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  Meine Geschichte - zum Mut machen winkewinke
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  USS
schrieb am 25.07.2018 12:06
Meine Lieben,

meine Geschichte soll dazu dienen, euch Mut zu machen....

Mit Anfang 30 war es soweit. Wir waren bereit, eine Familie zu gründen, beruflich/finanziell standen wir gut da, das neue Haus war gerade erst bezogen. Die Freude über den ersten positiven Schwangerschaftstest war groß! Wir waren stolz und zuversichtlich... mit naiver Leichtigkeit... Dann der Schlag mitten ins Gesicht: Im 4. Monat wurden Wasseransammlungen beim Embryo festgestellt. Es folgten schmerzhafte Wochen des Grübelns, nachdem uns Ärzte zu einer Abtreibung geraten haben. Jede Ultraschalluntersuchung (alle paar Tage) wurde von der Hoffnung begleitet, dass sich der Zustand des Babys bessert - es wurde immer schlimmer. Die Wasseransammlungen drückten u.a. gegen das Herz des Babys. Nach rund 1 Monat konnte ich nicht mehr; ich hatte das Gefühl, mein Kind leidet; ich entschied mich schweren Herzens für eine Abtreibung. Bei der letzten Ultraschalluntersuchung kurz vor dem Eingriff im Krankenhaus wurde festgestellt, dass der Druck auf das Herz bereits zu groß und unser Kind mittlerweile verstorben war. Es war einfach nur schrecklich. War es nun eine Erlösung? für mich/uns? für das Kind? soll ich mich darüber freuen, dass unser Kind ohnehin schon tot ist - immerhin wollte ich es umbringen.... Letztendlich hab ich mich dafür entschieden, dass es besser so war, ansonsten hätte ich mir wohl stets die Frage gestellt, ob ich damals die richtige Entscheidung getroffen hätte.
Unser kleiner Bub kam am 12. Jänner 2010 still zur Welt. Er wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Ebenso wie seine Geschwister:
In den Jahren 2010 und 2011 folgten 3 weitere Fehlgeburten (im 3. bzw. 4. Monat).
2012 wiederholte sich meine erste Schwangerschaft. Wieder war´s ein kleiner Bub. Die ersten drei Monate der Schwangerschaft waren völlig unauffällig; im 4. Monat zeigten sich die ersten Wasseransammlungen, sie nahmen - wie befürchtet - zu. Als sich unser Bub nach mehreren Wochen nicht mehr bewegte und uns die Ärzte keinerlei Hoffnung ließen, entschied ich mich dafür, die Schwangerschaft zu beenden... ich wollte ihn und mich "erlösen"... eine Art der Sterbehilfe.... Zum zweiten Mal begrüßten wir einen kleinen Buben still in dieser Welt und nahmen gleichzeitig Abschied.

Wir wurden immer wieder von mehreren Ärzteteams begleitet; führten unendlich viele Untersuchungen durch. Letztendlich wurden mein Mann und ich mit der Diagnose "genetisch inkompatibel" konfrontiert. Wir nahmen Abschied vom Kinderwunsch. Wir verprassten unsere Ersparnisse bei Urlauben und mit Hobbys, wir verwandelten unsere Rasenfläche in einen Ziergarten mit Kies und Blumenbeeten etc.
Mit der Zeit wurde es einfacher, wir wurden älter, waren nicht mehr ständig mit Schwangerschaften im Freundes- und Bekanntenkreis konfrontiert.

2014 überraschte uns dann eine völlig unauffällige und komplikationslose Schwangerschaft. Unser kerngesunde MagnusBaby erblickte am 26. Dezember 2014 die Welt. Die Freude ist unendlich groß!!!! Was nun? Ein Erfolg - wagen wir einen neuerlichen Versuch? Immerhin wollten wir immer eine größere Familie haben... die Chancen standen nicht gut, unser Magnus galt als Wunder. Ach was, sagten wir uns, auf einen allerletzten Versuch lassen wir´s noch ankommen. Und siehe da: Seit 20. Mai 2017 macht die kleine AnikaBaby unsere Familie komplett; wieder war die Schwangerschaft unauffällig und ohne Komplikationen - obwohl ich zum damaligen Zeitpunkt bereits 39 war.

Täglich danke ich dem Schicksal für meine beiden Wunder - behalte aber auch stets meine Kinder im Herzen, von denen wir uns vorzeitig verabschieden mussten!!Liebe

Ich wünsche euch alles Gute, viel Kraft, Geduld, Zuversicht, Beharrlichkeit, mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen! Wunder passieren immer wieder!
Alles Liebe, Ulli


  Re: Meine Geschichte - zum Mut machen winkewinke
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  DieKlee
schrieb am 26.07.2018 12:44
Hallo Ulli,
schön deine Geschichte zu lesen! Ich glaube auch an Wunder und bin der festen Überzeugung, wenn man etwas wünscht, dass es auch passiert nur braucht man Zeit und Geduld.
Alles gute euch!




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