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  Weihnachtsgeschichten
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   Nadi71
schrieb am 04.11.2022 14:04
Hallo an die Autorin der Weihnachts-Tips und an alle hier!

Es ist sehr lustig und gut geschrieben und manches kann man sich wirklich annehmen. Ich habe hier aber eine Anregung.
Statt die Familie zu briefen, die das mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht zu lesen bekommt, könnte man den Mädels, die 800 Km zur heimatlichen Weihnachtsfamilie kutschen dürfen, Möglichkeiten von Techniken anbieten, wie sie die „gutgemeinten“ Tips ohne Türknallen und psychischem Stress überstehen können.

Denn Babies sind süß und alle wollen Babies-seit tausenden von Jahren. Und aus dieser Natürlichkeit heraus agieren Familie und Freunde nun mal.
Sagt sich die ungewollt kinderlose aber: die wissen es nicht besser. Und führt sich vor Augen, dass in drei Tagen alles vorüber ist, z.B. Weihnachten, dann kann erlernt werden, zur Not auch mit PsychotherapeutInnen, wie man damit umgehen kann.

Es ist nicht zu schaffen, Familie und Freunde in kurzer Zeit dahingehend zu sensibilisieren, die kinderlose genau richtig zu behandeln.

Ich spreche aus zweierlei Position. Als kinderlose bis 38 und als Mutter zweier Kinder (mit 38 und 41). Ich kenne DAVOR und DANACH genau.
Und obwohl ich eine sensible, aufgeräumte und intelligente Familie mein Eigen nennen darf, kam ich schon mit einem roten Tuch über dem Kopf dort an Feiertagen an!
Sie KONNTEN nichts richtig machen.
Wir haben offen darüber gesprochen. Gott sei Dank leben sie nicht hinterm Mond und wissen (zumindest die Hauptdaten) um Adoption, Pflegeelternschaft usw.
Ich habe mir eine Therapeutin gesucht damals, die mich sehr gut „getragen“ hat durch die Zeit. Wir haben regelmäßig geübt, wie man gelassen und sich selbst schützend auf „dumme Tips und Fragen“ reagieren kann.
Das hat mir längerfristig besser geholfen, als Türenknallen und Tränen.
Das ist kein blöder Ich-Weiß-es-besser-Thread. Es ist ein ernstzunehmender Gedanke und ehrliche Anregung.
Es geht einem einfach besser damit. Denn es gibt auch Leute in Familien, die WOLLEN die Kinderlose ärgern und treffen.
Darauf so zu reagieren, das sie damit nicht dass bekommt, was sie gerne hätte (nämlich bittere Wut und Tränen), bekommt sie NICHTS.


  Re: Weihnachtsgeschichten
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   S21JJN22
schrieb am 22.11.2022 23:03
Mir fällt dazu ein ein: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Wenn mich jemand fragt, bekommt er/sie einfach die ganze hässliche Geschichte erzählt. Und wenn dann gut gemeinte Ratschläge kommen, erkläre ich gerne ausführlich, warum das in unserem Fall nicht geht etc. Und wenn das nicht zum Nachdenken und Emphatie anregt, dann lass ich einfach Reden und sag Ja und Amen und such mit hinterher ggf. jemanden bei dem ich mich darüber auslassen kann (bei manchen ist halt Hopfen und Malz verloren).
Aufklärung ist das A und O, meiner Meinung nach.
Und wenn mir nicht nach Fröhlichkeit und Eintracht ist, erscheine ich erst gar nicht oder gehe früh.


  Re: Weihnachtsgeschichten
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   Grüne_Tonne
schrieb am 24.11.2022 05:10
Zitat
S21JJN22
Mir fällt dazu ein ein: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Wenn mich jemand fragt, bekommt er/sie einfach die ganze hässliche Geschichte erzählt. Und wenn dann gut gemeinte Ratschläge kommen, erkläre ich gerne ausführlich, warum das in unserem Fall nicht geht etc. Und wenn das nicht zum Nachdenken und Emphatie anregt, dann lass ich einfach Reden und sag Ja und Amen und such mit hinterher ggf. jemanden bei dem ich mich darüber auslassen kann (bei manchen ist halt Hopfen und Malz verloren).
Aufklärung ist das A und O, meiner Meinung nach.
Und wenn mir nicht nach Fröhlichkeit und Eintracht ist, erscheine ich erst gar nicht oder gehe früh.

Das sehe ich genauso. Ich bin zwar in der Zwischenzeit auch beim danach, aber natürlich kommen immer wieder Fragen wann denn das zweite Kind kommt. ich sage dann garnicht, ich bin dankbar dass ich dank maximalem medizinischen und finanziellem Aufwand überhaupt ein Kind habe. In der Regel wird das verstanden. Ich gehe auch sehr offen mit meiner Geschichte um, ich denke langfristig wird nur Offenheit zu einem sensibleren Umgang mit dem Thema in der Gesellschaft führen.




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