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  Immunologische Steriliät
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   Maju15
schrieb am 07.04.2021 14:32
Hallo zusammen,

mein Mann (33J) und ich (34J) sind nun im 15. ÜZ und haben uns Mitte März in einem KiWu-Zentrum vorgestellt. Wir befinden uns derzeit in der Hälfte des Kontrollzyklus. Ich habe einen sehr regelmäßigen 26-Tage-Zyklus, meine Blutwerte waren bisher in Ordnung ebenso die Ultraschalluntersuchungen sowie auch das Spermiogramm von meinem Mann.

Gestern war ich zum Postkoital-Test, der absolut miserabel ausfiel. 10 Stunden nach dem GV waren nur sehr wenige, unbewegliche Spermien zu sehen. Der Arzt war grundsätzlich sehr nett, aber sagte mir sofort, ich könne auf natürlichem Wege nicht schwanger werden. Mein Zervixschleim enthält Antikörper, die die Spermien sofort außer Gefecht setzen. Nächste Woche erfolgt nochmal eine Blutuntersuchung bzgl. Gelbkörper und Ende April haben wir einen weiteren Gesprächstermin. Er sagte mir aber schon, ich solle mich mit dem Gedanken an eine IUI anfreunden, mir überlegen, ob ich vorab eine Bauchspiegelung durchführen lassen wolle und ob ich es mit oder ohne Hormonstimulation versuchen wolle.

Ich war gestern sehr geschockt, weil ich mit so einer Diagnose nicht gerechnet habe. Ich war ganz allein dort, habe mich gefühlt, als würde mir der Boden unter den Füßen weggerissen und habe nur die Hälfte irgendwie aufschnappen können.

Hat jemand eine ähnliche Diagnose erhalten? Wie war euer Weg?

Ich bin völlig überfordert mit der Situation und hoffe, hier Leidensgenossinnen zu finden und vielleicht Erfahrungen austauschen zu können.

Liebe Grüße
Maju


  Re: Immunologische Steriliät
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   Mondscheinkatze
schrieb am 07.04.2021 16:03
Hi Maju,

tut mir leid, dass dich der Termin so mitgenommen hat. Grundsätzlich würde ich auf jeden Fall empfehlen, dass du deinen Mann, wenn er schon nicht mit darf, zumindest am Besten vorm Haus oder am Telefon sofort erreichbar hast. Ich glaube hier kennen viele die Situation, dass man irgendwas gesagt bekommt, was einen völlig schockiert und man dann sofort jemanden braucht.
Inhaltlich würde ich sagen, du hast zumindest eine "Diagnose", für die es auch eine Behandlung gibt. Das ist keine schlechte Voraussetzung!
Wie der Arzt schon gesagt hat, müsstest du dir überlegen, ob du mit oder ohne Stimulation loslegen willst. Ohne Stimulation zahlt die Kasse 8 Versuche, mit 3. Wenn du weißt, dass du immer einen Eisprung hast und auch deine Lutealphase normal lang ist, kannst du es sicherlich auch erstmal ohne versuchen. Das hat den Vorteil, dass es günstiger und weniger anstrengend für dich ist. Vielleicht solltest du dann aber zumindest den Eisprung hormonell auslösen, damit es irgendwie planbar wird.
Mit Bauchspiegelung hat er sicherlich gemeint, dass es vor einer IUI sinnvoll ist, zu prüfen, ob deine Eileiter auch durchgängig sind. Ohne durchgängige Eileiter macht eine IUI keinen Sinn. Der "Goldstandard" wäre, das in einer Bauchspiegelung zu überprüfen, das ist aber leider eine richtige OP. Die andere Möglichkeit wäre eine HyCoSy, da wird unter Ultraschallkontrolle Kontrastmittel durch den Eileiter geleitet. Die ist nicht ganz so sicher, aber dafür ohne Narkose. Leider eine Privatleistung, aber definitiv weniger belastend für dich. Kommt drauf an, ob du sonst irgendwelche Beschwerden hast, die vielleicht in Richtung Endometriose weisen oder nicht.

Das wird schon!Blume

Viele Grüße


  Re: Immunologische Steriliät
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   Maju15
schrieb am 07.04.2021 17:22
Hallo smile

vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Ja, es wäre sicherlich sinnvoll gewesen, wenn mein Mann vor der Praxis gewartet hätte. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit meinem Bilderbuchzyklus nicht davon ausgegangen bin, dass so eine Diagnose gestellt wird. Das war wohl ziemlich naiv... Noch dazu war mein Mann auf der Arbeit, hat mich zwar brav angerufen, aber ich wollte ihm so eine Nachricht natürlich auch nicht am Telefon zwischen zwei Kunden überbringen. Eine wirklich blöde Situation war das traurig

Danke bezüglich der Infos zur IUI. Genau, das mit der Durchlässigkeit der Eileiter hat er mir auch so erklärt. Es deutet grundsätzlich nichts auf eine Endometriose hin. Auf die HyCoSy werde ich ihn definitiv ansprechen.
Habe ich aber richtig verstanden, dass die Chancen auf Erfolg bei einer Hormonstimulation signifikant höher sind als ohne? Darüber konnte ich im Detail noch nicht mit dem Arzt sprechen. Natürlich wären mir auch mehr Versuche bei geringerer Belastung lieber, wenn ich damit die Chancen nicht so furchtbar stark senke. Er gab mir eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 10-12% an, sagte aber gleichzeitig 1 von 3 Paaren würde schwanger werden. Ich weiß aber nicht, ob er damit pro Zyklus meinte, pro 3 Versuchen, mit oder ohne Stimulation...

Ich bin im Moment sehr verunsichert. Man hört so viel über Kinderwunschbehandlungen bzgl. psychischen sowie körperlichen Belastungen, Scheitern von Ehen, Leben, die nur noch von Hormonen und Behandlungsterminen bestimmt werden etc. In so einen Strudel möchte ich nicht hinein geraten traurig Das ist mit eine meiner größten Ängste. Die IUI schätze ich auf den ersten Blick so ein, als dass ich es gut vertreten könnte.


  Re: Immunologische Steriliät
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   Mondscheinkatze
schrieb am 07.04.2021 19:08
Ach Mensch, ich kann mir vorstellen, wie du dich gefühlt hast. Für die Ärzte ist das halt auch alles Routine, aber für die Patientin ganz was anderes.

Mit den 10-12% hat er sicherlich pro Zyklus gemeint und mit 1 von 3 Paaren die Gesamtwahrscheinlichkeit. Aber das ist schwierig individuell zu beantworten, weil es natürlich abhängig von deinen/euren individuellen Parametern ist. Aber wenn deine Eizellreserve ausreichend ist und deine Eizellreifung schon gut ist, dann wird sie durch Hormone nicht noch viel besser. Was du auch bedenken musst, es würde sich dann um eine niedrig dosierte Stimulation handeln. Das heißt, die Dosis muss hoch genug sein, dass du überhaupt reagierst und nicht zu hoch, dass mehr als zwei Follikel reifen. Das ist nicht so einfach zu treffen und der Körper reagiert in jedem Zyklus anders.
Am Besten du hörst dir an, was er dir rät, vertraust ihm aber auch nicht blind und hörst dann auf dein/euer Bauchgefühl.

Was die psychische Belastung angeht, die ist natürlich hoch, da gibt es nichts zu beschönigen. Man steht während der Behandlung unter Druck und das Leben ist dann ein Stück weit von Medikamenten, Behandlungen und Terminen bestimmt. Aber das wird auch wieder besser, wenn man gerade in keinem Behandlungszyklus ist. Und wenn ihr ein Kind wollt, es aber auf normalen Wege nicht klappt, was habt ihr dann für eine Wahl? Es haben schon viele Frauen und Paare geschafft, ihr schafft das auch!


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  Re: Immunologische Steriliät
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   Iubi
schrieb am 07.04.2021 20:43
Hallo liebe Maju.
Ich weiß genau wie du dich fühlst. Wir versuchen seit drei Jahren schwanger zu werden, hatten letztes Jahr drei Inseminationen komplett ohne Hormone oder Medikamente.
Dieses Jahr bin ich zu einem anderen Kiwu-Arzt der bei mir auch eine immunologische Sterilität festgestellt hat.
Jetzt versuchen wir die IUI mit Clomifen und Hormonen.
Es ist ein Scheiß Gefühl, einerseits "freut" man sich, dass es eben doch einen Grund gibt warum es nicht klappt. Andererseits fühlt man sich nur wie eine halbe Frau...


  Re: Immunologische Steriliät
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   Maju15
schrieb am 08.04.2021 15:25
Hallo zusammen smile

Danke @Mondscheinkatze für deine Einschätzung. Wir haben jetzt angefangen uns Fragen aufzuschreiben, die wir gerne stellen möchte. Generell würde ich über alles auch gerne mit meiner Frauenärztin sprechen, wenn wir den Gesprächstermin hatten. Sie hat immer eine sehr vernünftige Einstellung. Ich will auch in nichts hineingeraten, was uns nicht gut tut.

@Lubi: Ja, dieses Gefühl kann ich sehr gut nachvollziehen knuddel. Ich fühle mich auch so hilflos, weil der eigene Körper einfach nicht funktioniert. Ich werde zu allem Elend auch noch ständig krank (arbeite in der Schule) und nehme jede Erkältung etc. mit. Mein Körper schafft es nicht einfache Erkältungsviren abzuwehren, aber die Spermien meines Mannes macht er platt. Das ist schon etwas, womit ich erst noch klarkommen muss. Seid ihr jetzt bei der IUI mit Stimulation beim 1. Versuch? Liegen denn bei euch noch weitere Problematiken vor?


  Re: Immunologische Steriliät
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   Lizzlie
schrieb am 09.04.2021 12:01
Huhu,

Ich habe bereits zwei IUIs hinter mir und bin dadurch nicht schwanger geworden, man braucht in der Regel 4-6 versuche. (Ausnahmen bestätigen die Regelzwinker )
Da ich aber schon 40 bin, habe ich mich entschlossen mit einer IVF weiterzumachen.

Ich habe beide Male stimuliert, einfach weil du kontrolliert den Eisprung hast. Die Stimulation ist auch wirklich kein großer Akt.
Die Kosten für die Medikamente waren 100 Euro 🤷🏼‍♀️

Dass die Diagnose ein Schock war, kann ich gut nachvollziehen. Aber was ich gelernt habe, man muss positiv bleiben, man geht eben einen anderen Weg um schwanger zu werden. Du hast da wirklich ziemlich gute Vorraussetzungen 😊 und vielleicht klappt es gleich im 1. Versuch


  Re: Immunologische Steriliät
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   Maju15
schrieb am 09.04.2021 14:32
Hi Lizzlie,

danke für deine Erfahrungen smile Ich habe gar nicht den Anspruch, dass es beim 1. Mal klappt... Hauptsache es klappt überhaupt. Man lernt teilweise wirklich geduldig zu werden. Vielleicht ist es aber auch Eigenschutz vor weiteren Enttäuschungen zwinker Es fällt mir immernoch schwer diese Diagnose einzuordnen.

Hast du mit der IVF schon begonnen?

Ich wünsche dir alles Gute!!!

Liebe Grüße,
Maju


  Re: Immunologische Steriliät
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   123535123
schrieb am 11.04.2021 07:31
Diesen Test haben wir auch gemacht. Daraufhin hatten wir 2 erfolglose ivf. Haben die kiwu gewechselt. Dort wurde erstmal mit clomyifen stimuliert. Wurde gleich schwanger. Aber war eine fg. Danach 4 Zyklen mit clomyifen. Wieder schwanger. Spontangeburt 2018. 3 Monate nach Geburt trotz stillen, spontan Schwangerschaft. 2019 Entbindung per Kaiserschnitt.

Nun möchten wir wieder ein Kind aber ich bin in den vorzeitigen Wechseljahren...

Bei mir war der PCT test wirklich nicht aussagekräftig... der ist wohl nicht verlässlich. Ich habe kurz Zweifel gehabt, ob mir zusammenpassen, wenn der Schleim die Spermien tötet...


  Re: Immunologische Steriliät
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   Maju15
schrieb am 11.04.2021 14:31
Hey,

Danke für deinen sehr positiven Erfahrungsbericht. Das gibt Hoffnung smile

Unser nächster Gesprächstermin ist am 29. April. Ich bin wirklich gespannt, habe sehr viele Fragen gesammelt und hoffe einfach nur, dass der Termin positiver verläuft als der letzte.




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