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  Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   Xolummar
Status:
schrieb am 10.03.2021 20:48
Hallo zusammen,

ich befinden mich aktuell in den Voruntersuchungen für unser Geschwisterprojekt. Kommenden Dienstag habe ich vorraussichtlich nach KS eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung und wenn da alles gut ist, werden wir wohl direkt auch in den ersten Versuch starten (VZO mit Hormonpumpe).

Nun zu meiner Frage:

Ich arbeite mit kleinen Kindern und zusätzlich auch an einer Grundschule. Aus diesem Grund habe ich die Möglichkeit, mich jetzt sehr zeitnah mit dem Impfstoff von AZ gegen Covid impfen zu lassen. Natürlich freue ich mich auf der einen Seite sehr , aber dann kamen natürlich auch die tausend Unsicherheiten und Fragezeichen in meinem Kopf, ob eine Impfung während der Behandlung nicht irgendwelche Risiken birgt. Ich habe deshalb auch schon in der bundesweiten Covidhotline angerufen und meinen Situaton geschildert , aber so eine wirklich kompetente Antwort habe ich nicht erhalten.
Meine Gyn, zu der ich allerdings nicht das beste Vertrauensverhältnis habe (Gynwechsel ist geplant) empfiehlt ganz klar die Impfung.

Ich hatte mir jetzt eigentlich überlegt, dass ich die erste Impfung auf jeden Fall erstmal mitnehme, zumal der Impfstoff von AZ bereits nach der ersten Impfung über 90% Schutz vor einem schweren Verlauf bietet. Mein Mann ist übrigens schon komplett geimpft (mit dem Impfstoff von Biontic).

Da der Impfintervall zwischen der ersten und zweiten Impfung von AZ 3 Monate beträgt, wollte ich dann einfach abwarten, an welchem Punkt der Behandlung ich dann zum Termin für die zweite Impfung stehe. Sollte ich da frisch schwanger sein, würde ich die zweite Impfung vermutlich erst nach der Entbindung oder nach den erstn 3 Monaten in Anspruch nehmen, insofern das möglich ist.

Dennoch bin natürlich grad verunsichert, ob ich das so alles richtig mache. Da ich auf die 38 zugehe und man ja nie weiß, ob und wann es überhaupt noch einmal klappt (Kind 1 hat fast 3 Jahre gedauert) kommt für mich nicht in Frage, nun erstmal 3 Monate für die Impfung plus Zeitraum X nach der zweiten Impfung auszusetzen.

Was meint ihr bzw Sie Herr Dr. Breitenbach? Ist hier jemand in einer ähnlichen Situation oder hat sich vlt während der Behandlung impfen lassen?

Im Netz findet man ja diverse und natürlich ganz unterschiedliche Meingungen dazu.

Ich würde mich über Feedback sehr freuen.

Danke vorab und liebe Grüße

Xolu


  Re: Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   Lenulila
schrieb am 12.03.2021 08:42
Ich kann leider keine hilfreiche Antwort geben, schließe mich aber an, dass eine Empfehlung aus ärztlicher Sicht toll wäre! Ich überlege auch, ob ich im April einen Kryotransfer mache. Sollten aber tatsächlich bald die Hausarztpraxen impfen und sogar selbst über die Verteilung entscheiden dürfen, würde ich das eventuell abwarten und den Transfer verschieben. Ich bin aber ebenfalls unsicher, ob man direkt nach der Erstimpfung einen Transfer machen darf, in meinem Fall mit IVIG. Ich kann mir auch vorstellen, dass das vom Impfstoff abhängt, aber im Zweifel bekämen wir Jüngeren ja alle AstraZeneca.


  Re: Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   Anna1989
Status:
schrieb am 12.03.2021 13:05
Also eine fundierte Antwort habe ich auch nicht, würde mich aber auch sehr interessieren...
Wir waren letzte Woche zur ICSI Vorbesprechung und ich hab in der Kiwu gefragt. Die meinten, generell spricht nichts gegen die Impfung vor der Behandlung (Gerüchte von Unfruchtbarkeit etc sind Quatsch), allerdings empfehlen sie eine Wartezeit von zwei Monaten zwischen Impfende und Behandlungsstart. Er konnte es mir nicht fundiert erklären, meinte es ist eher ein "auf Nummer sicher gehen" damit der Körper fit ist für die Stimulation und die Behandlung...


  Re: Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 12.03.2021 20:45
Hallo,

ich habe auch meine KiWu Ärztin gefragt. Sie meinte, da es sich nicht um eine Impfung mit "Lebendimpfstoff" handelt, spricht für sie nichts dagegen, sich impfen zu lassen. Sie rät nur davon ab, sich in den 14 Tagen nach dem Auslösen impfen zu lassen. Danach weiß man ja, dass man entweder schwanger oder negativ ist. Sicher gibt es da auch andere Meinungen. Aber sonst dürften ja bald alle Frauen im gebärfähigen Alter 2-3 Monate nicht schwanger werden. Kolleginnen von mir wurden schon geimpft, denen wurde nichts diesbezüglich gesagt.

Lg Snail


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.21 07:58 von Snail-on-the-road.


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  Re: Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   Lenulila
schrieb am 13.03.2021 16:59
Diese Gerüchte, die Impfung schränke die Fruchtbarkeit ein, sind selbstverständlich absoluter Humbug! Ich würde nur gerne wissen, ob es nach bisherigem Kenntnisstand wirklich erforderlich ist, vorsichtshalber einen Monat (oder länger?) zu warten zwischen Impfung und nächstem Transfer. Soweit ich weiß, werden zB in Israel auch Schwangere geimpft.


  Re: Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   weristdas
schrieb am 14.03.2021 15:00
Guck mal, bin ich vor wenigen Tagen drüber gestolpert...

[www.dggg.de]


  Re: Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   Marie1910
schrieb am 26.03.2021 11:48
Moin,

leider gibt es keinerlei Daten, die Auswirkungen der aktuellen Impfstoffe auf Empfängnis oder Schwangerschaft auswirkt. In Deutschland war die Empfehlung (im Jan/Feb) mind. 2 Monate nach der 2. Impfung zu warten. ich arbeite selbst im Krankenhaus und bin geimpft worden. Habe mich zuerst mega geärgert, dass ich (schon) wieder einen Monat verliere. ABER wir haben so immens steigende Zahlen in Deutschland und es erkranken zunehmend jüngere Patienten schwer. Wie fatal wäre es, ein anstrengende, teuere Kinderwunschbehandlung mit Erfolg zu krönen - und dann erkrankt man schwer an Covid? Wir KIWU Patienten müssen nunmal jeden Zyklus planen, diesmal ist es viellicht sogar von Vorteil.

LG in die Runde


  Re: Covid Impfung während der Kiwubehandlung? Bitte um Einschätzungen und Erfahrungen-gern auch vom Team.
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   Apfelbaum_in voller Blüte
schrieb am 26.03.2021 23:31
Hallo zusammen,

ich stehe ebenso kurz vor einer KIWU-Behandlung und hatte die Option auf Impfung mit Astra Zeneca.
Bin auch kurz vorm 38. Geburtstag und habe daher wirklich lange hin und her überlegt, da es ja für beide Seiten Pros und cons gibt:
impfen (um dann sicherer in eine mögliche schwangerschaft zu gehen) oder noch abwarten, um dann schneller mit der kiwu-behandlung starten zu können.
Habe sehr viel nachgelesen und recherchiert und habe dann befunden, dass das Statement der European Society of Human Reproduction and Embryology am besten verdeutlicht wie groß der Auslegungsspielraum ist: [www.eshre.eu] (--> 2. anklickbares Statement)

Ich habe zuletzt meinen Impftermin verschoben, um mich mit meinem kiwu-arzt zu beraten. Fazit ist nun: ich hab mich jetzt vor ein paar Tagen impfen lassen, könnte aber, wenn ich die Zeit zwischen den zwei Zyklen nutzen möchte, theoretisch im April schon einen Behandlungszyklus starten, sofern die IMpfreaktion abgeklungen ist. Ich habe mich entschieden, den April noch auszulassen um meinem Körper Zeit zu geben und dann im Mai einen ersten IVF-Zyklus zu machen, wäre aber laut Arzt, der seine Frage extra ans Fachforum gerichtet hatte, nicht unbedingt nötig. Ich fühle mich so halt wohler. Mein Plan ist also: im April noch die eine oder andere Vorbereitung zu machen, andere Arztbesuche zu erledigen, die ich während der Bastel-Zeit auf Eis gelegt hatte (Zahnarzt zB) nun noch zu machen, dann den Mai zu nutzen für einen KIWU-Zyklus, im Juni hätte ich am 16. den zweiten Impftermin, das heißt der Juni fällt für eine KIWU-Behandlung flach, aber mit Juli könnte ich schon wieder weitermachen.

Grundsätzlich sagen Ärzte wirklich sehr viel verschiedenes: davor hatte ich im allgemeinen Krankenhaus gefragt, wie lange man warten müsste zwischen Impfung und KIWU-Behandlung - die haben sich nur angeschaut und gefragt, um welchen Imstoff es geht, sich vielsagen wieder angeschaut, keine explizite Empfehlung ausgesprochen und dann auf meine eigentliche frage geantwortet mit 2-3 monate nach der 2. Teilmpfung abwarten.
Ich denke die Positionierung der ESHRE oben zeigt gut, wie s dazu kommt, dass die Aussagen so unterschiedlich sind. Da steht ja auch: nach wenigen Tagen möglich bis zu zwei Monate warten, wenn man ganz sicher sein will. Was dieses "ganz sicher sein angeht" habe ich halt auch meinen arzt gefragt, ob a) zu wenig zeitabstand und eine noch nicht ganz abgeklungene impfreaktion eine ivf blockieren könnte (antwort:"kann man nicht wissen") oder ob das thromboserisiko erhöht sein kann, wenn zu wenig zeitabstand zwischen impfung und Hormonstimulation ist (auch hier keine klare Positionierung, irgendwie auch logisch) -- sie wissen zu wenig diesbezüglich. Ich versuche also einen Mittelweg mit dem ich mich wohlfühle. Impfung Ende März (im März bereits KIWU beiseite gelassen), werde den April auch auslassen und vielleicht sogar (wenn vermutlich unnötig, weil wir sind jetzt ewig nicht schwanger geworden) verhüten, den Mai dann für einen IVF-Zyklus nutzen, hoffen und warten - wenn ich schwanger bin vermutlich erst nach Geburt oder nach den ersten drei Monaten impfen (das kann ich noch nicht sagen), wenn nicht (was vermutlich wahrscheinlicher ist, dass es nicht auf anhieb klappt): Juni wieder mit KIWU pausieren, Mitte Juni impfen, im Juli mit IVF weitermachen, sofern ich mich wohl damit fühle. Eine Empfehlung war auch, dass man ja 4 Wochen nach der Impfung (also insbesondere nach der ersten) mal testen kann, wieviele Antikörper man bereits gebildet hat - das finde ich von der Idee jetzt nicht schlecht!

So, ich hoffe, ich konnte etwas helfen! Liebe Grüße!




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