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  FU-Untersuchung bei Zwillis
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   xochitl
schrieb am 31.07.2006 01:10
Bei mir (38) steht jetzt langsam die FU-Untersuchung an. Ein bisschen Schiss hab ich schon, denn es sind zweieiige Zwillis, und einer entwickelt sich ohnehin nicht gut (viel kleiner, kleinere Plazenta etc..). Was könnte man denn machen, wenn einer von beiden nicht in Ordnung wäre? Müsste ich dann im Ernstfall beide abtreiben lassen?
Danke
Xochitl




  Re: FU-Untersuchung bei Zwillis
avatar    Lina+3
Status:
schrieb am 31.07.2006 08:01
Ich hatte eine CB bei den Zwillingen, die war relativ problemlos. Nur das 2x eingestochen werden mußte, war unangenehm - nach dem 1. Stich wußte man halt schon, was kommt. Da ist mit Entspannen nicht mehr viel.

Wenn der eine Zwilling nicht i.O. ist, kann man einen Fetozid machen lassen. D.h. der Embryo wird durch einen Eingriff ähnlich der FU mit einer Spritze ins Herz getötet. Ganz gezielt. Der andere Zwilling wird davon in der Regel nicht betroffen. Das Risiko ist genau wie bei einer FU, dass es zu einer Infektion oder vorzeitigen Wehen kommen kann. Aber das solltest du dann sowieso mit einem Arzt besprechen, wenn es so weit kommen sollte.

LG und alles Gute




  Re: FU-Untersuchung bei Zwillis
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   tigerlejon
Status:
schrieb am 31.07.2006 08:36
Guten Morgen,

warum läßt Du die Untersuhung denn machen? Klar, di Äzte empfehlen das, ich würde dem jedoch nur Zustimmen, wenn ich mir über die Konsequenzen im klaren wäre. Würdest Du denn ein eventuell fehlgebildetes Kind abtöten lassen? Diese Entscheidung nimmt Dir dann nämlich niemand ab, die mußt Du selber treffen.
Ich bekomme auch Zwillinge und habe mich aus eben diesem Grund gegen eine Pränataldiagnostik entschieden, nur den Feinultraschall haben wir machen lassen, da dort dann ja auch schwere Fehlbildungen und uch eventuelle Wachstumsstörungen die für die Wahl des Geburtsmodus wichtig sind festgestellt werden. Denn auch ein Kind mit z.B. Trisomie 21 hätten wir nicht abgetrieben.Ich will hier nicht die verurteilen, die ich dafür entscheiden, ich meine nur, überleg Dir vorher, welche Konsequenz ein negatives Untersuchungsergebniss für Dich hat und lass Dir nichts aufschwatzen, nur weil es halt heute zum Standart gehört!

Liebe Grüße




  Re: FU-Untersuchung bei Zwillis
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   Pearl35
schrieb am 31.07.2006 09:04
Also ich bin auch mit Zwillingen schwanger und 38. FU kam für mich nicht in Frage. Mir ist das Risiko einfach zu groß, angeblich zwar nur 1%, aber so wenig ist das auch nicht. Und so unkompliziert ist das Töten eines schlechter entwickelten Fetus auch nicht. Ich könnte es nicht. Und die Tatsache, daß ein Zwilling kleiner ist, muß ja auch nicht heißen, daß Behinderungen vorliegen. Oft entwickeln sie sich unterschiedlich. Ich habe die Nackentransparenz messen lassen. Sie war bei beiden alles in Ordnung, aber auch ein abweichendes Ergebnis hätte für uns keine Konsequenzen gehabt.Ich lasse den Feinultraschall machen - allerdings nur um etwas für das Kind/die Kinder machen zu lassen, wenn Probleme deutlich werden sollten, eine Abtreibung käme für mich nicht in Frage. Die Pränataldiagnstik ist ein schwieriges Feld. Ich denke, daß von ärztlicher Seite zu wenig beraten und zuviel auf solche Untersuchungen gedrängt wird. Mit den Problemen und Konsequenzen muß man dann selbst fertig werden. Ich denke es ist wichtig, sich jede mögliche Situation im Kopf durchzuspielen. Wenn Du mit entsprechenden Konsequenzen und dem möglichen kompletten Verlust Deiner Schwangerschaft umgehen kannst, dann ist das für Dich in Ordnung. Ich verurteile da wirklich niemanden, aber setz Dich damit vor der Untersuchung auseinander, sonst läuft eine Routine ab, von der Du Dich nachher überrollt fühlst. Wenn Du Dich frei dafür entschieden hast und alles für Dich akzeptieren kannst, dann hast Du auch Dein seelisches Gleichgewicht und wirst nicht später mit Deiner Entscheidung hadern.

Viel Glück

Vera




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  Re: FU-Untersuchung bei Zwillis
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   miffi
schrieb am 31.07.2006 12:03
Hallo,

ich bin inzwischen Mama von 9-wochen alten Zwillis und ich habe auch keine FU machen lassen. Nur die Nackenfaltenmessung in einer Uniklinik. Ich hatte mich aber genetisch beraten lassen und es hieß, dass das Risiko bei zweieiigen Zwillingen, dass beide von Trisomie betroffen sind, bei ca. 0,1 % liegt. Ich bin 36 und wir sind familiär nicht irgendwie vorbelastet.
Mit diesem Risiko konnte ich leben. Falls ein Kind krank gewesen wäre, hätte ich auch nichts unternommen, um das andere nicht zu gefährden.
Aber beide sind putzmunter.
Das Risiko der Fu ist bei Zwillis nämlich doppelt so hoch wie bei Einlingen.

Aber entscheiden mußt letztendlich Du selbst.

liebe Grüße
Miffi mit Nicolas und Jana und Julian


  Re: FU-Untersuchung bei Zwillis
avatar    Lina+3
Status:
schrieb am 31.07.2006 12:40
Ich kann jeden verstehen, der keine Untersuchung machen läßt, aber warum wird gleich der Zeigefinger erhoben, wenn jemand eine invasive Untersuchung machen lassen will?

Ich war bei den Zwillingen 42, als ich schwanger wurde, bei beiden Kindern war die Nackenfalte am oberen Normbereich (2,75 mm) und ich hatte ein Trisomie-Risiko von 1:75 pro Kind. Außerdem hätte weder mein Mann noch ich ein behindertes Kind gewollt. Wir hatten bereits ein Kind und dann auch noch Zwillinge (mit denen es schon hart genug wird), davon noch einer behindert - das woltlen wir nicht. Auch wenn es "nur" eine Trisomie 21 gewesen wäre.

Jeder muss doch selbst wissen, was er sich zumuten kann. Wobei - niemand weiß, was auf ihn zukommt, wenn er ein behindertes Kind bekommt. So wie niemand vorher ermessen kann, was mit einem (oder zwei) Kindern überhaupt auf einen zurollt.

Eine Freundin erwartete Drillinge und hat bei ihnen eine CB machen lassen, weil sie einen vererbbaren Chromosomenschaden in der Familie hatte.

Ich ziehe den Hut vor jedem Paar, dass sich für ein behindertes Kind entscheidet. Aber es sollte auch genauso viel Hochachtung für die bestehen, die sich dagegen entscheiden, denn keiner macht sich diese Entscheidung leicht.

LG






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