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  4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   KWBiene
schrieb am 18.12.2014 13:40
Hallo,
Ich fühle mich diesmal wieder zu Euch gehörig.
Ich hatte diesmal so sehr gehofft, dass dieser Alptraum kinderwunschweg nun endlich zu Ende ist.
Wir wünschen uns seit Anfang 2005 Kinder. Schnell war klar, dass es ohne Hilfe nicht klappen wird....
Gvnp. 3 mal IUI und 9 mal Isci und zahlreiche kryos-dadurch 5 Schwangerschaften, 4 Fehlgeburten, 2 Ausschabungen, und ein gesunder kleiner Sohn 2013! (Wir wissen inzwischen, dass mein Körper die fgs zu verantworten hat und nehmen Medis bei ss ein)
Nun wollten wir unser Glück nochmal probieren und es funktioniert gleich im 1. geschwisterversuch mit der 10. isci. -in der 12. ssw ist der Ultraschall auffällig. Ich wollte nur den pränatest machen-aber der dazugehörige US verrät mögliche organfehler und Verdacht auf trisomie.
Die Biopsie bestätigt leider den gendefekt, nackenfalte ergibt mittlerweile Werte über 5 mm. Ein Arzt meint, er sehe schon in der frühen Woche einen Herzfehler....
Ich hab mir so sehr ein zweites Kind gewünscht, bin mittlerweile 40 und es wäre dazu noch ein Mädchen geworden.
Wir haben uns im Vorfeld die letzten Jahre oft überlegt, was wir machen würden.

Wir haben/mussten(?) und gegen unsere kleine Tochter entscheiden. Sie hat sich im letzten Ultraschall nochmal stark winkend verabschiedet. Ich weis, wir hätten noch ein paar Wochen warten können und noch abwarten, ob weitere fehlbildungen dazukommen und sich der Herzfehler bestätigt. Aber dennoch wäre sie nie ein gesundes Kind gewesen. Prognose geht von fast normalem Leben bis Schwerstbehindert. Die Ärzte meinten eher dass man nicht vom normalzustand Ausgehen könne.
Ich hätte nie gedacht, dass ich vor so eine Wahl gestellt würde und dennoch weis ich, dass es viel schwerer wäre, wenn wir dies in 10 Wochen erleben müssten.
Der Eingriff war sehr schlimm. Man wählte eine geburtseinleitung bei der ich schon viel Blut verloren hatte. Doch die kleine hatte immernoch einen Herzschlag und hielt sich bei mir fest....und man erlöste uns dann durch eine Ausschabung nach vielen Stunden
Mein Kopf sagt mir, dass es die richtige Entscheidung für uns, unsere Familie war-mein Herz zerreißt und als Mutter hätte ich gerne meine kleine in den Arm genommen und gesagt wie sehr ich sie liebe und wie sehr ich sie mir gewünscht hätte.

Ich vermute, dass viele hier wenig Verständnis aufbringen können und hoffe, dass ich nicht allzuviele Anfeindungen erhalte. Denn nur wer selbst in dieser Situation steckt kann es verstehen und darüber urteilen (das müsste auch ich nun lernen). Das Dilemma ist, dass es hier keine richtige Lösung gibt. beide Wege sind schwierig-für uns stellte sich die Frage, mit welchen Folgen wir wohl besser umgehen können....
Ich möchte wie jede andere Frau hier auch einfach nur 2 gesunde Kinder -doch die Steine im Weg scheinen eher höher zu werden....
Das Ganze ist jetzt 2 Tage her-und ich vermisse meinen kleinen Stern ! Sie hatte schon einen Platz in meinem Körper/in meinem Herzen eingenommen...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.12.14 08:30 von KWBiene.


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
avatar    Ninja-Lady*
Status:
schrieb am 18.12.2014 14:56
Liebe KWBiene,

wir waren zusammen im Positiv-Piep, aus dem ich mich leider frühzeitig wieder verabschieden musste. Es tut mir sehr Leid, was ihr durchgemacht habt und wünsche euch ganz viel Kraft für die Zukunft. Meine Meinung: Keiner kann die Situation beurteilen, wenn er nicht in der selben Lage war. Und selbst wenn er in der selben Lage war und anders entschieden hat: Es ist eure Entscheidung.

Wie geht es bei euch weiter? Wollt ihr noch einen Geschwisterversuch starten?

VG

Ninja*


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   gelöschter User
schrieb am 18.12.2014 21:12
Mir kommen beim Lesen die Tränen traurig Es tut mit so leid für Euch und die kleine Maus! Ich verstehe Deine Entscheidung und hoffe sehr, das es Dir bald besser geht. Entscheidungen können nur in Situationen getroffen werden, wenn man sie durchleben muss! Fühl dich in den Arm genommen… LG


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   wurzelzwerg2
schrieb am 18.12.2014 21:22
Das tut mir so leid. Ich kann mir vorstellen wie schwer es ist solch eine Entscheidung zu treffen. Deswegen habe ich auch solche Angst vor der genetischen Untersuchung. Denn wenn da ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko heraus käme, wäre die Empfehlung Pränataldiagnostik und die habe ich bei meiner Tochter bewusst nicht gemacht, weil ich solch eine Entscheidung nicht treffen kann...


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  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
avatar    Finnine
schrieb am 19.12.2014 17:41
Es tut mir sehr leid für Euch, ich kann Deine Verzweiflung und Deinen Schmerz aus den Zeilen herauslesen. Ich kann Deine Entscheidung verstehen und ihr solltet Euch nun nicht in der Pflicht sehen, diese auch noch vor anderen verteidigen zu müssen.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit und liebe Menschen, die Dich durch diese Zeit begleiten.

Viele Grüße
Finnine


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   Blume2010
Status:
schrieb am 19.12.2014 20:26
streichel
Es tut mir unendlich leid.....


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   Honeypie
Status:
schrieb am 19.12.2014 21:56
Liebe KWBiene

Es tut mir so leid, dass Ihr vor so eine Entscheidung gestellt wurdenstreichel. Ich wüsste echt nicht was
ich machen würde.

Bei der Schwangerschaft vor meiner 2. FG hab ich mich auch damit auseinenander gesetzt was für Test ich machen sollte
aber dazu kam es dann doch nicht. FG wurde 1 Woche vor 1. Trimester Scan entdeckt. Ehrlich gesagt hatte
ich mich bis dahin nicht entschieden, denn ich finde das eine der schwierigsten Entscheidungen was, wenn.

Ich verstehe und unterstütze Deine Entscheidung voll und ganz.

Es tut mir auch leid wie lange Ihr auf Euren 1. Sonnenschein warten mussten.


Ganz liebe Grüße und viel, viel Kraft.


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   FWU54
schrieb am 19.12.2014 22:26
Du tust mir wahnsinnig leid und du hast mein vollstes Verständnis für deine/eure Entscheidung! Ich wäre diesen Weg auch gegangen, hätte ich damals nach meiner FWU dieses Ergebnis erhalten. Ich hatte einen grossen Horror davor, und kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlen musst. Es ist einfach traurig und ich hoffe sehr, dass es dir bald besser gehen wird! Ich drücke dich ganz fest!
Liebe Grüsse


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   pmami
schrieb am 20.12.2014 12:52
Liebe Biene,

ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Trost und Kraft in dieser schweren Zeit.

Alles Gute für Dich und Deine Familie !

Viele Grüße pmami


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   Viktoria1
schrieb am 28.12.2014 11:37
Liebe Biene,

das ist furchtbar..... ich drücke dich ganz fest.
Ich hatte drei Fehlgeburten, meinen kleinen Sohn (auch er war das ersehnte Geschwisterchen durch ICSI) verlor ich im vierten Monat. Beim vorletzten Ultraschall, wo er noch lebte, wurde eine Trisomie 13 oder 16 vermutet.
Es wurde eine Chorionzottenbiopsie gemacht, es war "nur" eine Trisomie 21, verbunden mit einem schweren Herzfehler. Damit konnte er nicht leben.... er starb im Mutterleib noch vor der Diagnose Trisomie 21.

Ich verstehe dich. Unsere Entscheidung war im Prinzip die Gleiche, nur das unser Kind vorher starb. Was wir entschieden hätten, wenn wir das mit der Trisomie 21 gewussst hätten, weiß ich nicht.
Uns wurde die Entscheidung abgenommen.

Trotzdem habe ich noch heute damit zu kämpfen. Es war 2009 und das Glück ist erneut bei uns eingezogen. Es war ein harter Weg...


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   Bettina35
schrieb am 29.12.2014 22:38
Liebe KiWu-Biene,

Ich lese hier zufällig und hatte Dir ja schon im KiWu-Forum geantwortet. Das Dilemma liegt darin, daß Ihr die Entscheidung getroffen habt ( und sie Euch nicht abgenommen wurde, wie es bei Chromosomenaberrationen ja häufig ist). Es ist eben leider etwas anderes, sich aktiv gegen das Kind zu entscheiden, als mit dem Verlust, der von selber eingetreten ist, umzugehen. Das hatte ich ja versucht, zu erklären..., Du warst jedoch recht früh recht klar über deine Entscheidung...

Das weitere Dilemma liegt darin, daß sich alle ein gesundes Kind wünschen, es aber leider viele Gründe gibt, - vor der Geburt, unter der Geburt und danach - , warum dieser Wunsch nicht wirklichkeit wird. Das zu begreifen, ist sehr schwer, gerade, weil man immer nur das beste für sein Kind möchte.

Vielleicht hilft es Dir, für Deinen weiteren Weg, diese Erkenntnis zuzulassen und Euch da weniger in der Verantwortung zu sehen.

Dieses Kind und Eure Geschichte mit Ihr einschließlich Eurer Entscheidung wird Euch begleiten, vielleicht auf dem Weg zu einem Geschwisterkind ( was ich Euch sehr wünsche!), bei dem Ihr Euch nicht in der Verantwortung seht, für oder gegen das Kind zu entscheiden.

Vielleicht ist es naiv, vielleicht kannst Du es gar nicht verstehen, aber mir hat es immer geholfen, zu sehen, daß uns die Kinder in ihrer ( un)Vollkommenheit anvertraut sind und wir aneinander wachsen. Das hat viel Druck heraus genommen.

Alles Gute für Euch und Eure Tochter, die Euch begleiten wird


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
avatar    Majoni
Status:
schrieb am 30.12.2014 20:37
HI KW Biene,

ich finde du brauchst dich für deine Entscheidung nicht zu recht fertigen und es tut mir schrecklich leid.

Es ist halt ein Unterschied, ob man sich überlgt was wäre wenn, oder man sich entscheiden muss wenn die Diagnose steht.

Ich sage jetzt auch ich würde auch ein Tresomie Kind nehmen, aber was ist wenn ich in deiner Situation wäre???????

Es war und ist eure Entscheidung und keiner darf darüber urteilen.....

Ich habe gestern im US gezeigt bekommen, das unser Ü Ei keinen Herzschlag mehr hat. Es war die 10 SSW und auch ich habe gestern geheult und es tut einfach weh meinen Zwerg gehen zu lassen (blutet gerade ab)

Und auch das kann jemand der in der Lage nicht ist verstehen. Ich habe auch gehört naja war ja noch kein richtiger Mensch...doch war er/sie.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du das Wunder Schwangerschaft und Geburt eines gesunden Kindes nochmal erlben darfst.

Mein Wunsch ist momentan auch sehr stark und am liebsten würde ich im März in die Kiwu und Anfangen. Aber aus Geld und Vernünft Gründen gehen wir erst im Sommer 2015 zum Gespräch.

Alles Gute für dich Majoni


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.12.14 20:38 von Majoni.


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   KWBiene
schrieb am 03.01.2015 13:33
Hallo,
Ich habe mich sehr über Eueren Zuspruch gefreut. für mich ist ein paar Tage die Zeit stehen geblieben-aber Tränen habe ich nach der Narkose erst wieder an Silvester vergossen, wenn alle ein 'gesundes, neues' Jahr wünschen...wie mögen sich da auch unheilbar kranke fühlen? kaum einer unserer Freunde weis um diese schwangerschaft-und wenn dann nicht die ganze Wahrheit!
Ich habe viel hier im Netz gesucht, um Gleichgesinnte zu finden. Aber nur wenige trauen sich von einem abbruch zu sprechen-viele eher von ihrer stillen geburt ....
Obwohl wir noch kein Ergebnis der Langzeitkultur haben zweifle ich nicht, dass es für uns die richtige , aber auch schwere Entscheidung war.
Wir werden vermutlich für unsere kleine Maus einen Baum pflanzen und sie kommt auf den sternenkinderfriedhof.
Für jeden, der das liest und in dieser Misere steckt, möchte ich nur sagen, dass vermutlich die natürliche Geburt bei so einer Diagnose besser ist. Im Nachhinein hätte ich die kleine gern einmal gesehen....das ist bei einer Ausschabung nicht möglich....für mich ist das Geschehene sehr irreal....als wenn es nie geschehen wäre...wie ein böser Traum...denn selbst die Eltern und Schwiegereltern, die die Realität kennen Hüllen sich in Schweigen, so wie sie es selbst gelernt haben.....man redet nicht drüber....und wenn man nicht redet vergisst man es....

Leider ist bei mir noch ein geweberest in der Gebärmutter-ich hoffe, dass ich keine weitere Cürretage brauche...
Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder im kinderwunschforum oder im schwangerenforum aktiv sein werde....irgendwann ist hoffentlich in 2-3 Monaten-wir werden sehen, ob ich nochmals den Mut habe, eine Behandlung zu machen.

ganz liebe Grüße biene


  Re: 4 FGs und eine schlimme Entscheidung
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   FrauKnuf
schrieb am 09.01.2015 10:32
Liebe Biene,

ich verstehe Dich sehr! Als ich mich entschieden habe die Schwangerschaft mit meiner Tochter abzubrechen, waren da all diese Fragen... Als ich jetzt von Dir gelesen habe kam sehr viel wieder hoch.
Wenn die Kleinen so krank sind und doch leben.... Ich kann sagen nach einem Jahr, ich hab mich" richtig" (ich kann jetzt gut damit leben) entschieden, meine Tochter tat mir so leid, sie wäre in der Schwangerschaft oder spätestens bei der Geburt gestorben.

Wenn ich Dir einen Rat geben darf: Nimm Dir Zeit für die Trauer, vielleicht gibt es eine Gruppe in Deiner Nähe z.B. Verwaiste Eltern, wo Du jemanden zum reden findest.

Ich hoffe es geht dir körperlich bald besser und wünsche Dir alles Gute.


Liebe Grüße




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