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  Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   AAdelaide
Status:
schrieb am 28.08.2012 18:24
Ich hoffe auf diesem Wege Mamis zu finden, denen es ähnlich ergangen ist.
Wir wurden dank p-ICSI schwanger und haben nun unseren Sohn in der 17. SSW aufgrund o.a. Diagnose ziehen lassen müssen.
Wer hatte ebenfalls die Diagnose und wurde wieder schwanger? Wurde prophylaktisch ein Muttermundverschluss gemacht? Oder eine Cerclage? Oder war gar eine Infektion schuld daran? Wie seid ihr in der Folgeschwangerschaft mit den Ängsten fertig geworden?


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   Bettina35
schrieb am 28.08.2012 21:53
Liebe Aadelaide,

Erst einmal: der Tod Eures Sohnes tut mir sehr leid und ich wünsche Euch von Herzen Menschen, die Eucg in der Trauer beistehen und daß Ihr Euch gut und schön vonEurem Kind verabschieden konntet!

Ich habe nur begrenzt ähnliche Erfahrungen: in der 2. sS hatte ich in der 25. SSW vorzeitige Wehen mit MuMueröffnu f und weitgehendem Prolaps. Im Rahmen einer Not-OP konnte die FB reponiert und der MuMu mit einer Notcerclage geschlossen werden. Unsere 2. Tochter wurde in der 39.SSW gesund geboren. Nach dem Befund hatte eigentlich niemand damit gerechnet, daß die OP gelingt :..

Der Grund für einen Prolaps kann in einer MuMueröffnung durch Cervixinsuffizienz ( meist habituell, also angeboren) oder durch Bakterien verursacht ( aufsteigende Vaginose) liegen. Wurde bei Dir vor oder nach dem Prolaps ein Abstrich gemacht?

Wenn eine bakt Infektion die Ursache war ( das ist oft der Fall), würde ich bei einer Folge Schwangerschaft dringend zu einem FTMV raten. Dabei wird nicht nur der MuMu operativ geschlossen, sondern auch die komplette Cervix verklebt, damit können Bakterien nicht mehr durch die Cx aufsteigen. Informationen zum FTMV findest Fu auf der Seite des Saling Institutes, dort gibt es auch eine Deite mit Kliniken, die den Verschluss durchführen. Diese Op wird insgesamt. Nicht sooft durchgeführt, so daß es sehr auf die Erfahrung des Operateurs und der Klinik ankommt. Im Zweifel lieber etwas weiter fahren und Dich von einem erfahrenen Operateur behandeln lassen.

Trotzdem solltest Du in der SSregelmąssig Abstriche machen lassen, damit die ggf vorhandenen Bykterien behandelt werden können.

Die Erfahrungen und Studien mit dem FTMV sind sehr positiv. Ich selber habe in der 3. Schwangerschaft einen FYtMV mChen lassen ( ohne Probleme), hatte eine Probldmlose Schwangerschaft und unser Sohn wurde zuhause gesund geboren.

Es ist nach einer solchen Erfahrung einfach total beruhigend, daß myn weiß, die Bykterien können nicht aufsteigen und der MuMu kann sich nicht öffnen kann ( ich hatte in jedem Kontrollabstrich Bakterien, die zu einer FG führen können). Ohne den FAtMV hätte ich diese Schwangerschaft nicht genießen können, sondern wäre immer in Angst gewesen.


Sollten bei Dir nachweislich (!) keine Bakterien beteiligt gewesen sein, so würde eine ( operative ) Cerclagd ausreichen. Vmtl würde aber trotzdem auch ein FTMV gemacht werden können ( ich bin immer für :@" sicher ist sicher")


Wenn Du Fragen hast, kannst Du mir gerne eie PN schicken.

Herzliche Grüße


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   Hopeforangels
Status:
schrieb am 29.08.2012 07:40
Unser Sohn wurde bei 24+4 geboren mit vorzeitigem Blasensprung. Schuld war eine stümperhaft gelegte Cerclage, die nach knapp 3 Wochen wieder entfernt wurde. So kam es zu einer aufsteigenden Infektion.Habe Zervixinsuffizienz.
Unser Sohn starb im Alter von 18 Monaten.
In der Folge-SS mit unserer Tochter hatte ich Riesenangst, gleichzeitig aber große Hoffnung durch den FTMV+Cerclage, die Schwangerschaft lief super, keine Probleme nichts. Fühlte mich sicherer nach der 24+4SSW und begann zu genießen. Zerstreute die Ängste meiner Schwiegerma "ach hoffentlich gehts diesmal gut.." mit "was sollte jetzt noch passieren, natürlich geht es gut!"
Unsere Tochter wurde in der 39.SSW tot geboren, die Ärzte ruhten sich auf dem Gedanken aus sie habe noch Zeit und weigerten sich 2 Tage zuvor einzuleiten.
Auch sowas gibt es und das 2 mal hintereinander und innerhalb eines Jahres!
Unsere Tochter war kerngesund! Unser Sohn ebenfalls!Die Infektion wäre genauso wie der Tod unserer Tochter vermeidbar gewesen.
.......und wir hoffen weiter auf ein gemeinsames Kind. Schwierig wird es für mich/uns uns auf Ärzte einzulassen, zu vertrauen.....auch denke ich werde ich wohl die einzige Schwangere (wenns denn mal wieder klappt)sein, die rein nichts, aber auch gar nichts und nicht ein winziges Teilchen vorbereiten wird. Zu groß war der Schmerz nach der Geburt die vorbereiteten Dinge wieder wegzuräumen.
Die einzige Hoffnung die ich habe, ist das ich diesesmal Heparin habe. Angeblich wurde das alles nach den 6 Aborten überprüft und wäre i.O. Jetzt habe ich auf eigene Faust einen Arztmarathon hinter mir und es wurde eine Gerinnungsstörung festgestellt..........die ich wohl immer schon hatte!
Es ist/wird und war nie einfach.


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   tinkeluepper
schrieb am 29.08.2012 16:54
Hallo,
Es tut mir sehr leid was Du erleben musstest.
Wir haben unsere Tochter bei 18+4 durch eine Infektion verloren....sie hatte dadurch eine Lungenentzündung und ist verstorben!!! traurig
Ich bin noch nicht zu einer Folgeschwangerschaft bereit,aber ich denke ein wenig wird immer Angst mit dabei sein...bis man sein Wunder lebend im Arm halten darf!!!
Ich Wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft das Erlebte zu verarbeiten....kann euch nur den Rat geben...trauert....und das so lange ihr es für nötig haltet....holt euch gegebenenfalls auch Hilfe....
LG Tinkeluepper


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  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   AAdelaide
Status:
schrieb am 30.08.2012 10:59
Vielen Dank für eure Rückmeldungen und auch euch mein tief empfundenes Beileid!!

Ein Abstrich wurde am Tag der Aufnahme im Krankenhaus gemacht, der war negativ. Da war ich noch guter Hoffnung, dass eben ein Verschluss gemacht werden könnte. Doch beim Kontrollultraschall am nächsten Tag meinte der Oberarzt, dass der Prolaps zu schwerwiegend wäre und zu allem Überfluss war der Fruchtwassertest positiv. Den Schmerz den wir empfunden haben, lässt sich nicht in Worte fassen.

Ich weiß jedoch, dass ich Streptokokken B positiv bin. Könnte das vielleicht etwas damit zu tun haben?
Außerdem haben wir im Rahmen der KiWu Behandlung bereits die Genetik, die Gerinnung und die Immunologie checken lassen, alles o.B.

Uns wurde noch gesagt, dass an unserem Sohn, bevor er eingeäschert werden kann, ein MR durchgeführt werden sollte, das eventuell vorhandene Infektionen aufdecken sollte?!

Ein Psychologen-Termin steht heute an. Diese Psychologin bietet auch Trauerbegleitung an. Mal gucken...

Alles in allem haben wir beschlossen, sobald wie möglich wieder mit der KiWu Behandlung zu starten. Nicht als Ersatz für unseren Sohn, er wird immer unser Erstgeborener bleiben, aber er war nie als Einzelkind gedacht, wir wollten immer mehrere Kinder haben. Ich hoffe das nächste Mal ist uns das Glück hold.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.08.12 11:06 von AAdelaide.


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   Susanne1306
Status:
schrieb am 30.08.2012 13:21
Hallo

Es tut mir unendlich leid. Man weiß nicht was man sagen soll, mir fehlen immer die Worte !

Im Januar wurde unser sohn in der fast 20 ssw still geboren. Die Ursache war ein fruchtblasenprollaps !
Anfang Januar stellte deine Ärztin fest das sich ein Trichter gebildet hatte! Wir sindam nächsten Tag von Flensburg nach Berlin Gefahren weil es dort eine klinik gibt, die sich auf einen totallen muttermundsverschluss spezialisiert hat. Ich wurde operiert und diehaben das ganze Ausmaß entdeckt. Dann stellten sie den fruchtblasenprollaps fest. Sie konnten mit einem wattestabchen den prollaps zurückschieben und haben einen totallen Muttermundsverschluss und eine cerclage gelegt.

Nach zwei Wochen kamen plötzlich Blutungen. Keiner wusste woher. Baby ging es gut und alles war dicht. Drei Tage später war ich wieder zur Kontrolle und dann war kein Fruchtwasser mehr da. Es war auch kein Abgang. Zu sehen . Ich müsste sofort in die Klinik und bekam antibotika und dann hieß es hoffen. Am Abend nochmal Untersuchung und dann kam Fieber dazu . Mir ging es schlecht und war schwindelig . Unser kleiner Bjarne strampelte und bewegte sich Fröhlich. Sie wollten nicht warten !die geburt musste eingeleitet werden. Wie schrecklich das war, brauche ich Euch nicht erzählen. Er lebte bis zum Ende. Wir kämpften gegen die Wehen an, mein fieber stieg nach und nach .nach sechs Stunden bekam ich eine PDA , damit ich mein Kind loslassen konnte. Danach bekam ich eine Blutvergiftung und war stundenlang nicht ansprechbar. Seelisch und körperlich war alles vorbei!
Mein Kind zu beerdigen war schrecklich !
Die Zeit danach kann man Nicht beschreiben. Es ist von Brutalität nicht zu beschreiben. Ich bin immer noch bei einer traumatherapie Undank hilft mir ganz gut
Es war so schrecklich sehr treurig

Wir basteln langsam wieder an ein nächstes Baby und ich muss definitiv nach Berlin. Aber vorsorglich in der 12. Ssw und dann legen sie mir wieder eine cerclage und machen einen totallen muttermundsverschluss

Ich Wünsche euch viel kraft

Lieben gruss


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   AAdelaide
Status:
schrieb am 30.08.2012 19:10
Ach Susanne, lass dich mal *drücken*
Das hört sich echt traumatisch an und es ist gut, dass du noch in Behandlung bist. Habe heute selbst erfahren, wie wohltuend so etwas sein kann (hätte ich vorher nicht für möglich gehalten).
Ich wünsche euch viel Glück für euer Bastelvorhaben und die Idee mit dem prophylaktischen Verschluss des Muttermundes halte ich persönlich für ein gutes Vorgehen, das wir auch so handhaben werden, sollten wir nochmals das Glück haben schwanger zu werden.
ALLES GUTE!!


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   gelöschter User
schrieb am 31.08.2012 11:09
meine güte, wenn ich das so lese, dass ist einfach schrecklich!

ich habe vor 12 wochen und 2 tagen meine zwillinge in der 20.ssw durch vorzeitige wehen und zervixinsuffizienz, fruchtblasenpolabs zur welt gebracht. ursächlich war eine infektion, die unbemerkt durch darmkeime verursacht wurde. es war einfach nichts mehr aufzuhalten.

ihr hattet alle ein ähnliches schicksal, somit muss ich euch nicht sagen, wie schrecklich das ist.

mir wurde auch im kh angeraten, bei einer folge ss einen ftmv durchzuführen, zudem ein bv von anfang an, damit ich viel ruhen kann.

es gibt mittlerweile gsd einige kliniken, die so etwas zuverlässig operieren und mittlerweile denke ich über einen kryo versuch nach, da wir noch welche haben. das war eigentlich von anfang an so.. es soll auch für mich kein ersatzkind sein, meine zwillingsjungs sind und bleiben meine erstegborenen, aber ich möchte auch ein gesundes baby im arm halten, der wunsch ist sehr stark. derzeit habe ich eigentlich mehr angst davor, dass es nicht mehr klappen kann, als vor einer erneuten fg. allerdings wenn ich lese, dass so etwas entsetzliches zweimal passiert fehlen mir die worte!

ich wünsche uns allen viel kraft und mut

liebe grüße

luzi


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   luzzu
schrieb am 08.09.2012 15:57
hallo,

bin neu hier, habe letzte woche ebenfalls unseren sohn in der 20 wssw wegen vorzeitigen wehen mit fruchtblasenprolaps verloren....im blut wurden entzündungswerte festgestellt, der Chefarzt betonte aber, dass auch eine angeborene muttermundschwäche vorliegen kann, da es so rapide verlaufen ist. Für uns brach eine welt zusammen, unseren engel haben wir am mittwoch beerdigt....

ich habe nun viel von diesem muttermundverschluss nach saling gelesen....da ich nicht noch mal diesen schmerz erleben will, möchte ich mir in der 2. schwangerschaft diesen totalen muttermundverschluss machen lassen....wieviel kostet dieser eingriff?


  Re: Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   Hopeforangels
Status:
schrieb am 08.09.2012 16:12
Hatte bei meiner Tochter den FTMV+Cerclage, sie hielt. Die Ängste während der ss waren riesig. Sie kam tot zur Welt. Eine Ärztin war noch so nett mir zu sagen, dass sie nach 8Jahren KIWU-Behandlung ebenfalls einen FTMV hatte und das Kind ebenfalls starb. Sie meinte es hing damit zusammen. Für mich ein Schock! Was nützt einem 9 Monate Kampf mit all den Schmerzen, Sorgen und Ängsten wenn man am Ende statt vor einem Kinderbett in Freude in lebenslanger Trauer vor einem Grab steht?
Mein FA der den FTMV gemacht hatte schwört darauf und tut diesen Bericht der Ärztin als dummes Geschwätz ab..........trotzdem bleibt an einem ein Stückchen haften..........
Der FTMV wird bei nachgewiesener Zervixinsuffizienz in vielen KH´S gemacht. Kosten entstehen dafür keine, es ist ein prophylaktischer Eingriff.
Da ich ja leider nicht mehr schwanger geworden bin seid der letzten FG erübrigt sich für mich das Thema ob ich`s nochmal machen würde.
Wir sind in unserm letzten Behandlungszyklus, danach ist Schluß.
Wünsche euch von Herzen mehr Glück und das ihr auf ein gesundes Wunder hoffen dürft!


  Stille Geburt wg. Fruchtblasenprolaps - Erfahrungen?
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   bastian-noel
schrieb am 15.10.2012 14:12
Hallo ihr Lieben...bin erst seit heute richtig in diesem Forum unterwegs und bin erschüttert!! Habe vorhin schon oben mal worauf geantwortet...könnt das bitte noch lesen!!!
Ich fühle besonders mit dir, die innerhalb zwei Jahre zwei Engel hergeben musste und auch kurz vorm Ziel in der 39. SSW!!! Ich drück dich und kann dich und deine Gefühle gut verstehen...auch ich habe eine angeborene Gerinnungsstörung...nehme schon ASS100 seit Sept. vorher hatten wir die Ergebnisse von der Gerinnungsambulanz noch nicht!!! Wir hatten auch schon alles aufgebaut und waren so glücklich und voller Hoffnung und dann eine Totgeburt und ich wäre fast verblutet..Not-OP und Bluttranfusionen, geplatzte Leber, schweres Hellp-Syndrom.
Gerne tausche ich mich mit euch aus.

Alles Liebe und meldet euch...würde mich freuen..nur wenn wir uns austauschen, können wir uns gegenseitig auch wieder Mut zusprechen und uns unterstützen mit Erfahrungen und Ergebnissen!!!

Eure Mone alias bastian-noel




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