnblase wieder aus. Gegen Ende der Schwangerschaft wird das Fruchtwasser etwa alle drei Stunden komplett ausgetauscht. Der Fruchtwasser-Kreislauf trainiert so schon vor der Geburt die Nieren- und Schluckfunktion. Störungen in diesem Kreislauf sind im Ultraschall meist gut erkennbar und deuten auf eine fetale Fehlbildung im Verdauungs- oder Harntrakt hin: Zuviel Fruchtwasser (Polyhydramnion oder Hydramnion) heisst, dass die Aufnahme des Fruchtwassers blockiert ist, zum Beispiel durch eine Speiseröhrenverengung. Zuwenig Fruchtwasser (Oligohydramnion) kann bedeuten, dass die Nieren nicht gut arbeiten oder ein Hindernis beim Urinabfluss besteht.

Die normale Fruchtwassermenge liegt in der 10. Woche bei ca. 30 ml, in der 20. Woche bei ca. 350-500 ml und in der 36. Woche bei 1000 bis 1500 ml. Danach verringert sich die Fruchtwassermenge mit jeder Woche um ca. 100 ml. Normales Fruchtwasser sieht gelblich-klar aus. Am Geburtstermin ist es allerdings durch die enthaltenen Vernixflocken oft gelblich-trüb. Fruchtwasser ist leicht süsslich. Fachleute meinen, dass Babys deshalb nach der Geburt süsse Getränke und Nahrung am liebsten haben.

Die Bestandteile des Fruchtwassers spielen auch eine grosse Rolle bei der vorgeburtlichen Diagnostik: Abgeschilferte Hautzellen des Feten, die im Fruchtwasser schwimmen, können bei der Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) mit dem Fruchtwasser entnommen und auf ihren Chromosomensatz hin untersucht werden. So erhält man Auskunft über eine Chromosomenstörung des Ungeborenen. Untersucht man die Phospholipide im Fruchtwasser, kann man die fetale Lungenreife abschätzen. Das ist besonders dann eine wichtige Bestimmung, wenn es um die Therapie vorzeitiger Wehentätigkeit, den Einsatz von Corticosteroiden und die Verhinderung einer Frühgeburt geht. Bei einer Blutgruppenunverträglichkeit (z.B. des Rhesus-Faktors) kann an der Konzentration des Bilirubins im Fruchtwasser erkannt werden, wie gefährdet das Ungeborene ist. Die Erreger verschiedener intrauterin erworbener Infektionen, z.B. Toxoplasmose und Listeriose, können ebenfalls im Fruchtwasser nachgewiesen werden.


LG Jade




  Re: Kind trinkt Fruchtwasser - aber macht's auch Pipi?
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   klaralaura
schrieb am 15.08.2006 16:10
Nach meinem Wissen – was ich auch nur aus diversen Schwangerschaftsratgebern habe – urinieren die Kleinen sehr wohl ins Fruchtwasser… das Getrunkene muss ja auch irgendwie wieder ausgeschieden werden. Zudem ist das sicher so eine Art Testlauf für die Nieren. Die Ausscheidungen und das verunreinigte Fruchtwasser wird dann wohl über die Nieren der Mutter gereinigt und ausgeschieden.

Stuhlgang haben die Kinder aber wohl erst das erste Mal erst nach der Geburt. Soviel sammelt sich ja auch nicht im Darm, da sie ja über den Blutkreislauf der Mutter mit versorgt werden und nicht über Nahrung die über den eigenen Magen und Darm verdaut wird. Das Kindspech besteht ja größtenteils aus Zellen und Haaren, die während der Schwangerschaft mal verschluckt werden.


So habe ich es jedenfalls gelesen.




  Re: Kind trinkt Fruchtwasser - aber macht's auch Pipi?
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   miss-j
schrieb am 15.08.2006 16:45
Ja das Baby macht pipi ins Fruchtwasser. Blase und Nieren funktionieren schon recht früh in der Schwangerschaft (bei mir konnte man in der 13. SSW mittels 3D-US sehen wie es Fruchtwasser trinkt und die Blase war voll!
Das Fruchtwasser wird alle 3-4 Std komplett vom Körper der Frau erneuert...finde ich sehr faszinierend! Somit verschwinden auch die Ausscheidungen vom baby! Und mit dem babykot kenn ich das genauso wie du es beschrieben hast!

LG jasmin




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  Re: Kind trinkt Fruchtwasser - aber macht's auch Pipi?
avatar    R+P+P
schrieb am 15.08.2006 16:47
So kenne ich das auch aus verscheidenen Büchern: DIe Babys trinken Fruchtwasser und pinkeln es natürlich wieder aus, aber das Ganze ist eine in sich sterile abgeschlossene Sache. Und wenn Stuhlgang im Fruchtwasser ist, dann wird es grün und es ist höchste Eile angesagt, dass das Kind raus kommt.
Beim Übertragen gibt es auch so eine Untersuchung, bei der man versucht, die Farbe des Fruchtwassers zu erkennen, um eine Grünfärbung auszuschließen. Ist aber wohl umstritten und eher selten.




  Re: Kind trinkt Fruchtwasser - aber macht's auch Pipi?
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   gelöschter User
schrieb am 15.08.2006 22:26
Fruchtwasser trinkts und pipi machts, Stuhlgang hats erst nach der Geburt in form von mekonium, bei stress leider auch manchmal eher...dann muß was passieren den dann gehts Baby nicht wiklich gut.






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