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  Kinderwusch mit Herzschwäche
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   Hamst1o
schrieb am 06.12.2022 09:51
Hallo an alle interessierten Leser*innen,

sehr lange war ich schon nicht mehr hier. Aber wenn ich einen guten Rat brauche, weiß ich, werde ich hier fündig!

Kurz zum Hintergrund:
seit Ende der zweiten Schwangerschaft im April/Mai 2021 liegt bei mir eine Herzschwäche vor. Sie kommt wohl aus der Belastung der Schwangerschaft in Kombination mit einem ererbten Linksschenkelblock. Einer Corona-Erkrankung im März 2022 folgten Monate der eingeschränkten Leistungsfähigkeit (Herzrasen und schnelle Ermüdung). Dies wurde beim Kardiologen allerdings nicht als relevant eingeschätzt.
Die letzte Kontrolle im November 2022 ergab, dass sich an der Herzschwäche nichts verändert hat, also keine Vergrößerung des Herzens oder Veränderung des Gewebes/ der Halsarterien etc. Der Kardiologe hat mir von einer erneuten Schwangerschaft abgeraten, meinte aber, dass er hierzu kein ausgewiesener Fachmann, weil kein Gyn, ist.
Im Alltag merke ich mittlerweile nichts mehr, ich habe aber auch immer noch nicht wirklich Sport machen können seit der Geburt des 2. Kindes, vielleicht bin ich auch einfach noch ein wenig aus der Übung.

Nun meine Frage:
Gibt es hier auch Experten und Frauen, die mit bekannter Herzschwäche eine Schwangerschaft austragen konnten und mir bezüglich des Risikos der Verschlechterung/ des Verhaltens während der Schwangerschaft eine Einschätzung geben können?

Ich möchte eigentlich noch ein Kind, allerdings nicht zu dem Preis, dass ich mich anschließend nicht mehr um meine Kinder kümmern kann, weil das Herz zu schwach ist. Ich bin hin- und hergerissen: Einerseites könnte ich eine erneute Schwangerschaft so organisieren, dass ich mich nur minimal belasten muss. Die emotionale Seite fällt da natürlich auch stark ins Gewicht.
Andererseits bin ich natürlich dankbar für meine zwei Jungs und möchte mein Herz so stark wie möglich machen, damit ich noch lange für sie da sein kann.


Vielen Dank an alle, die meinen Beitrag zu Ende gelesen haben. Ich weiß- viel Text- aber es spiegelt auch ein wenig meinen geistigen Zustand zum Thema wider smile

Liebe Grüße,
Hamsti


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.12.22 09:54 von Hamst1o.


  Re: Kinderwusch mit Herzschwäche
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   Zitronensorbet
schrieb am 08.12.2022 17:48
Hallo Hamsti,

kardiologisch kenne ich mich leider nicht aus, aber ich habe eine angeborene Nierenerkrankung mit mehrfachen Operationen. Es gab die letzten Jahre keine Verschlechterung/Funktionsreduktion. Ich habe das Thema Kinderwunsch ausführlich mit "meinem" Oberarzt in der Urologie besprochen und er hat mir einen netten Brief formuliert, wo er kurz beschreibt, was Status Quo ist, was das für eine Schwangerschaft bedeutet und wo der Unterschied zu nicht nicht nierenkranken Frauen in der Schwangerschaft liegt und das nichts gegen eine Schwangerschaft spricht, hier aber eine engmaschige Überwachung von Beginn an dringend anzuraten sei um Komplikationen frühzeitig zu begegnen (und auch was man dann tun könnte). Den Brief hab ich dann brav bei Kinderwunschklinik, Gyn und niedergelassenem Urologen abgegeben. jetzt wissen alle Bescheid.

Von daher wundert mich die Aussage deines Kardiologen. Er muss ja beurteilen können, welche körperlichen Belastungen (egal ob Schwangerschaft, Leistungssport, Beruf, etc.) (negative) Auswirkungen auf deine Herzgesundheit hat. Jetzt hat er dir abgeraten ohne konkrete Begründung? Der Gyn wird nur sagen: Gynäkologisch sehe ich kein Problem, aber ich bin kein Kardiologe.... dann weißt du immer noch nicht mehr.

Ich würde mir bei einem anderen Kardiologen eine zweite Meinung einholen. Und ggfs. nicht unbedingt nur den niedergelassenen Gyn aufsuchen, sondern vielleicht auch mal im Krankenhaus/Uniklinik vorstellig werden. Mein niedergelassener Gyn, so nett er auch ist und in Sachen Schwangerschaft auch kompetent, wäre damit sicher überfordert.

LG


  Re: Kinderwusch mit Herzschwäche
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 19.12.2022 10:11
Liebe Hamsti,

da geht es mir ähnlich wie Zitronensorbet: Ich sehe eher den Kardiologen in der Pflicht, Ihre Belastungsfähigkeit zu beurteilen, das kann eine Gynäkologe nicht, denn der Begriff "Herzschwäche" gibt einem ja keinen Hinweis auf Ihre Einschränkungen. Das ist aber ein häufiger Reflex bei Kolleg*innen: Ein Hausarzt verschreibt ein Medikament und wenn die Frau fragt, ob das mit einer Schwangerschaft oder Kinderwunsch vereinbar ist, dann wird auf die Gynäkologin verwiesen. Falsch. Wenn der Hausarzt ein Medikament verschreibt, dann muss ER sagen, ob man damit auch schwanger werden kann.

Ähnlich ist es in Ihrem Fall: Der Kardiologe muss sich dazu äußern. Und wenn er das nicht kann oder möchte, dann holen Sie sich eine zweite Meinung, denn bislang war das ja wenig hilfreich

Viele Grüße

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Kinderwusch mit Herzschwäche
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   Hamst1o
schrieb am 17.01.2023 08:45
Vielen Dank fürs Antworten!
Das hat mich darin bestätigt, nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.

Den Arztbrief habe ich vor Kurzem auch meiner Hebamme gegeben, damit sie mir das einordnen kann. Sie meinte nun, da ich beschwerdefrei bin und aktuell keine Medikamente nehmen muss, ist die Empfehlung, auf eine weitere Schwangerschaft zu verzichten, fraglich.
Sie hatte schon Frauen in der Betreuung mit Herzschwäche, die weitaus ausgeprägter war, und es ging alles gut. Ich werde sehen, wie es weiter geht.

Liebe Grüße,
Hamst1o


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  Re: Kinderwusch mit Herzschwäche
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 19.01.2023 10:41


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