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  Tabuthema. Warum?
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  MissMolli
schrieb am 05.06.2017 19:18
Hallo ihr Lieben,

ich beschäftige mich nach meiner FG im 4. Monat, immer noch damit, warum das ganze so totgeschwiegen wird?! Als wir damals in der 12. Woche der (Schwieger) Familie mitteilten, dass sie Oma,Opa,Uroma usw. werden, haben sich alle gefreut. Als es dann vorbei war, hat nie wieder einer von ihnen etwas gesagt. Zum Beispiel, tut mir leid, dass das passiert ist. Oder irgendwas anderes dazu. So als wäre das alles nie passiert.
Mich macht das so traurig. Stattdessen werde ich gefragt, ob ich gerne ein Mädchen oder ein Junge in der Zukunft haben will. Mir doch egal!!!
Wie ist das bei euch?Wird über das Thema bei Euch gesprochen?
Ich freue mich über Eure Erfahrungen, auch damit umzugehen, dass es ein Tabuthema zu sein scheint.

VG, MissMolli


  Re: Tabuthema. Warum?
avatar  Hakuna Matata
Status:
schrieb am 06.06.2017 13:51
Hallo Molli,

oft weiß man einfach nicht, ob der Betroffene darüber reden möchte. Gar daran erinnert werden. Es gibt Leute, die die Trauer mit den anderen teilen wollen und es gibt Menschen, die es unter sich ausmachen wollen. Ich, z. B. gehöre zu den Menschen, die es nicht mögen, bemitleidet zu werden. Mir fiel es immer sehr schwer, wenn die Menschen mich auf den Verlust meines Sohnes angesprochen haben. Und ich war dankbar denen, die es "totgeschwiegen" haben. Für mich war es am einfachsten in Stille und alleine zu trauern.

Wenn es also anderen Menschen passiert, weiß ich auch oft nicht, ob sie darauf angesprochen werden möchten. Wenn ich von mir selbst ausgehe, dann eher nicht. Daher schweige ich und frage nicht nach.

Gruß,
Hakuna


  Re: Tabuthema. Warum?
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 06.06.2017 19:34
Am häufigsten und unverblümtesten sprechen wir selbst über unsere Töchter, laden zum "Geburtstag" ein oder ähnliches. Oft wissen Angehörige einfach nicht, ob sie darüber sprechen sollen oder nicht, ob es gewünscht ist oder von den Eltern selbst verdrängt werden will...

Am besten einfach im Familienkreis offen Stellung beziehen. Wer dann nicht mal was sagt oder fragt, den kannst du als "will eben nicht" abhaken.
Bei älteren würde ich mich aber auch immer fragen: Reißt es vielleicht bei ihnen selbst unbearbeitete Erlebnisse und Wunden wieder auf, gerade weil man früher nicht darüber sprach?

Ich kenne aber auch zwei Frauen in meinem Alter, die ganz und gar auf Verdrängung setzen, meiner Vermutung nach, um so weiter leben zu können wie vorher.

LG
Juna




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