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  Vorstellung, ein kleiner Erfahrungsbericht und unser kleines großes Problem
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   Micha_Michi
schrieb am 27.05.2021 15:53
Hallo zusammen; Ich stelle mich zuerst einmal vor. Mein Name ist Micha, ich wohne zusammen mit meiner Frau im schönen Hessen.

Ja, warum habe ich mich hier angemeldet? Um Antworten auf meine Fragen zu bekommen, Hilfreiche Tipps, und am Ende vielleicht noch ein wenig Aufmunterung, um an unserem Problem nicht vollends zu verzweifeln....der unerfüllte Kinderwunsch. Ich schreibe das Ganze sehr detailliert zum Besseren Verständnis, daher wird es viel Text. sorrry Ich verneig mich

Vorab. Ich habe mich alleine und aus freien Stücken hier angemeldet. Meine Frau verfolgt das Thema für sich allein, aber fühlt sich derzeit psychisch nicht in der Lage, sich -neben dem ohnehin täglichen Gedanken daran- im Austausch mit anderen zu dem Thema zu befassen. Das Ganze setzt ihr doch ganz schön zu.

Meine Frau ist gerade 38 Jahre alt geworden, ich bin 46 Jahre. Wir sind seit 6 Jahren zusammen und seit 3 Jahren glücklich verheiratet.
Ich habe aus meiner ersten Ehe eine Inzwischen 21-Jährige Tochter. Es blieb bei dem einen Kind, da meine Ex-Frau im Grunde genommen nie Kinder wollte, und an diesen Verschiedenen Ansichten u.a. auch die Ehe nach 15 Jahren zerbrach.
Meine Liebste lebte auch seit 2002 in einer schwierigen Partnerschaft und Ehe, wünschte sich aber, wie auch ich, ein Haus voller Kinder. Mit Ihrem Ex- Mann klappte dies jedoch auch nicht, wobei er es auf eigene Unfruchtbarkeit "abwälzte". Durch einen unüberlegten Seitensprung, der letztendlich in der Geburt eines Gesunden Kindes der Konkurrentin endete, war klar, an ihm lag es nicht. Dieser Umstand läutete dann auch das Ende der Beziehung ein.

Aber das nur zum besseren Verständnis.

Wir sind also nun glücklich miteinander, zum vollkommenen Glück fehlen uns nur noch gemeinsame Kinder.

Wir haben es also auf normalem Weg probiert, ohne jeglichen Erfolg.
Im nächsten Schritt folgte ein Zyklenkalender, mit dem wir Versucht haben, die fruchtbaren Tage zu nutzen,....es folgte aber nicht das Gewünschte Resultat.
beim ersten mal blieb die Regel aus bezw. es kamen nur leichte, Wässrige Blutungen.
Beim Darauf folgenden Versuch folgte eine "gefühlte" Schwangerschaft....Blutung blieb aus, Heisshunger, bissl Übelkeit, Abneigung gegen bestimmte Speisen.....
aber auch ziehende Schmerzen im Unterleib. kurz danach hatte sie auf der Toilette ein Art Abgang, ein etwas Grüßerer Klumpen. Da schon in der Toilette, war nicht mehr auszumachen, was es nun ist.
Beim 3. Versuch ein ähnliches Bild wie beim ersten mal, jedoch kamen eines Tages heftige Unterleibsschmerzen hinzu, die meine Frau Veranlassten, sich direkt in die Klinik fahren zu lassen.
Nach 3 Tagen stationär, Untersuchungen und einer kleinen OP stellte sich heraus: Eine Art Befruchtung hatte wohl statt gefunden, jedoch wurde daraus eine Zyste, die sich am Eileiter festgesetzt hatte. Dieser Umstand rief dann einen weiteren Arzt auf den Plan...in unserer Hiesigen Klinik gibt es einen Schilddrüsenspezialisten. Von ihm wurde meine Frau ebenfalls eingehend untersucht, mit dem Ergebnis, dass sie eine Überfunktion hat, Die Schilddrüse seinerzeit 2 1/2 mal so gross wie normal, und der Körper damit zu viele männliche Hormone produziert.
Hätte im Grunde niemand dran gedacht, da die üblichen Erkennungsmerkmale bei ihr nicht vorhanden sind (Untergewicht). Sie hat genau das Gegenteil und kämpft ausserdem seit Jahren mit Lipödem.
Nach reiflicher Überlegung und dem Gespräch mit noch weiteren Ärzten entschied sie sich zur OP. Vollständige Entfernung der Schilddrüse, Einstellen über regelmässige Tabletteneinnahme.
Das ist nun inzwischen etwas über 2 Jahre her. Aber auch diese Veränderung brachte keinen Erfolg.

Im Februar 2021 haben wir nun (da wir nicht mehr weiter wussten) Kontakt mit unserem regionalen Kinderwunschzentrum in Wetzlar aufgenommen.
Erstgespräch, danach folgt das dort Übliche Procedere, welches viele hier wahrscheinlich schon kennen. Vorneweg die Blutabnahme etc. bei ihr sowie Spermientest bei mir.
Hier erstmal keine Auffälligkeiten. Bei Ihr alles normal, bei mir im Test 68 Millionen Spermien, was der Arzt als "sehr gut" bezeichnete. Ich hab da keine Ahnung von, aber um die 15 Millionen wären wohl schon ausreichend für ein Befruchtung

Vor 7 Wochen dann der erste Versuch der künstlichen Befruchtung------welcher leider nicht gefruchtet hat.
Und hier folgen nun meine ersten Fragen (falls ich mich mit irgendwelchen Begriffen falsch ausdrücke, korrigiert mich bitte smile
Konkret war es so, dass sich durch die Aufbaupräparate 20-25 Eizellen gebildet haben (Gibt es hierfür Vergleichswerte? Gut oder schlecht?)
Von diesen Eizellen (wenn ich es richtig verstanden habe) 4 Eizellen entnommen und mit meinen Spermien Befruchtet. Entwickelt hat sich allerdings nur eine, die dann letztendlich eingesetzt wurde.
Und auch hier wieder die Frage....ist das dann ein eher Schlechtes Zeichen? Der Arzt ist der Frage dann doch ein wenig ausgewichen.....

Dann hieß es Warten. Wieder wässrige Blutung, kaum bis gar keine Regelschmerzen......aber das letztendliche Ergebnis leider negativ.
Meine Frau war inzwischen völlig durch den Wind. Da sie das Problem schon viel länger mit sich herumträgt, belastet es natürlich die Psyche.
Der Arzt meinte allerdings, die Chance beim ersten mal liegt um die 30%, beim ersten mal klappts fast nie, das muss man schon mehrere Male probieren.

Ist das Grundsätzlich so? Oder war das nur, um zu beruhigen.

Im Darauf folgenden Zyklus probierten wir es noch einmal selbst auf natürliche weise.....und kamen nun wieder an denselben punkt wie bei der künstlichen Befruchtung. Wässrige Blutung, keine Regelschmerzen....aber auch keine Schwangerschaft.
Nun stellt sich mir die Frage: Führt die natürliche Befruchtung und die künstliche Befruchtung - bis zu diesem Punkt- zum gleichen Ergebnis? Dann wäre die Ursache ja "danach" zu suchen, also fast ausschließlich bei der Gebärmutter.. Diese Frage konnte (wollte?) mir der Arzt aber auch nicht wirklich beantworten.
Habt ihr da Erfahrungen?

Aktuell läuft ein Blutgerinnungstest und noch ein Genetiktest.

Eine Ihrer ehemaligen Arbeitskolleginnen hat ähnliches durch, jedoch mit Erfolg. Bei Ihr wurden schon zu Anfang mehr Tests auf eventuelle Krankheiten gemacht, wo sich letztendlich eine Art Gebärmutterpilz herausstellte. Das wurde behandelt, kurz darauf trat die Schwangerschaft ein.
Daher frage ich mich, ob in der Klinik nicht "zu wenig" getan wird......Habt ihr Erfahrungen damit?

Soooo, viel Text, sorry. Aber ich wollte das ganze so genau wie möglich Beschreiben.

Ich wäre euch unendlich Dankbar, wenn der ein oder andere Weitere Tipps und Lösungsansätze für mich hätte. Klar, jeder Körper ist anders, aber im wesentlichen geht es um Dinge, an die man vielleicht gar nicht gedacht hat, und diese zum Erfolg beitragen könnten.

Und.....falls wir Grundsätzlich mit unseren Erwartungen in der kürze der Zeit einfach zu hoch gegriffen haben....Sagt es uns gerne. Vielleicht müssen wir uns selbst mehr Zeit geben.
Mit 38/46 macht man sich halt seine Gedanken.

In diesem Sinne....ich freue mich auf eure Beiträge smile Lg Micha


  Re: Vorstellung, ein kleiner Erfahrungsbericht und unser kleines großes Problem
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 27.05.2021 17:40
Hallo Micha,

es ist selten, dass sich hier Männer melden, aber schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Es tut mir leid, dass ihr schon einiges probiert habt und es nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Ich bin vielleicht nicht das beste Beispiel, denn mein KiWu Weg ist schon sehr lang (siehe mein Profil) und hat leider immer noch nicht zum Erfolg geführt. Aber ich kann Dir vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas zur "Einordnung" sagen. Aber ich bin sicher kein Experte smile

Eine Schilddrüsenerkrankung oder auch Entfernung ist kein Hinderungsgrund schwanger zu werden. Wenn die Medikamente gut eingestellt sind - für Kinderwunsch sollte der Wert bei 1 liegen - und man dies auch mit dem Spezialisten so bespricht, lässt sich das gut in den Griff bekommen. Das kann aber manchmal etwas dauern, bis man bei den Medikamenten so weit ist, dass der Wert konstant ist. Auch durch die KiWu Behandlung kann er schwanken, je nach Medikamenten, deshalb kontrolliert das KiWu das normalerweise auch mit.

Zu Deiner Spermienzahl ... also nur zur Einordnung, mein Mann und ich kommen in guten Versuchen auf 6 Mio, bei schlechten nur 0,4 Mio nach Aufbereitung für die künstliche Befruchtung ... schwanger wurde ich bei IVF mit 1,4 Mio. Du musst Dir um Deine Anzahl keine Gedanken machen. Hat der Arzt was zur Beweglichkeit oder Morphologie gesagt?

Dass es im ersten Versuch klappt, ist wirklich selten. Denn der erste Versuch ist auch für die Ärzte immer ein "Herantasten", d.h. man stimuliert meist niedrig, um überhaupt erst mal zu sehen, wie der Körper regiert. Natürlich klappt es bei einigen auch gleich, aber das ist wirlich die große Ausnahme. Im Durchschnitt braucht es meist 3-4 Versuche, auf welcher Seite man der Statistik steht, weiß man leider vorher nicht. Also auch hier ist alles im grünen Bereich.

Jetzt hätte ich ein paar Fragen:

1) Welche Präparate hat Deine Frau gespritzt? Über welchen Zeitraum? In welcher Höhe? Wie wurde der Eisprung unterdrückt?
2) An welchem Zyklustag fand die Punktion (PU) statt?
3) Hattet ihr 20-25 Folikel oder 20-25 Eizellen? Hier ist ein sehr wichtiger Unterschied, denn nicht jeder Folikel, den man im US sieht, enthält am Ende auch eine Eizelle. Heißt es also bei euch, es wurden 20 Folikel punktiert und es konnten sich nur 4 Eizellen finden? Was ist mit dem Rest? Waren die Folikel leer, waren die Eizellen nicht reif oder degeneriert/deformiert?
4) Was wurde gemacht? IVF oder ICSI?
5) Wann fand der Transfer statt? Vermutlich Tag 2 oder 3? Ein Wie-viel-Zeller war es dann?
6) Bei der "Zyste" am Eierstock, das war eine Eileiterschwangerschaft, oder? Wurde da eine Bauchspiegelung gemacht? Da wird dann ja meist auch eine Durchlässigkeitsprüfung der Eileiter gemacht und nach Endometrioseherden gesucht. Wurde das gemacht?

Meist sagt man, dass man bei jedem "Schritt" ein paar Eizellen verliert: also z.B. 4 Eizellen, 2 befruchtet, 1 für Transfer ... mein KiWu sagt immer, etwa 50% Verlust pro Schritt, aber bei vielen liegt das auch höher, das hängt auch einfach - so traurig das ist - auch vom Alter ab. Viele befruchtete EZ bleiben an Tag 3 stehen, denn an diesem Tag kommt das männliche Erbgut ins Spiel. So liegt die Blastozystenrate, also die lange Kultur der Eizelle bis zum 5. Tag, bei ca. 50%. Bei einem frühen Transfer an Tag 2 oder 3 weiß man leider nicht, ob die Eizelle sich weiter entwickelt hat. Und natürlich ist es auch so, dass selbst eine befruchtete und eingenistete Eizelle nicht immer überlebensfähig ist und abgestoßen wird. Eine Frau, die nicht gerade darauf fixiert ist und am ersten möglichen Tag testet, würde so eine frühe Schwangerschaft gar nicht bemerken. Und auch im natürlichen Zyklus liegt die Wahrscheinlichkeit ja eben gerade deshalb ebenfalls nur bei 30%. Du kannst gerne in mein Profil schauen, da steht bei jedem Versuch dabei, wie viele welchen Schritt geschafft haben. Von 100% Befruchtung und Transfer bis Nullbefruchtung hatte ich schon alles dabei. Da ist euer Ergebnis auch nicht ungewöhnlich. Die Frage ist eben eher, gab es nur wenige Eizellen oder war die Qualität der Eizellen schlecht?

Was mich an Deiner Beschreibung etwas stutzig macht ist die Beschreibung der "Periode". Ist die sonst, wenn ihr es nicht versucht habt, regelstark oder immer so kurz und wenig? Ich bin wirklich kein Experte, aber für mich hört es sich so an, als ob die Schleimhaut nicht gut aufgebaut ist. Wurde im KiWu was über die Höhe am PU-Tag bzw. Transfertag gesagt? Die Höhe sollte mindestens 7mm und vor allem eine dreischichtige Struktur aufweisen. Hier ist sicher der Weg des KiWu mit dem Gerinnungsbild sinnvoll.

Was die Untersuchungen angeht, klar kann man viel machen, aber nicht alles ist sinnvoll, vor allem nach nur einem Versuch. Es gibt im Behandlungsprotokoll noch so viele Stellschrauben, wie man z.B. die Anzahl von leeren oder unreifen Folikeln reduzieren oder verbessern kann. Man kann eben auch versuchen, dass die Folikel gleichmäßiger wachsen und nicht welche "vorpreschen". Natürlich kann man eine Biospie oder eine Spiegelung der Gebärmutter machen - hab ich erst nach dem dritten bzw. 5. negativen Versuch gemacht - oder gleich eine Bauchspiegelung machen lassen. Aber bei jeder Untersuchung muss auch klar sein, dass sich nicht immer eine Antwort findet. Ich bin jetzt seit 7 Jahren am KiWu, aber eine Ursache, warum sich bei mir nicht einnistet, ist bis heute nicht gefunden worden, trotz aller möglichen Untersuchungen.

Dass euer KiWu erst mal langsam mit den Untersuchungen anfängt, ist ganz normal, erst wenn mal 3-5 Transfers hatte, fängt man an, tiefer zu graben - und aus Erfahrung, das ist auch gut so. Aber natürlich hängt das auch vom Charakter ab, manche wollen gleich alles wissen und untersuchen, aber wie gesagt, es ist nicht garantiert, dass man eine Antwort bekommt, es bleibt eben Natur.

Mein Rat: lasst vom KiWu nicht euer Leben bestimmen, auch wenn das schwer fällt. Redet offen über eure Ängste, Fragen und Hoffnungen als Paar, damit ihr euch nicht verliert. Wenn der Druck zu groß wird, vertraut euch anderen an - Eltern, Freunden oder einem Psychologen. Vergesset darüber nicht, das Leben zu genießen. Eine Garantie kann euch keiner geben, dass es klappt. Ich wünsche es euch natürlich sehr, aber ein Versuch ist kein Versuch, sagt meine Ärztin immer.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Setzt euch nicht unter Druck und macht nur das, womit ihr euch auch gut fühlt. Mir ging es am Anfang so, dass ich mich oft "überfahren" gefühlt habe, weil ich nur die Hälfte verstanden habe. Fragt nach, wenn ihr etwas nicht versteht und ein guter KiWu Arzt sollte euch alles erklären und auch eure Ängste und Wünsche berücksichtigen.

Liebe Grüße und alles Gute
Snail


  Re: Vorstellung, ein kleiner Erfahrungsbericht und unser kleines großes Problem
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   Gaensebraten
schrieb am 27.05.2021 18:14
Hallo Micha,

Snail hat deine Fragen schon sehr gut beantwortet.

Ich würde an deiner Stelle versuchen, eure Protokolle, d.h. Spermiogramm und künstl. Befruchtungsprotokoll als Kopie/Scan im Kiwuz anzufordern, kostet ggf. Kopiergebühr. Damit lassen sich schon eine Menge der Fragen klären.

Und am Ende eines Zyklusses nicht auf irgendwelche Schwangerschaftsanzeichen warten oder orakeln. Viele Frauen spüren anfangs wirklich nichts. Man hört aber sehr schnell die Flöhe husten. Ein Schwangerschaftstest oder eine Testreihe mit 10-er Empfindlichkeit ist am aussagekräftigsten.

LG
Gaensebraten


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.05.21 18:35 von Gaensebraten.


  Re: Vorstellung, ein kleiner Erfahrungsbericht und unser kleines großes Problem
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   -Bellissima-
schrieb am 28.05.2021 09:44
Hallo Micha!

Ich denke jeder hier kennt die immense Last, die mit dem langen Kinderwunsch einhergeht nur zu gut und natürlich muss man selbst herausfinden, welcher Umgang damit einem zusagt. Aber ich kann nur von uns sagen, es war das Beste für meinen Mann und mich damit komplett offen umzugehen. Die blöden Sprüche von anderen werden viel weniger und man muss diese Last nicht auch noch mittragen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich keinen gab, der kein Verständnis gezeigt hat und ich bin der Meinung, wenn sich an dem Tabu, was das Thema ja leider immernoch ist, etwas ändern soll, dann muss man persönlich auch dazu beitragen.

Ihr habt so viel durchzustehen und die Behandlungen in der Kiwu machen das nicht leichter und es klingt in deiner Schilderung so, als seid ihr emotional in einer Phase in der ich auch schon war und die hätte mich fast aufgerfressen, hätte ich mir nicht bald Luft verschafft in dem ich mich geöffnet habe.

Das ist jetzt zwar nur ein kleiner Tipp bei deiner umfassenden Anfrage, aber ich denke eine geklärte emotionale Ausgangslage ist schonmal nicht verkehrt!

Ich wünsche euch ganz viel Kraft und einen schnellen Erfolg 🍀🌻


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  Re: Vorstellung, ein kleiner Erfahrungsbericht und unser kleines großes Problem
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   SasaZell
Status:
schrieb am 28.05.2021 14:12
Hallo Micha,

Snail hat schon sehr viel angesprochen.

Was in unserem Fall gemacht wurde, ist eine Biopsie
der Gebärmutterschleimhaut auf Natürliche Killer Zellen (das wurde in der
Kiwu gemacht)
Es wurden erhöhte Werte (44%) festgestellt, dadurch kann sich ein
befruchtetes Ei nicht einnisten.
Unser Schlüssel zum Glück.... Intralipid Infusion, das hemmt die NK Zellen.
Somit hat es sofort geklappt, im natürlichen Zyklus!!!

Und man kann die Ei zell Qualität mit Vitaminen verbessern.
Ich nehme Vitamin D3+K2, Omega3, Zink. Es gibt noch mehr,
da muss man sich schlau machen was für einen das beste ist.

Lg


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.05.21 14:33 von SasaZell.


  Re: Vorstellung, ein kleiner Erfahrungsbericht und unser kleines großes Problem
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   Micha_Michi
schrieb am 12.06.2021 17:11
Hallo Snail,

hier schreibt nun Michi..mein Schatz hat mich nun "eingeweiht" das er sich hier angemeldet hat, da es hier um so detailierte Fragen geht konnte er es dann nicht alleine beantworten.

Hier nun die Antworten zu den Fragen von dir:

1) Welche Präparate hat Deine Frau gespritzt? Über welchen Zeitraum? In welcher Höhe? Wie wurde der Eisprung unterdrückt?
ich habe mir 225 Oveleap gespritzt vom 2. bis 12. Zyklustag, und der Eisprung wurde mit Metrelef Nasenspray 4x1 Hub unterdrückt vom 1. bis 12. Zyklustag


2) An welchem Zyklustag fand die Punktion (PU) statt?
Am 12. Zyklustag musste ich mir die Ovitrelle Spritze geben und am 14. Zyklustag fand die Punktion dann statt.

3) Hattet ihr 20-25 Follikel oder 20-25 Eizellen? Hier ist ein sehr wichtiger Unterschied, denn nicht jeder Folikel, den man im US sieht, enthält am Ende auch eine Eizelle. Heißt es also bei euch, es wurden 20 Follikel punktiert und es konnten sich nur 4 Eizellen finden? Was ist mit dem Rest? Waren die Folikel leer, waren die Eizellen nicht reif oder degeneriert/deformiert?
Also der Arzt hatte am 7. Zyklustag eine Ultraschallkontrolle gemacht wie sich die Follikel entwickeln und ob die Behandlung so weitergeführt werden kann bzw. muss, und hat uns dann mitgeteilt, dass sich schon einige gebildet haben und das diese auch von der größe her sich gut entwickelt hätten. Beim zweiten Ultraschall am 12. Zyklustag war er sehr zufrieden mit der weiteren entwicklung und sagte das sich so ca 20 entwickelt hätten und das wir dann nun die Punktion angehen können. Bei der Punktion (14. Zyklustag) wurden dann 8 Eizellen entnommen, was beim Rest der Follikel war wurde nicht mitgeteilt. Dann wurden diese mit den Spermien (zu dem Zeitpunkt 48 Mio.) zusammengeführt (14. Zyklustag) und nach Anruf im Labor es waren dann (am 15.Zyklustag) nur 4 davon befruchtet.

4) Was wurde gemacht? IVF oder ICSI?
Wir hatten eine IVF behandlung

5) Wann fand der Transfer statt? Vermutlich Tag 2 oder 3? Ein Wie-viel-Zeller war es dann?
Der Transfer fand dann am 19. Zyklustag statt. Von den 4 befruchteten Eizellen hat sich laut dem Arzt nur einer so gut weiter entwickelt das man ihn einsetzen kann. Der Rest wäre nicht so gut gewesen und würde auch nicht zum "einfrieren" genutzt werden.Ein Wie-viel-Zeller das dann war kann ich nicht sagen, ich habe ein Bild davon und würde nun ganz grob sagen 8 Zeller??? (Ist auf dem Bild schwer zu erkennen und vom Arzt kam dazu keine Info)

6) Bei der "Zyste" am Eierstock, das war eine Eileiterschwangerschaft, oder? Wurde da eine Bauchspiegelung gemacht? Da wird dann ja meist auch eine Durchlässigkeitsprüfung der Eileiter gemacht und nach Endometrioseherden gesucht. Wurde das gemacht?
Also wo die Zyste damals genau war konnte keiner Feststellen, da die Zyste, als ich diese starken Schmerzen bekommen hatte, wohl geplatzt war. Da so eine geplatzte Zyste wohl auch sehr gefährlich werden kann musste ich stationär da bleiben. Eine Bauchspiegelung wurde nicht gemacht und eine Durchlässigkeitsprüfung wurde auch noch nie gemacht.

Bezüglich des Aufbaus der Schleimhaut hat der Arzt in den jeweiligen Ultraschall Terminen nur gesagt das es sich gut aufgebaut hätte, in einem der Termine hatte er was von 5 mm gesagt, ich weiß aber nicht ob im ersten oder zweiten.

Was mich persönlich eben an der Klinik stört ist, das die Untersuchungen die jetzt gemacht werden Gerinnungsdiagnostik und auch Genetik-Test erst auf meine Rückfrage hin angegangen werden. Nach unserem Behandelnden Arzt hätte ich nun erst noch zwei weitere Versuche machen sollen und dann hätten wir mal geschaut was wir vielleicht noch untersuchen könnten.

Bei der Gerinnungsdiagnostik sind nun laut Anruf des Labors keine Auffälligkeiten. Der Genetik-Test steht in einer Woche an.

Du hattest ja noch wegen meiner Regel an sich gefragt, ob sie immer so ist. Also generell wenn wir es nicht versuchen hatte ich bisher immer sehr starke Unterleibschmerzen und die ersten zwei Tage waren sehr Blutungsstark danach dann noch so 2-3 Tage leichtere Blutungen so das ich auf ca 5 Tage insgesamt komme. Aber besonders nun nach der IVF finde ich das die Tage lange nicht so "intensiv" sind also weniger Blutung und auch weniger Schmerzen. Ich habe nun auch nochmal einen Termin bei meinem Frauenarzt gemacht um mit ihm alles zu besprechen.


Zu der Frage: "Hat der Arzt was zur Beweglichkeit oder Morphologie gesagt?" können wir nur aus dem Bericht ein paar Daten liefern. Der Arzt hat sich dazu nicht detailiert zu geäußert hat nur gesagt das bei meinem Mann alles in Ordnung wäre.
Spermiogramm: Konz.(Mio/ml) 135 / Motil ges. (%) 72 /
Aufbereitung: Konz. (Mio/ml) 48 / davon motil (Mio/ml) 43

Noch abschließend zu meinen Schilddrüsen Werten, TSH ist 0,38 , T3 2,82 und T4 bei 2,1 gewesen und zu meinen Blutwerten insgesamt meinte der Arzt sie wären alle ok.

Vielen Dank für deine Umfassende Mail und freue mich auf den weiteren Austausch.

Liebe Grüße
Michi und Micha


  Re: Vorstellung, ein kleiner Erfahrungsbericht und unser kleines großes Problem
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   Micha_Michi
schrieb am vor zehn Stunden
Hmmmm.... ist meine Info nicht angekommen? Hätten gehofft, es antwortet uns noch jemand........Freuen uns auf Nachricht smile




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