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  Vorzeitiger blasensprung spätabort
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   Emi88
schrieb am 21.05.2019 13:12
Hallo 
Da ich echt verzweifelt bin wollte ich mal hier meine Geschichte erzählen und schauen ob es Frauen gibt die das gleiche erlebt haben oder irgendwelche Tipps für mich haben.
Ich hatte 3 frühe fehlgeburten danach kamen die ganzen Untersuchungen alles war in Ordnung nur ein septum wurde in der Gebährmutter von 2,5 cm gefunden,also entschiedich mich das entfernen zu lassen.In der klinik sagte man mir das es nur nötig wäre ein klein bisschen vom septum entfernen zu lassen .Also trugen sie 0,5 cm davon ab.
Kurze Zeit später wurde ich erneut Schwanger.Da ich bei den 3 anderen Schwangerschaften nie über die 6 Wochen kam und auch nie ein Herzschlag hören durfte war die Freude riesig als ich ein Herzschlag hörte und die ersten 3 Monate gut verlaufen waren .Ich fühlte mich so sicher.In der 16 ssw hatte ich leichte Unterleibsschmerzen die ich aber nicht so stark waren deshalb dachte ich mir nichts dabei(da ich noch nie wehen hatte wusste ich ja nicht wie sie sich anfühlen)
In der Nacht musste ich auf die Toilette und als ich aufstand ist meine Fruchtblase geplatzt.Wir riefen den Krankenwagen und im KH meinten Die Ärzte das mein Muttermund bereits auf ist und die Geburt nicht mehr aufzuhalten ist.Ich habe zusätzlich Tabletten bekommen und habe einen kleinen Jungen geboren.Der Schock und die Trauer waren sehr groß.
Die Ärzte sagten das so etwas von einer Infektion kommen könnte die aber nicht mehr nachweisbar sei.
Nach ein paar Monaten hat mein Frauenarzt mir wieder grünes Licht gegeben es erneut zu versuchen.Ich würde 8 Monate nach der stillen Geburt wieder Schwanger,natürlich hatte ich sehr große Angst aber mein Arzt sagte mir das es sehr unwahrscheinlich ist das es wieder passiert.Trotzdem habe ich mir eine Überweisung geben lassen da ich mir dieses mal eine Cerglace legen lassen wollte.
In der 13 ssw bin ich zum KH die meine gebährmutterhals länger messten und die schon auf 2cm verkürzt war.In der 14 ssw habe ich dann die Cerglace bekommen da die Länge sich weiter verkürzt hatte .Alles ist gut gegangen und sah stabil aus .Ich wurde nach 2 Wochen entlassen .In der 19 ssw hatte ich nachts starke Schmerzen und wir fuhren im KH. Dort angekommen wurde mir gesagt das die Länge auf 0,9 cm geschrumpft sei und nur von der Naht gehalten wird.Sie wollten noch mal etwas höher zunähen.Ich blieb im KH und noch bevor sie operieren konnten ist meine Fruchtblase wieder geplatzt .Es sah schlecht aus trotzdem sagten sie ich soll liegen bleiben und noch ein paar Wochen durchhalten.Die Nacht darauf bekam ich starke schmerzen und hatte das Gefühl das unten was rauskommt .Ich bin auf die Toilette und sah die Nabelschnur ich rief die Hebamme und sie brachte mich ins Kreißsaal.Die cerglage saß noch aber mein Muttermund hatte sich um 5 cm geöffnet.Da die Nabelschnur abgeklemmt war ist meine kleine Tochter gestorben ich musste sie in dieser Nacht auf Die Welt bringen.Seit dem ist 1 Monat vergangen ich kann es einfach nicht glauben und die Angst nie ein Kind austragen zu dürfen ist enorm.Mein nächster Schritt ist es mein septum komplett abtragen zu lassen ,ich frage mich ob es damit zusammen hängen kann.
Vll liest das jemand der ähnliches erlebt hat,mir gute Ärzte empfehlen oder ein Tipp für mich hat.
Vielen Dank fürs Lesen 
Lg Emi

       


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
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   mima22
schrieb am 21.05.2019 20:10
Liebe Emi,
leider habe ich keinen Tipp für dich, aber ich möchte dir mein tiefes Mitgefühl aussprechen. Es tut mir sehr leid! Ein Kind zu verlieren, das man sich so sehnlichst gewünscht hat, ist einfach nur grausam. Und du hast es schon zweimal erlebt und so viele offene Fragen. Es ist unendlich traurig.
Ich wünsche euch viel Kraft!


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 23.05.2019 11:06
Hallo Emi,
es tut mir von Herzen leid, welchen Schmerz zu erleben und durchmachen musst. Sehr ähnlich sind unsere Geschichten nicht, aber auch ich habe zwei Kinder beerdigen müssen und habe drei weitere früh in der Schwangerschaft verloren.

Wie gut fühlst du dich durch deinen Gynäkologen unterstützt? Wenn du mit "besonderen Wünschen" kommst, wie mehr Ultraschall oder weitere Untersuchungen, ist er dann kooperativ oder meint er, das bringt eh nichts?
Das wäre für mich die Voraussetzung für eine weitere Schwangerschaft. Ich habe mir nach der letzten Fehlgeburt eine neue Gynäkologin gesucht, die sich auf Risikoschwangerschaften spezialisiert hat.

Was hast du für eine OP gehabt und wo? Eine "einfache Cerclage"? Vielleicht möchtest du mal auf der Internetseite des Saling-Instituts schauen, was sie dort so empfehlen.
Sehr häufig sind tatsächlich Infektionen Auslöser für Verkürzung des Gebärmutterhalses und vorzeitige Blasensprünge. In deinem Fall kommt aber hinzu, dass bei dir nun schon zwei Mal so früh eine Schwangerschaft beendet war. In diesem Fall wird umfassende Prophylaxe empfohlen.
Was mir da so einfällt wäre:
  • Umfassende Infektionsdiagnostik und ggf. vor einer erneuten Schwangerschaft prophylaktische Sanierung mit Antibiotika bei euch beiden
  • während der Schwangerschaft mit Teststreifen aus der Apotheke 2x wöchentlich den ph-Wert kontrollieren
  • wärend der Schwangerschaft alle 2 Wochen einen Abstrich machen lassen und dann um 13+0 FTMV und Cerclage bei einem erfahrenen Arzt legen lassen
  • prophylaktisch Wehenhemmer (oft wird gesagt, die wirken erst nach 24+0, aber es gibt welche, die auch früher schon greifen! Ich hatte in meiner ersten Folgeschwangerschaft 2013 17+0 bis 34+0 Wehenhemmer alle 8 Stunden, Geburt dann bei 41+0).
  • von Beginn an Berufsverbot und Bettruhe (das ist anstrengend. Bei unserem Großen habe ich 6 Monate gelegen und stand nur auf für Arztbesuche und Körperhygiene, dennoch war es alternativlos und am Ende erfolgreich).

Eine sehr gute Freundin von mir hat eine sehr ähnliche Geschichte wie du: Biochemische Schwangerschaft, Spätabort, Frühabort, Frühgeburt mit Todesfolge, und nun endlich 2 Erdenkinder. Sie hat den Plan oben, abgesehen von den Wehenhemmern, umgesetzt.
Hier um Forum gab und gibt es einige Frauen, die nach langen, sehr traurigen Geschichten mit dem FTMV doch noch ihre Erdenkinder bekommen haben, da gibt es einige gute Kliniken/ Ärzte, die empfohlen werden können. Ich war z. B. bei Dr. Garnier in Osnabrück und würde ihn und die Klinik jedem uneingeschränkt empfehlen. Ich habe den FTMV bei ihm 2x machen lassen, beide Male mit gesunder Geburt am Ende der Schwangerschaft und würde es immer wieder tun. Auch in Speyer kenne ich mehrere Mamas, die ihre Erdenkinder dem dortigen Ärzteteam zu verdanken haben.
Auf der Seite des Saling-Instituts findest du außerdem weitere Kliniken/ Ärzte, die empfohlen werden, weil sie die Saling-Methode durchführen und entsprechend viele OPs jährlich durchführen.

Wenn du weitere Fragen hast, schreib mir ruhig hier oder eine PN.

Liebe Grüße
Juna


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
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   gelöschter User
schrieb am 03.06.2019 21:32
Wir haben auch unseren ersten Sohn in der 17. SSW wegen vorzeitigem Blasensprung verloren. Es sollte Infektion sein, wurde aber keine gefunden. Bei den beiden Söhne, die danach folgten, hatte ich FTMV UND Cerclage. Cerclage hilft nicht gegen Infektion, sie unterstützt nur den Gebärmutterhals. FTMV ist das, was gegen die Infektion schutzt. Meine Söhne wurden beide in der jeweils 41. SSW komplikationslos spontan geboren.

Ich kenne den Schmerz, ich konnte ihn durch weitermachen "betäuben". Verarbeiten, pausieren usw. war nicht drin, das schmerzte zu sehr. Hör nur auf Dein Bauch, wenn er sagt, du willst weitermachen, dann tue es. Die Pausen tun nur gut, wenn sie wirklich gewollt und nicht erzwungen sind.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.19 21:34 von Hakuna Matata.


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  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
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   jusa711
Status:
schrieb am 05.06.2019 21:18
Liebe Emi,

ersteinmal tut es mir wahnsinnig leid, was ihr bereits durchmachen musstet! Das Schicksal ist manchmal wirklich ein A-Loch...

Auch wir mussten unsere Zwillinge 2015 in der 23. SSW aufgrund einer Infektion/Gebärmutterhalsverkürzung/Fruchtblasenprolaps hergeben.

Ich würde dir ebenfalls ans Herz legen, eine umfassende Diagnostik zu betreiben, wie Juna ja auch schon schrieb. Das haben wir damals auch getan und haben uns auch an Dr. Garnier in Osnabrück gewandt. Ich wurde bereits 4 Monate nach dem Tod unserer Zwillinge wieder schwanger und habe dann 2016 nach FTMV in der 13. SSW bei 38+0 einen gesunden kleinen Jungen geboren. Die Schwangerschaft war sogar relativ unkompliziert. Ende 2018 kündigte sich wieder Nachwuchs an und im März folgte erneut der FTMV bei Dr. Garnier. Aktuell sind wir bei 26+1 und es sieht bisher alles super aus. Es lohnt sich auf alle Fälle, erfahrene Spezialisten aufzusuchen und einen FA zu haben, der einen bedingungslos unterstützt.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut für euren weiteren Weg! streichel

LG


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
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   lilimarleen
Status:
schrieb am 12.06.2019 22:09
Liebe Emi,

wie traurig und furchtbar und ungerecht, was Du durchmachen musst!
Ich kenne den Schmerz nur zu gut, und es macht mich wütend und traurig, dass solche späten Fehlgeburten und stillen Geburten immer wieder und zum Teil mehrfach passieren.

Viele Ärzte reden dann von "Schicksal" oder dass - wie in Deinem Fall - die Infektion nicht mehr nachweisbar sei. Meiner Meinung nach stimmt das nicht! Ich glaube, dass die Infektionsdiagnostik in Deutschland einfach grottenschlecht ist und noch dazu die meisten Ärzte einfach keine Ahnung haben und es irgendwie auch nicht wissen wollen. Meine Ärztin meinte, es gäbe so was wie Ureaplasmen nicht, sie würde die nicht kennen. Alle anderen - darunter Spezialisten aus zwei verschiedenen Unikliniken - meinten, die seien nicht behandlungsbedürftig. Ich mache mir bis heute Vorwürfe, dass ich nicht schon nach der ersten Geburt meines Sohnes in der 16.SSW massiver selbst recherchiert und nach Behandlungsalternativen gefragt habe. Aber wer zweifelt schon daran, wenn Ärzte sagen, man habe ganz sicher keine Infektion.
Dass es Keime gibt, die in die Gebärmutter aufsteigen, die im "normalen" Abstrich nicht nachweisbar sind, die bei vielen Frauen vorkommen, aber bei manchen eben aggressiver sind als bei anderen, dass es verschiedene Stämme gibt, dass es Frauen gibt, die für frühe Wehen anfälliger sind als andere und vieles mehr habe ich erst rausgefunden, als es schon zum 2. mal zu spät war.
Schau mal in mein Profil, vielleicht hilft es Dir weiter. Ansonsten kann ich mich Juna und Hakuna nur anschließen.

Ich würde mir - nach einer ausführlichen Diagnostik und einer gründlichen Antibiotikakur (ggf. auch ohne Befund) eine Klinik in Deiner Nähe suchen, die Dich im Fall einer neuen Schwangerschaft engmaschig betreut und einen FTMV+Cerclage durchführt. Ich war in Speyer und kann es dort zu 100% empfehlen.

Fühl Dich feste umarmt,
alles Liebe, Lili


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
no avatar
   -Bellissima-
schrieb am 29.07.2020 11:19
hallo zusammen.

ich weiß, dass eure beiträge schon ein wenig älter sind, dennoch möchte ich sagen, dass sie mir unendlich mut und zuversicht geben. wie haben unser wunder mila am 25.06.20 kommen und wieder gehen lassen müssen. nach langer zeit des wartens und hoffens, hat es bei uns nach einer kryo endlich geklappt. die schwangerschaft verlief super. alled war bestens, auch das ersttrimesterscreening war super. in der 16. ssw dann schmierblutungen. die frauenärztin schallte und meinte es sei alles in ordnung. nichts auffälliges zu sehen, es könne an meiner vorderwand plazenta liegen, die nahe am GmH liege und da die kleine gut wachse kann es dort zu scherkräften und demnach zu blutungen kommen. so lange das blut bräunlich wäre, wäre alles ok. dies zog sich dann eine woche und sonntagsabends vorm schlafen dann frisches rotes blut. wir wollten montags nochmal zum FA doch dazu kam es nicht mehr...sonntags nachts ist mir die fruchtblase geplatzt zu beginn der 17.ss (16+1). ich lag 7wochen mit völliger bettruhe im KH. in der nacht ließen sich aber keine bakterien am abstrich nachweisen, ich bin dennoch davon überzeugt, dass es daran lag. ich scheine anfällig dafür zu sein. bei der ersten icsi im dez. 2019 hatte ich vor dem transfer ebenfalls bakterien und musste antibiotika nehmen. der versuch misslang...
nach der geplatzen fruchtblase hatte die kleine so gut wie kein fruchtwasser über die ganze zeit. magen und blase waren aber immer gefüllt, sodass sie offenbar wenigstens etwas zugang zu hatte. sie hat sich bis zum schluss super entwickelt, aber die lunge hatte null chance auszureifen ohne fruchtwasser. sie hat so gekämpft... ich bekam aufgrund von bakterien an der plazenta (was sich im nachhinein nachweisen ließ und bis auf das war die plazenta vollkommen in ordnung) in der 23+6ssw wehen und hab die kleine lebend geboren. wir mussten sie gehen lassen und sind sooo unendlich am boden zerstört!! ich habe so angst nie ein gesundes kind in den armen halten zu dürfen doch eure geschichten geben mir erstmals eine perspektive. denkt ihr, der eingriff (FTMV) würde bei mir sinn machen? in der hoffnung, dass wir noch einmal so viel glück haben dürfen schwanger zu werden...

ganz liebe grüße


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 29.07.2020 12:37
Zitat
-Bellissima-
hallo zusammen.

ich weiß, dass eure beiträge schon ein wenig älter sind, dennoch möchte ich sagen, dass sie mir unendlich mut und zuversicht geben. wie haben unser wunder mila am 25.06.20 kommen und wieder gehen lassen müssen. nach langer zeit des wartens und hoffens, hat es bei uns nach einer kryo endlich geklappt. die schwangerschaft verlief super. alled war bestens, auch das ersttrimesterscreening war super. in der 16. ssw dann schmierblutungen. die frauenärztin schallte und meinte es sei alles in ordnung. nichts auffälliges zu sehen, es könne an meiner vorderwand plazenta liegen, die nahe am GmH liege und da die kleine gut wachse kann es dort zu scherkräften und demnach zu blutungen kommen. so lange das blut bräunlich wäre, wäre alles ok. dies zog sich dann eine woche und sonntagsabends vorm schlafen dann frisches rotes blut. wir wollten montags nochmal zum FA doch dazu kam es nicht mehr...sonntags nachts ist mir die fruchtblase geplatzt zu beginn der 17.ss (16+1). ich lag 7wochen mit völliger bettruhe im KH. in der nacht ließen sich aber keine bakterien am abstrich nachweisen, ich bin dennoch davon überzeugt, dass es daran lag. ich scheine anfällig dafür zu sein. bei der ersten icsi im dez. 2019 hatte ich vor dem transfer ebenfalls bakterien und musste antibiotika nehmen. der versuch misslang...
nach der geplatzen fruchtblase hatte die kleine so gut wie kein fruchtwasser über die ganze zeit. magen und blase waren aber immer gefüllt, sodass sie offenbar wenigstens etwas zugang zu hatte. sie hat sich bis zum schluss super entwickelt, aber die lunge hatte null chance auszureifen ohne fruchtwasser. sie hat so gekämpft... ich bekam aufgrund von bakterien an der plazenta (was sich im nachhinein nachweisen ließ und bis auf das war die plazenta vollkommen in ordnung) in der 23+6ssw wehen und hab die kleine lebend geboren. wir mussten sie gehen lassen und sind sooo unendlich am boden zerstört!! ich habe so angst nie ein gesundes kind in den armen halten zu dürfen doch eure geschichten geben mir erstmals eine perspektive. denkt ihr, der eingriff (FTMV) würde bei mir sinn machen? in der hoffnung, dass wir noch einmal so viel glück haben dürfen schwanger zu werden...

ganz liebe grüße

Hallo Bellisima,
es tut mir sehr leid, was auch ihr erleben musstet. Den Schmerz kann man sich nur vorstellen, wenn man es selbst erlebt hat.

In meinem Beitrag vom letzten Jahr habe ich ja schon vom Saling-Institut geschrieben und die Recherche nach einer geeigneten Klinik über die Saling-Seite kann ich wieder nur empfehlen.

Ich bin überzeugt, dass der FTMV auch in deinem Fall helfen kann. Ich habe ihn im Februar zum 3. Mal bekommen und hätte keine Folgeschwangerschaft ohne ihn durchstehen wollen. Und nun bin ich schon in der 36. SSW - wieder mit Zwillingen.

Nach unserem Verlust vor knapp 9 Jahren hatte ich weitere, frühe FG. Das Gefühl, nie mehr ein lebendiges Kind im Arm zu halten, kenne ich sehr gut. Nun ist es aber so. 2 im Arm, 2 im Bauch. Und irgendwie muss man sich während dieser ganzen Behandlungen einfach an diese Hoffnung klammern, um die Zeit zu überstehen.

LG
Juna


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
no avatar
   -Bellissima-
schrieb am 31.07.2020 11:11
ja, da hast du recht. ich will und kann die hoffnung auf ein gesundes kind in meinem arm nicht so einfach weglegen. dafür bin ich noch nicht bereit und wenn ich sehe, was ihr teilweise für einen steinigen weg hinter euch habt, denke ich,man muss auch einfach hartnäckig bleiben und jeden strohhalm ergreifen, wenn es die chance gibt.

ich habe bereits eine sprechstunde bei hr. dr. garnier für september bekommen. ich bin gespannt. denkst du ich würde den eingriff auch gemacht bekommen, auch wenn es ja keinen diagnostischen befund mehr vom abstich aus der nacht des blasensprungs gibt? immerhin gibt es ja trotzdem genug fakten, die darauf hinweisen, dass ich dahingehend sensibel bin, oder!?

ich werde auf jeden fall berichten, wenn ich dort war.

danke für deine rückmeldung juna!!
lg


  Re: Vorzeitiger blasensprung spätabort
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 31.07.2020 13:40
Zitat
-Bellissima-
ja, da hast du recht. ich will und kann die hoffnung auf ein gesundes kind in meinem arm nicht so einfach weglegen. dafür bin ich noch nicht bereit und wenn ich sehe, was ihr teilweise für einen steinigen weg hinter euch habt, denke ich,man muss auch einfach hartnäckig bleiben und jeden strohhalm ergreifen, wenn es die chance gibt.

ich habe bereits eine sprechstunde bei hr. dr. garnier für september bekommen. ich bin gespannt. denkst du ich würde den eingriff auch gemacht bekommen, auch wenn es ja keinen diagnostischen befund mehr vom abstich aus der nacht des blasensprungs gibt? immerhin gibt es ja trotzdem genug fakten, die darauf hinweisen, dass ich dahingehend sensibel bin, oder!?

ich werde auf jeden fall berichten, wenn ich dort war.

danke für deine rückmeldung juna!!
lg

Dr. Garnier ist toll, er hat den Eingriff bei mir 3x gemacht. Wir waren damals schon nach dem Erstgespräch sehr angetan von ihm. Es gibt selten Ärzte, bei denen so eine umfassende Kompetenz mit Empathie zusammen kommen.

Bei dir geht es meiner Meinung nach nicht um Sensibilität. In dem Fall würde dich kein Arzt operieren. Und das zurecht. Es geht in deinem Fall um Abwägung ob und welche Methode die richtige ist, um deine nächste Schwangerschaft so sicher wie möglich zu gestalten. Das ist zum einen der Aspekt Prophylaxe, dass man also nicht erst handelt, wenn man feststellt, dass eine klassische Cervixinsuffizienz vorliegt, sondern möglichst vorher dafür schon gewappnet ist. Und zum anderen ist das der Aspekt, die richtige Methode zu wählen, um die Risiken zu minimieren. Und da ist Dr. Garnier einfach der Beste! Ob eine Verclage oder FTMV oder doch beides sinnvoll ist, wird er entscheiden, evtl. - wie bei mir - erst während der OP. Aber mein Vertrauen zu ihm ist grenzenlos. Ihm und den OPs haben wir unsere 2, bald 4, Erdenkinder zu verdanken.

Hartnäckig bleiben... ja, das muss man. Aber es lohnt sich.




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