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  Primäre Zervixinsuffizienz
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  Sakeli
schrieb am 23.10.2016 10:58
Hallo,
ich suche Mädels zum Austausch, die ohne erkennbare Infektionen Probleme mit Zervixinsuffizienz und vorzeitigen Wehen in der Schwangerschaft zu kämpfen hatten. Ich habe dadurch eine Frühgeburt erlebt und 1 Kind verloren. Was habt ihr in der Folge-SS unternommen?ftmv, cercelage, liegen. Ist es hoffnungslos?

Lg und schönen Sonntag


  Re: Primäre Zervixinsuffizienz
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  Niesschen
Status:
schrieb am 24.10.2016 14:15
Hallo Sakeli,

es tut mir leid, dass du dein Baby hergeben musstest. Das ist schrecklich, fühl dich gedrückt.

Ich habe 2 Kinder und hatte bei beiden vorzeitige Wehen und Zervixinsuffizienz.

Bei meiner ersten Schwangerschaft war ich ab der 18 Woche immer mal wieder krankgeschrieben wegen GmH Verkürzung, wurde aber immer wieder "stabil" entlassen und mein Arzt schickte mich wieder arbeiten und fand das alles nicht schlimm. In der 27 Woche hatte ich immer wieder Schmerzen und Druck nach unten und bin abends ins KH. Mein GmH war verstrichen, Wehen, Mumu fingerdurchlässig.
Es folgten stationäre Aufnahme, Tokolyse, Antibiose (obwohl nie eine Infektion vorlag). Sobald Wehenhemmer ausgeschlichen waren, gingen Wehen wieder los. Den Rest der Schwangerschaft habe ich liegend verbracht und immer wieder Wehenhemmer. Bei Woche 32 wurde ich entlassen und habe zu Hause gelegen. In Woche 36 bin ich aufgestanden und 2 Tage später wurde mein Sohn geboren.

Vor der 2. Schwangerschaft hatte ich Sorge. Ich musste zum Glück nicht so ein Schicksal wie du erleben, auch mein Arzt machte mir Mut. Es müsse nicht wieder so laufen... blabla...

Nach einigen Versuchen wurde ich wieder schwanger und bemerkte Wehen in der 17 SSW. Glauben wollte mir der Vertretungsarzt nicht und untersuchte mich nicht. Zum Glück bin ich selbst ins KH. Bei 16+5 war mein GmH verstrichen und ich hatte regelmäßig Wehen.
Ab diesem Zeitpunkt lag ich im KH. Durfte zur Toilette und Duschen aufstehen. Wehenhemmer gab es nur in Tablettenform (eigentlich ein Blutdrucksenker glaube ich). Mir wurde nicht viel Hoffnung gemacht.
Aber es ging weiter.. Tag für Tag, Woche für Woche. Nie wurden Keime nachgewiesen. Wehen waren meine dauernden Begleiter.Ich weiß nicht, ich hatte immer das Gefühl, ich hätte eine hyperaktive Gebährmutter, die auf jeglichen Reiz (physisch und psychisch) mit Kontraktionen reagiert.
Für eine Cerclage war angeblich nicht genug Material zum vernähen da.

Entlassen habe ich mich bei SSw 31. Das KKH in dem ich lag war 30 km von zu Hause entfernt und mein Sohn litt doch sehr unter der Situation. Mein Mann war im Dauerstress, ohne Omas und HHHilfe hätten wir es nicht hinbekommen. Oft habe ich mir Vorwürfe gemacht, meine Familie so zu stressen, nur wegen meinem erneuten kinderwunsch.

Zu Hause habe ich bis zur 37 Woche konsequent gelegen. Danach konnte ich nicht mehr und bin aufgestanden und mich gar nicht mehr geschont. Und der Kleine kam erst unglaublicherweise 3 Tage vor Termin, obwohl der MUMU seit Wochen schon 2 cm geöffnet war.

Rückwirkend hätte ich nicht so blauäugig meinem Gyn vertrauen sollen, sondern auf eine prophylaktische Cerclage bestehen sollen.
Und du wirst dich wahrscheinlich auf eine Liegeschwangerschaft einstellen müssen. Komischerweise hat liegen bei mir geholfen.
Es war zwar eine lange Zeit (3 Jahreszeitenwechsel habe ich liegend verbracht), aber im Nachhinein bin ich froh, die Strapazen auf meine Familie und mich genommen zu haben. Heute ist das alles fast vergessen.

Dir kann ich natürlich nichts raten. Du hast eine schlimme Zeit hinter dir und wirst in einer evtl. weiteren Schwangerschaft von Ängsten noch mehr begleitet sein.
Vielleicht konnte dir meine Geschichte ien kleinwenig helfen?
Lg Niesschen




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