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  Bericht von der Chorionzottenbiopsie (lang)
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   !Sani
schrieb am 29.05.2006 21:32
Hallo ihr Lieben,

heute mittag hatte ich den Termin zur Chorionzottenbiopsie. Für alle, die sich Gedanken machen, ob sie so eine "invasive" Pränatal-Untersuchung wollen, ein kurzer (na ja, eher lang geworden) Bericht:

Zunächst einmal: Ich war von Anfang an zu einer Fruchtwasseruntersuchung entschlossen, weil ich schon über 40 bin und zwei große Kinder habe und eine Schwangerschaft mit einem geschädigten Kind wohl nicht austragen würde, wenn ich die Wahl hätte (dass wir unvermeidliche bzw. unvorhersehbare Behinderungen selbstverständlich akzeptieren würden als Familie, steht auf einem anderen Blatt).

Dazu kommt, dass ich gerade eine neue (tolle) Stelle angetreten habe, und dort habe ich bisher nichts von der Schwangerschaft gesagt und will es auch erst tun, wenn es wirklich ziemlich sicher ist, dass ich ein Kind haben werde. Genauso wollten wir auch unseren großen Kindern nichts von der Schwangerschaft sagen vorher, damit wir sie im Falle eines Falles nicht mit dem Schock einer glücklosen Schwangerschaft belasten müssen.

Das alles habe ich meiner Frauenärztin geschildert, und sie hat mir deshalb klar zu einer Chorionzottenbiopsie geraten, denn die kann man schon in der 14. Woche machen und hat per Schnelltest das Ergebnis einen Tag später. D.h. wir können weitgehende Gewissheit haben, dass das Kind gesund ist, bevor irgendjemand anderes die Schwangerschaft bemerkt hat. Das war uns aus den genannten Gründen wichtig.

In der spezialisierten Pränatal-Praxis waren sie ein bisschen überrascht über meinen Wunsch, weil sie dort normalerweise "nur" Nackenfaltenmessung machen in so einem Fall und eine CB nur bei auffälligem Befund. Außerdem raten sie eher zur Fruchtwasseruntersuchung zwei Wochen später (ab 16. Woche), weil da das Risiko etwas geringer ist und die Belastung auch. Aber sie haben die Untersuchung dann doch wie von mir gewünscht durchgeführt.

Das ging so: Zuerst ein sorgfältiger Ultraschall zur Nackenfaltenmessung, Nasenbein usw. (alles unauffällig), und die Bestimmung der Lage der Plazenta (die Chorionzotten werden aus der Plazenta entnommen). Die ist bei mir an der Hinterwand der Gebärmutter, war also etwas schwieriger zu erreichen. Dann wurde mein Bauch desinfiziert. Ein zweiter Arzt kam und drückte mit Hand und Ultraschallgerät meine Gebärmutter in eine passende Lage (etwas unangenehm), der erste nahm eine (große!) Spritze mit langer, ziemlich dicker Nadel und piekste mir in den Bauch. Das tat mäßig weh. Ziemlich unangenehm war allerdings, dass er dann die Nadel ein bisschen drehte und stocherte und dabei die Zellen ansaugte. Das war nicht so schön, aber nach 15 Sekunden auch schon wieder vorbei. Dieser Teil entfällt bei der normalen Fruchtwasseruntersuchung, weil man das Fruchtwasser einfach so ansaugen kann.

Anschließend kam ein Pflaster auf das Löchlein, ich sollte mich noch 20 min ausruhen, dann noch ein Ultraschall, ob es dem Kind gut geht, und ab nach Hause. Heute und morgen bin ich krank geschrieben und soll mich schonen. Aber mir geht es im Grunde wunderbar, ich merke nichts außer einem leichten Ziehen in der Bauchdecke dort, wo die Nadel durchging - ungefähr wie bei Stimu-Spritzen. Das Ziehen durch den Piekser ließ schon eine Minute nach der Untersuchung wieder nach. Im Arztbrief stand "leichte Kontraktionen", aber davon habe ich wirklich nicht viel bemerkt.

Morgen nachmittag bekomme ich dann einen Anruf mit dem vorläufigen Ergebnis, das endgültige nach Zellkultur kommt dann nach zwei Wochen.

Insgesamt bin ich jetzt sehr froh, dass ich diese Untersuchung hab machen lassen, und schon jetzt ziemlich beruhigt, denn der Feinultraschall hatte wirklich ein gutes Ergebnis. Man konnte sogar schon erkennen, was es wird - wahrscheinlich ein Junge!

Morgen melde ich mich noch mal kurz, wie das Ergebnis ausgefallen ist. Insgesamt finde ich persönlich, dass die Sicherheit danach den Stress der Untersuchung wert ist, wenn man so alt ist wie ich. Die rechnerische Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie liegt in meinem Alter bei 1:50, und auch nach Nackenfaltenmessung sank es bei mir dann auf 1:200, was immer noch einigermaßen hoch ist, altersbedingt. Aber wenn ich noch keine Kinder hätte, hätte ich die Fruchtwasseruntersuchung vielleicht weggelassen. Am Ende muss das jede für sich entscheiden.

Herzliche Grüße

Sani




  Re: Bericht von der Chorionzottenbiopsie (lang)
no avatar
   sahmof3babies
schrieb am 30.05.2006 05:00
Schoen, dass der Eingriff bei Dir so gut verlaufen ist. Meine Amnio dagegen war eine Katastrophe, und wir haben nicht genug Fluessigkeit fuer den Schnelltest bekommen, so dass ich noch 2 Wochen auf die Ergebnisse warten muss. Leider wird hier eine CZB nicht mehr durchgefuehrt, nur Amniozentesen, ich haette ersteres bevorzugt...

Hier der Bericht von meiner Amnio:

[www.wunschkinder.net]

Lieben Gruss,




  Re: Bericht von der Chorionzottenbiopsie (lang)
avatar    FantaSie66
schrieb am 30.05.2006 07:00

Danke für deinen Bericht, den ich mit Interesse gelesen habe.
Im Grunde geht es mir ähnlich wie dir. Meine Kinder wußtes es natürlich, da ich die vielen Spritzen und die Arztbesuche sowie ICSI in Bregenz nicht verheimlichen konnte.
Diese Entscheidung , die Untersuchung so früh machen zu lassen, war sicher wirklich gut. Ich bin nämlich inzwischen für wirklich jedermann sichtbar schwanger (sehe aus, wie 6. Monat, wohl auch eine Folge des alten Gewebes...) und innerlich noch in Warteposition, da die FU erst in der kommenden Woche ist. Ich habe das Kind schon gespürt und ich denke, dass es an der Zeit ist, im eine Identität zu geben. Zwischen ihm und mir steht nun noch dieser Termin.
Ich drücke dir die Daumen, dass das Ergebnis für Euch keine bösen Überraschungen birgt und alles weiterhin so gut läuft, wie bisher.
Lieben Gruß Steffi






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