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  Vorbereitung auf Fehlgeburt
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  gelöschter User
schrieb am 10.02.2017 13:42
Hallo Ihr Lieben, ich denke das ich mich am Montag auf meine erste Fehlgeburt vorbereiten muss. Vielleicht hat ja schon jemand im anderen Forum gelesen, dass unser Embryo, der aus der Kryo entstanden ist, nicht richtig wächst.Bei 6 + 1 2,5 mm und bei 7 + 1 nur 5 mm. Die FA meint auch dass die Chancen schlecht stehen. Das Herz schlägt zwar noch aber der Wachstum wäre viel zu wenig. Ich habe auch keine großen Hoffnungen mehr. Denke seit Tagen nur daran das am Montag erneut geschaltet wird bei 8 + 0 und bestimmt das Herz aufgehört hat zu schlagen. Das wird ein schlimmer Moment. Das hat die FA auch schon angekündigt, dass dies sehr wahrscheinlich passieren kann. Meine Frage an euch wäre, was ihr empfehlen würdet eine Ausschabung oder ein natürlicher Abgang. Bis heute habe ich keine Blutung. Wir würden gerne so schnell wie möglich mit der nächsten Kryo weiter machen. Habe jetzt schon öfters gelesen das die Gebärmutterschleimhaut bei einer Ausschabung beschädigt wird? Wie lange musstet ihr warten bis die Blutungen eingesetzt haben?
Eine sehr traurige Annemi


  Re: Vorbereitung auf Fehlgeburt
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  -Firefly-
schrieb am 10.02.2017 18:22
Liebe Annemi,

du hast recht, es kann passieren, dass eine Fehlgeburt passiert. Idealerweise halten die Embryonen sich an die wachstumstabellen. Aber es kann wirklich einfach nur ein Messfehler gewesen sein. Vorher traurig sein, bringt dir leider auch nichts traurig
Trotzdem kann ich dir von mir berichten, denn ich verstehe natürlich, dass es gut zu wissen ist, wie es weiter geht, oder gehen kann.

Ob du überhaupt eine AS brauchst, weißt du ja noch nicht, du könntest auch erstmal auf einen natürlichen Abgang warten. Das hat bei mir aber leider nicht funktioniert und ich habe schon die 2, AS hinter mir. Der Eingriff war körperlich echt überhaupt kein Problem. Beim ersten Mal ist das hcg nur gaaanz langsam gesunken, das hat mich psychisch dann echt mitgenommen, weil ich endlich abschließen wollte. Jetzt beim 2. mal sinkt das hcg vorbildlich. Immerhin etwas.
Du solltest eine Blutung nach der AS abwarten, damit deine SH sich einmal auf-und abbauen kann. Wenn dein hcg danach auf 0 ist und sonst alle Hormone passen und der Ultraschall auch unauffällig ist, kannst du direkt mit einer kryo starten.

Ich hoffe dennoch, dass deine Sorgen unbegründet sind

Alles liebe,
Firefly


  Re: Vorbereitung auf Fehlgeburt
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  Merle_77
schrieb am 10.02.2017 18:32
Liebe Annemi,

ich denke auch, noch besteht Hoffnung.

Trotzdem ist es richtig, dass du dir für alle Fälle Gedanken dazu machst, was wäre, wenn...

Ich selbst hatte schon 2 Fehlgeburten, jeweils MA in der 8./9. SSW. Bei der ersten wurde sofort eine Ausschabung gemacht. Leider gehörte ich zu den Leuten, bei denen dabei was schief geht. Ich hab ein Asherman-Syndrom entwickelt. Zum Glück konnte es operativ ganz gut saniert werden. Habe dadurch allerdings mehr als ein halbes Jahr verloren und hatte zwischendurch ziemliche Angst, dass der Kinderwunsch jetzt endgültig hoffnungslos ist... Bei der zweiten Fehlgeburt habe ich daher eine Ausschabung verweigert. Ich habe daraufhin von der Klinik wehenauslösende Tabletten gekriegt, um einen natürlichen Abgang zu unterstützen. Das war zwar ziemlich schmerzhaft, hat aber erstmal ganz gut funktioniert. Laut US war danach alles draußen, der HCG-Wert ging runter auf null. Aber ich hatte Schmierblutungen, die einfach nicht aufhörten. Fazit nach einer GS nach 3 Monaten: Es waren doch noch Reste der Schwangerschaft zurück geblieben. Diese konnten allerdigs problemlos entfernt werden, unmittelbar danach konnte ich mir der Kiwu-Behandlung weiter machen. Trotz der Komplikationen würde ich selbst immer wieder den 2. Weg wählen.

Ich drück dir die Daumen, dass du so eine Entscheidung gar nicht treffen musst, sondern am Montag einen zeitgerecht entwickelten Embryo siehst!

Liebe Grüße

Merle


  Re: Vorbereitung auf Fehlgeburt
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  Zimtstern 72
Status:
schrieb am 10.02.2017 19:10
Hallo, Annemi, ich verstehe dich und hatte bereits eine ganz ähnliche Erfahrung. Der Embryo war immer zu klein und wuchs immer langsamer,
und das Herz schlug auch von Anfang an langsamer. Ich glaube, du schätzt deine Situation realistisch ein.

Die Frage ist, wieviel Zeit du dir selbst geben kannst.

Ich habe bereits 2 Abgänge mit Ausschabung und mehrere ohne Ausschabung hinter mir.
Bei jeder Ausschabung besteht ein winziges Risiko, dass die Gebärmutterschleimhaut verletzt wird, was zum sog. Asherman-Syndrom führt.
Das ist vor allem dann ein Problem, wenn der Arzt schlampig arbeitet. Die Wahrscheinlichkeit bei einem Arzt, dem du vertraust ist äußerst gering.

Eine Ausschabung ist schnell vorbei, und das fand ich immer sehr erleichternd.
Beim natürlichen Abgang kann es passieren , dass du drei bis vier Wochen warten musst, bis Blutungen eintreten.
Dafür hast du Zeit zum Trauern und loslassen.

Ich persönlich wollte früher immer lieber den schnellen Weg, ich habe aber nicht die Erfahrung gemacht, dass in Kliniken besonders sensibel mit dir umgegangen wird, und da wirst du hier im Forum einige finden, die das gleiche erlebt haben. Für Kliniken ist das oft Routine, traurige zwar, aber wenn ein Arzt sowas 20mal pro Tag macht, eben doch Routine. Du brauchst also jemanden der dir beisteht. Ich wurde einmal von der Kiwu in die Klinik überwiesen, und das war nicht so toll. Die OP dauerte nur 10 Minuten. Mein Mann hat mich morgens hingefahren udn abends wieder abgeholt, und er durfte nicht bei mir bleiben, da ich mit anderen frisch operierten, die abnds wieder heim durften, zusammenlag. Einmal hat es meine Kiwu-Ärztin selbst gemacht und da war alles gut, ich konnte nach zwei Stunden schon wieder heim, sie hat noch mit meinem Mann und mir länger gesprochen und uns geraten heute noch etwas ganz schönes zu unternehmen. Danach ging es mir auch vond en Beschwerden her deutlich besser, ich hatte keine NAchblutungen, alles war super.


Im Moment bin ich ind er 8. Woche, habe wieder ein ungutes Gefühl, aber mein Mann und ich wissen, es wird, egal wie es ausgeht, die allerletzte Schwangerschaft sein. Sollte es in den nächsten zwei/drei Wochen vorbei sein, würde ich in jedem Fall auf die OP verzichten, auch weil wir eben keine weitere Schwangerschaft wollen. Ich wünsche uns aber dass wir uns bald im Schwangerenforum wiedertreffen. Alles Gute und viel Kraft!


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  Re: Vorbereitung auf Fehlgeburt
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  gelöschter User
schrieb am 10.02.2017 20:02
Hallo Zusammen, es tut mir natürlich sehr leid dass ihr so etwas erleben musstest. Vielen Dank für eure Berichte. Ein bisschen Hoffnung ist natürlich noch da aber eben wirklich nur noch ein bisschen. Ich wünsche euch alles Erdenklich Liebe !


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.02.17 20:03 von Annemi28.


  Re: Vorbereitung auf Fehlgeburt
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  Tahanu
Status:
schrieb am 11.02.2017 10:37
Liebe annemi
Leider habe ich diese Erfahrung grad hinter mir.
Wende dich bitte an eine Hebamme. Dieses Recht hast du. Mich hat die Hebamme durch die Fehlgeburt begleitet. Das tat gut. Wollte einen natürlichen Abgang da ich angst vor Verletzungen der gm hatte. War nicht ohne aber hat bei mir immerhin geklappt.
Hoffe allerdings sehr Das es bei dir gar nicht erst dazu kommt. Lg




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