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  BMI Ausschlußkriterium
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   klassa
schrieb am 01.07.2021 07:07
Wir haben unsere 3 Versuche aufgebraucht. Bei den letzten Versuch war mein BMI um die 42. Mein Gewicht war nie wirklich Thema in der Klinik. Es hat wieder mal nicht geklappt.

Seitdem (ca.halbes Jahr) haben wir Coronabedingt eine Pause angelegt, wir haben uns entschieden in Dänemark weiter zu machen... Mein BMI liegt aktuell bei 38

Alle Dokumente gesammelt, alle Papiere ausgefüllt. Nun kam der Anruf der Klinik es täte ihnen leid aber mit meinen BMI wäre unverantwortlich mich als Patientin aufzunehmen. Ich brauche ein BMI unter 35 um da aufgenommen zu werden.

Ich kann das verstehen, keine Frage... Ich hab in einen Jahr ca. 20 Kilo aufgenommen, ich bin dran!
Und dann frage ich mich - Warum hat keiner hier drauf gepocht in Deutschland? Hätten sie gesagt "nehmen sie ab oder wir machen nicht weiter" dann hätte ich das bestimmt zügiger gemacht, mich weiter angestrengt.... Aber nie, nie, nie war das Thema.

Ganz genau weiß ich nicht was diesen Post bezweckt, ich wollte mein Ärger, mein Trauer loslassen. Bin nun 38 und ich sehe wie die Zeit wegrennt traurig

Hatte jemanden diesen Ausschlußkriterium in einer deutsche Klinik auch?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.21 07:08 von klassa.


  Re: BMI Ausschlußkriterium
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   AnniStern87
Status:
schrieb am 01.07.2021 09:01
Ohne es böse zu meinen aber das wäre das erste gewesen an das ich selber gedacht hätte und das erste was ich angegangen wäre. Mit so starkem Übergewicht zählst du schon unter stark adipös. Da wäre es sehr riskant schwanger zu werden weil eine Schwangerschaft dir bestimmt noch mehr Probleme bereitet hätte. Ich hatte zB im dritten Versuch eine Überstimulation mit 5l Wasser im Bauch, sah hochschwanger aus , hatte schwere Atemnot und konnte mich vor Schmerzen kaum bewegen. Damals hatte ich 82kg bei 170cm Größe und somit auch übergewichtig. In dem Versuch bin ich mit Drillingen schwanger geworden. Diese ganzen Risiken auch in Bezug auf eine mögliche Zwillingsschwangerschaft sind nicht ohne. Ich habe selber momentan einen BMI von 29 und habe bereits 10kg abgenommen. Man sollte erstmal sein Gewicht so gut es geht runter bekommen bevor man an eine Kiwu Behandlung denkt auch der eigenen Gesundheit zur Liebe.

Liebe Grüße
Anni


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.07.21 09:06 von AnniStern87.


  Re: BMI Ausschlußkriterium
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   Jorunn1
schrieb am 01.07.2021 09:49
Da ich nicht von so hohem Übergewicht betroffen bin, kann ich nicht sagen, ob es dieses Ausschlusskriterium bei unserer Klinik gab. Fraglich ist, ob eine Klinik rein rechtlich hierzulande jemanden abweisen darf, der mit einer Überweisung kommt. Das weiss ich nicht.

Es wundert mich aber, dass die Krankenkassen die Versuche unter diesen Vorzeichen genehmigt haben, und
Dir kein Arzt bisher gesagt hat, dass ein so hohes Gewicht bei der Empfängnis und Schwangerschaft Probleme machen könnte. Vielleicht hast Du auch auf den falschen Seiten recherchiert, aber die Gewichtsproblematik wird eigentlich auch im Internet immer wieder erwähnt.

Es ist gut, dass Du die Gewichtsproblematik jetzt angehst, aber den Vorwurf an alle Anderen, dass Du das schon längst getan hättest wenn dir nur mal jemand gesagt hätte, dass... kann ich nicht teilen, denn Deine eigene Gesundheit leidet ja auch unter Deinem Gewicht, und dass Du da nix merkst, kann ich mir nicht vorstellen.

Aber Du bist jetzt dran, viel Erfolg!


  Re: BMI Ausschlußkriterium
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 01.07.2021 18:32
Hallo,

ich gehöre auch nicht gerade zu den "Schlanksten", mein BMI schwankt um zwischen 30-32. Für mein KiWu ist das im Rahmen, da bei mir sonst keinerlei Begleiterscheinungen vorliegen (Bluthochdruck, Diabetes, o.ä.) und auch meine Blutwerte alle völlig im Normbereich liegen, also keine hohen Cholesterinwerte, Leberwerte oder sonst was. Mehr, das wurde mir schon deutlich im KiWu gesagt, sollte es aber trotzdem nicht werden. Hab leider die Veranlagung dazu in den Genen mitbekommen ... bin sehr klein ... man sieht mir mein Gewicht nicht an, wirke eher "kompakt". Ich habe nachgewiesen einen niedrigen Stoffwechsel (Hashimoto hat da einiges durcheinander gebracht) und kann auch Vitamine etc. schlecht aus der Nahrung lösen. Es wär schon oft Gesprächsthema mit der KiWu und war auch von Anfang an etwas, was das KiWu abgeklärt haben wollte, als wir angefangen haben.

Ich habe mich sehr eingehend damit beschäftigt, weil die EZ Qualität bei mir schon ein Problem zu sein scheint oder doch was Immunologisches, was keiner findet. Es gibt hier auch einen Artikel im Form zu diesem Thema, da steht "Gewicht reduzieren" ganz oben auf der Liste, was man selbst tun kann.
[www.wunschkinder.net]

Ich habe versucht, mein Gewicht weiter zu reduzieren, aber ich bin an einer Grenze unter die ich mit noch so viel Anstrengung nicht komme. Mir hat aber meine Ärztin dringend davon abgeraten, während der Behandlungen irgendwelche "Gewichtsreduktionsexperimente" zu machen, weil es den Körper zu sehr belastet und man vor allem aufpassen muss, dass man bei den Vitaminen etc. dann nicht in einen weiteren Mangel rutscht.

Zumindest in meinem KiWu wäre Dir sicher zur Gewichtsreduktion geraten worden, bevor mit einer neuen Behandlung begonnen worden wäre. Am Ende ist es aber sicher nicht nur der BMI - also die reine Zahl - der ausschlaggebend ist, sondern auch, wie die Gesamtsituation ist und welche Ursachen für das Übergewicht vorliegen.
Meine Internistin hat mal gesagt, als ich wieder mal völlig verzweifelt war wegen meinem Gewicht, dass ich mich am Ende in meiner Haut wohlfühlen soll und mich nicht verrückt machen soll, für mich wäre ein normaler BMI eher nicht erreichbar, ich bin eben die klassische Birne, mit wenig Bauchfett, dafür schön viel Reiterhosenspeck. Bei der LSK sah auch alles ganz normal aus, trotz des hohen BMIs.

Ich würde mich an Deiner Stelle mal von einem Internisten auf Herz und Nieren prüfen lassen, US und Blutwerte, um zu sehen, ob das Übergewicht Auswirkungen hat und falls ja, dann würde ich auch erst noch weiter langsam abnehmen, bevor Du in eine neue Behandlung startest. Und ich würde das unbedingt ärztlich begleiten lassen, damit es nicht zu neuen Baustellen kommt. Bei mir wird nur die Hashimoto im Auge behalten, mein Gewicht ist sonst kein Thema mehr, zumindest nicht, so lange es nicht mehr wird.

Lg und viel Erfolg
Snail


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  Re: BMI Ausschlußkriterium
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   klassa
schrieb am 01.07.2021 20:25
Vielen Dank für eure ehrliche Antworten und danke Snail für die viele Infos und den Link smile

Adipösitat ist eine Krankheit, keine Frage. Ich wollte nicht meine Vorwürfe woanders lassen - letztendlich ist das ganze ja, irgendwie, irgendwo größtenteils meine Schuld smile

Wir haben schon mehrere Behandlungen hinter uns (und ein Wunder - ein Kind aus der allererste ICSI fast 7 Jahre her), mehrere Baustellen beide aber wie gesagt, adipös war ich immer und keiner hats interessiert. Eventuell gab es einen "es wäre gut wenn Sie abhnemen" aber nie ein "wenn Sie so dick bleiben, sind die Chancen zu gering. Warum nehmen Sie nicht ab und wir sehen uns in 1/2 Jahr". Das hätte bei mirauf jeden Fall geholfen meinen Schweinehund zu überwinden.

Danke auch für den Tipp bzgl Internisten, das werde ich auf jeden Fall abchecken lassen smile

Liebe Grüße und auch viel Erfolg ❤️
Klassa


  Re: BMI Ausschlußkriterium
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   jorunn1
schrieb am 02.07.2021 09:07
In dem BMI-Bereich, in dem Du dich befindest, ist es mit „dem inneren Schweinehund“ ja nicht getan- sonst hättest Du doch sicher schon längst abgenommen, Dir selber und Deiner Gesundheit zuliebe.

Da ist, wie meine Vorrednerin schrieb, abzuklären, ob da ein physisches oder psychisches Problem dahintersteckt. Und sie hat auch absolut recht, eine Radikaldiät direkt vor oder während der Kiwu-Behandlung kann kontraproduktiv sein, da die Vitamin/Hormon/Stoffwechsel/...-Gleichgewichte aus dem Lot kommen können. Es geht bei Dir ja nicht um ein paar wenige Kilogramm, sondern ein System, was sich vermutlich seit mehreren Jahren auf diesem Level stabilisiert und „eingependelt“ hat. Lass Dich da ärztlich begleiten, damit die Gewichtsreduktion auch nachhaltig ist.

Und ja, auch mit einem nicht idealen BMI kann man schwanger werden. Die Chancen sinken aber. Das ist eben individuell. Wenn ein Windhund aussieht wie ein Bernhardiner, ist er nicht gesund. Wenn ein Bernhardiner aussieht wie ein Windhund, ist er auch nicht gesund. Da gibt es auch beim Menschen Spielräume jenseits des propagierten Ideals und der Unterwäschemodels. Aber man sollte sich da auch nix schönreden, auch ein Bernhardiner hat sein „Idealgewicht“/gesundes Gewicht.


  Re: BMI Ausschlußkriterium
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 04.07.2021 17:52
Hallo,

naja ein Arzt egal welche Fachrichtung darf schon sagen „Mitarbeit des Patienten ist gewünscht sonst kann ich keine Behandlungserfolg in Aussicht stellen“

Und da gehört tatsächlich auch dazu das Übergewicht sehr wohl ein sehr bekannter Grund sein kann dass man so leicht nicht schwanger wird.
Vom Risiko in der Schwangerschaft mal angesehen.

Bei meiner ersten Vorstellung in einer Kiwu wurde mir auch geraten 10% des Körpergewichts abzunehmen! BMI auch um die 40.

Generell kann ich dir nur empfehlen dich mal durch checken zu lassen, ärztliche begleiten zu lassen.

Mir hat dann auch Weight Watchers geholfen, nur die App! So habe ich es auf ein BMI zwischen 25-27 geschafft. Und das mit Lipödem!
Viel Bewegung und Fitnessstudio, kein lowcarb sondern wirklich normales Essen aber eben weniger!




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