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  Spezialkliniken/Untersuchungen gesucht
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   Veerle
schrieb am 11.07.2021 18:23
Hallo liebe Mitstreiter...
Ich habe mich hier gerade angemeldet weil wir so langsam recht verzweifelt sind und verzweifelt nach Strohhalmen in einer quasi Wüste suchen. Ich hoffe hier vielleicht noch den ein oder anderen Tipp, Ratschlag, Hinweis zu bekommen damit wir irgendwann doch noch zu unserem Wunschkind kommen.
Wir sind beide Mitte 30 und haben mittlerweile 3 ICSIs und mehrere Kryozyklen durch. Das Ganze in nun auch zwei verschiedenen Kliniken, da die erste nach insgesamt 5 Transferen von je 2 Embryonen auch nicht mehr weiter wusste und keine weiteren Diagnosemöglichkeiten mehr hatte. Die Transfere sind immer an Tag 2 erfolgt. Bei der dritten ICSI konnten insgesamt 8 Embryonen befruchtet werden, auch vorher waren die Befruchtungsraten immer ausgesprochen gut. Diese wurden dann im Embryoskop kultiviert. Der Transfer war diesmal für den Folgezyklus als Blastozyste geplant. Leider hat es kein einziger Embryo bis zur Blastozyste geschafft. Wir vermuten also, dass es bei den vorherigen ICSIs ebenfalls so war, da auch hier nie eine Einnistung oder auch nur der Versuch einer solchen stattgefunden hat.
In der zweiten Klinik wurden leider keine weiteren Untersuchungen gemacht da "wir schon mehr gemacht hätten als sie zu dem Zeitpunkt empfohlen hätten". Bislang gibt es absolut keinen ersichtlichen Grund woran es liegen könnte.
Wir sind beide Nichtraucher, trinken quasi keinen Alkohol, leben so gut es geht gesund (Stress lässt sich halt nicht immer vermeiden), der ERA-Test war unauffällig, ich habe etwas erhöhte Killerzellen, dies wurde mit Lipidinfusionen behandelt (aber wie gesagt, bislang keine Blastozyste, deswegen ist das aktuell wohl eher nachrangig), keine Chromosomenaberationen bei uns beiden, Gerinnung gut, Eizellreserve gut... Eine Befruchtung auf natürlichem Weg ist aufgrund AOT extrem unwahrscheinlich, aber ansonsten wurde bislang nichts gefunden was dem gelingen im Wege stehen würde.
Jetzt futtern wir beide Nahrungsergänzungsmittel da dies das Einzige ist was wir finden konnten und stehen vor dem nächsten Versuch den wir zeitlich aber noch nicht terminiert haben.
Ich würde deutschlandweit mittlerweile zu jeder Klinik fahren. Ich hoffe hier ist jemand der irgendwie weiterhelfen kann, wenn man wenigstens wüsste woran es liegt. Ich würde quasi jede x-beliebige Untersuchung über mich ergehen lassen, an Studien teilnehmen usw.

Viele Grüße
Veerle


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.07.21 18:50 von Veerle.


  Re: Spezialkliniken/Untersuchungen gesucht
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   Leli2020
Status:
schrieb am 12.07.2021 08:19
Hey,

Du schreibst, dass deine befruchtungsrate gut ist. Wie viele EZ würden entnommen, wie viele waren reif und ließen sich letztlich befruchten. Deiner These folgend müssten alle Embryonen irgendwann nach dem Transfer stehen geblieben sein. Soweit ich weiß kommen in der Entwicklung des Embryo an Tag 3 die Gene des Partners ins Spiel. Ich habe dich aber so verstanden, dass ihr bereits eine genetische Untersuchung habt machen lassen, die unauffällig war.
Vielleicht mal ein anderer Gedanke: du schreibst nicht, dass du eine Lapraskopie hast machen lassen. Bei mir wurde letztes Jahr im März eine lapraskopie durchgeführt und Endometriose festgestellt und entfernt. Ich bin daraufhin in beiden Versuchen schwanger geworden. Ansonsten könntest du noch das Mikrobiom in der Gebärmutter (Prof. Würfel, München) untersuchen lassen.

Alles Gute!

Leli


  Re: Spezialkliniken/Untersuchungen gesucht
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 12.07.2021 11:06
Hallo,

ich kann mich Leli nur anschließen mit der Frage, wie viele Folis denn punktiert wurden, wie viele EZ dabei waren und wie viele davon reif waren? Wie ausgeprägt ist das OAT Deines Mannes (Grad)? Sind die Embryonen bei der Blastokultur nach der Befruchtung direkt stehen geblieben (T2/T3) oder erst zwischen T3-T5?

Ich würde an Deiner Stelle auch eine HSK (Gebärmutter-) bzw. LSK (Bauchspiegelung) in Betracht ziehen. Meine Befruchtungsraten waren auch in der Norm, aber es hat sich nie etwas eingenistet und als low responder hatte ich nie genug, um überhaupt eine Blastokultur in Betracht zu ziehen. Transfer war also auch immer T2/T3. Ich hatte auch Angst, dass die Embryonen gar nie so weit kommen. Ich bin dann aber nach einer missglückten IVF, die spontan eine IUI wurde, schwanger geworden - wollte aber leider nicht bleiben, weil er am falschen Ort saß. Aber danach wusste ich, dass sie sich weiter entwickeln können, und auch trotzt OAT (1-2) meines Mannes eine Schwangerschaft möglich ist.

Dennoch habe ich danach eine HSK/LSK machen lassen. Es wurde Plaque-Endometriose gefunden (hab keine Beschwerden, im US nicht sichtbar) und mein Mikrobiom ist eine Katastrophe und ich habe jetzt schon 3 Antibiosezyklen hinter mir, um es zu sanieren. Für beides habe ich mich an den Implantationsspezialisten Prof Würfel in München gewandt. Dort bin ich auch von seiner Belegärztin operiert worden. Es dauert sehr lang, bis man bei Prof Würfel einen Termin bekommt, aber er ist Spezialist auf diesem Gebiet und hat oft neue oder andere Ansätze. Man kann auch, so hab ich es gemacht, erst die HSK/LSK anleiern über das Kinderwunschzentrum, in dem Prof Würfel arbeitet und dann um eine Fallbetrachtung durch ihn bitten, das geht dann evtl. etwas schneller. Ich hatte 6 Wochen nach dem ersten Telefonat den OP-Termin und 4 Wochen später das Videotelefonat mit der Befundbesprechung bei Prof Würfel. Ich wohne auch 4,5h von München weg, aber ich musste nur 2x wirklich hinfahren, nämlich zur OP-Vorbesprechung und zur OP selbst, alles andere läuft über Videotelefonie.

Was ich auch noch überlegen würde, ist, ob es nicht Sinn macht, nicht immer "möglichst viele" EZ durch Stimulation zu erhalten. Bei mir hat die Qualität nachweislich durch hohe Stimulationen stark gelitten, bis hin zu einer Nullbefruchtung, weil sich die EZ nicht "stechen" ließen. Auch eine Änderung des Protokolls bzw. der Medis ist immer noch einen Versuch wert, also z.B. statt kurzem Protokoll mal ein langes mit Nasenspray ausprobieren oder eben umgekehrt. Oder vielleicht auch mal über NC-ICSI/IVF nachdenken, also im natürlichen Zyklus oder mit Mini-Stimu (z.B. Letrozol oder Clomifen, je nach Höhe der Schleimhaut). Da gibt es zwar nur 1-2 EZ, aber da ist oft die Qualität sehr gut. Natürlich kann es sein, dass es dann auch nicht zum Transfer kommt, aber das hattest Du ja leider auch schon trotz vieler EZ.

Ich wünsche Dir alles Gute
Snail


  Re: Spezialkliniken/Untersuchungen gesucht
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   Gaensebraten
schrieb am 12.07.2021 18:57
Liebe Veerle,

es werden ja, wenn überhaupt, nur ca. 30% der befruchteten EZ zu Blastozysten.
Man erhofft sich von der längeren Kultur, die "Fittesten" zu sondieren, d.h. aber nicht zwingend, dass die, die in der Kulturschale stehen bleiben, nicht doch etwas hätten werden können.
Ich hatte mit 44 3 Mal gute Blastos, hat nicht geholfen, auch sehr gute Blastos können Chromosomenschäden haben.

Du könntest tatsächlich Pimp my Eggs versuchen, z.B. mit Q10 (Ubiquinol) versuchen die Mitochondrien zu stärken, damit die EZ genügend Energie haben. Garantien gibt es natürlich nicht, das Ganze ist nicht unumstritten und manche Dosierungsempfehlungen, die im Netz kursieren, sind auch nicht ungefährlich.

Habt ihr alle 8 gleichzeitig ins Embryoscope gegeben?

LG
Gaensebraten


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  Re: Spezialkliniken/Untersuchungen gesucht
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   Veerle
schrieb am 16.07.2021 13:08
Die Befruchtungsrate liegt bei um die 80%, es wurden insgesamt 19 Eizellen befruchtet in 3 ICSIs (die zweite war leider recht mau). Es wurden zwei verschiedene Stimulationsprotokolle angewand. Die Entwicklung bei den letzten 8 Embryonen (in den ICSIs davor wurde immer an Tag 2 transferiert, deswegen kann ich da nichts zu sagen) ist so um den 3-4. tag stehen geblieben.
Genetik ist bei uns beiden 46 xx bzw xy, mein Mann hat eine heterozygote CF-Mutation ohne weitere Mutation und ohne Symptome. Das Spermiogramm ist mal etwas besser, mal etwas schlechter, aber nicht katastrophal, aber eben so, dass eine natürliche Befruchtung quasi ausgeschlossen ist.
Eine Laparoskopie ist noch ausstehend, eine Hysteroskopie hatte ich vor Jahren wegen was anderem schon mal, da war alles gut.
Seit etwa 2 Monaten futtern wir diverse Nahrungsergänzungsmittel (zusätzlich zu dem was wir vorher auch schon eingenommen haben) unter anderem auch Koenzym Q10, Zink, Vitamin D & E


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.07.21 13:09 von Veerle.


  Re: Spezialkliniken/Untersuchungen gesucht
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   Joela
Status:
schrieb am 16.07.2021 15:07
Hallo Veerle,

bei uns wurde auch gesagt, dass eine natürliche Befruchtung sehr unwahrscheinlich ist, aber bei genügend gewonnenen EZ haben wir trotzdem eine IVF gemacht, es gab dann zwar nur wenige Befruchtungen, aber eine hat sich erfolgreich eingenistet und sollte in 6 Wochen geboren werden. Es ist zwar ein Risiko, aber vielleicht könnt ihr auch halbe-halbe machen? Bei 8 gewonnenen EZ, 4 x ICSI und 4 x IVF? Wenn irgendeine IVF klappt, ist die Natur ja doch besser als das was die Biologen sehen können.
Ansonsten hatten wir vor allem Erfolg mit Nahrungsergänzungsmitteln bei meinem Mann, was die Spermienqualität deutlich verbessert hat. Diese hat auch sehr nach Jahreszeiten geschwankt, und war im Sommer immer schlecht, ab Herbst wurde es besser, mit den Mitteln dann erstmals so gut, dass wir eben doch die IVF probiert haben.
Auch eine IVF-Naturelle wäre vielleicht was für Euch, da man dort nur 1-3 EZ gewinnen möchte und dann die Anzahl der Spermien pro EZ ja deutlich höher sind, sodass die Chance steigt, dass eine IVF doch gelingt. Und dann hat Dein Körper bereits die Beste(n) EZ gewählt und die Chance, dass es sich weiter entwickelt, einnistet und bleibt, ist höher. Außerdem hast Du weniger Hormonbelastung, es kostet weniger und man braucht keine Pausenzyklen. Auch hier gibt es nicht viele Kliniken, die das standartmäßig anbieten.
Ich hoffe ihr findet einen guten Weg für Euch.

Viele Grüße




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