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  Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Maigkloeckchen
schrieb am 23.05.2016 16:01
Hallo,
ich hatte vor 1 1/2 Wochen eine Ausschabung nach FG in der 8. SSW. Danach war es die ersten paar Tage ok, am 4. Tag ging es aber mit Blutungen los (hellrot und bräunlich), manchmal auch richtig rot. Von der Menge hat sich in den letzten Tagen nichts geändert. Bei den Nachuntersuchungen bei meiner Frauenärztin letzte Woche und heute hat sie Plazentareste gesehen, die offenbar nicht von alleine abgehen. Sie hat mir eine zweite Ausschabung empfohlen, die ich aber möglichst umgehen möchte. Ich hatte sie dann nach medikamentöser Unterstützung gefragt, habe da etwas von Mifegyne oder Cytotec gelesen. Sie meinte, dass sie als Frauenärztin sowas nicht verschreiben kann, bzw. dass diese teilweise injiziert werden müssen. Sie hat mir die Adresse einer Tagesklinik gegeben, bei der ich auch schon einen Termin gemacht habe.
Ich wollte euch nun nach ähnlichen Erfahrungen fragen, hatte noch jemand von euch Reste nach der AS in der Gebärmutter und konnte sie mit Hilfe von Medikamenten ohne eine zweite AS loswerden? Wozu würdet ihr mir raten?
LG
Maiglöckchen


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  gelöschter User
schrieb am 24.05.2016 11:58
Also... Ich hatte keine Ausschabung, sondern in der 10. SSW einen natürlichen Abgang. Eine Woche später hat meine Gynäkologin (die mich sehr zur Ausschabung gedrängt hatte) bei der Kontrolle im Doppler durchblutete Gewebereste entdeckt - punktuell - woraufhin sie mir wieder dringend zur Ausschabung riet. Das würde nicht von selbst abgehen. Sie gab mir dann auch eine Überweisung für die Tagesklinik und machte mir einfach einen Termin. Cytotec wurde mir auch verweigert. Da ich aber keine Beschwerden hatte, hab ich mich fürs Warten entschieden. Bei einer weiteren Kontrolle knapp zehn Tage später war alles alte Gewebe weg.

Falls Du Dich mit den Blutungen nicht weiter rumärgern willst und Abwarten Dir kein gutes Gefühl macht, würde ichversuchen, eine gute Klinik oder Uniklinik zu finden, wo die zweite Ausschabung als Saugcurretage oder sogar als Gebärmutterspiegung gemacht wird. Ich hätte sonst Bedenken, dass eine zweite manuelle Ausschabung ohne Sicht auf die OP Fläche die Schleimhaut und die Cervix zu stark beschädigen.

Alles Gute!


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Maigkloeckchen
schrieb am 24.05.2016 13:29
Hallo Stubbornstar,

vielen Dank für deine Antwort. Bei der erneuten Untersuchung heute in der Tagesklinik hat der Arzt festgestellt, dass die ganze Fruchthöhle noch in der GM ist, der erste Eingriff hat also nichts gebracht. Das Problem bei mir ist wohl, dass meine GM sehr stark nach hinten gebogen ist und es schwer ist mit den Instrumenten da richtig ran zu kommen.
Ich werde wohl um eine zweite As nicht drum herum kommen, diese wird, wie die erste auch als Saugcurretage durchgeführt, allerdings kommt man damit nicht überall hin und es muss an den Ecken in Richtung der Eileiter immer nachgeschabt werden. Da es meine erste Schwangerschaft war und wir uns schon lange ein Kind wünschen habe ich natürlich Angst vor einer eventuellen Verletzung der GM, aber dieses Gewarte macht mich einfach fertig und von den Ärzten wird einem auch immer eingeredet, wie gefährlich "einach nur abwarten" sein soll.
LG
Maiglöckchen


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  gelöschter User
schrieb am 24.05.2016 13:39
Wenn die ganze Fruchthöhle noch da ist, dann ist eine erneute Ausschabung vermutlich nicht zu vermeiden. Wie man so etwas übersehen kann, ist jedoch schon seltsam... Wurde da nicht direkt kontrolliert?
Eine Saugcurretage ist von den chirurgischen Eingriffen tatsächlich der schonendste. Tut mir leid, dass Du in dieser Situation bist. Eine FG ist schon schlimm genug.
Noch mal alles Gute!


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  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Maigkloeckchen
schrieb am 24.05.2016 14:00
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie sowas passieren kann. Der Arzt in der Tagesklinik heute meinte, dass sich der Arzt nur die Menge nach der Curretage anschaut. Ich verstehe das nicht, kann man da nicht genauer hinsehen, um so etwas zu vermeiden? Der Arzt diesmal wird direkt nach dem Eingriff noch ein US machen, um sicher zu gehen, dass die Frucht raus ist. Das wird normalerweise nicht gemacht, wiel die GM ziemlich blutet und man auf dem US nichts erkennt, aber ob die Fruchthöhle noch drin ist, das wird man ja hoffentlich wohl noch sehen können.
LG
Maiglöckchen


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  LaraJohanna
schrieb am 25.05.2016 19:10
Oh nein, das tut mir leid. Nach meiner ausschabung in der 9. Woche hat man aber hinterher, bevor ich nach hause gehen durfte, aber einen nochmaligen ultraschall gemacht. Ich hatte auch noch stark geblutet, das machte aber gar nichts. Ich wünsche dir alles gute


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Maigkloeckchen
schrieb am 25.05.2016 19:48
Liebe Lara,

ja, ich finde das sollte nach jedem Eingriff standardmäßig gemacht werden. Hätte ich das gewusst, dass es tatsächlich vorkommen kann, dass alles drin bleibt, hätte ich darauf bestanden oder zumindest vorher nachgefragt.
P.S. Letzte Nacht ist bei mir etwas abgegangen, was für mich als Laien nach einer Fruchtblase und dran hängender Plazenta aussah. Vielleicht komme ich ja doch noch um eine zweite AS herum, morgen wird noch einmal geschallt.

LG
Maiglöckchen


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  HighHeelDiva
Status:
schrieb am 26.05.2016 21:27
  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Maigkloeckchen
schrieb am 27.05.2016 10:05
Der Ultraschall hat zum Glück ergeben, dass tatsächlich so gut wie alles raus ist und keine zweite AS notwendig ist. Ich bekomme jetzt noch Spritzen (Methergin), um die kleinen Reste (Koageln und restliches Blut) loszuwerden. Ich war gestern tierisch erleichtert, wie ihr euch denken könnt. Zumindest körperlich kann ich nun endlich mit der FG abschließen. Heute ist die Blututng auch stark zurück gegangen, das war gestern noch ganz anders.
LG
Maiglöckchen


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  HighHeelDiva
Status:
schrieb am 27.05.2016 10:09
das klingt ja alles sehr gut soweit, dann ist es ja fast überstanden, alles Liebe weiterhin!


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  schokonichtangemeldet
schrieb am 27.05.2016 11:48
Hallo Maiglöckchen,
bin ich froh, dass du die zweite Ausschabung nicht hast machen lassen. Dass noch eine gesamte FH im Uterus nach erster Ausschabung zurückgeblieben ist, ist grob fahrlässig. Eine weitere Ausschabung hätte ein stark erhöhtes Risiko für schwerwiegendere Verletzung der Zervix und der Basalschicht des Endometriums zur Folge, was in Verklebungen und Verwachsungen enden kann. Ich hatte selber nach einer einzigen Ausschabungen schweres Asherman bekommen....
In diesem Fall wäre eine medikamentöse Behandlung sicherlich eine gute Alternative (auch wenn bei einem stark retroflektierten Uterus die Gefahr besteht, dass nicht alles wegkommt) oder die hysteroskopische Lösung des Restplazentagewebes bei einem erfahrenen HSK Spezialisten (MIC III). Denn die bauen im Vergleich zu den 08/15 Weisskitteln weniger Mist...
Alles Gute!


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Maigkloeckchen
schrieb am 27.05.2016 19:06
Zunächst möchte ich mich bei allen für die netten Worte bedanken, es tut gut, dass man sich hier austauschen kann und immer verständnisvolle Menschen trifft.

Zitat
schokonichtangemeldet
Hallo Maiglöckchen,
bin ich froh, dass du die zweite Ausschabung nicht hast machen lassen. Dass noch eine gesamte FH im Uterus nach erster Ausschabung zurückgeblieben ist, ist grob fahrlässig. Eine weitere Ausschabung hätte ein stark erhöhtes Risiko für schwerwiegendere Verletzung der Zervix und der Basalschicht des Endometriums zur Folge, was in Verklebungen und Verwachsungen enden kann. Ich hatte selber nach einer einzigen Ausschabungen schweres Asherman bekommen....
In diesem Fall wäre eine medikamentöse Behandlung sicherlich eine gute Alternative (auch wenn bei einem stark retroflektierten Uterus die Gefahr besteht, dass nicht alles wegkommt) oder die hysteroskopische Lösung des Restplazentagewebes bei einem erfahrenen HSK Spezialisten (MIC III). Denn die bauen im Vergleich zu den 08/15 Weisskitteln weniger Mist...
Alles Gute!

Liebe Schoko,
vielen Dank für deine Antwort. Vielleicht kannst du mir noch einige Fragen beantworten?

- Ist das Risiko für schwerwiegende Verletzungen bei einer zweiten AS eigentlich höher, als bei der ersten?
- Wie wurde bei dir damals das Asherman-Syndrom festgestellt? Kann man in einem abschließenden US feststellen, ob alles wieder ok ist und Verwachsungen/ Verletzungen ausschließen oder bedarf es dafür einer Gebärmutterspiegelung?
- Wo finde ich erfahrene HSK Spezialisten und führen diese auch normale AS durch?
- Auch du schreibst, dass es fahrlässig sei, dass tatsächlich nach einer AS alles noch in der GM verblieben ist. Wenn man sich im Internet dazu schlau machen möchte findet man nur Hinweise darauf, dass es völlig normal ist, wenn noch Reste in der GM verbleiben und eine zweite Ausschabung nötig ist. Ich kann das so nicht stehen lassen. Weißt du, ob man in einem solchen Fall etwas machen kann (Beschwerde, Klage o.Ä., wobei ich da jetzt nichts plane). Ich möchte einfach nicht, dass das so stehen bleibt und für das Krankenhaus als erfolgreicher Eingriff durchgeht.
Liebe Grüße,

Maiglöckchen


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Schokofreak
schrieb am 07.06.2016 19:50
Tut mir leid für die späte Antwort:
- bei 2 Ausschabungen ist die Gefahr für einen höheren Schweregrad von Asherman zu entwickeln hoch (schau mal auf der Asherman.org Seite im Infobereich nach)
- Ich habe es lange vermutet, keiner der 4 konsultierten Ärzte hat irgend etwas auf dem US gesehen, in der Uniklinik wurde ein 3D Ultraschall gemacht, der kein durchgehende Endometrium zeigte. Die Diagnose bekam ich bei der Hystroskopie, in der gleichzetig operiert wurde
- unter [www.ag-endoskopie.de] findest du spezialisierte Ärzte in der gyn. Endoskopie. Bei einem Asherman Verdacht würde ich aber nur den Hamburger Spezialisten Dr. N empehlen
- wenn minimale Reste verblieben sind, dann kann man dies nicht als grob fahrlässig betrachten. Du berichtest, dass die gesamte FH noch verblieben ist! Es sollte kein Ansporn sein, den Arzt/klinik zu verklagen, du solltest jedoch mal ein Gespräch mit dem ärztlichen Leiter führen.

Alles Gute!


  Re: Zweite Ausschabung oder Medikamente
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  Maigkloeckchen
schrieb am 08.06.2016 18:32
Liebe Schoko,
vielen lieben Dank für deine Antwort, ist auch nicht schlimm, dass sie später kam smile.

Liebe Grüße,
Maiglöckchen




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