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  Info: Folsäure
avatar  Chichi
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schrieb am 05.11.2004 19:01
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gehört die Folsäure zu den Mikronährstoffen, bei denen in der Bevölkerung die ausgeprägteste Unterversorgung zu verzeichnen ist. Eine Schwangerschaft ist somit auch bei gesunden Frauen eine kritische Phase der Folsäureversorgung. Neuer Untersuchungen zeigen, dass weniger als 10% aller Frauen die empfohlene Mindestmenge an Folsäure pro Tag über die Nahrung tatsächlich erreichen. Auch hier empfiehlt die DGE zusammen mit den Gesellschaften für Kinderheilkunde und Neuropädiatrie eine Folsäuresubstitution von 0,4 mg/Tag während der gesamten SS.
Bekannt ist der Zusammenhang von Folsäuremangel und der Entstehung von Neuralrohrdefekten. Bei diesen Fehlbildungen findet der Verschluss des Neuralrohrs zwischen dem 15. und 28. postkonzeptionellen Tag nicht oder nur teilweise statt. Die Folgen sind Anenzephalie, Meningo- bzw. Meningomyozephalie oder auch ein Hydrozephalus. Derartige Neurahlrohrdefekte treten nach den Daten des Mainzer Fehlbildungsregisters mit einer Inzidenz von etwa 1,8 auf 1000 Schwangerschaft auf.
Um Neuralrohrdefekte zu vermeiden, ist es unbedingt nötig, mit der zusätzlichen Einnahme von Folsäure bereits präkonzeptionell zu beginnen. Andernfalls wird die „kritische Phase“ des Neuralrohrschlusses nicht abgedeckt.
Frauen, die in einer vorausgegangenen Schwangerschaft ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt geboren haben, sollten wegen des hohen Wiederholungsrisikos täglich 4 mg Folsäure erhalten. Ob eine generelle Anreicherung von Brot und anderen Getreideprodukten mit Folsäure, wie sie in den USA und Kanada bereits seit 1998 praktiziert wird, das Risiko von Fehlgeburten und habituellen Aborten minimieren kann, ist derzeit noch Gegenstand der Diskussion. Erste Auswertungen der Abortrate in Kanada scheint allerdings eine Risikoreduktion um bis zu 30% zu belegen.




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