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  Fehlgeburt und Hashimoto
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  schulz2005
schrieb am 19.05.2016 21:54
Hallo zusammen,

dieser Beitrag wird ziemlich lang, ich hoffe aber ihr nehmt euch trotzdem die Zeit zum lesen um mir ggfls. zu helfen oder mir vielleicht Mut zu machen.
Ich habe bereits 3 gesunde Kinder und bin im November 2015 zum vierten mal schwanger geworden. Zeitgleich wurde bei mir eine Hashimoto Erkrankung festgstellt ( TPO-AK 684 ). Ich war bei Hausarzt weil ich innerhalb eines Monats 4 kg zugenommen habe.
Für diese Erkrankung erhielt ich L-Thyrox 50. Allerdings sagt mir meine Hausärztin ich dürfte kein Jod mehr zu mir nehmen, weder in Nahrung noch in Tablettenform.
Dies fand ich sehr merkwürdig, da gerade Jod in der Schwangerschaft sehr wichtig ist.
Nach Weihnachten erlitt ich eine Fehlgeburt und mußte eine Ausschabung machen lassen.
Meine Hausärztin meinte die Fehlgeburt ist nicht auf die Schilddrüse zurückzuführen, sondern hätte wahrscheinlich andere Ursachen.
Dann war ich noch bei einem anderen Allgemeinmediziner der sagte mir eigentlich müßen sie die Tabletten nur profilaktisch nehmen damit sie keinen Kropf o.Ä. bekommen.
Nun war ich nach 5 Monate Wartezeit bei einer Endokrinologin, und die bestätigte die Hashimoto Erkrankung aufgrund eines Ultraschalls, sagte jedoch das man in der Schwangerschaft 100ug Jod zu sich nehmen solle weil es wichtig für das Kind sei.
Nun mache ich mir totale Vorwürfe, weil ich denke das ich nun schuld an der Fehlgeburt bin da ich kein Jod zu mir genommen habe.
Ich fragte sie noch ob Selen den Antikörper Wert senken könnte, aber dazu sagte sie nur das das nicht erwiesen sei und das zuviel Selen Diabetis auslösen könnte.
Nach der Untersuchung sagte sie dann noch, seinen sie froh über Ihre drei Kinder und das es bei denen alles so glatt gelaufen ist.
Das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Wir wünschen uns so sehr ein viertes Kind. und nun habe ich echt große Angst das es nicht mehr klappt wegen dieser Hashimoto Erkrankung.
Bin echt total überfordert mit der Diagnose und könnte nur noch heulen. Seit der Fehlgeburt haben wir es einfach weiter versucht, aber es hat bisher nicht geklappt, obwohl mein TSH mit Medikamenten bei 0,92 liegt.
Allerdings hat mein Mann ein eingeschränktes Spermiogramm. Das erst Kind ist normal entstanden, das zweite durch ICSI und das dritte wieder normal.
Vielleicht ist hier jemand der sich etwas mit dieser Krankheit auskennt.
Ich war nun bei drei Ärzten und jeder sagt etwas anderes. Schrecklich das ganze.
Ich bin nun am überlegen einen weiteren Arzt aufzusuchen. Bei uns in der Stadt gibt es eine Gynäkologin die auch gleichzeitig Endokrinologin ist.
Vielleicht ist das eine gute Kombination für uns, wegen dem Kinderwusch und dem Hashimoto.
Für einige von euch, die ggfls. noch gar kein Kind haben mag das sicherlich wie jammern auf hohem Nivau klingen. Aber der Wunsch bei uns nach einem vierten Kind ist sicherlich genauso groß wie bei euch.

Wäre echt super lieb wenn mir jemand helfen könnte.
Katja


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  Estherdb
schrieb am 21.05.2016 12:37
Hallo liebe Katja!

Ich habe eben selbst einen Betrag erfasst, da habe ich deinen gesehen.

Es tut mir leid, dass du die Fehlgeburt hattest. Auch ich habe Hashimoto. Diese wurde in meiner ersten Schwangerschaft diagnostiziert. Meine beiden ersten Kinder sind spontan entstanden ohne irgendwelche Probleme. Auch die Schwangerschaften selbst verliefen trotz Hashi ganz komplikationslos. In meiner ersten Schwangerschaft hieß es noch, kein Jod nehmen. In der zweiten wurde mir dann vom gleichen Arzt gesagt, Jod nehmen. Neueste Erkenntnisse usw. Aber wie gesagt, auch die erste Schwangerschaft verlief ohne Probleme und mein Sohn ist topfit.

Dein TSH Wert ist super. Meine Endokrinologin hat mir 200 Selen empfohlen, aber ich habe gelesen, dass es tatsächlich umstritten ist. Meine KiWu-Ärztin (gynäkl.Endokrinologin) hat mir sogar gesagt, dass man erfolgreiche Schwangerschaften nicht auf einen Wert reduzieren darf. Sie hat Schwangere mit mega schlechten Werten,und alles ist gut. Und genauso umgedreht.

Den Satz mit den bereits vorhandenen Kindern bekomme ich auch immer zu hören. Da könnte ich auch immer wütend werden. Aber wir sind da auch etwas empfindlich. Jemand der keinen KiWu hat, fühlt da tatsächlich sachlicher. Der kann sich auch nicht in uns reinfühlen. Und da ist so ein Satz dann wahrscheinlich gut gemeint. Wie gesagt - ich kann ihn auch nicht ab. Er verletzt mich immer und gibt mir das Gefühl, undankbar zu sein. So als wäre es meine freie Entscheidung, ob ich mir den KiWu und seine Folgen antue.

Aber ich möchte dir Mut machen. Reduziere deine Fehlgeburt nicht auf die Jodeinnahme. Daran liegt es ganz sicher nicht. Viele Frauen erleiden Fehlgeburten. Manchmal passiert das einfach. Du kannst da nichts dafür. Du hast nichts falsch gemacht.

Versucht es weiter! Gib die Hoffnung nicht auf. Du bist gut eingestellt und betreut mit deinem Hashi. Das klappt schon!

Lieber Gruß
Esther


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  Fieni
Status:
schrieb am 21.05.2016 14:24
Hi!
Ich hatte auch gerade eine Fehlgeburt und habe Hashimoto.
Meine 1. Schwangerschaft verlief auch super, wobei ich schon mit einigen Medikamenten unterstützt habe.
Ich denke man kann eine Fehlgeburt nicht immer auf Hashimoto zurückführen.
Da gibt es sicher noch viel mehr andere Faktoren.
Viele sind jung und gesund und haben trotzdem eine Fehlgeburt.
Ich habe z. Bsp. durch Hashimoto ganz hohe AK, NK-Zellen und noch andere Autoimmunerkrankungen.
Bin so dankbar das ich mein kleinen Sohn habe, werde in 7 Wochen 42 Jahre alt und
habe gerade auch ziemlich Angst das es nicht nochmal so gut läuft, wünsche mir auch so sehr
ein 2. Kind und Geschisterchen für meinen Kleinen.
Ich wünsche dir alles erdenklich Liebe und Gute für dein weiteren Weg!


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  Milest
Status:
schrieb am 21.05.2016 23:28
Deine Fehlgeburt tut mir sehr leid.
Auch ich habe Hashi- seit über 16 Jahren.
Das schwanger werden war nicht einfach. Komischerweise hat es gerade immer dann geklappt, wenn alle Werte nicht (!) optimal eingestellt waren.
Die Schwangerschaft unseres ersten Erdenkindes war kompliziert, aber nicht wegen der Hashi, sondern wegen Dauerbmutungen. Vor 8 Jahren hieß es, dass man kein Jod nehmen solle.
In der letzten Schwangerschaft, die vor drei Monaten mit der Geburt unseres zweiten großen Wunders endete, hieß es, dass man Jod nehmen kann- nicht muss. Ich habe mit so vielen Ärzten darüber geredet. Jeder hatte eine andere Meinung. Seufz. Letztendlich habe ich mich dann gegen eine JodgAbe in Tabmettenform entschieden. Jodsalz zum Beispiel habe ich benutzt.
Die Schwangerschaft war ein absoluter Traum .
Mache dir also jetzt bitte keine vorwürfe, dass du das Kind aufgrund mangelnder Jodhufuhr verloren hast. Viel wichtiger während der Schwangerschaft sind vierwöchentliche Kontrollen der Werte; also nicht nur des TSH, sondern von T3 und T4- diese müssen im oberen Drittel sein.
Alles Gute


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  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  schulz2005
schrieb am 22.05.2016 22:18
Vielen Dank liebe Esther dein Beitrag gibt mir echt wieder Mut und Hoffnung.
Es ist schön solche positiven Informationen von anderen zu erhaltenknuddel


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  schulz2005
schrieb am 22.05.2016 22:22
Liebe Fiene,

was sind NK-Zellen und andere Autoimmnerkrankungen?
BIn jetzt etwas verunsichert, bekomme ich durch die festgestellte Hashimoto ERkrankung nun noch weitere ERkranungen??


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  schulz2005
schrieb am 22.05.2016 22:24
Liebe Fieni,

das mit deiner Fehlgeburt tut mir leid. Ich kann nachfühlen wie es dir geht, man hat wahrscheinlich auch immer die Biologische uhr im Kopf.

( der TExt ist in meiner ersten Antwort irgenwie verloren gegangen, daher habe ich eine weitere Antwort geschickt, )


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  schulz2005
schrieb am 22.05.2016 22:30
Liebe Milest,

tut mir leid das du auch soviel durchmachen mußtest.

Aber zum Glück bist du am Ende belohnt worden. Und machst mir mit deinen Worten echt Mut.

Ich bin so froh das ihr mir hier geschrieben habt. Ich fühle mich so glücklich im Moment, das es andere mit dieser Krankheit auch geschafft haben.

Diese Beiträge zeigen mir das ich nicht aufgeben sollte, und weiter für unseren Traum kämpfen werde, auch wenn es viele andere nicht verstehen können, weil wir ja schließlich drei gesunde Kinder haben.


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  Fieni
Status:
schrieb am 23.05.2016 12:51
Hi Katja,

Hashimoto ist ja eine Autoimmunerkrankung, meist hat man aber nicht nur eine davon.
Meine SD-AK liegen auch bei 850....Norm bis 34!
Ich habe noch eine Autoimmungastritis und Rheuma, ausserdem noch Endometriose
und eine leichte Insulinresistenz.
Die hohe Zahl an NK-Zellen wurden bei mir durch ein Immunologe wegen unerfülltem KiWu entdeckt.
Die können aber nun ach an meiner FG Schuld sein.
Gerade ganz aktuell, habe ich noch von Gerinnungsstörungen erfahren.
Sollte ich nochmal schwanger werden, werde ich wohl einiges an Medizin nehmen müssen.

Schade ist das man sich um vieles selbst kümmern muss, ich wüsste sonst die Hälfte meiner Diagnosen nicht.....


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  schulz2005
schrieb am 23.05.2016 23:00
Hallo Fienie,

was genau sind denn NK-Zellen? Das sagt mir so rein gar nichts.

Die ganzen anderen Erkrankungen die du aufgezählt hast habe ich bis jetzt zum Glück noch nicht.

Das einzige was vor Jahren mal festgestellt worden ist, ist auch eine Gerinnungsstörung Faktor II nennt sich das.

Aber da habe ich eine heterozygote Mutation, wo mir der Onkologe gesagt hat, das das eine Auswirkungen auf den Kinderwunsch hätte, da das gesunde Gen in der Regel das kranke Gen ausgleicht. Ob das stimmt weiß ich nicht, jedenfalls sind die 2 Schwangerschaften nachdem das festgestellt worden ist ohne Probleme verlaufen.


  Re: Fehlgeburt und Hashimoto
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  Fieni
Status:
schrieb am 24.05.2016 10:16
Faktor II habe ich auch, die Prothrombinmutation.
Leider kam das Ergebnis genau 1 Woche nach meiner FG.
Das mit den NK-Zellen musst du immunologisch abklären lassen.

Hier ein Link von Fr. Dr. Reichel-Fentz bei der ich war.
[www.immu-kinderwunsch.de]




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