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  ERA Diagnose
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   Strudelkrabbe
schrieb am 20.06.2021 14:14
Hallo Zusammen,

Er steht also bevor ... der letzte Versuch.
In diesen Sommerferien (bin Lehrerin) versuche ich mich an meiner letzten Kryo.

Jetzt kommt natürlich ein Problem, das mich sehr umtreibt.
Wie fast erwartet ist der Zyklus nie so wie man ihn haben will. Das hat mich nun mehr oder weniger zu einer Verschiebung der Behandlung gezwungen.
Man muss dazu wissen, dass die Kryo in Prag statt findet, wo ich sehr viel zufriedener bin.

Das heißt ich stehe nun vor zwei Möglichkeiten.
1) Ich mache jetzt recht schnell in den ersten Ferienwochen meine Behandlung. Das ist zeitlich netter und stressfreier, aber mir geht meine 2. Coronaimpfung durch (weil man dabei nicht impfen soll) und ich könnte eine zuvor stattfindende ERA - Diagnose ( die mir von der Ärztin geraten wurde ) durchführen.

2) Ich mache die Behandlung in der zweiten Hälfte der Ferien, muss mich dann aber krank melden, weil ich dann natürlich in die Arbeitszeit rein schippere, was immer unglaublichen Stress auslöst, kann dafür aber Diagnose und Impfung wahr nehmen.



Jetzt zur eigentlichen Frage:

Mal davon abgesehen, dass ich eh schon riesen Schiss habe, macht mir die vielleicht alberne Entscheidung echt zu schaffen.
Bis jetzt hatte ich, bis auf einmal, immer eine Einnistung, aber danach eine Fehlgeburt. (Inzwischen 7 mal, meist so in der 7 - 11 Woche)

Ist die ERA Diagnose bei so einem Fall überhaupt sinnvoll? Es ging nun so schnell mit der Vorbereitung, dass keiner der Ärzte mir die Frage so recht beantworten konnte (oder wollte) und nun steh ich vor der Entscheidung.

Bewirkt die ERA Diagnose etwas in meinem Fall? Macht sie überhaupt Sinn, wenn meistens eine Einnistung statt fand oder ist das eher für Frauen, bei denen es nicht einmal eine Einnistung gab?



Zusätzlich habe ich noch so viele andere Baustellen, wie ein sehr unkooperatives Immunsystem, das ich mit Intralipidinfusionen "bekämpfe", von fehlenden Eisprüngen, Hashimoto, der leichten Gerinnungsstörung, dem stressverursachenden Job und dem inzwischen doofen Alter mal abgesehen.

Mein Gefühl, dass die Ärzte nur in ihrem eigenen Metier "rumdoktorn" und keine ganzheitliche Diagnose stellen, bleibt bei mir leider.
Es wird immer nur ein neuer und noch ein neuer Baustein hinzu gefügt, anstatt zuvor alles abzuklären. Vielleicht bin ich deshalb sehr sehr unsicher.


Liebe Grüße
Claudia


  Re: ERA Diagnose
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   Doria
schrieb am 20.06.2021 15:33
Ich bin medizinischer Laie, aber so wie ich das verstanden habe, wird der ERA bei Einnistungsproblemen gemacht. Da die Einnistung bei dir bisher meist geklappt hat, scheint das keine Baustelle zu sein. Daher verwundert mich der Rat der Ärztin ein bisschen. Hat sie erklärt, was sie sich vom ERA verspricht?

Wurde jemals untersucht, wodurch die mehrfachen Fehlgeburten bedingt sind? Wie alt bist du?
Spontan denke ich bei so etwas an mögliche Chromosomenfehler und damit an eine PID, um zu schauen, ob deine Embryonen in Ordnung sind und du überhaupt die Chance auf eine Schwangerschaft ohne Fehlgeburt hast. Da du ohnehin in Tschechien in Behandlung bist, wäre diese Untersuchung rechtlich kein Problem.


  Re: ERA Diagnose
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   iola20
Status:
schrieb am 20.06.2021 17:09
Hallo,
Ich würde auch eine PID machen lassen, dann weißt du ob die FG an defekten Embryonen liegen oder weiter geforscht werden muss. In Tschechien ist das ja erlaubt und auch nicht so teuer.
Außer es geht wirklich nur mehr um den einen Kryotransfer, bei einem Embryo zahlt sich pid finanziell nicht aus.
LG iola


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.06.21 17:13 von iola20.


  Re: ERA Diagnose
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   Strudelkrabbe
schrieb am 20.06.2021 17:13
Ich bin bereits 41, da ich leider schon mehrere Jahre in dieser Kinderwunschsache stecke.
Leider tröpfelten die Ergebnisse so nach und nach ein.

Bei mir ist wohl das Immunsysthem schuld. Das wurde allerdings erst nach dem letzten Versuch festgestellt, auf meine eigene Initiative hin. Das heißt, ich habe nur beim letzten Versuch Intralipidinfusionen bekommen. Das war allerdings auch der Versuch, in dem keine Einnistung statt fand.

Genetiktest wurde bei mir und meinem Mann nach dem 3ten Versuch gemacht, da war alles in Ordnung.

Außerdem wurde Blutgerinnung getestet.

Alle Untersuchungen gingen irgendwie von mir aus, da die deutsche Kinderwunschklinik immer auf Normaltour weiter gemacht hätte und nichts davon aufgedeckt worden wäre. Die haben alles auf Gewicht und Alter geschoben ... weil das ja viiiiel wahrscheinlicher wäre, als alles andere, also würden sie das auch nicht testen.
Deshalb bin ich dann auch nach Prag gegangen.

Die Ärztin verspricht sich von der ERA Diagnostik den bestmöglichen Zeitpunkt zum Transfer zu bestimmen. So ihre Aussage.


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  Re: ERA Diagnose
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   Doria
schrieb am 20.06.2021 19:24
Bei der PID geht es nicht um eine allgemeine genetische Analyse, die ihr offenbar schon hinter euch habt, sondern es werden ganz konkret die entstandenen Embryonen untersucht.

Viele Eizellen funktionieren altersbedingt nicht mehr richtig, obwohl bei Mann und Frau ansonsten genetisch alles in Ordnung ist. Die Zellen können sich einfach nicht mehr richtig teilen. Ich fand den Mechanismus in diesem Artikel hier ganz gut erklärt.

Statistisch gesehen ist in deiner Altersgruppe in jedem Zyklus nur noch eine einzige euploide Eizelle (Eizelle mit normaler Chromosomenverteilung) dabei.
Siehe Grafik S. 7

Mit einer PID hättet ihr die Chance, diese eine normale Eizelle zu finden, aus der ein gesundes Kind entstehen kann.
Oder ihr erfahrt, dass leider gar keine Embryonen ohne Chromosomenfehler entstanden sind. Auf jeden Fall könnte dir das weitere Fehlgeburten ersparen und ihr wüsstet dann, woran ihr seid.

Im ERA sehe ich bei deiner Vorgeschichte eigentlich keinen Sinn.


  Re: ERA Diagnose
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   Strudelkrabbe
schrieb am 20.06.2021 19:42
@Doria

Ok, eine PDI wurde mir noch nicht vorgeschlagen und jetzt ja auch öfters genannt.

Ginge so etwas denn noch bei den verbleibenden Eizellen? Kann mir gerade nicht so recht vorstellen, wie das vonstatten geht.

Glücklicherweise sind meine Eizellen noch 38 Jahre alt ... auch nicht besonders toll, aber schon etwas wert, die paar Jährchen smile


  Re: ERA Diagnose
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   iola20
Status:
schrieb am 20.06.2021 21:02
Ja geht, bei mir wurden in 3 icsi Eizellen "gesammelt", also an pu+1 wurden alle befruchteten eingefroren. Bei der 3.icsi wurden dann alle aufgetaut und an Tag 5 im Blastostadium wurden dann von jeder Blastozyste ein paar Zellen entnommen und untersucht. Die Blastos wurden wieder eingefroren.

LG iola


  Re: ERA Diagnose
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   Merle_77
schrieb am 20.06.2021 21:13
Hallo,

ich weiß noch, dass Krabbenmama hier vor Jahren was dazu gepostet hat, dass ein verschobenes Einnistungsfenster durchaus im Zusammenhang mit Fehlgeburten stehen könnte (es nistet sich zwar ein, aber nicht "richtig").
Wenn die Ärzte bei dir zu ERA raten - vielleicht macht es doch Sinn?

Wegen der Zeitplanung: Dass es problematisch werden kann, während einer Krankmeldung ins Ausland zu fahren, ist dir sicherlich bewusst. Aber ich verstehe natürlich auch, dass die Planung schwierig ist, wenn man an Ferien gebunden ist. Wenn das Ganze sowieso im künstlichen Zyklus stattfindet - kann man das nicht so schieben, dass es passt (notfalls auf die Herbstferien)?

Alles Gute!

Merle


  Re: ERA Diagnose
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   Strudelkrabbe
schrieb am 20.06.2021 21:40
@Merle_77

Es ist mir sehr bewusst, dass das ein Problem ist und es ist ja leider nicht der erste Versuch.
Selbst etwas gesteuert ist es sehr sehr schwierig ein Zeitfenster zu finden, welches tatsächlich genau passt. Zu viel ist in dem Fall ja auch nicht super. Da müsste ich das teilweise um 2 Wochen verschieben ... Das machen die Kliniken oft über die Pille und die vertrage ich überhaupt nicht.
Ich habe längere Zyklen, das heißt, eine Kleinigkeit geht schief und schon ist man drüber und purzelt wieder in die "Nicht freie Zeit".
Gerade die Herbstferien, die dann nur 2 Wochen lang sind, sind da sehr schwierig zu planen.
Das ist ja auch jetzt der Fall ... gerade jetzt hat sich mein Zyklus dafür entschieden sehr sehr spät zu Ende zu sein, weshalb jetzt die zweite Hälfte der Ferien ganz sicher nicht mehr funktioniert.

Das was du schreibst, ist natürlich interessant. Leider konnte ich den Beitrag nicht finden, den du ansprichst. Das hätte mich sehr interessiert.


  Re: ERA Diagnose
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   Merle_77
schrieb am 20.06.2021 22:04
Ich glaube, das wurde damals mehrfach diskutiert. Hab auf die Schnelle nur das hier gefunden:
[www.wunschkinder.net]

Wegen Zyklus verschieben: Meine Kiwu-Praxis hat das oft mit einer Kombi aus Estrifam und Primolut gemacht (bis zum 7. Zyklustag nur Estrifam, dann beides). Ansonsten gibt's ja nicht nur "die eine" Pille. Wenn allerdings dann auch die Dauer des Schleimhautaufbaus nicht kalkulierbar ist, wird's natürlich schwer. Andererseits brauchst du doch eigentlich nur einmal ins Ausland für den TF. Bei einer Kryo müsste sich das doch ggf. auch auf ein WE legen lassen? Oder transferieren die samstags nicht?


  Re: ERA Diagnose
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   Strudelkrabbe
schrieb am 20.06.2021 22:09
Samstags schwierig ... und es genau auf ein Wochenende zu timen ist mitunter ... fast unmöglich ...


  Re: ERA Diagnose
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   Doria
schrieb am 20.06.2021 23:14
Ich hätte nicht genau sagen können, wie das bei Kryos gemacht wird, aber Iola konnte die Frage ja zum Glück beantworten. smile

Bei mir wurde der Zyklus auch einmal mit Primolut verschoben. Es hat ganz gut funktioniert, aber ich musste drei Tage länger als vom Arzt geplant auf meine Periode warten. So ganz exakt steuern konnte man es bei mir also nicht.

Die alte Diskussion zum ERA ist interessant, ich wusste nicht, dass der auch in solchen Fällen angewendet wird.
Im Zweifelsfall sollte man sicher jede Möglichkeit nutzen. Besser das, als sich hinterher zu fragen, ob es nicht doch etwas gebracht hätte.


  Re: ERA Diagnose
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   Strudelkrabbe
schrieb am 21.06.2021 11:55
Danke schon einmal für eure Antworten!

Ich habe in Prag wegen einer PDI gefragt. Da sagte man mir, dass man neu stimulieren müsste und dann würden die neu entstandenen Blastos getestet. Anscheinend führt die Klinik dieses Auftauen - Checken nicht durch. Also hat sich das wohl leider für mich erledigt, da eine neue Stimulation nicht wirklich in Frage kommt.

Was die ERA Diagnose angeht bin ich mir immer noch unsicher. Anscheinend hat es ja doch bei einigen einen Einfluss auf den Erfolg gehabt, ob der Transfer ein paar Tage früher oder später statt findet. Ich will natürlich die besten Voraussetzungen.
Die Zeit tickt und ich kann gerade schlecht schlafen ob der Entscheidung.
Ich wünschte die ganze Prozedur wäre mit weniger Problemen behaftet. zwinker


  Re: ERA Diagnose
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   Gaensebraten
schrieb am 21.06.2021 18:39
Liebe Strudelkrabbe,

bei mir wurde der ERA Test gemacht, weil ich wollte, dass mal was untersucht wird, bevor wir weitermachen. Bin Ü40, hatte einige gute Blastos, aber nie eine Einnistung. Mein ERA Ergebnis war, Schleimhaut rezeptiv, d.h. daran liegt es nicht.
Wenn du öfter Einnistungen hattest, würde ich nicht unbedingt auf die Rezeptivität tippen. Wie gut ist deine Gerinnungsstörung eingestellt?
Chromosomenfehler sind leider sehr wahrscheinlich.
Ist bei mir auch das Wahrscheinlichste.

LG
Gaensebraten


  Re: ERA Diagnose
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   Strudelkrabbe
schrieb am 22.06.2021 14:52
Danke Gaensebraten,

ist vielleicht auch einfach gut fürs Gewissen alle Möglichkeiten ausgeschlossen zu haben.
Danke.
Es ist nicht leicht traurig




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