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  Re: Tod meiner Zwillinge 22. SSW
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  Lucycat
schrieb am 27.02.2016 13:53
Ich danke dir, für die schnelle Antwort.

Wie geht es dir jetzt? Ich weiß, doofe Frage...

Ich bin bei einem Imunologen und der untersucht jede Woche die Werte und gibt mir durch, wie ich das prednisalon anpassen soll. Bin jetzt auf 15mg. Seit 2-3 Wochen sind die Werte stabil. Lt imunologen. Er sagt, dann nur alles so beibehalten ..und ich möchte natürlich nicht zu früh aufhören damit, aber meine Hoffnung war eben, dass ich in der nun 14 Woche anfangen könnte es abzusetzen. Habe aber Angst, dass es dann schiefgehen könnte...

Und deine Ärztin hat gesagt es schadet nicht, wenn man es durch nimmt? Ist sie auch Imunologin?

Darf ich fragen, was du gezahlt hast? Ich muss immer Ca 60-70 km jede Woche hinfahren, da es bei uns hier keiner machen will, da es 'of Label' ist und das bei einer Schwangeren, finden die zu riskant!

Liebe Grüße und einen schönen Tag dir winkewinke


  Re: Tod meiner Zwillinge 22. SSW
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  sternenmaus2
schrieb am 27.02.2016 17:50
Hallo Lucy,

meine Ärztin ist hauptsächlich eine Akupunktur-Praxis mit Schwerpunkt Kinderwunsch. Sie hat mich auch mit Granulaten versorgt, die ich wie ein Tee getrunken habe (zur besseren Einnistung).

Ich habe Prednisolon nur mit max. 10mg genommen, aber auch nur die ersten 3 Wochen oder 4 Wochen??? Dann bin ich auf 5mg runter, aber auch nur kurz. Dann habe ich gar kein Kordison mehr nehmen müssen, nur noch mal ne Woche irgendwann als meine Werte instabil wurden.

Die meiste Zeit habe ich nur Omegaven-Infusionen bekommen. Das hat meine Ärztin in Köln gemacht. Das Blut hat sie zur Untersuchung zu einem Immunulogen nach Düsseldorf geschickt. Den Bericht haben dann meine Ärztin und ich immer per Mail bekommen.

Für die Infusionen habe ich um die 65 Euro gezahlt. Ich musste einmal nach Düsseldorf zu einer KiWu-Klinik als meine Ärztin in Urlaub war. Die nahmen dafür 120 Euro! Okay, war ne sehr schicke Praxis, mit Ruheraum und sehr komfortablen Liegen. Ich war trotzdem froh, dass meine Ärztin nur eine Woche weg war.

Kortison war also bei mir nie so das Problem. Ob es dabei sinnvoll ist, das die ganze Schwangerschaft zu nehmen, kann ich also nicht sagen. Bei den Omegaven Infusionen meinte meine Ärztin, die kann man ruhig die ganze Schwangerschaft durch geben, das würde nicht schaden.

Wenn du konkretere Fragen hast, dann schick mir ne PM. Möchte niemandem mein Schicksal wünschen und helfe gerne wenn ich kann.


  Re: Tod meiner Zwillinge 22. SSW
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  Schnorchler
schrieb am 28.02.2016 15:47
Liebe Sternenmaus,

aus Deiner Beschreibung der Beisetzung von Emma und Finn spricht so viel Liebe zu Deinen beiden Kindern. Wie schön, dass die Sonne immer wieder durch die Wolken kam und ihr die beiden bei euch gefühlt habt.
Mir tut zur Zeit mein Rückbildungskurs für Sternenmamas sehr gut, wieder in Bewegung zu kommen, ist hilfreich und sicher auch das langsame Bessern des Wetters. Trotzdem ist die Sehnsucht nach unserer Tocher unglaublich groß. Wie schön wäre es, jetzt in der 34.SSW zu sein. Donnerstag wäre mein letzter Arbeitstag vor dem Mutterschutz.
Ich bin zur Zeit am Überlegen, was ich noch untersuchen lassen könnte. Noch wissen wir leider nicht, woran unsere Tochter verstorben ist. Ihr Herz hatte einfach aufgehört zu schlagen. Ich fange jetzt mal mit Gerinnungsdiagnostik an. Hast Du vielleicht noch einen Tipp, was wir untersuchen lassen könnten? #$%&#ik war bei unserer Tochter völlig unauffällig.
Ich glaube, wenn wir eine Idee hätten, woran die Kleine verstorben ist, könnte ich meinen Mann vielleicht doch nocheinmal überreden.
Wie geht es Dir nach der Beisetzung? Warst Du schon einmal wieder beim Friedhof?

Liebe Grüße,
Schnorchler


  Re: Tod meiner Zwillinge 22. SSW
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  sternenmaus2
schrieb am 28.02.2016 16:44
Liebe Schnorchler,

ein Rückbildungskurs für Sternenmamas wäre jetzt für mich auch gut. Allein für den persönlichen Austausch mit Gleigesinnten. Ich wohne nur leider eher ländlich und da gibt es so was nicht.

Was du noch untersuchen könntest, weiß ich leider auch nicht. Unsere Untersuchungen zielten hauptsächlich darauf ab, warum ich erst gar nicht schwanger werde. Du warst schon so weit, eigentlich sollte man da hoffen können, das nichts mehr passiert...

Ich denke, bei uns Frauen ist der Kinderwunsch einfach sehr stark, gerade nach einem Verlust. Wir Frauen würden es am liebsten direkt wieder versuchen, leider kommen unsere Männer da nicht unbedingt so schnell mit. Gib deinem Mann Zeit, das Geschehene zu verarbeiten. Ich muss das gerade auch lernen...

Mein Mann und ich sind eigentlich täglich auf dem Friedhof, nur heute nicht. Wir waren in keiner guten Stimmung und ich wollte das nicht an den beiden auslassen (bei uns war der nächste Versuch auch Thema).

Außerdem beschäftigen wir uns im Moment viel mit der Grabgestaltung. Ich möchte ihnen ein schönes Grab geben und mache mir dazu viele Gedanken. Mir ist es auch wichtig, soviel wie möglich selber zu machen (nicht nur wegen des Geldes), das hilft mir einfach. Aber ich muss noch mit der Friedhofsverwaltung klären, was ich darf und was nicht. Bei Kindergräbern sind die allerdings etwas nachsichtiger.

Wir haben einen wirklich schönen Kindergrabstein gefunden (http://www.bildhauerei-eger.com/kindergrabsteine/handwerkliche-kindergrabmale/75/kindergrabstein-blumenwiese-aus-sandstein?c=16). Wir wollen ihn nur mit zwei Schmetterlingen, einem in blau und einem in rosa.

Das Grab wollen wir dann mit Muschelkies auslegen. Dann können wir (oder auch andere) immer mal wieder schöne Steine, Muscheln oder Holz (Treibgut) von irgendwo mitbringen und ihnen auf das Grab legen. Der Gedanke gefällt mir einfach, dass jeder den beiden was mitbringen kann. Dazu will ich einige Steine bemalen. Wir wollen links und rechts vom Stein vermutlich Lampenputzergras pflanzen, das sieht dann wie an einer Düne aus (um beim Strandmotiv zu bleiben). Und zwei bunte Blecheimer für bunte Jahreszeiten-Blumen. Aus dem selben buntem Blech gibt es dann auch noch so Teelichtfackeln (die oben zu sind), die sollen auch noch drauf.

Ich hoffe, es wird ein schönes Grab...

Wir habt ihr das Grab gestaltet? Kannst du zum Grab, oder fällt dir das schwer?


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  Re: Tod meiner Zwillinge 22. SSW
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  Wunderkruemel
schrieb am 02.03.2016 00:16
Liebe Sternenmaus

wenn ich Deine Worte lese laufen mir auch die Tränen.

Ich kann sicher nur im Ansatz nachempfinden, was Du gerade durchmachst, ich habe nur 1 FG und 1 Eileiterschwangerschaft und eine Schwangerschaft die ähnlich Deiner Verlief nur hatte ich Glück dass ich rechtzeitig in eine Klinik kam und bei uns ein Wunder geschah. Ich möchte gerne etwas mehr dazu sagen, wenn ihr weitermachen möchtet. Wichtig finde ich, dass ihr das Gefühl habt, dass es wieder geht. Meine KIWU macht Transfer bis 48 Jahre. Das nur um den Zeitdruck etwas rauszunehmen.

Meine Problematik war eine Infektion. Du solltest versuchen zu klären, ob man weiss oder vermuten kann wieso es zu der Frühgeburt kam. Wenn es eine Infektion war, kannst Du vorbeugen. Wenn es ein HELLP war, kann ich Dir nicht helfen, aber auch hier gibt es sicher Vorgehensweisen, die helfen.

Mach Dir nicht zuviel Gedanken um die Arbeit. Wenn Dein Frauenarzt Dich nicht länger krank schreiben will geh zu einem anderen Arzt. Nimm Dir auf alle Fälle die Zeit die Du brauchst um Dich neu orientieren zu können und wieder etwas nach vorne schauen kannst. Mir hat es geholfen, dass nur wenige wußten, dass ich Schwangerschaft war. Ich habe aber einer befreundeten Kollegin vorher gesagt, wie die die es wussten mit mir umgehen sollten. Ich wollte auf keinen Fall darauf angesprochen werden und es wurde sich daran gehalten. Das hat mir geholfen. Ich habe nur darüber gesprochen, wenn ich es wollte.

Falls Du den Kopf frei genug hast für einen weiteren Versuch kannst Du Dich gerne auch per PN melden. Vllt kann ich Dir mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen helfen.


  Re: Tod meiner Zwillinge 22. SSW
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  Schnorchlernichteingeloggt
schrieb am 06.03.2016 13:45
Liebe Sternenmaus,
.
jetzt schaffe ich es endlich, Dir zu antworten. Wie geht es Dir zur Zeit? Die letzte Woche war bei mir auf der Arbeit total stressig. Es wäre meine letzte Woche vor dem Mutterschutz gewesen, daher hatte ich mir noch ganz viele Termine in die Woche gelegt, die ich noch erledigen wollte. Ab der nächten Woche wird es dann ruhig: In meinem Kalender stand noch ganz lange: Mutterschutz. Jetzt kommen schon wieder die Tränen, dass ich morgen einfach wieder hingehen muss und mich nicht um die EInrichtung des Kinderzimmers kümmern darf.
Ich finde den Grabstein total schön. Es ist so schwer, die kleinen Mäuse gehen zu lassen, wie schön, wenigstens an manchen Stellen zu merken, dass andere sich arum Gedanken machen und kleine Dinge, wie einen schönen Grabstein, für uns beitragen und uns den Weg etwas erleichtern. Es hört sich gut an, dass ihr gemeinsam zum Grab geht und es so schön gestaltet. Ist Dein Mann im Moment noch zuhause?
Unsere Tochter ist noch nicht beigesetzt. Sie wird in einem Sternenkindergrab beerdigt, weil wir die Vorstellung, dass sie ganz allein liegt, ganz furchtbar fanden. So wird sie mit anderen kleinen Sternenkindern gemeinsam bestattet. Uns ist die Entscheidung, wie wir sie beerdigen, sehr schwer gefallen. Die Sternenkinderbeisetzung findet aber genau an ihrem errechneten Geburtstermin statt. Das schien uns ein Zeichen zu sein(?).
In zwei Wochen habe ich nun einen Termin bei einem Gerinnungsspezialisten, vielleicht findet er noch Hinweise auf den Grund des Todes unserer Kleinen.
Ich finde den Austausch mit anderen Sterneneltern für mich sehr unterstützend. Meine Hebamme hatte auch angeboten, Kontakte zu vermitteln, falls ich das möchte. Vielleicht wäre das auch bei Euch im Ländlichen möglich, um Dir persönliche Kontakte zu ermöglichen?

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!
Liebe Grüße,
Schnorchler mit S. im Herzen und in Gedanken


  Re: Tod meiner Zwillinge 22. SSW
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  sternenmaus2
schrieb am 08.03.2016 13:16
Liebe Schnorchler,

ich finde es einfach wichtig, dass jeder sein Sternenkind so beerdigt, wie er es für das Beste hält. Wichtig ist nur, dass man sich bewusst dafür entscheidet und mit seiner Entscheidung zufrieden ist. Und ich finde es schön, wenn man das Gefühl hat, das da kleine Zeichen sind, die einem bei der Entscheidung helfensmile

Wir haben einfach nur gedacht, dass wir unsere Kinder bei uns haben wollten. So nah wie möglich. Das wäre bei einem Sternenkindergrab nicht der Fall gewesen, dafür wohnen wir zu ländlich. Mir war damals noch nicht bewusst, wie wichtig das Grab (vorallem für mich) sein würde. Ich bin so froh, dass ich in 15 min. zu Fuß da sein kann, dass ich jeden Tag hin gehen kann und dass ich die Gestaltung selber machen kann. Mir hilft das so ungemein. Ich bin aber auch sehr froh, dass die beiden bei anderen Kindern liegen und nicht nur zwischen Erwachsenen. Die paar wenigen Kinder auf dem Friedhof, haben ihre kleine ganz private Ecke und unsere gehören jetzt dazu.

Wir hatten uns auch noch eine Kindergrabstelle ein Dorf weiter angeschaut. Der Friedhof ist zwar schöner als der bei uns, doch da sind die Kindergräber eher wie die Erwachsengräber. Entweder wollte keiner da ein kindliches Grab, was auch mal ein bisschen bunter ist, oder die Friedhofsverwaltung erlaubt das da nicht. Das kam für uns einfach nicht in Frage.

Mein Mann ist seit gestern wieder arbeiten. Er hatte ein bisschen Panik vor dem ersten Tag und ich gleich mit. Die Vorstellung wie mein erster Tag im Büro dann sein würde, hat mich die ganze Nacht nicht schlafen lassen. Ich bin immer wieder mit Herzrasen aufgewacht. Dabei lief der erste Tag bei meinem Mann wirklich gut.

Ich bin aber einfach noch nicht soweit wieder ins Büro zu gehen. Ich glaube, ich muss erst die Grabgestaltung für mich abschließen. Da meine Krankmeldung heute ausläuft, musste ich also nach einer neuen fragen. Die Krankmeldung habe ich zwar ohne Probleme bekommen, aber trotzdem fühlte ich mich wie ein Bittsteller. Ich finde seine eigene seelische Verfassung einzuschätzen wirklich schwer. Es ist halt nicht wie ein Beinbruch, wo ich einfach klar sagen kann, ob ich das Bein belasten kann oder nicht. Ich kann ja selber manchmal meine Gefühle nicht einordnern, wie soll ich sie dann einem Arzt erklären? Wie soll ich wissen, wie lange ich noch brauche?

Mein Frauenarzt wollte mich erst nur eine Woche krank schreiben, hat aber direkt gesagt, dass ich natürlich danach auch noch weitere bekommen kann. Aber die Vorstellung da nächste Woche schon wieder hin zu müssen und mich jetzt von Woche zu Woche hangeln zu müssen, hat mir totale Panik gemacht. Mein Arzt hat mir dann doch eine Krankmeldung für 2 Wochen gegeben, da war ich aber schon völlig in Tränen aufgelöst.

Dann habe noch im Büro angerufen. Ich wollte das auch einfach hinter mich bringen. Auch mein Chef war sehr verständnisvoll. Geholfen hat mir das aber auch nicht. Ich kann mir einfach nicht vorstellen wieder in dieses Büro zu gehen. Nach dem Telefonat hatte ich einen totalen Heulkrampf.

Heute ist also kein guter Tag für mich. Aber die Sonne scheint gerade durch mein Fenster, also werde ich jetzt meine beiden Mäuse besuchen!




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