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  Hilfe als low responder
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   Kiki_79
schrieb am 10.06.2021 18:43
Hallo in die Runde,

nachdem, was ich hier gelesen habe, bin ich wohl ein Low responder. Bei meiner ersten IVF hatte ich nach Stimulation mit dem Antagonistenprotokoll (225 E Pergoveris) nur drei Follikel und am Ende zwei Eizellen. Dann habe ich gesagt, dass Kosten und Nutzen für mich in keinem Verhältnis stehen und wollte bei der nächsten IVF mit Tabletten stimulieren. Letrozol brachte nur einen Follikel hervor, Clomifen immerhin zwei. Von den beiden Follikeln war wieder einer leer. Der Arzt behauptet, es gäbe keinen Weg dazwischen. Doch das kann ich mir nicht vorstellen.

Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und einen guten Tipp für mich? Wie komme ich zu mehr Eizellen?

Es sei noch erwähnt, dass ich inzwischen 42 Jahre alt bin und einen AMH-Wert von 0,6 habe. Meine Befruchtungsrate der wenigen Eizellen, die ich habe, ist sehr gut und es kommen jedes Mal top Embryonen dabei heraus, die sich allerdings nicht einnisten wollen. traurig

In der nächsten Woche habe ich einen neuen Beratungstermin in meiner Kiwi-Klinik und es wäre schön, wenn ich bis dahin einen guten Tipp hätte. Vielen Dank im Voraus!


  Re: Hilfe als low responder
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 11.06.2021 09:30
Hallo Kiki,

ich bin auch ein low-responder, allerdings bin ich auch low responder trotz normal hohem AMH ... als ich angefangen habe, war ich auch erst 33 (siehe Profil), bei mir ist das also leider nicht unbedingt altersbedingt.

Es gibt schon einen Weg dazwischen. Zu Clomifen kann ich nichts sagen, da meine SH nie sonderlich hoch war, haben wir das nie ausprobiert. Ich habe für meine ICSI immer an der Höchstgrenze stimuliert, aber wirklich viel bei rumgekommen ist nie (max 8 EZ, dann aber Nullbefruchtung). Die Qualität hat bei mir massiv durch die hohe Stimu gelitten. Ich bin deshalb ebenso wie Du auf Letrozol umgestiegen. Ich habe reine Letrozol-Zyklen gehabt (mit IUI im Anschluss) und hier regelmäßig zwei Folis. Mein Zyklus ist aber so regelmäßig, dass ich auch ohne Stimulation zuverlässig einen Eisprung habe.

Wir haben aber auch eine Kombination aus normalen Stimu-Medis und Letrozol gemacht. Meine Mini-Stimu sah Tag 3-7 Letrozol (morgens und abends: Zeiten einhalten ganz wichtig!) und ab Tag 3 zustätzlich alle 2 Tage 150 Pergoveris vor. Ich kenne aber auch andere, die haben 75iE täglich dazu gespritzt. Beir mir haben sich unter diesem Protokoll 5 Folis gebildet, 3 waren sprungreif. Die waren leider dann so sprungreif, dass Sie am Tag der geplanten PU trotz Orgalutran etwa vier Stunden vor dem Termin gesprungen sind. Die beiden kleineren Folis, die noch da waren, wurden zwar punktiert, waren aber leer. Wir haben dann eine spontane IUI hinterher gemacht - da wurde ich oh Wunder schwanger ... leider wollte der Krümel nicht bleiben.

Ich bin jetzt seit einem halben Jahr bei Prof Würfel in München in Behandlung, bzw. durch Zufall hat er sich meine Akte angesehen, als ich dort wegen LSK/HSK war. Jedenfalls rät er mir - eben jetzt auch aufgrund meines fortgeschrittenen Atlers (werde demnächst 40) - zur ICSI/IVF im natürlichen Zyklus ganz ohne Medis. Das geht aber natürlich nur, wenn der ES regelmäßig ist. Alternativ eben weiter mit Letrozol und evtl. etwas Pergoveris oder Menogon dazu. Aber leider muss man sich in unserem Alter schon bewusst sein, dass nur noch jede 6.-8. EZ ohne Chromosomenschäden ist. Es kann also dauern. Prof Würfel meint, ich könnte auch mit IUI schwanger werden, er rät aber zur IVF/ICSI, weil die Chancen ein wenig höher sind. Aber man muss sich bewusst sein, dass dann auch nichts zum Transfer da sein könnte und die Kosten natürlich höher sind. Mein KiWu punktiert allerdings nicht, wenn es nur ein Foli ist. Der Vorteil von Letrozol ohne PU (nur IUI trotz eingeschränktem SG meines Mannes) ist, dass man natürlich jeden Zyklus nutzen kann und nicht wie nach IVF/ICSI erst mal pausieren muss.

Hattest Du frühe Transfere oder Blastozysten? Hast Du mal eine Biopsie der GM machen lassen, um zu sehen, ob es nicht am Embryo sondern an der GMSH liegt? (Killerzellen, Plasmazellen, Mikrobiom)

Ich wünsche Dir alles Gute, aber leider kann der Weg sehr lang sein... meiner ist nun schon 6 Jahre und ich durfte immer noch nicht einen kleinen Erdenbürger begrüßen.

Lg
Snail


  Re: Hilfe als low responder
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   Impala-34
Status:
schrieb am 11.06.2021 10:05
Liebe Kiki,

vor knapp 10 Jahre erging es mir wie Dir. Ich war über 40 hatte einen AMH schwankend um 0,2 - 0,5) und immer nur 2-5 EZ bei den Icsis die dann folgten.

Wir haben viel probiert an Stimulationen: Angefangen mit Gonal (ganz schlechte Ausbeute), dann Clomifen hoch dosiert unterstützt mit Menogon (zweimal ganz gut, aber leider dann Nebenwirkungen), einmal Elonva (noch schlechtere Ausbeute) und dann nur noch Menogon sehr hoch dosiert.

Bei mir hat am besten Clomifen mit Menogon und Menogon funktioniert, aber da ist nunmal jede Frau anders. Vielleicht solltest Du Clomifen (hoch dosiert) mit Menogon mal ansprechen.
Wenn Du ein Low responder bist, dann wirst Du die Zahl der Follikel nicht deutlich erhöhen können.
Du könntest zu Beginn eines Zyklusses eine Antralfollokelzählung machen und dann entscheiden, ob du den Zyklus stimulierst.
Aber: Du hast leider nicht mehr so viel Zeit und es muss ja auch nur EINE EZ dabei sein, die richtige.

Ich häng mal meine Signatur an. Bei mir war es ähnlich, ich hatte nie viele EZ aber die die ich hatte sahen immer ganz gut aus und ich hatte auch Blastokultur, sie haben sich weiter entwickelt.
Aber d.h.nicht, dass sie genetisch intakt waren.

Ich habe acht versuche gebraucht, die mich sehr viel Tränen, eine ausgewachsene Depression und ein leeres Bankkonto eingebracht haben. Und ich hatte viel Glück. denn im achten Versuch wurde ich schwanger. Unser Sohn wird dieses Jahr 8 Jahre.

Ich wünsche Dir viel Glück!

LG Impala


  Re: Hilfe als low responder
avatar    sanogo
Status:
schrieb am 13.06.2021 15:31
Hallo Kiki,

schau mal in mein Profil. Da kannst Du sehen, was wir alles ausprobiert haben (bis hin zu Testosteron), letztendlich hat bei mir aber nichts gefruchtet.

Ich drücke Dir die Daumen!

LG sanogo


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  Re: Hilfe als low responder
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   Kiki_79
schrieb am 16.06.2021 15:53
Ich danke euch, für die Rückmeldung zu meiner Anfrage. So bin ich auf Freitag vorbereitet.

@Snail: Meine Gebährmutterschleimhaut wurde untersucht. Dazu meinte mein Arzt nur: "Damit werden Sie Mutter!" Ich hoffe, er wird Recht behalten.


  Re: Hilfe als low responder
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   Lutti
schrieb am vor zwei Stunden
Hallo,
deine Anzahl von Antralfollikeln ist nicht schlecht deswegen würde ich nicht von Low responder bei dir sprechen. Ich würde unbedingt das Medikament wechseln. Manche Eizellen benötigen zum Wachsen eine Kombination aus FSH und LH. Puregon ist nur FSH. Ich würde dir empfehlen entweder zu dem Puregon noch Menogon dazu zu nehmen oder direkt ein Präparat wie z.B. Pergoveris zu wählen. Da ist direkt LH enthalten. Sprich das bei deiner Klinik mal an, wundert mich, dass sie dir das noch nicht vorgeschlagen haben. Das ist eigentlich eine gängige Methode, wenn die Follikel bei der Stimulation nicht mitwachsen. Bei deiner Anzahl an Follikel ist aufjedenfall noch was zu holen. Und wenn das auch nicht funktionieren sollte, dann würde ich eine Mini ICSI anstreben. Viel Glück




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