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  Ausreichend Gruende fuer KS??
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   Ayam
schrieb am 25.07.2006 19:34
Hallo Ihr Lieben,

ich wuerd gern mal eure Meinungen hoeren, wenn´s geht auch "medizinisch" begruendet. Es geht um die Frage KS, oder nicht (auch wenn ich etwas vom Thema abschweife, Sorry!!)

Also, bei unserer letzten VU kamen wir auf das Thema Entbindung, weil bei uns die Frage aufkam, wo, also in welcher Stadt ich entbinden soll/will/werde.

Kurze Erklaerung, damit ihr die Problematik versteht:
Wir leben in einer kleinen Stadt, die einige kleine Krankenhaeuser hat (nicht sehr vertrauenserweckende), aber vor kurzem wurde hier eine Zweigstelle einer renomierten spanischen Krankenhauskette eroeffnet.
Jetzt war unsere Frage, ob mein Gyn, der die Geburt betreut (er wohnt und praktiziert in einer etwas groesseren Stadt ca. 80 km entfernt von uns) ob er willig waere zu uns in das "neue" Krankenhaus zu kommen.
Eben damit wir wenn´s los geht nicht ne Std. im Auto fahren muessen.

Soweit so gut, jedenfalls guckte mich mein Arzt ganz erstaunt an und fragte: "ach, willst du vaginal entbinden? Ich bin von einem KS ausgegangen."
Dann fuehrte er seine Gruende an, warum er fuer einen KS ist:

1) Bei Paaren die soooo lange (6 Jahre) auf ein Baby gewartet haben, wuerden ueberwiegend KS gemacht

2) In meinem Fall waere ein KS mit weniger Risiko verbunden als eine vaginale entbindung (warum hat er aber nicht gesagt, und ich hab vergessen zu fragen)

3) Ich wurde bereits 3 mal am Gebaermutterhals operiert, wegen Zysten. Zudem ist mein Geb.hals extrem eng, so dass selbst bei IUI´s spezielle Instrumente verwendet wurden, da ein Schlauch (der gewoehnlich dabei verwendet wird) nicht durchpasste.

4) Ich koenne es mit einer "normalen" Geburt versuchen, aber wenn die kleinste Komplikation auftaucht, also etwas wo bei anderen Frauen einfach weiter gemacht wird, dann kaeme ich sofort in den OP fuer KS.

Nun geht es nicht mal mehr darum in welcher Stadt, denn er hat mich ueberzeugt, dass er sich in "seinem" Krankhaus am besten zurechtfindet und auf evtl. Notfaelle dort "besser" reagiert, als wenn er in einem anderen Krankenhaus arbeitet, wo er auch das andere Personal nicht so gut kennt.

Aber jetzt wo ich jeden Tag so darueber nachdenke, versteh ich die Gruende fuer einen KS immer weniger.
Ich meine, ich bin nicht generell gegen einen KS, aber letztendlich ist es eine OP und mir wird der Bauch aufgeschnitten werden.
Ist das wirklich notwendig??

Falls es irgendwie von Wichtigkeit ist: meine Mutter hat mich und auch meine Schwester problemlos und relativ schnell vaginal geborgen. Und meine Schwester hat vor 2.5 Jahren ein Baby bekommen, auch vaginal und innerhalb von einigen Std.

Was meint ihr dazu??




  Re: Ausreichend Gruende fuer KS??
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   Fini
schrieb am 25.07.2006 20:13
Hallo,

teilweise verstehe ich die Gründe von Deinem Doc, aber vielleicht auch nur einen.

Ich kann Dir meine Gründe für meinen damaligen KS sagen:

1. Bluthochdruck
2. BEL
3. er wurde 3 1/2 Wochen zu früh geboren, er mußte dringend geholt werden.

Da ich immer Bluthochdruck haben werde, läßt es sich wahrscheinlich auch nicht verhindern. Allerdings muß ich persönlich sagen, klar, es kann auch bei einem KS was schief gehen, auch eher wie bei einer normalen Geburt; also ich persönlich würde mich wieder für einen KS entscheiden. Ich habe lange auf mein Baby gewartet, ich will das kleinste Risiko, um es auf die Welt zu bringen.

Aber da denkt jede/r anders drüber.


Liebe Grüße

Fini




  Re: Ausreichend Gruende fuer KS??
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   suse18
schrieb am 25.07.2006 21:17
Mein FA ist auch Verfechter des Kaiserschnitts, da geringers Risiko.
Erklärung:
Die Kinder werden durch unsere guten Lebensumstände immer grösser und dadurch entstehen
1: immer mehr riss-verletzungen
2: das Bindegewebe der Frau wird deutlich mehr gedehnt als früher bei geringerme Geburtsgewicht.
Dadurch haben ältere Frauen , die vaginal entbunden haben, deutlich häufiger Probleme mit Inkontinenz, als solche mit KS.
Die "Haltbarkeit" des Gewebes verringert sich durch die Vag. Geburt um ein paar Jahre. Ausserdem kann die Sensiblität des Gewebes durch Überdehnung und Risse schlechter werden. Was ja auch nicht so schön ist.
Ausserdem ist ein geplanter KS immer viel ruhiger und risikoärmer, als ein Not-KS, der ja bei Dir nötig sein könnte.
Eine Wunde am Bauch heilt ausserdem deutlich besser als eine Rissverletzung, da das Wundheilklima dort besser ist.

Daher tendiere ich zum Wunsch-KS.

ausserdem wartet man heute bis die Wehen kommen und holt es dann, so dass der Körper auf die Geburt schon eingestellt ist.

Soweit mein Wissen dazu.

lg
suse




  Re: Ausreichend Gruende fuer KS??
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   himbeere
schrieb am 25.07.2006 23:54
Für mich wären die Gründe nicht ausreichend. Ich würde an deiner Stelle schon nochmal ganz genau nachfragen!!!

Ein KS ist IMMER mit einem höheren Risiko verbunden als eine normale Geburt. Es sei denn, das Kind liegt in BEL, Mutter hat einen künstlichen Darmausgang o.ä. Ansonsten ist es eine Operation, du benötigst eine Narkose, eine normale Geburt kannst du auch ohne überstehen. Du kommst hinterher fast immer schwerer wieder auf die Beine als nach einer mornalem Geburt. Es gibt aus meiner Sicht noch viel mehr Nachteile.

An einem KS verdient der Arzt natürlich mehr. Daher wurde mir nun von verschiedener Seite abgeraten, mittels Zuzahlung einen Chefarzt hinzuzuziehen - denn der würde eher auf KS drängen, da er daran mehr verdient (sicher nicht jeder Arzt, aber der hiesige steht in dem Ruf).

Bei einer normalen Geburt brauchst du eigentlich gar keinen Arzt! Maltes Entbindung verlief völlig komplikationslos, so dass der Arzt nur kam, um in der Minute des Austritts des Köpfchens auf die Uhr zu schauen...er war höchstens 5 Minuten anwesend und nähte hinterher noch meinen kleinen Dammschnitt, das war alles.

Das Argument mit dem Kinderwunsch finde ich total fadenscheinig... das würde ich einfach nicht gelten lassen, woher hat der Arzt denn diese Weisheit? Und was will er damit sagen? dass Kinderwunschpatientinnen weniger zäh sind, oder was??? Das wäre ja eine hanebüchene Behauptung.

Für mich ist das wichtigste Argument gegen einen KS, dass dir das Erlebnis verloren geht, dein Kind aus eigener Kraft auf die Welt gepresst zu haben. Das ist einfach unbeschreiblich wunder-, wunderschön! Natürlich gibt es viele Situationen, da kann man Gott danken, dass der KS erfunden wurde, das will ich nicht in Abrede stellen. Aber ohne medizinische Begründung käme für mich kein KS in Frage.

Mit deinen bisherigen OPs kann es aber natürlich dennoch sein, dass ein KS der beste Weg ist. Also auf jeden Fall nochmal ganz genau erklären lassen!

VG
Himbeere




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  Re: Ausreichend Gruende fuer KS??
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   Panda1971
schrieb am 26.07.2006 10:21
Hallo MAya,

ich weiss von meiner Schwester, dass in Brasilien viel viel mehr zum KS tendiert wird. KAum ein Kind komme da noch normal (wenn es sich dei Eltern leisten können).

Es kann zum Ideologienstreit werden - ich denke Du musst das tun, was Dir näher liegt. Wenn Du es probieren möchtest, Du das Risiko (nach nochmaliger genauer Information) als nicht untragbar empfindest, dann würde ich es probieren.
Ich denke der Gebärmutterhals wird sich schon dehnen und weich werden - man muss halt die Narben etwas sorgfältig überwachen und die Wehen bei Dir eher etwas kontrollieren, damit es langsamer geht als bei Deiner Schwester, damit das Gewebe Zeit hat sich zu dehnen und auch die Narben da mitmachen. Das sehe ich als Laie als Dein spezielles Risiko. Das andere scheint mir wie bei anderen auch.

LG

Panda




  Vielen Dank fuer eure Meinungen, o.T.
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   Ayam
schrieb am 26.07.2006 20:00
  Re: Ausreichend Gruende fuer KS??
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   Tigerin
Status:
schrieb am 26.07.2006 20:07
Punkt eins ist falsch. Wenn nach einer normal verlaufenen Schwangerschaft Dein Baby richtig liegt, Ihr Beide fit seid und keine wichtigen medizinischen Gründe dagegen sprechen, kannst Du genauso gut vaginal entbinden wie jede andere Frau auch.

Punkt zwei ist erwiesenermaßen auch falsch. Kaiserschnittgeburten sind mit einem nachweislich höheren Risiko verbunden.

Um die Punkte drei und vier abzuklären würde ich auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen!

LG

Tigerin
(die Clara Yumi spontan und ohne Schmerzmitteleinsatz entbunden hat)






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