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  FG 10.SSW, Ausschabung, genet. Analyse
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  Bootsy
schrieb am 01.04.2017 21:27
Vorab eine Warnung, ich werde in meinem (langen!) Bericht auch unschöne Sachen beschreiben. Vielleicht ist das nicht für alle Leser geeignet. Mir war es immer eine Hilfe, genaue Berichte zu lesen, damit ich weiß, was auf einen zu kommen kann, aber dafür muss man der Typ sein...
Nach 2 FG und der Geburt eines gesunden Kindes wurden wir spontan schwanger. Juhuu, wir haben uns sehr gefreut, da auch wir eine anstrengende KiWu-Geschichte hinter uns haben. Ich habe zig Tests gemacht, auch eine Testreihe, die Striche wurden zwar langsam aber eben doch dunkler. Irgendwann stand auf dem CB mit Wochenbestimmung auch 3+. Allerdings nahmen ab Anfang der 7.SSW meine Schwangerschaftsanzeichen deutlich ab (Übelkeit, Ziehen im Bauch, Nasenbluten...). Einen Tag vor dem ersten Gyn-Termin habe ich deshalb noch meinen letzten CB gemacht, denn das schlimmste in meiner Vorstellung war, unvorbereitet die Nachricht einer FG beim Gyn zu erhalten. Leider stand auf dem Test tatsächlich nur noch 2-3.... Wir haben uns an diesem Abend von unsrem Krümel innerlich verabschiedet. Doch dann fiel ich fast vom Gyn-Stuhl, 7+0, Herzschlag, zeitgerechte Entwicklung! Top! Vielleicht meint es das Schicksal mal gut mit uns, dachte ich... Auf mein Drängen hatte ich 10 Tage später schon den nächsten US-Termin. Laut Gyn alles super, doch ich sah, dass der Embryo zu klein war bzw zu wenig gewachsen in 10 Tagen. Der Gyn meinte nur, ist eben schwierig zu messen und klickte dann ewig rum, bis eine etwas größere Messung rauskam. Laut dem Arzt: alles wunderbar, Termin für Ersttrimesterscreening usw... Ich konnte mich überhaupt nicht freuen. Ich wusste, das ist nicht wirklich gut... Mein Mann freute sich einfach nur. 10 Tage später wachte ich mit Blutung auf.... Ab ins Kh... kein Herzschlag mehr, Embryo mehr oder weniger auf dem Stand vor 10 Tagen.... Und obwohl ich es wusste, hat es mich umgehauen...
Da es der 3.Abort war, wollten wir eine genetische Untersuchung des "Materials", deswegen entschied ich mich zur Ausschabung (AS). Mein toller Gyn hat mir die Überweisung zur Chromosomenanalyse verweigert, da ich zum Eingriff ins nächstgelegene Kh gegangen bin, nicht zu ihm als Belegarzt in der nächsten Stadt. Ich habe für die Überweisung tagelang gekämpft, es war nicht schön mit den Arzthelferinnen in der Situation zu streiten, wir haben sie nicht bekommen. Das Kh hat eine Lösung gefunden. Besonders schön: kurz vor dem Eingriff wurde uns erklärt, dass wir das "Material" selbst ins Labor (30 min Fahrt) bringen müssen, bis dahin würden sie es in den Kühlschrank stellen.... Mein Mann holte also unseren Embryo ab... Ist das normal???
Noch zum Eingriff: ich bekam einen Einsatz für die Toilette, falls vorab schon Gewebeteile rauskommen sollten. Vorm Abholen in den OP kam tatsächlich was, im Nachhinein bin ich mir sicher, dass es der Embryo war. Aber da die Abholer in Eile waren, habe ich es mir nicht mehr genau angeschaut. Das bereue ich sehr, denn die Phantasie ist schlimmer als die Realität, glaube ich. Ich hatte immer davor Angst, auch deswegen hatte ich mich für die AS entschieden. Beim nächsten Mal würde ich keine AS mehr machen, sondern einen natürlichen Abgang (hoffentlich mit medikamentöser Unterstützung, nur leider macht das hier keiner) bevorzugen. Ich habe trotz AS schlimme Dinge gesehen. Das mit der genetischen Analyse hat uns den allerletzten Nerv geraubt (Transport, Überweisungskampf...). Und jetzt bleibt die Angst vor Folgeschäden durch die AS....
Zur Verarbeitung werde ich therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, ich weiß nicht, ob ich noch eine FG verkraften kann. Alleine das Versuchen, schwanger zu werden, kostet mich so viel Kraft.
Ist es normal, dass man sein "Abortmaterial" selbst ins Labor fahren muss? Hat das schonmal jemand erlebt?


  Re: FG 10.SSW, Ausschabung, genet. Analyse
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  Zimtstern 72
Status:
schrieb am 02.04.2017 19:52
Nein, habe ich nicht erlebt (und ich hab das zweimal mitgemacht), das wurde bei mir von dem Arzt oder dem Krankenhaus weitergeleitet,
der die AS gemacht hat und zwar direkt nach der AS. bei ersten mal hat es das Krankenhaus gemacht, in das mich dei Kiwu überwiesen hat.
Beim zweiten mal hat die Kiwuärztin selbst ausgeschabt und sich drum gekümmert
(hat meinem Mann und mir angeboten, dass wir es sehen könnten, wollten wir aber nicht).

Ich finde, das was dir passiert ist, ziemlich unmöglich, du brauchst Hilfe und die wurde dir verweigert. Was soll das GAnze?
Klar will dein Arzt keine Mühe mit der Sache haben, wenn er nicht die Behandlung gemacht hat (und genetische Labore gibt es eben nicht an jeder Straßenecke),
aber warum hat das nicht die Klinik gemacht????

ich weiß nicht, ob du nicht eh den FA wechseln willst (hört sich für mich danach an), fals nicht, würde ich ihm mal klar sagen,
wie es dir mit der ganzen Sache gegangen ist.


  Re: FG 10.SSW, Ausschabung, genet. Analyse
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  Bootsy
schrieb am 02.04.2017 21:23
Danke für deine Antwort, Zimtstern!
Ja, ich werde wechseln und diese Praxis nie wieder betreten. Es scheint wohl um die Kosten zu gehen. Die Praxis meint, sie würden auf den Kosten der Untersuchung sitzen bleiben, da der Arzt den Eingriff nicht selbst durchgeführt hat, obwohl er Belegarzt ist. Die Klinik meinte, sie haben als Krankenhaus diese Art von Überweisung/Laborauftrag nicht, die haben nur niedergelassene Ärzte... Wer Recht hat, keine Ahnung... Das Problem ist wohl, dass die Analyse nicht in dem Kh gemacht wird (obwohl es ein großes ist), sondern in einem "niedergelassenen" Labor/einer Pränatalpraxis...
Wir waren ziemlich überrumpelt in der Situation und ich wusste nicht, ob es vielleicht üblich ist... Ich hoffe, das ganze hat sich wenigstens gelohnt am Ende...




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