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  2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Ladriel
schrieb am 07.07.2016 17:39
Hallo Zusammen,
ich bin ganz neu hier... Ich dachte, ich schreibe hier mal meine Gedanken nieder, vielleicht hilft es ja...

Bereits vor 2 Jahren wurde ich ganz unerwartet schwanger. Zunächst stand ich so unter Schock, dass ihr ehrlich gestanden Gedanken hatte wie "ach, es gibt so viele Fehlgeburten... vielleicht erledigt es sich ja von selbst." Als dann genau dieser Fall eingetroffen ist, war ich am Boden zerstört. Eine Achterbahn der Gefühle! Ich hatte mich gerade mit dem Gedanken ein Kind zu bekommen angefreundet und dann war es auch schon wieder vorbei... Ich war damals in der 7. Woche. Und mein FA hat mich direkt ins Krankenhaus zur Ausschabung überwiesen. Alles in allem eine ätzende Zeit. Ich hatte eine ganze Weile daran zu knabbern mit allem klar zu kommen.
Jetzt 2 Jahre später (wir haben uns vor gut einem halben Jahr entschieden es erneut zu versuchen) hat es also wieder geklappt. Schon beim ersten Kontrolltermin in der 7. Woche meinte mein FA, dass alles viel zu klein sei, wir aber nochmal 2 Wochen abwarten. Ich war optimistisch. Gestern war ich nun beim Arzt! Es hat wieder nicht geklappt. Scheinbar hat sich das Kind nicht entwickelt. Ich bin am Boden zerstört!!!
Nun soll ich am Dienstag wieder zu Ausschabung. Beim ersten Mal hab ich mir gar nicht allzu viele Gedanken gemacht. Aber diesmal habe ich völlige Panik. Panik, dass die Ärzte etwas beschädigen könnten und das es hinterher gar nicht mehr klappt. Außerdem bin ich völlig verunsichert. Zweimal hintereinander die gleiche Geschichte.Ich habe total Angst, dass wir möglicherweise genetisch nicht zusammen passen. Außerdem rennt mir die Zeit davon. Ich werde im Herbst 36 Jahre alt.
Gibt es jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und am Ende doch noch alle gut wurde? Ich bin im im Moment auch völlig unsicher, ob die AS der richtige Weg ist. Aber mein FA und auch der Arzt beim Erstgespräch im Krankenhaus meinte, dass das unbedingt sein muss, da es wohl gefährlich wäre, es nicht zu tun. Wenn Gewebe zurück bleiben würde besteht wohl eine große Infektionsgefahr. Ich bin so unsicher. Die erste AS war so schrecklich... andererseits blute ich noch nicht und der Arzt meinte, es kann noch Wochen dauern, bis es sich von alleine löst... Die Vorstellung noch wochenlang "mein totes Baby" im Bauch zu haben (ich weiß, die Formulierung ist vielleicht etwas übertrieben) ist fürchterlich...

Danke, das sich hier meine Ängste und meine Geschichte niederschreiben kann! Das tut gut!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.07.16 18:14 von Ladriel.


  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Maigkloeckchen
schrieb am 07.07.2016 20:07
Liebe Ladriel,

es tut mir leid, das dir das nun schon zum zweiten Mal passiert ist.
Ich kann dir dazu raten, dir die letzten Beiträge hier im Forum durchzulesen. Da findest du bestimmt ein paar Informationen, die dir helfen können. Bezüglich der Ausschabung kann ich deine Gefühle absolut nachvollziehen. Wenn du Ärzte fragst wird dir immer zu einer Ausschabung geraten. Das ist für sie nunmal die "sicherste" Form. Informiere dich aber bitte auch über die anderen Möglichkeiten (natürliche FG, medikamentöse Unterstützung). Das kann aber manchmal eben auch länger dauern. Wenn du mit dem Gedanken vielleicht länger einen toten Embryo mit dir zu tragen nicht leben kannst, dann kommt nur eine AS in Frage, allerdings ist dabei die Gefahr auch gegeben, dass Reste in der GM verbleiben. Darüber kannst du hier auch etwas lesen.
Ich hoffe, dass du die für dich richtige Entscheidung triffst und schnell wieder fit bist.
Zu der zweiten FG: Du schreibst, du bist 35, da lässt die Embryonenqualität ja schon ein wenig nach. Du könntest aber ein paar Sachen bei deiner Frauenärztin testen lassen: AMH-Wert, Schilddrüse, Vitamin D, Folsäure nimmst du bestimmt...
Liebe Grüße,
Maiglöckchen


  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Emma1909
Status:
schrieb am 13.07.2016 14:31
Liebe Ladriel,,

Dein Beitrag ist zwar schon ein paar Tage alt, aber ich antworte dennoch.

Ich hatte im juni eine FG in der 10. Woche. Ein natürlicher Abgang mit ca. 10 Tagen Blutungen. Sowohl mein Arzt als auch die Hebamme (du kannst dich bei einer hebamme beraten lassen - die verdient auch nix an einer as) haben von einer ausschabung abgeraten. Normalerweise regelt die Nagtur dies selbst. So lange du kein Fieber o.ä. bekommst würde ich warten. Ich hatte so zeit zu trauern und mich mit der Situation auseinander zu setzen. Zwar war diese lange Blutung anstrengend für Körper und Seele - ich denke aber, dass eine Ausschabung nicht weniger belastend ist!!!
Bei der Kontrolle 3 Tage nach Blutung sagte mein doc fast alles raus, die reste gehen mit der nächsten regelblutung ab. Ich bin nun, knapp 4 wochen danach ziemlich gesund und so langsam wieder fit (hatte halt fast 2 wochen starke blutungen, das muss der körper erst mal wieder nachproduzieren). Keine Infektion, nichts.
Daher, man muss nicht sofort zum messer greifen!! Und ich schließe mich meinen voreednerinnen an : lies mal ein paar beiträge, das hilft!!!

LG und alles Gute!!
Emma


  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Ladriel
schrieb am 14.07.2016 15:13
Liebe Emma,
ich danke Dir für Deine Antwort. Ich habe zwischenzeitlich den Schritt doch gemacht und war am Dienstag im Krankenhaus. Es ist alles super gut verlaufen. Das gesamte Personal war so was von lieb und verständnisvoll und die OP verlief schnell und problemlos. Ich bin jetzt auch froh, dass ich mich so entschieden habe. Ich hatte nicht einmal einen Ansatz von Blutungen. Und die Vorstellung noch Tage oder Wochen mit meinem toten Kind im Bauch herumzulaufen war für mich nicht vorstellbar.
Jetzt ist es wie es ist und ich fühl mich schrecklich. Ich könnte die ganze Zeit nur heulen und bin unendlich traurig. Das warum quält mich sehr und noch mehr die Frage, wie geht es weiter. Ich habe fürchterliche Angst, dass es beim nächsten Mal wieder nicht klappen könnte. Mir fehlt grad absolut die Zuversicht und das Vertrauen. Aber vielleicht braucht das auch Zeit.

Ich werde gleich mal noch ein paar Beiträge lesen. Vielleicht hilft das!

Danke, Dir ebenfalls alles Gute! LG Ladriel


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  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Ladriel
schrieb am 14.07.2016 15:18
Hallo Maiglöckchen,
danke für Deine Antwort. Und vielen Dank für die Tipps. Ich werde dies schnellstmöglich checken lassen. Ja, 35, ich habe das Gefühl die Zeit läuft mir davon. Aber wer weiß, vielleicht kommt etwas raus und wenn nicht, dann finden wir vielleicht den Mut es einfach noch einmal zu probieren. Mal sehen. Trotz der Panik vor der davonrinnenden Zeit kann ich mir im Moment eh noch nicht vorstellen sofort wieder schwanger zu werden....
Ich hoffe, ich finde das Vertrauen in mich, wann es der richtige Zeitpunkt sein wird.

DANKE! Liebe Grüße Ladriel


  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Emlau
schrieb am 14.07.2016 21:57
Liebe Ladriel,

Ich möchte dir kurz meine Geschichte erzählen und dir so vielleicht etwas Hoffnung machen.

Ich bin etwa gleich alt wie du (werde im Dezember 36) und war vor kurzem in einer ähnlichen Situation wie du. Auch ich hatte 2 Fehlgeburten hinter einander und das Gefühl die Zeit rennt mir nun davon. Im Unterschied zu dir hab ich allerdings schon 2 Kinder. Hatte allerdings zwischen den Geburten auch eine Fehlgeburt.

Mit 34 haben wir uns entschlossen ein 3. Kind zu bekommen und nie hätte ich gedacht dass es so schwer werden würde. Hatte im letzten Jahr 2 missed abortion jeweils ca. in der 10 SSW. Beide Male hatte das Herz schon kräftig geschlagen. Und plötzlich hatte ich das Gefühl mir rennt die Zeit davon.

Obwohl mir abgeraten wurde habe ich mich aus persönlichen Gründen jeweils für eine Ausschabung entschieden und würde es auch wieder so machen.

Jedes Mal hieß es es gibt keine Ursache dafür, einfach nur Pech gehabt. Trotzdem ließ ich die wichtigsten Blutwerte überprüfen. Weitere Untersuchungen hab ich nicht gemacht. Tatsächlich hat man nie einen Grund gefunden.

Nach meiner letzten Fehlgeburt wurde ich im ersten Zyklus wieder schwanger. (Nehme ohne medizinische Indikation unterstützend 2 Medikamente) nun bin ich in der 13 SSW und alles sieht bestens aus.

Bitte gib die Hoffnung nicht auf. Auch wenn ich weiß, dass die erste Zeit wirklich hart ist.

Alles Liebe,

Barbara


  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Ladriel
schrieb am 15.07.2016 15:17
Liebe Barbara,
ich danke Dir sehr für Deine Nachricht! Das macht Hoffnung!

Darf ich fragen, was Du für Medikamente nimmst? Ich hab vor ich schwanger wurde zweierlei Globuli genommen.

Nächste Woche habe ich meinen Kontrolltermin nach der AS. Im Moment habe ich ein heftiges Ziehen. Ich hoffe, das ist kein schlechtes Zeichen. Im Zuge der Kontrolle möchte ich auch gleich mal alles testen, was Einflussfaktoren sein könnten. Ich glaube, das gibt wenigstens ein ganz kleines bisschen Mut, um es wieder zu versuchen. Der fehlt mir tatsächlich im Moment gänzlich. Obwohl ich so ein "die Zeit rast mir davon-Gefühl" habe, kann ich mir gerade noch nicht vorstellen schnell wieder schwanger zu sein. Da mischen sich auch noch so Gedanken mit rein wie "wäre das der kleinen Murmel gegenüber fair, wenn sie so schnell "ersetzt" wird? Sollte man sich nicht mehr Zeit nehmen die FG zu verarbeiten? Aber: WIE verarbeitet man so etwas? Ich habe im Krankenhaus erfahren, dass es eine Art "Massenbestattung" gibt, bei der alle Kinder anonym bestattet werden. Zufälligerweise ist das kommende Woche. Da werde ich auf jeden Fall hingehen. Vielleicht hilft es so ganz konkret Abschied zu nehmen. Ich habe das Gefühl viele verstehen mich nicht, da es in der 10. Woche ja noch nicht so wirklich ein Kind ist. Das sehe ich anders! Für mich sind die beiden (8. und 10. Woche) meine beiden Kinder. Und daher tut es auch so schrecklich weh!

Jetzt muss ich wohl erst mal noch die normalen Dinge, wie Kontrolltermin etc. überstehen und dann muss ich mal sehen, wie alles weitergeht. Ich brauche irgendeinen Anker, der mir wieder Kraft und Vertrauen gibt. Im Moment hab ich fürchterliche Angst vor dem nächsten positiven Test, da ich das Gefühl habe, dass dann schreckliche Wochen der Angst und Unsicherheit vor mir stehen....

Wenn also irgendjemand einen Tipp hat, wie man hier wieder sicherer und zuversichtlicher wird, ich wäre sehr dankbar!

Liebe Barbara, ich freue mich sehr für Dich, dass Du es bis in die 13. Woche geschafft hast. Ich denke an Dich und drück Dir die Daumen, dass alles weiterhin gut verläuft und ihr schon in ein paar Monaten Euer 3. kleines Wunder in den Armen halten dürft.

Liebe Grüße Ladriel


  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Einsch
schrieb am 19.07.2016 17:34
Hallo,
Ich hatte innerhalb 1,5 Jahren vier verschiedene Fehlgeburten und liege jetzt gerade mit meiner 5 Wochen alten zucket süßen Maus im Arm auf dem Sofa.
Halte durch und gib die Hoffnung nicht auf.


  Re: 2. Fehlgeburt und völlig verzweifelt
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  Ladriel
schrieb am 20.07.2016 15:43
Danke Dir! Das macht Mut!

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deiner Tochter und alles Gute!




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