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  Abortus incompletus 9 SSW
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   Mayla22
schrieb am 27.12.2014 07:22
Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll....habe lange überlegt: Wohin mit meinen Sorgen....?!

Ich fange einfach an und erzähle über meinen Verlauf.

Am 22. Dez. 2014...diesen Montag mussten mein Mann und ich unsere kleine Mayla gehen lassen...in der 9 SSW fand auf Grund einen Abortus incomletus eine Ausschabung statt.
Das Schlimmste was ich bisher in meinem Leben erleben musste und da ist einiges....
Ich und mein Mann sind so unendlich traurig...
Mayla war ein absolutes Wunschkind....lange haben wir versucht Kinder zu bekommen.

Zu meiner Vorgeschichte....:
Wir wollten 2009 schwanger werden....soch leider kam alles anders!
Ich bekam im April 2010 die Diagnose Brustkrebs mit 29 Jahren! Ein Schock...es folgte Chemo...zudem bestand ein Gendefekt. Auf Grund dessen habe ich mit für eine OP entschieden, die alle Milchdrüsen entfernen ließ und beidseits mit Implanten aufgebaut wurde...
Viele Fragen plagten mich in die verschiedensten Richtungen:
Kann ich jemals wieder Kinder bekommen? Schaffe ich das alles? Kommt der Krebs wieder? Darf man das überhaupt...an die Zukunft denken...? Was ist mit Arbeit? Wird die Chemo Schäden anrichten? etc.

Mein Mann und ich haben uns in einem Kinderwunsch-Zentrum vorgestellt - zuvor versuchten wir es 1 Jahr... Dort hatten wir endlich eine Ärtzin, die uns verstand. Sie sagte: Es sei alles in Ordnung bei mir...bis auf Progestan...ich nahm für einen Zyklus Progestan. Und ich wurde Schwanger...der 19.11.2014. Ich musste mehrmals testen, weil ich es nicht glauben konnte!
Es stellten sich Sympome ein: häufiges Wasserlassen; ziehen im Unterleib, flaues Gefühl.
Schwangerschaft wurde in der 6 SSW bestätigt...intakter Sitz; Herzschlag zu sehen!
Es war das unbeschreiblichste gefühl für mich und meinen Mann! Unser kleines Wunder...mein Mann sagte dann irgendwann Gummibärchen.

Ab der 7.SSW fingen Schmierblutungen an...immer dunkel und nicht viel...manchmal nur beim Abwischen nach dem Toilettengang sichtbar. Die Schmierblutungen verschwanden nie ganz...2 Wochen dauerten sie an...dann war ich in der 9. SSW....Herz schlug bis dato immer noch...doch am Montag den 22.Dez. war ich wegen eines komischen Gefühls bei einer Vertretungsärztin...sie sagte, dass sie keine guten Nachrichten habe:
Kein Herzschlag! Keine Durchblutung zu sehen!
Ich dachte, jemand reißt mir mein Herz raus!
Daraufhin schickte sie mich ins Krankenhaus und die Dinge nahmen ihren lauf...ich weinte unaufhörlich und zwischendurch schlich sich Leere und Schmerz ein.

Dazu muss ich sagen, dass ich innerhalb der bestehenden Schwangerschaft gekündigt wurden bin, worauf ich einen Anwalt einschaltete. Jedem ist klar, dass eine Schwnagere nicht gekündigt werden darf...doch man sieht die Praxis scheint anders zu laufen. Daher werden sie die Kündigung wiederholen, wenn sie mitbekommen, dass ich eine Fehlgeburt hatte.

Ich habe einfach nur Angst und fühle mich alleine! mein Mann muss den ganzen Januar auf Messe-Saison...arbeiten. Ich merke mitlerweile, wenn er nicht da ist bekomme ich Angstattacken.
Ich habe Angst, dass ich nie wieder schwanger werde...Fragen: Woran hat es gelegen? Dann wieder die Relation: Es passiert leider vielen Frauen...
Ich habe so Angst...ein Kind würde für mich alles bedeuten...
Dann die Arbeitssituation: Woran halte ich mich die nächsten Monate fest...ich fühle mich so kraftlos...habe Angst die Trauer zu verdrängen; Angst aber auch in ihr zu versacken...
Ich möchte so gern ein Kind in meinem Leben in meinen Armen halten und es auf dieser Welt begleiten...nichts mehr wünsche ich mir. Habe Angst, dass es nun gar nicht mehr klappt.
Habe Angst vor weiteren Schicksalsschlägen...

Über Antworten würde ich mich sehr freuen...


  Re: Abortus incompletus 9 SSW
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   wurzelzwerg2
schrieb am 27.12.2014 11:05
Hallo,
es tut mir so leid, dass das Schicksal dich zweimal so hart getroffen hat. Und jetzt auch noch über Weihnachten...
Ich kann Deine Gedanken sehr gut verstehen. Ich frage mich auch immer wird es nochmal klappen oder werde ich wieder eine Fehlgeburt haben... wobei ich sagen muss. Ich hatte jetzt zwei Fehlgeburten, aber dafür das große Glück schon eine gesunde Tochter zu haben.
Meine Mama hatte mit 30 Brustkrebs. Sie haben es direkt nach meiner Geburt bemerkt. Seitdem ist zum Glück alles gut bei ihr, aber ich habe auch immer den Krebs im Hinterkopf. Oft ist es ja leider genetisch in so jungen Jahren und somit vererblich. Ich habe mich nie testen lassen, da ich Angst vor dem Ergebnis habe...
Ich wünsche Dir alles Gute. Du hattest bisher eine Fehlgeburt. Das kommt leider -so traurig es ist- relativ häufig vor. Insofern stehen deine Chancen gut, dass es beim nächsten Mal klappt. Verliere nicht den Mut. Die ersten Tage und Wochen sind die schlimmsten. Die Gedanken holen ein immer wieder ein. Bei mir war es so, dass ich bei beiden Fehlgeburten nach ca. einem Monat merkte, dass es mir endlich besser ging bzw geht. Habe etwas Geduld...
Alles Gute für Dich!


  Re: Abortus incompletus 9 SSW
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   tintoretto
schrieb am 27.12.2014 11:29
Liebe Mayla

Es tut mir sehr Leid zu hören, dass du eine Fehlgeburt erlitten hast. An was du dich halten kannst ist aber sicherlich, dass die Untersuchungen "nur" einen Progestanmangel ergeben haben und du dann mit Zugabe von Progestan sofort schwanger wurdest. Und es spricht absolut nichts dagegen, dass du wieder schwanger wirst.

Nach der 3. FG bekam ich auch Panik- und Angstattacken und jegliche Veränderung oder etwas Klitzekleines, dass falsch gelaufen ist, hat mich total aus der Bahn geworfen. Z.B. Dass ich die Sofabezüge nicht makellos glatt bügeln konnte. Ich habe mich in psychologische Betreeung gegeben und war dann schlussendlich ca. 1 Jahr dort und es hat mir sehr geholfen, auch gegen die Angstattacken.

Da ja wahrscheinlich eine Kündigung bei dir ansteht, würde ich versuchen, irgendeine Ablenkung zu finden. Nach der 3. FG habe ich mir 2 Monate unbezahlten Urlaub gegönnt, bin 3x verreist (alleine) und war sogar eine Zeit lang in einem Kloster. Und das obwohl ich mit Religion nichts am Hut hatte.

Und trotz aller FG's, die ich erlitten habe, hat es dennoch ein Happy End gegeben. Seit fast 1 Monat bin ich Mutter eines gesunden Jungen.

Schlussendlich ist die Frage ob ihr genug Mut habt es weiter zu versuchen. Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und wünsche dir dein persönliches Happy End.


  Re: Abortus incompletus 9 SSW
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   Mayla22
schrieb am 28.12.2014 09:25
Ihr Lieben...

ich danke Euch sehr für Eure Antworten.
Merke gerade wie sehr es mir hilft...und genauso tut es mir leid, was für Verluste ihr hinnehmen musstet. Mein Herz ist ganz bei Euch....und auch die Freude zu hören, dass es ein Happy End geben kann. Auf was für einen Weg man zurückblickt.
Ich danke Euch, dass ihr mich teilhaben lasst an Euren Erfahrungen...dennoch fühle ich mich gerade so hilflos....

Fragte mich gerade, an was halte ich mich fest...woran hält man sich fest, wenn alles sich anfühlt, als ob es auf der Probe steht?!
Manchmal denke ich, wenn ich eine Arbeit hätte...Alltag...den ich in 4 oder 5 Wochen wieder besuchen könnte?! Oder wie geht man mit der Enttäuschung von Freunden um...mit dem Unverständnis?!
Zudem was noch größer ist: Wie findet man wieder Zuversicht und was macht man mit der Angst?!
Wie lenkt man sich ab, um nicht zu versacken und wie lebt man dennoch die Traurigkeit...es wechselt so schnell.

Ich werde wohl nochmal einen "Check" machen lassen...habe auch eine Gerinnungsstörung, welche sich unter der Schwangerschaft veränderte...die Ärtze wissen nicht was ich habe...kein Faktor-Leiden oder sowas. Ich habe einen Protein Z-Mangel...dieser war aber unter der Schwangerschaft normal (?) ! Dennoch zeigte sich, dass ich eine Blutungsneigung habe...

Ich versuche zu verstehen, wieso es dazu kam...ob "purer Zufall"...(macht es nicht besser) oder gab es einen rein körperlichen Grund, der behoben werden könnte...z.B. lag es am Aspirin und dem Absetzen, an Stress, wegen dem Verhalten meines Arbeitgebers mich zu Hause aufzusuchen, um mir die Kündigung zu überreichen...etc.
Ich würde gern alles tun, was ich kann, um es zu verhindern...wenn es doch so kommt wie es kommt, dann kann ich nichts machen...aber das was ich kann, dass möchte ich tun...

Zudem werde ich am kommenden Montag mit einer Hebamme sprechen...es ist auch gerade so grausig: zu Weihnachten liegt alles brach...ich bin kein Typ dafür...eigentlich hole ich mir die Hilfe, die ich brauche - z.B. Psychologe, Ärzte - Klärung/Wissen...aber gerade sind Feiertage. Das macht es mir nicht leicht.

Wie erging es Euch?


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  Re: Abortus incompletus 9 SSW
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   Bellybutton7
schrieb am 03.01.2015 04:00
es tut mir leid, dass du das alles erleben musstest.
Deine Angst ist sehr sehr groß, wenn ich zwischen den Zeilen lese.Wäre eine Adoption eine Möglichkeit um wenigstens den Druck rauszunehmen?
Ich hätte immer gerne eigene und adoptierte Kinder gehabt aber leider ist mein Mann nicht dafür zu gewinnen.

Die Zeit wird deine Wunden heilen! Nach meinem 1.Sternchen war ich am Boden zerstört. Nach dem 2. und 3. war es nicht mehr so schlimm. Derzeit versuche ich meine ss weiterhin zu verdrängen, weil ich Angst habe wieder enttäuscht zu werden. Ob das der richtige Weg ist, weiß ich nicht. Mir hilft es auf jeden Fall um nicht wahnsinnig zu werden!

LG und viel Kraft!!!!




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