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  Warten auf das Unvermeidliche
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   Die Frau Pi
schrieb am 02.08.2012 18:31
LiebeAlle die das lesen
Ich weiß dass ich nicht die erste bin und bestimmt nicht die mit dem schwersten schicksal hier aber es tut mir im moment einfach gerade gut meine gedanken und gefühle ins netz zu schicken und vielleicht will mir ja jemand eine virtuelle schulter zum heulen hinhalten...
ich bin ich der 7 ssw bin 36 und mein mann und ich basteln seit ca 1,5 jahren. gestern hatte ich leichten bräunlichen ausfluss und bin zu meiner FÄ gegangen. Sie hat mir wenig Mut gemacht. Das Baby (oder sagt man hier korrekter weise noch zellhaufen?) ist zu klein für die 7. woche, meine schleimhaut beginnt sich an manchem Stellen schon zu lösen und sie meinte es steht an der Kippe ob ich es behalten werde oder nicht.
jetzt sitze ich hier, spüre wie meine gebärmutter immer mehr zu ziehen beginnt, habe schon die ersten bräunlichen klümpchen im klo weggespült und warte einfach nur darauf das mich das beginnende Kind auf das wir uns so sehr gefreut haben verlässt.

so viele gedanken gehen duch meinen Kopf... bin ich zu alt? hab ich was falsch gemacht? was passiert danach? kann ich überhaupt gesunde kinder bekommen, hab ich zu lange gewartet, wie würde es sein wenn ich wieder schwanger bin... frisst mich die angst dann auf?

warum fühle ich mich nach lächerlichen 2 wochen seit denen ich weiß das ich schwanger bin schon wie eine mutter und warum tut es so weh dieses noch nicht mal fertige Kind zu verlieren,das ich nicht kenne, das mich noch nie angelacht hat, das keinen namen hat und kein gesicht.

ich warte weiter, werde annehmen müssen was in den nächsten stunden und tagen passiert und kann genau gar nichts tun um das zu verhindern.

manchmal ist das leben einfach nur scheiße


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   speedy12
schrieb am 02.08.2012 20:26
Hallo Frau Pi,
ich weiß wie du dich fühlst,ich selber hatte am 26.06. eine AS und das in der 10. SSW. Unser kleiner speedy( wie wir ihn nannten) hat sich leider auch nicht weiter entwickelt. Das Herzchen was anfänglich schlug hat einfach aufgehört und er ist nicht weiter gewachsen.
Für mich und meinem Verlobten ist eine Welt zusammen gebrochen. Ich habe mir auch Vorwürfe gemacht was ich alles evt falsch gemacht haben könnte. Aber es soll laut meinem Gyn nicht an mir gelegen haben, Das ist die Laune der Natur wie er es so schön formuliert hatte. Aber das konnte mich nicht beruhigen. Aber das sollte auch nicht das schlimmste gewesen sein,nach der AS war ich etwa ne Woche danach beim FA und er musste feststellen,das es nicht alles ausgeschabt wurde und nahm mir noch mal Blut ab und tatsächlich lag mein BHCG-Wert bei über 400 und ich mußte erneut in die Klinik( die mich beim ersten mal 12 Std hat warten lassen) .
Die Ärztin in der Klinik wollte keine weitere AS vornehmen weil sich der Wert noch mal um die hälfte reduziert hatte bis ich wieder da war. Sie sagte zu mir (das war am 16.07.) ich sollte mich in ca. 4-5 Wochen bei meinem Gyn wieder vorstellen zu einer erneuten Ultraschalluntersuchung um zu schauen ob alles nun raus ist.
Ich fühle mich echt total zerrissen,das alles nimmt mich so mit.
Ich könnte den ganzen Tag nur weinen.

Aber wir geben nicht auf,wir wollen nach der nächsten Regelblutung( wenn sie denn mal kommt,was mir echt sorgen macht) gleich wieder versuchen.

Ich kann dich total verstehen und mitfühlen. Das ist das schlimmste was es gibt wenn man das hören muss das es auf eine FG hinaus läuft. Ich kenne das Gefühl.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen und wünsche dir viel Glück weiterhin.

LG Speedy12


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   sternschnuppe1970
Status:
schrieb am 02.08.2012 22:33
Es tut mir sehr leid für Dich.
Du hast nichts falsch gemacht, es ist einfach das schreckliche Schicksal, welches uns diese schlimme Erfahrung erleben lässt.
Warum werden wir nie erfahren.
Dass Du Dich als Mutter fühlst kann ich verstehen. Du bist eine Mutter auch wenn Du Dein Baby nicht kennenlernen durftest.
Ich wünsche Dir Kraft.


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
avatar    Glimmer of hope
Status:
schrieb am 03.08.2012 00:09
Gerne nehme ich dich mal feste in den Arm knuddel Ich kann mich so gut in dich hinein versetzen traurig
Ja diese Hilflosigkeit ist grauenvoll. Nichts tun zu können und das annehmen zu müssen was geschieht. Es über sich ergehen lassen zu müssen.
Ganz gewiss ist, dass du nichts falsch gemacht hast! Auch ich habe Schuld bei mir gesucht und diese ganzen Fragen quälten auch mich. Mir hat ein langes Gespräch mit meiner FÄ diesbezüglich sehr geholfen. Und eine Frage auf das "warum" wirst du nie bekommen. Auch wenn man das Gefühl hat daran zu zerbrechen.
Es waren keine lächerlichen 2 Wochen. Es waren zwei ganz wertvolle Wochen. 2 Wochen wo dein Kind unter deinem Herzschlag verweilen durfte. Wo es dir ganz nah sein durfte. Wo es deine Liebe bekommen hat. Ab positivem Test verändert man sich und beschäftigt sich mit der Schwangerschaft. Und man baut jeden Tag eine stärkere Bindung auf. Kein Wunder, dass du diese Gefühle hast. Und du bist ja auch Mutter. Nur wirst du dein Kind nie an der Hand halten. Aber dafür fest in deinem Herzen.
Dieses ganze Gefühlschaos wird dich wohl noch länger begleiten. Schmerz, Trauer, Sehnsucht, Verzweiflung und Wut werden sich abwechseln. Werden mal härter und mal sanfter sein. Der Schmerz aber wird sich verändern und erträglich.
Verabschiede dich in Ruhe von deinem Kind. Lass deine Gefühle zu, dir über dir einbrechen. Versuche nicht das alles alleine durch zu stehen. Lass dich von deinem Mann und dir anderen wichtigen Personen stützen und auffangen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft für den Weg der vor dir liegt.


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  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   Frau Pi
schrieb am 03.08.2012 07:37
Liebe Speedy,
danke für deine lieben Worte! und das gilt auch für alle anderen die hier posten, helfen und zuhören. es tut einfach gut zu merken dass man mit seinen gefühlen und änsgten nicht alleine ist. das man nicht "spinnt". durchgehen müssen wir ja ohnehin für uns selbst und ich denke jede frau meistert diese schlimme zeit anders. Danke auch das du deine erfahrungen mit der FG und der Auscchabung teilst, weil davor hab ich ziemlich angst. ich weiß einfach nicht was kommen wird.

ich wünsche auch dir viel kraft für die nächste zeit. dieses warten zermürbt ich weiß. aber irgendwann ist es vorbei, darauf hoff ich auch und dann werden mein mann und ich versuchen wieder einen alltag zu finden und ruhe und nähe, weil ich für mich schon denke dass ich das alles jetzt mal verdauen muss bevor wir wieder "basteln"

ich kenne dich nicht aber ich fühle mit dir!
Alles Liebe Christiane


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   Frau Pi
schrieb am 03.08.2012 07:42
Liebe Sternschnuppe,
danke für deine lieben Worte. Hast du schon aufgehört es zu probieren? (wegen deines Status?) Wenn ja, dann wünsch ich dir das du ein anderes Glück findest, es gibt so viele davon und ich suche auch schon nach einem Leben "danach" wenn ich wirklich keine Kinder bekommen könnte. Wenn nein, dann wünsch ich dir kraft, geduld, gute nerven und viele liebe menschen zum anlehnen wenn du es brauchst!

Ganz liebe grüße
christiane


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   sternschnuppe1970
Status:
schrieb am 03.08.2012 07:50
So ganz aufgehört noch nicht.
Der Traum der ersten Schwangerschaft ist geplatzt, vielleicht gibt es ja noch einmal einen Traum für uns und unser Engel hilft uns dabei.


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   Frau Pi
schrieb am 03.08.2012 08:00
Liebe glimmer of hope,
Ich habe deinen post gerade meinen mann vorgelesen und wir haben zusammen geweint. weil so viel wahrheit drin ist und weil es so weh tut daran zu denken das das was man in sich getragen und und immer noch trägt (weil ich warte noch immer darauf was passieren wird) wirklich unser kind war, das es unsere liebe gespürt hat und ja nicht gekommen wäre, hätte es sich nicht wilkommen gefühlt und auch weil es einfach wieder bewußt macht das wir es nie sehen werden, nie halten werden.
Aber wir werden einen Weg finden. wir werden annehmen was uns die natur vorgibt. wir haben beschlossen der natur das recht einzuräumen zu entschieden ob wir eltern werden sollen oder nicht. das heißt ich werde zwar abklären lassen ob es einen hormonmangel bei mir gibt oder so aber wir werden uns nicht für eine ivf oder sonstige fruchtbarkeitsbehandlung entscheiden. ich habe nach diesen tagen einfach zu viel angst davor tage und wochen mit ungewissheit und angst zu leben, immer zwischen hoffen und bangen zu schweben. aber bis es soweit ist dass wir wieder an ein kind denken muss ich mich wieder finden. ich muss mich wieder spüren ohne weinen zu müssen weil ein kleiner teil von mir weg ist. ich glaube fest daran was du gesagt hat, das es besser wird, das der schmerz leichter wird und es ist aber auch schön zu hören das ich ein recht habe auf diese gefühle. das sie dazu gehören.
Liebe fremde Frau ich wünsche dir nicht nur einen hoffnungsschimmer ich wünsche dir ein ganzes hoffnungsfeuerwerk! ich wünsche dir kraft und zäigkeit und geduld aber ich denke das haben wir als frauen ohnehin irgendwie mitbekommen. zusammen sind wir stärker als wir denken!
ganz liebe grüße
Christiane


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   Frau Pi
schrieb am 03.08.2012 08:09
ich wünsch euch alle kraft des universums!


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   Janine78
Status:
schrieb am 04.08.2012 12:53
Hallo Pi,

Suche dir schnell eine gute Hebamme, sie kann dich in allen Bereichen beraten und begleiten. Sie begleitet dich nicht nur bei den medizinischen Fragen, sondern auch bei den emotionalen Entscheidungen.

Meine ganzen Vorredner haben mir aus dem Herzen gesprochen aber diese eine Bitte/ Anregung habe ich für dich nach 2 FG. Die Ärzte sehen Daten/ Zahlen und Fakten, was es für uns als Mütter ist, hat wenig Platz im Praxisalltag.

Nimm dir die Zeit für dich die du brauchst. Bzw für euch, denn ich habe bei meiner Trauer meinen Mann vergessen.

Fühl dich gedrückt!

Janine


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   die frau pi
schrieb am 04.08.2012 19:19
Liebe janine,
ich wußte gar nicht das hebammen auch in solchen situationen da sind. ich dachte die kommen erst ins spiel wenn das kind auf die welt kommt... und du hast völlig recht, ich fühle mich bei meiner ärztin zwar medizinisch ganz gut aufgehoben aber emotional gar nicht. da heißt es, das ist halt so laut statistik und aus... sowas tut dann echt weh weil in dem moment bricht ja eine ganz weltzusammen und man wird einfach nicht aufgefangen.

ich versuche im moment zu leben gerade. das kind in mir ist immer noch da, obs noch lebt weiß ich nicht. diese ungewissheit macht ganz krank aber wenn ich versuche nicht zu weit nach vorne und nach hinten zu denken gehts.

mein mann ist mir eine riesengroße stütze auch wenn er glaub ich das gefühl nicht greifen kann. aber das ist egal ich kann in seinen armen weinen und das ist die hauptsache, das ich seinen herzschlag spüre und seine wärme.

ich wünsche auch dir viel kraft und energie und danke das du geantwortet hast, diese unterstützung bedeutet mir viel!

liebe Grüße
christiane


  Re: Warten auf das Unvermeidliche
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   nickysternenmama
schrieb am 04.08.2012 20:17
Hallo frau pi,

auch ich wollte dir meine hoffentlich ein wenig tröstenden worte zukommen lassen..denn du bist nicht allein..auch ich kann mich in dich reinfühlen. innerhalb eines jahres musste ich 3 mal die erfahrung durchmachen, sein kind zuverlieren. am anfang fraß ich den kummer und den schmerz in mich rein und zerbrach fast daran...ich dachte mir was ich denn wolle, war ich doch erst ganz am anfang als es immer passierte..doch mittlerweile trauere ich..lasse meinem schmerz und meinem kummer freien lauf..ich denke mir es gibt einen grund, das es nicht sein sollte...und trotzdem gebe ich die hoffnung nicht auf, das es doch noch klappen kann und alles gut wird..
ich wünsche dir viel kraft das du die nächste zeit gut überstehst..und drücke dir fest die daumen, das es doch bald noch ein gutes ende nimmt..




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