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  2 Fehlgeburten
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   San dra
schrieb am 15.03.2020 15:43
Hallo ihr Lieben,
hatte auch 2 Fehlgeburten eine im Juli 2019 in der 6+2 SSW und eine im Dezember 2019 auch in der 6. SSW. Fing an mit leichten Schmierblutungen die dann schlimmer wurden, um eine Ausschabung kam ich herum. Mittlerweile sind wir wieder am üben aber seit dem fahren meine Gedanken wieder Achterbahn...was wenn wieder und überhaupt....
Hab mich damals sehr in die Arbeit gestürzt und niemand wirklich an mich ran gelassen und das alles im stillen versucht zu verarbeiten aber im Moment hab ich das Gefühl es holt mich alles ein und überrolt mich.
Meine Frauenärztin meinte im Dezember das die Natur manchmal einfach sehr grausam ist und ohne Rücksicht auf Verluste das Licht ausknipst. Weitere Diagnostik würde sie nach der 3. Fehlgeburt machen....Hab für April einen Termin in einer Kinderwunsch Praxis ausgemacht.Hat jemand von euch Tipps gegen das Gedanken Karussell? Danke und liebe Grüße Sandra


  Re: 2 Fehlgeburten
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   MamaHH
Status:
schrieb am 15.03.2020 23:36
Hallo,

Das tut mir wirklich sehr leid. Ich finde diese Sprüche von wegen "Natur" oder "sie können doch schwanger werden, seien sie froh," echt nicht hilfreich. Selbst wenn dem so sein sollte. So eine wirkliche Antwort kann ich Dir leider nicht geben. Wir haben das leider auch zweimal durchmachen müssen. 9 & fast 12.SSW...dannach war ich selbst nicht mehr ich selbst. Ich konnte keine Schwangeren mehr sehen, geschweige denn Babies. Aufgrund dessen wurde bei uns mit dem Testing auch schon nach 2x begonnen. Die Frauenärztin hat uns an die Kiwu überwiesen, weil sie die Vermutung hatte, dass wir vielleicht auch schon vorher Sternchen hatten, wo wir nicht drauf geachtet haben.

Meine beste Freundin hat damals parallel zur zweiten Fehlgeburt ihr Baby bekommen und "nicht mehr treffen," war irgendwann keine Option mehr. Da war es dann aber auch ok, wenn ich weinen musste. Sie hat mir beigestanden. Genauso wie meine ältesten Freundinnen, die zwar weit weg wohnen, die ich aber trotzdem Tag und Nacht anrufen konnte. So richtig aus dem Gedankenkarussel von ich selbst nicht rausgekommen. Wir sind dann wieder überraschend schwanger geworden. Und schrecklicherweise haben wir quasi täglich auf die FG gewartet. Wir haben auch erst sehr spät die Austattung gekauft (als klar war die Ärzte müssten das Baby retten). Mit der Erfahrung kan man nicht mehr unbeschwert schwanger sein. Aber mir hat es unheimlich geholfen da irgendwann im Privaten bei guten Freunden kein Geheimnis mehr draußen zu machen. Überraschenderweise stellte sich raus, dass ganz viele schon FG hinter sich hatten. Ist bloss anscheinend ein Tabuthema. Außer einer fängt an.

Ich wünsche Dir einen Freundes- und Familienkreis der Euch auffängt. Ich kann mich noch gut daran erinnern als mein Mann weinend seine Eltern angerufen hat, weil wir wieder ein Sternchen hatten. Meine Schwiegermutter stand mir da wirklich sehr zur Seite.


LG MamaHH


  Re: 2 Fehlgeburten
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   Wunschkind2020-2021
Status:
schrieb am 18.03.2020 03:47
Mir ging es anders als MamaHH.
"Sprüche" hat meine Gyn nicht geklopft, aber die Aufklärung, wie viele Schwangerschaften scheinbar grundlos früh enden (2 von 3), hat mich doch sehr beruhigt. Es machte mich als die, die es erlebt, nicht zur Aussätzigen. So früh sind es ja in der Regel Chromosomenanomalien, gerade wenn es "einfach so" abgeht, scheint der "Bauplan" von Beginn an nicht gepasst zu haben. Das hat mein Körper 4x früh bemerkt und komplikationslos geregelt, darüber konnte ich tatsächlich auch nach den FG direkt froh sein. Ich kenne so viele andere Frauen, die wochenlang eine leere FH im US sehen, bevor sie endlich einen Termin zur AS bekommen. Auch unentdeckte Eileiterschwangerschaft gab es mehrere in meinem Bekanntenkreis und MAs, die verhältnismäßig spät stattfanden, dass sich die Frauen schon fast am ersten Etappenziel 12+0 wähnten.
Natürlich ist es nicht so, dass ich mich am Leid anderer hoch ziehe. Aber realistisch betrachtet wäre das alles möglich gewesen und ich bin sehr glimpflich davon gekommen. Erst meine 4. und 5. Schwangerschaft führten zu Wunschkind Nr. 1 und 2.

Ein weiterer Punkt für dich wäre, dass deine Gyn dir schon Diagnostik in Aussicht gestellt hat. Da du natürlich schwanger warst, weiß ich nicht, ob die KiWu dir da helfen kann, dich vor 3 FG untersuchen zu lassen. Vielleicht lässt sich deine Gyn ja darauf ein, dir prophylaktisch 5 mg Prednisolon zu verschreiben oder 100 mg ASS täglich zu empfehlen, was vielleicht schon etwas bringt, zumindest für dein Gefühl, nicht nochmal von vorne auf eine FG drauf zu zu müssen. Auch Progesteron ab ES wäre eine Option.

Natürlich ist es nicht hilfreich nun von außerhalb "gedrückt" zu bekommen, dass man ja immerhin natürlich schwanger wird. Aber wenn man selbst darüber nachdenkt, muss man sich schon eingestehen, dass es von Vorteil ist, wenn es natürlich und/ oder schnell klappt. Ich wurde zwar nie natürlich schwanger, dafür aber oft (nachdem wir die für uns passende Behandlung, Medikation, etc. gefunden hatten). Und es ist einfach faktisch von Vorteil, wenn man nicht 2 Jahre auf eine Schwangerschaft warten oder hinarbeiten muss. Zumindest ist es für mich ein Vorteil gewesen, der mich oft auch hat in verzweifelten Situationen weiter machen lassen. Nach den ersten 3 kleinen Sternchen musste ich 14 Monate auf die Schwangerschaft von K1 warten. Das war sehr nervenaufreibend. So lange hatte es davor und danach zum Glück nicht gedauert. Da waren es jeweils nur wenige Monate.

Neben dem Aufzählen dieser positiven Aspekte war eine Strategie gegen das Gedankenkarrussell war immer, dass ich beim aufkommenden Gedanken "Es könnte wieder passieren..." dem ganz bewusst und energisch "es KANN aber auch gut enden!" entgegen gesetzt habe. Denn wir wissen es einfach nicht. Und das schließt als Möglichkeit einen guten Ausgangauch mit ein!
OhneHoffnung wird es schwer, die Situation emotional zu überstehen.

Ich wünsche dir alles Gute und vor allem eine nächste intakte SS!
WuKi




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