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  MA in der 12. Woche - Progesteronmangel Schuld?
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   schneckete
schrieb am 09.11.2014 13:22
Hallo ihr Lieben,

ich bekam vor 9 Tagen beim Ultraschall die Nachricht, dass kein Herzschlag mehr da war und es wohl erst vor 1,2 oder 3 Tagen passiert sei. Laut meiner FA ist es in meinem Alter (Ende 39) halt sehr oft eine Chromosomenfehler oder eben irgendetwas in der Entwicklung schief gelaufen. Die Statistiken kenne ich, wahrscheinlich ist das auch so....

Am Mittwoch hatte ich in meiner FA-Praxis, aber von einer anderen Ärztin die Ausschabung. Im Gespräch davor befragte sie mich auch ob ich Progesteron genommen hätte.
Ja hatte ich 2x3 Famenita am Tag, durfte es aber nach Blutuntersuchung in der Kiwu-Klinik Ende der 10. Woche ausschleichen, da die Blutwerte gestiegen waren.

So jetzt war die FA der Meinung, dass ein Progesteronmangel Schuld an der MA sei.
1. Finde ich die Aussage sehr gewagt - ohne irgendwelche Nachweise.
2. sagt mein Kiwu-Prof, dass das nicht zu einer MA führen würde, sondern zu Blutungen, die ich auch nicht bis zur Ausschabung bekam.
3. Wie soll ich denn mit der MA umgehen, wenn es nun tatsächlich an 6 blöden Kapseln am Tag gelegen haben soll.

Abgesehen davon, was der Körper, die Seele, das Gefühlschaos bei einer Fehlgeburt eh schon mit einem macht, komm ich von dem Gedanken nicht los, dass es evtl. vielleicht doch einfach nur an blöden 6 Kapseln gelegen haben soll - auch wenn mein Prof., bei dem ich mich gut aufgehoben fühle, sagt, dass wäre nicht so....

Eine zytogenetische Untersuchung wurde leider nicht gemacht, nur eine "normale" Autopsie - die Ergebnisse sind aber noch nicht da...

Könnte es aus medizinischer Sicht tatsächlich am Progesteronmangel gelegen haben?

Ach ja: als weitere Schritte wollen wir beide uns humangenetisch untersuchen lassen, Gerinnungsstörung soll bei mir ausgeschlossen werden - wobei ich dreimal eine MA hatte ohne Blutungen - ist da eine Gerinnungsuntersuchung notwendig?
Und Diabetes soll ausgeschlossen werden. Sind die Schritte vernünftig - seht ihr noch andere "Baustellen"...

GLG und lieben Dank schon mal für eure Antworten smile


  Re: MA in der 12. Woche - Progesteronmangel Schuld?
avatar    Luzie***
Status:
schrieb am 09.11.2014 15:17
Hi,

es tut mir leid, dass Du diese Erfahrung machen musstest streichel.

Ich habe es bereits im Kinderwunschforum gepostet, aber hier lesen dann teilweise auch noch andere Teilnehmer mit.

Ich würde die Aussage, dass Progesteronmangels Schuld wäre, auch mit Vorsicht genießen. Fakt ist, dass ab der 9./10.SSW die Progesteronproduktion von der Plazenta übernommen wird und man daher in der Regel das zugeführte Progesteron ausschleichen kann: hier [kiwu.winnirixi.de]
Und wie Dein KiWu-Prof schon sagt, Progesteronmangel führt dann in der Regel eher zu Blutungen.

Eine chromosomale Ursache ist daher, auch im Hinblick auf Dein Alter, einfach die wahrscheinlichste Ursache. Schade, dass keine zytogenetische Untersuchung gemacht wurde, ich habe ab der 2. MA darauf bestanden, einfach um andere Ursachen ausschließen zu können. Leider wird es halt bei der ersten MA nicht gemacht, da 1 Fehlgeburt halt recht häufig ist und die Untersuchung recht kostenintensiv. Die histologische Untersuchung des SS-Gewebes kannst Du hinsichtlich Ursachenforschung im Grunde völlig vernachlässigen, das liefert meist nur das Ergebnis "SS-Gewebe vorhanden".

Da Dir in Deinem Alter doch etwas die Zeit wegläuft würde ich persönlich die komplette Abortdiagnostik machen lassen. Zur Diagnostik und Therapie gibt es dazu von der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe S1-Leitlinien: [www.awmf.org]

Ich weiß nicht wie Du versichert bist, aber mit der Diagnose "habituelle Aborte" werden die Kosten von der PKV i.d. R. übernommen. Bei der GKV reicht allgemein der Überweisungsschein.

Vg, Luzie


  Re: MA in der 12. Woche - Progesteronmangel Schuld?
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   gelöschter User
schrieb am 09.11.2014 19:42
Es tut mir so leid für Dich! Vorallem denkt man ja das die kritische Zeit so gut wie vorüber ist und dann diese Diagnose! Aber ich glaube auch nicht an einen Progesteronmangel als Grund. Es würde eher zu Blutungen kommen, als zum Absterben des Embryos. Es ist wohl eher chomosomal bedingt. Ich finde man hätte eine genetische Untersuchung machen sollen, leider veranlassen die ( nicht alle ) Ärtzte das erst nach dem dritten Mal in Folge. Bei der normalen Untersuchung kommt meistens nichts raus. Ich wünsche Dir viel Kraft und das diese schwere Zeit bald vorüber ist und Du wieder nach vorne schauen kannst.
LG


  Re: MA in der 12. Woche - Progesteronmangel Schuld?
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   Honeypie
Status:
schrieb am 09.11.2014 21:38
Hallo Schneckete

Das tut mir leid, was Du da schon alles durchmachen musstest.

Ich hatte meine 2. FG im Juni dieses Jahres, da war ich auch ähnlich weit wie Du (bei 11+5 wurde rausgefunden, dass unser Baby
ca1-2 Wochen zuvor gestorben ist).

Ich glaube auch nicht, dass es am Progesteron gelegen hat. Und in dem Alter (darf das sagen, bin auch 38vertragen),
kann es leider schon öfters Chromosomenstoerungen geben. Hab mal gehört, dass es zu vielen Chromosom bedingten
FG in der 11. Wochen kommt (also zwischen 10+0 bis 10+6). D.h. dass das Risiko einer FG ab 11+1 enorm runter
geht. Bitte lass es uns wissen, was bei der Untersuchung rausgekommen ist. Für mich ist das schlimmste, dass ich
nicht weiss woran es gelegen hat. Zuvor hatte ich nur Folsaure und Magnesiumgenommen, jetzt nehme ich die doppelte
Menge, eineTablette fuer pre-conception, Fischoele und ab ES Aspirin. Ich hab irgendwie davor Angst, dass meine
Eizellenqualitaet schritt ist.

Du hast gefragt, Du möchtest Deine Blutgerinnung nicht überprüfen lassen. Darf ich fragen, warum nicht - ich
wuerd es unbedingt machen. Und wenn Du zusätzlich noch andere tests kriegst dann würde ich auch
Schilddruese, Vitamin D+B12 ueberpruefen lassen.

Liebe Grüße und ich hoffe, dass Du liebe Leute um Dich rum hast in dieser schweren Zeit.


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  Re: MA in der 12. Woche - Progesteronmangel Schuld?
no avatar
   schneckete
schrieb am 11.11.2014 10:24
Hallo Honeypie,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe morgen einen Termin zur Blutabnahme zwecks Gerinnungsprüfung.
Es ist nicht so, dass ich das nicht untersuchen lassen wollte - ich dachte nur, dass MAs nicht dazupassen, sondern es dann zu Blutungen kommen müsste. Bin aber fachlich schon aufgeklärt worden, dass ich das falsch verstanden hatte. Daher folgt die Untersuchung.

Ich will eh in fünf Wochen ein großes Blutbild beim Arzt machen lassen, da sollen sie mal Vitamin D und B12 mit testen - oder das Labor morgen macht das mit - das werde ich klären...

Ganz lieben Dank. Mit geht es schon ein bisschen besser und ich bin momentan eher in einem Aktionismus... Tut mir aber gut zu wissen, dass es weiter geht....

GLG


  Re: MA in der 12. Woche - Progesteronmangel Schuld?
no avatar
   Honeypie
Status:
schrieb am 11.11.2014 18:34
Hallo Schneckete

Das find ich super, dass Du den Blutgerrinnungstest machst. Den das Blut wird angeblich nochmals dicker in der SS.

Auch das Blutbild ist eine sehr gute Idee besonders mit Vitamin D und B12.

Leider bekomme ich noch keine Bluttest, welche was aussagen würden (erst ab der 3. hatte in den letzten 18 Monaten2 FG).
Hatte nur so einen kleinen Thrombosentest und ein Blutbild leider ohne Vitamin D und B12. Beim Thrombosen fest kam
raus, dass mein But 10.2 Sekunden braucht zum trocknend (Normalwert ist 10.1-13.9). Der Test wurde 5 1/2 Wochen
nach meiner 2. FG gemacht. Deshalb denke ich auch, dass da was sein könnte. Hab jetzt das Gluck, dass ich bei
meiner hoffentlich nächsten Schwangerschaft zum Spezialisten darf.

Das nicht wissen ist das Schlimmste (aber ich denke, dass es am wahrscheinlichsten entweder daran liegen könnte,
dass meine Eizellen schrott sind oder an einer Blutgerinnung. Meine Mama ist mit 45 an einem Embolieden gestorben
und mein Grossvater (Vater meiner Mama) mit 71 an der gleichen Ursache.

Liebe Grüße




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